“It’s a man’s world” und Weiteres von Voicu Dumitraș

Ich bin kürzlich eher zufällig über eine grandiose Aufnahme von Voicu Dumitraș gestoßen, einem jungen Sänger aus Rumänien, die ich hier gerne teilen möchte. Es handelt sich ein Cover des James Brown Klassikers „It’s A Man’s World)“. Zum Zeitpunkt der Aufnahme war Voicu (der am 07.06.2004 geboren wurde) 11 Jahre alt.

Natprlich habe ich nach diesem Zufallsfund ein wenig recherchiert.

Eine nicht minder hervorragende Aufnahme des Songs „Summertime“ von George Gershwin (nach einer Interpretation von Ella Fitzgerald) stammt aus dem Jahr 2017. Zum Zeitpunkt der Aufnahme war Voicu 13.

Im gleichen Jahr, aber noch 12jährig trat Voicu bei The Voice Kids Romania an, wo er es bis ins Halbfinale schaffte. Hier seine Blind-Audition mit einem Cover des Songs „Hurt“ von Christina Aguilera:

2018 war Voicu dann mit ganz anderem Musikstil in einer Koproduktion mit dem tschechischen Musikproduzenten Jezzpi zu hören. Auch wenn ich Synthesizer oder Dance Musik persönlicher eher nicht so sehr mag – stimmlich und musikalisch überzeugt Voicu auch hier.

Wer das vorige Stück mochte, dem gefällt vermutlich auch die erst gestern (am 15.06.2019) erschienene zweite Koproduktion von Jezzpi und Voicu. Eine tolle Stimme auch noch mit 15. 🙂

Hoffentlich bleibt Voicu die Liebe zur Musik auch nach dem Stimmbruch erhalten.

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„Ich bin Herr meines eigenen Körpers“ (Miguel)

Bei den diesjährigen Filmfestspielen von Venedig soll der spanische Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Pedro Almodóvar für sein Lebenswerk mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet werden.

Es ist nicht die erste Auszeichnung für Almodóvar. Für seine Tragikomödie „Alles über meine Mutter“ erhielt er im Jahr 2000 einen Oscar und einen Golden Globe für den besten fremdsprachigen Film. Für seinen Film „Sprich mit ihr“ erhielt er 2002 den Oscar für das beste Originaldrehbuch und einen Golden Globe für den besten fremdsprachigen Film.

Zum Lebenswerk, für das er nun geehrt werden soll, gehört auch sein vierter, 1984 veröffentlichter Film „Womit hab ich das verdient?“ (spanisch: ¿Qué he hecho yo para merecer esto?).

Der Film erzählt die Geschichte der unterdrückten Hausfrau Gloria, die mit ihrem Mann Antonio, der Schwiegermutter und zwei Söhnen in einer kleinen, schäbigen Wohnung nahe der Autobahn von Madrid lebt. Gloria arbeitet nebenbei als Putzfrau, um finanziell über die Runden zu kommen und nimmt Amphetamine, um durchzuhalten.

Ihre Ehe ist faktisch in die Brüche gegangen. Ihr Mann Antonio arbeitete einst als Gastarbeiter in Deutschland und hatte dort eine kurze Affäre mit einer Sängerin, der er immer noch nachtrauert. So kommt es, dass er immer wieder deren Lied „Nur nicht aus Liebe weinen“ spielt und seine Frau damit permanent vor den Kopf stößt.

Glorias ältester Sohn, Toni (14), will Landwirt werden und verkauft Heroin, um sich irgendwann einen Bauernhof kaufen zu können. Der jüngere Sohn, Miguel (12) ist schwul und schläft mit älteren Männern. Als Gloria Miguel konfrontiert und ihm sagt, dass sie weiß, dass er mit älteren Männern (einschließlich des Vaters seines Freundes) geschlafen hat, antwortet Miguel: „Ich bin Herr meines eigenen Körpers.“

Auch als der ältere Bruder versucht, Miguel zu „heilen“, indem er für ein Stelldichein mit der Nachbarin Cristal, die als Prostituierte arbeitet, bezahlt, ändert sich bei Miguel nichts.

Als Gloria die notwendige Zahnbehandlung von Miguel nicht bezahlen kann kommt sie zu dem Schluss: wenn die Männer den Körper von Miguel wollen, sollen sie seinen Körper auch unterhalten. Sie erlaubt Miguel bei dem Zahnarzt, einem Pädophilen, einzuziehen, der Miguel dafür kostenlos behandelt. Miguel stellt einige materielle Bedingungen (Video, Stereoanlage, Zeichenunterricht) und als der Arzt in diese einwilligt, lässt sich Miguel bereitwillig auf das Arrangement ein.

Im weiteren Verlauf wird Glorias Leben immer unerträglicher. Sie hat keine Hoffnung, kein Geld, keine Möglichkeiten und erhält keine Unterstützung durch ihren untreuen Mann. Als Antonio (dem noch nicht einmal aufgefallen ist, dass ihm sein jüngster Sohn wundersam abhanden gekommen ist) Gloria bei einem Streit schlägt, zieht sie ihm ein Schinkenbein über den Kopf. Antonio schlägt mit dem Hals auf die Spüle und stirbt sofort. Bei der Untersuchung des Todesfalls bleit Glorias Schuld unentdeckt.

Als Toni (und seine Großmutter) Madrid in Richtung ihres Heimatdorfes verlassen, ist die ohnehin dysfunktionale Familie anscheinend endgültig zerbrochen. Gloria denkt darüber nach, Selbstmord zu begehen – und ändert ihre Meinung, als ihr Sohn Miguel unerwartet zurückkehrt und sagt, er wolle sich um sie kümmern.

Insgesamt ein skuriler, sehenswerter Film mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor.

Zum Zeitpunkt des Films lag das Schutzalter in Spanien meiner Kenntnis nach bei 12 Jahren. Aktuell liegt es bei 16 Jahren. Man darf vermuten, dass Miguel, wenn der Film erst heute verfilmt werden würde, im Drehbuch 16 Jahre alt wäre.

Der noch sehr junge schwule Junge, der schon auf Männer steht, dürfte aber auch kein Zufall sein. Pedro Almodóvar ist selbst schwul und hat seine Homosexualität auch früh offen gelebt. Homsexualität ist einer der thematischen Schwerpunkte seines Filmwerks. Almodóvar dürfte aus eigener Anschauung wissen, dass ein schwuler Junge durchaus an Männern interessiert sein kann.

Der pädophile Zahnarzt ist als Karrikatur inszeniert und wirkt etwas gruselig (insbesondere in seiner Gestik gegenüber Miguel). Pädo-freundlich gemeint ist der Film also keineswegs.

Wichtiger als das scheint mir aber, dass hier ein schwuler Junge dargestellt wird, der von sich aus (wenn auch unter finanzielle Vorteilnahme) den sexuellen Kontakt mit Männern sucht und den Vorhaltungen seiner Mutter ein selbstbewußtes „Mein Körper gehört mir!“ (bzw. „Ich bin Herr meines eigenen Körpers“) entgegensetzt.

Damit hat er auch fraglos recht. Wer Kindern eintrichtert, sie hätten das Recht „Nein“ zu sagen, muss es (eigentlich) auch aushalten, wenn Kinder stattdessen „Ja“ sagen. Dass der Junge sich dabei prostituiert, finde ich bedenklich, es ändert aber wenig am Grundsätzlichen, dem Recht (auch von Kindern) über den eigenen Körper verfügen zu dürfen.

Am Ende kehrt Miguel von dem Pädophilen zu seiner Mutter zurück. Sicher nicht so sehr, wie behauptet, um sich um sie zu kümmern, sondern weil es ihm auf Dauer bei dem Pädo doch nicht gefallen hat und er seine Mutter wohl auch vermisst hat. Hinzu kommt vielleicht auch noch, dass die beengte Wohnung durch den freiwilligen und unfreiwilligen Auszug von drei Personen nun genug Platz für ein eigenes Kinderzimmer bietet.

Wie auch immer. Man kann ziemlich sicher davon ausgehen, dass Miguels sexuelle Abenteuer weitergehen werden. Er hat eben nur noch nicht den richtigen Pädo (oder anderen Partner) gefunden. Auf Nachfrage seiner Mutter erklärt Miguel jedenfalls es habe ihm bei dem Zahnarzt eine Weile ganz gut gefallen, aber er sei noch zu jung, um sich auf Dauer zu binden.

So problematisch das Element der Prostitution ist und bleibt, sollte man Prostitution nicht mit Zwangsprostitution verwechseln. Die Gefahr eines missbräuchlichen und ausbeuterischen Charakters steigt rapide an, wenn es einen Zuhälter gibt und der Prostituierte (bzw. Stricher) sich den Partner nicht selbst aussuchen kann, dem er sich anbietet bzw. dessen Angebot er annimmt. An einem solchen Zuhälter fehlte es bei Miguel. Er hat sich seine Kunden selbst ausgesucht.

Aber auch ohne dieses Problem bleibt eine professionelle Sexbeziehung problemtisch, da Sexarbeit letzlich keine Lebensperspektive bietet. Irgendwann stellt sich die Frage, was danach kommt. Und das ist dann vermutlich in den meisten Fällen der Absturz.

Die materielle Vorteilnahme an sich ist meiner Ansicht nach dagegen nicht verdammenswürdig. Es ist unter Heterosexellen wie Homosexuellen völlig normal, wenn der vermögendere Beziehungspartner überwiegend für gemeinsame Aktivitäten aufkommt. Das ist in einer Pädobeziehung nicht anders und muss auch nicht anders sein.

Es gibt Frauen, die sich (auch) auf Grund ökonomischer Interessen auf Affairen mit Männern einlassen und diese sogar heiraten, ohne deshalb Prostituierte zu sein. Es gibt Jungs, bei denen entsprechende Vorteile (Zugang zu Freizeitangeboten, Kino, Ausflüge, …) bei der Entscheidung, sich mit einem interessierten BL einzulassen, eine Rolle spielen, ohne dass sie deshalb Stricher sind.

Aus meiner Sicht dürfen materielle Erwägungen eine gewisse (untergeordnete) Rolle spielen. Alles andere wäre letztlich lebendsfremd. Für jede Entscheidung gibt es 1000 Gründe die unbemerkt im Hintergrund zusammenwirken. Materielle Vorteile gehören legitm dazu. In einer gesunden Beziehung sollten sie lediglich nicht der dominierende Aspekt sein.

Wie ist der Zahnarzt zu beurteilen? Allzu gut kommt er im Film sicherlich nicht weg. Dennoch. Um ein eindeutiges Urteil abgeben zu können, müsste man wissen, wie er Miguel während der gemeinsamen Zeit behandelt hat. Das aber erfahren wir im Film nicht. Die blosse Tatsache, dass Miguel am Ende zu seiner Mutter zurückkehrt (und den Zahnarzt dafür verlässt) ist ein Indiz, dass etwas nicht gepasst hat, legt aber für sich genommen noch keine schlechte Behandlung nahe.

Ich halte es keineswegs für ausgeschlossen, dass jemand, der das (auch) finanziell motivierte Angebot eines Kindes, sich zu sexuellen Handlungen zu verabreden, annimmt, das Kind innerhalb dieses Arrangements anständig behandelt. Wer sich auf so etwas einlässt, wandert aber am Rand einer Klippe von der man sehr schnell sehr tief fallen kann. Nicht nur strafrechtlich, sondern auch moralisch.

Letzlich handelt es sich ohnehin um einen Irrweg. Erkaufte sexuelle Befriedigung ist normalerweise nicht das, was man sich wirklich wünscht. Sexuell befriedigen kann man sich auch mit der eigenen Hand, wenn auch auf einem niedrigerem Befriedigungs-Niveau.

Emotionale Befriedigung bekommt man dagegen nur in einer beiderseitig gewollten, liebevollen Beziehung. Die eigene Hand kann hierzu (leider) keinen Beitrag leisten.

Hugh Hefner sagt:

Sex ohne Liebe ist besser als gar kein Sex!

Schneeschuppe sagt:

Liebe ohne Sex ist besser als gar keine Liebe!

Leider ist die Lebensrealität vieler Pädos ein Leben ohne Sex und ohne Liebe.

Der Eid des Spartacus (Louis-Ernest Barrias)

Le Serment de Spartacus (dt. Der Eid des Spartacus) ist eine Marmorskulptur, die von Louis-Ernest Barrias (13. April 1841 – 4. Februar 1905) zwischen 1869 und 1871 geschaffen wurde und seit 1875 im Jardin des Tuileries in Paris aufgestellt ist.

Die Skulptur stellt einen Sterbenden, fast nackten Mann dar, der an den Überresten eines Baumes gekreuzigt wurde. Die Ketten zu seinen Füßen weisen ihn als Sklaven aus. Sein linker Arm und sein Kopf ruhen auf einem neben ihm stehenden, nackten Jungen mit wildem Haar, der mit seiner rechten Hand fest ein (heute abgebrochenes) Messer umfasst. Die linke Hand umfasst sanft zwei Finger des Gequälten.

Mit seiner Schulter stützt er den Arm des Mannes ab und tröstet ihn durch seine Nähe und die zärtliche Berührung seiner Finger. Sein harter Blick und das Messer in seiner rechten Faust lassen keinen Zweifel an seiner Absicht, den Mann zu rächen.

Die Darstellung des jungen Spartacus zeigt Zärtlichkeit und Grimm. Liebe und die Entschlossenheit zur Rache. Dieser Kontrast macht die Stärke des Werks aus.

Der junge Spartacus, eigentlich noch ein hilfloses Kind, steht mutig und trotzig im Schatten römischer „Gerechtigkeit“ und schwört den Mord an einem geliebten Menschen zu rächen, und sich auf die Seite der Unterdrückten im Kampf gegen die Tyrannei zu stellen.

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Der historische Spartacus, ein thrakischer Gladiator und Sklave, führte Jahre später, etwa im Alter von 30 Jahren, zwischen 73 und 71 v. Chr. den größten Sklavenaufstand der römischen Geschichte an und erschütterte damit die Römische Republik in ihren Grundfesten. Spartacus kam nach langem Kampf mit beachtlichen Erfolgen in der letzten Schlacht um. Seine Armee wurde niedergemetzelt. Wer überlebt hatte, wurde gefangen und gekreuzigt.

Spartacus war also kein glorreicher Sieger, sondern ein glorreicher Verlierer. Er kämpfte und starb. Seine Sache starb mit ihm. Die Sklaverei dauerte bis weit ins 19. Jahrhundert fort. In Mauretanien wurde sie erst 1981 abgeschafft. Sklaverei-artige Verhältnisse bestehen bis heute fort oder leben zeitweise wieder auf, etwa im Bürgerkriegsland Libyen.

Und doch wurde der eigentlich gescheiterte Spartacus in der Neuzeit als Freiheitskämpfer berühmt. Insbesondere in der Arbeiterbewegung wurde er zur Symbolfigur für die Erhebung der Unterdrückten gegen ihre Ausbeuter. In einem Brief an Friedrich Engels stellte Karl Marx am 27. Februar 1861 fest, Spartacus sei „der famoseste Kerl, den die ganze antike Geschichte aufzuweisen hat“. Auch Hollywood hat ihn auf’s Heldenpodest gehoben. Das Leinwandepos aus dem Jahr 1960 mit Kirk Douglas in der Hauptrolle wurde mit vier Oscars ausgezeichnet.

Was Spartacus wohl von all dem halten würde?

Als BL sehe ich natürlich neben allem anderen, was bereits erwähnt wurde, auch die künstlerisch hochwertige und ästhetische Darstellung eines sehr ansprechenden nackten Jungen.

Die Gedankenfreiheit erlaubt es mir sogar in dem Mann nicht etwa einen beliebigen Sklaven oder den Vater, sondern den älteren Beziehungspartner einer päderastischen Beziehung zu sehen, der gemeuchelt wurde und den sein Junge rächen wird.

Ein Gedanke, der in Anbetracht der Tatsache, dass Spartacus mit seinem Aufstand trotz zeitweiliger Erfolge scheiterte und eines gewaltsamen Todes starb, allerdings schnell wieder verworfen werden sollte.

Gegen ein wenig friedvolle Unterstützung von Päderasten durch ihre ehemaligen jungen Freunde hätte ich natürlich trotzdem nichts einzuwenden. Leider sind die sozialen und gesellschaftlichen Kosten dafür so hoch, dass sie sich kaum jemand leisten kann.

Und so wird die Mähr vom Pädo als Kinderschänder weiterhin in den Medien und an den Stammtischen erzählt. Die, die es besser wissen, schweigen, weil sie zu viel zu verlieren haben. Es schmerzt, aber ich habe dafür Verständnis. Spartacus ist schließlich tot.

Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen (Robin Schlotz)

Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen ist die 2. Arie der Königin der Nacht in Mozarts Oper Die Zauberflöte.

Von Rachsucht getrieben, gibt die Königin der Nacht ihrer Tochter Pamina ein Messer und trägt ihr auf, ihren Rivalen Sarastro zu ermorden. Andernfalls verstoße und verlasse sie ihre Tochter Pamina:

Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen,
Tod und Verzweiflung flammet um mich her!
Fühlt nicht durch dich Sarastro Todesschmerzen,
So bist du meine Tochter nimmermehr.
Verstoßen sei auf ewig,
Verlassen sei auf ewig,
Zertrümmert sei’n auf ewig
Alle Bande der Natur,
Wenn nicht durch dich Sarastro wird erblassen!
Hört, Rachegötter, hört der Mutter Schwur

Der Hölle Rache (manchmal auch Rachearie genannt) ist als besonders anspruchsvolles Stück bekannt.

Sie ist auch besonders berühmt und gehört zu den 27 ausgewählten Musikstücken, die als Beispiele für die Musik der Menschheit auf den Voyager Golden Records (30 cm großen vergoldeten Datenplatten aus Kupfer, die wie Schallplatten aussehen) aufgenommen wurden und mit den Raumsonden Voyager 1 und Voyager 2 ins All geschickt wurden, um möglichweise irgenwann einmal von Außeridischen gefunden zu werden. Die Datenplatten sind als eine Art Vermächtnis der Menschheit gedacht und haben eine geschätzte Lebensdauer von 500 Millionen Jahren..

Nach dieser langen Vorrede hier eine ganz besondere Aufnahme der Arie, die 2005 beim Elternabend des Tölzer Knabenchors entstand. Beim Sänger handelt es sich um den damals 14jährigen Robin Scholz, der die Arie selbst aussuchte und heimlich einstudiert hatte. Sie wurde dann als eine Art Zugabe in das Programm eingebaut. Irgendwie hat die Aufnahme es dann auf Youtube geschafft und wurde dort inzwischen fast 5 Millionen mal abgespielt.

Kindliche Sexualität

Ich habe vor einiger Zeit das Buch „Herausforderung Pädophilie. Beratung, Selbsthilfe, Prävention“ von Claudia Schwarze und Dr. Gernot Hahn gelesen. Das Buch stammt aus dem Umfeld des Projekts „Kein Täter werden“. Es beschreibt die Situation und Gefühlslage von Pädophilen in weiten Teilen gut und sensibel. Trotzdem kann ich es nur bedingt empfehlen.

Das Buch wird seiner Präventions-Agenda gerecht, indem jeder sexuelle Kontakt eines Kindes mit einem Erwachsenen als Mißbrauch und zwangsläufige Schädigung des Kindes dargestellt wird. Ich bin zwar offen für Argumente, auch solche, die mir nicht in den Kram passen und meinen Wünschen zum Wesen der Welt entgegenstehen – aber sie müssen schon fundiert sein. Genau daran fehlt es aber.

Einer der zentralen Abschnitte, mit denen die These der Autoren im Buch untermauert wird, ist ein längerer Exkurs zur kindlichen Sexualität. Ich stelle die dortige Darstellung zur kindlichen Sexualität nicht in Frage, aber die Schlußfolgerungen dazu scheinen mir äußerst zweifelhaft und halten einer kritischen Überprüfung meiner Meinung nach nicht stand.

Erfreulicherweise ist dieser Exkurs ungekürzt Bestandteil des Download-Materials zum Buch, das man über die Webseite des Verlages herunterladen kann.

Ich werde mich nun detailliert damit auseinandersetzen und dafür die Passagen des Exkurses auch zitieren.

Kindliche Sexualität bezeichnet die sexuelle Entwicklung von der Geburt bis zur Pubertät (WAN-ZECK-SIELERT 2008). Kinder sind nicht asexuell, ihr sexuelles Erleben unterscheidet sich jedoch wesentlich von dem Erwachsener. Kinder begreifen die Welt durch Beobachtung und Erfahrung. Dinge werden genau untersucht, angefasst, ausprobiert. Der eigene Körper ist ein spannendes Objekt, mit vielfältigen Funktionen, Besonderheiten und Merkmalen. Die kindliche sexuelle Entwicklung ist geprägt durch einen Lernprozess, den Kinder aus ihrem eigenen Bedürfnis nach Entdecken, Experimentieren und Erfahrungensammeln heraus durchlaufen. Erst in der Pubertät ist das sexuelle Erleben und Verhalten allmählich mit dem von Erwachsenen vergleichbar.

Hier ist noch nichts zu lesen, was zum Schluß verleiten könnte, dass sexuelle Kontakte mit Kindern für diese schädlich sein könnten. Entdecken, Experimentieren, Erfahrungensammeln ist nichts, was notwendigerweise alleine oder lediglich mit Gleichaltrigen ablaufen muss. Sehr oft werden Kinder dabei begleitet und entweder an die Hand genommen oder aus dem Hintergrund unterstützt.

Wichtig ist auch die Feststellung, dass das sexuelle Erleben und Verhalten in der Pubertät mit dem von Erwachsenen vergleichbar wird.

Die Sexualität von Kindern ist gekennzeichnet von Spontaneität, Neugier und Unbefangenheit. Die Erregbarkeit von Kindern ist durch alle Sinneswahrnehmungen möglich und kann durch unterschiedliche Reize erfolgen. Bei Säuglingen und Kleinkindern können Wärme, Schmusen oder Stillen sexuelle Reflexe in Form von Erektionen des Penis oder der Klitoris auslösen. Kinder nehmen über die Haut des gesamten Körpers Berührungen als angenehm und lustvoll wahr. Zudem kann man bereits früh beobachten, dass Kinder ihre Genitalien berühren und sich durch Reiben oder Herumspielen selbst stimulieren. Dabei kann es sogar zu einer Art sexuellem Höhepunkt kommen. Diesen kann man sich – ähnlich wie das Gähnen bei Müdigkeit – als einen rein körperlichen Reflex vorstellen.

Es macht für Kinder keinen Unterschied, ob sie die Wärme auf der nackten Haut spüren, gekitzelt werden oder sich am Geschlecht berühren. Das alles sind sinnliche, angenehme Eindrücke. Diese unterschiedlichen Genussmöglichkeiten werden auch nicht bewertet. Es geht einfach darum, Situationen zu suchen, die sich gut anfühlen.

Auch hier ist nichts zu lesen, was darauf schließen ließe, dass ein Kind durch einen sexuellen Kontakt geschädigt werden könnte. Wesentlich für die hier geschilderte vorpubertäre kindliche Sexualität scheint, dass es dem Kind um eigene Befriedigung und nicht um die Befriedigung eines anderen geht.

Aus dem Text lässt sich die Forderung ableiten, dass sich die Situation für das Kind gut anfühlen soll. Das sich die Situation für den anderen gut anfühlen soll, gilt aber eigentlich für jeden einvernehmlichen sexuellen Kontakt.

Daher ist die eigene Stimulation der Genitalien auch in keiner Weise mit der Selbstbefriedigung eines Erwachsenen vergleichbar. Das Erleben von Lust ist bei Kindern nicht an eine sexuelle Erfahrung geknüpft, es gibt keine sexuellen Fantasien oder Vorstellungen von Berührungen mit oder von anderen Personen. Es ist eine rein sensorisch-körperliche Erfahrung, die sie völlig egozentrisch, d.h. auf sich bezogen, erleben. Anders als Erwachsene gehen Kinder mit ihrem Körper unbefangen, spontan und offen um. Sie müssen sich in ihrer Suche nach lustvollem Erleben nicht begrenzen. Sie haben noch keine Schamgefühle, weil sie keine zwischenmenschliche Sexualität und damit verbundene gesellschaftliche Normen kennen. Aus ihrer Sicht ist es normal und unproblematisch, wenn sie in der Öffentlichkeit die Hand in ihre Unterhosen schieben oder ihrer Tante das T-Shirt hochziehen, um den Busen anzufassen. Dies sind keine sexualisierten Verhaltensweisen, sondern unbedarftes Befriedigen der eigenen Bedürfnisse. Andere Menschen und deren Empfinden spielen dabei keine Rolle. Diese im Kleinkindalter von Neugier und Experimentierlust geprägten Verhaltensweisen erfahren ab circa dem dritten Lebensjahr eine Konfrontation mit der Umwelt: Die Wahrnehmung, dass es Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen gibt; die Erfahrung, dass andere Kinder oder Erwachsene einschränkend auf bestimmte, vermeintlich sexuelle Verhaltensweisen reagieren; die Vermittlung von Normen und Regeln; das soziale Klima, das von Schamgefühlen geprägt ist – all dies zieht eine Reihe von Lernprozessen nach sich. Gleichzeitig findet eine Selbsterkundung des Körpers und Stimulation der Genitalien über die gesamte Kindheit hinweg weiter statt.

Ab dem dritten Lebensjahr beginnen auch die sogenannten Doktorspiele mit anderen Kindern, bei denen sie gegenseitig die Geschlechtsunterschiede erkunden. Die Kinder nutzen verschiedenste Situationen, z.B. beim gemeinsamen Toilettengang oder beim Schmusen im Bett, um sich nackt anzusehen und ihre Geschlechtsteile zu erforschen. Ihr Ziel ist dabei nicht, sexuelle Erregung oder einen Höhepunkt zu empfinden, sondern lediglich die Neugier zu stillen. Die dabei manchmal auftretende sexuelle Erregung ist quasi eher ein Nebenprodukt. Sexuelle Höhepunkte erleben sie nicht durch Berührungen von anderen, sondern nur durch eigene Stimulation.

Für diese Entdeckungstouren des Körpers machen Kinder keinen Unterschied, mit wem sie die körperliche Nähe teilen. Es kommen alle Personen – Kinder und Erwachsene – infrage, mit denen sie viel zusammen sind. Sie haben keinen »festen Sexualpartner«, wie es bei Erwachsenen üblich ist. Mit den Berührungen ist auch kein Ausdruck von Liebe oder Zuneigung verknüpft. Sie streben daher auch keine gegenseitige Befriedigung oder einen Geschlechtsverkehr an. Es ist ein reines Entdeckungsspiel, das mit der erwachsenen Sexualität nichts gemeinsam hat.

Hier wird sogar noch betont, dass für Kinder im Doktorspielalter keinen Unterschied macht, mit wem sie körperliche Nähe teilen. Wieder ist ihr Erleben im Kern egozentrisch geschildert.

Es findet sich aber nichts, was darauf hindeutet, dass ein Doktorspiel mit einem Erwachsenen für die weitere Entwicklung des Kindes problematischer sein könnte, als das Doktorspiel mit einem gleichaltrigen Kind.

Ab dem fünften Lebensjahr lässt das Interesse an den Doktorspielen wieder nach. Die Kinder haben durch die Reaktionen des Umfelds Schamgrenzen erlernt und verinnerlicht, sodass sie sich mit ihrer Neugier und auch mit ihrem Masturbationsverhalten zurücknehmen. Sie suchen nun eher unbeobachtete Situationen mit Gleichaltrigen auf. Im Grundschulalter beginnt die Zeit der ersten Verliebtheiten. Hier tritt erstmals ein auf ein bestimmtes Kind bezogenes Zärtlichkeitsbedürfnis auf. Aus der Menge der Kindergarten- oder Schulkinder sticht eines heraus, das sie besonders bewundern. Die gesuchten Zärtlichkeiten enden dabei beim Händchenhalten, Kuscheln oder Küsschen. Das Verliebtsein tritt nicht selten gleichgeschlechtlich auf, da auf dieser Entwicklungsstufe mehr Zeit mit gleichgeschlechtlichen Kindern verbracht wird.

Kinder ahmen Verhalten nach und probieren so neue Möglichkeiten aus. Wie beim » Lehrer-Spielen « oder bei » Vater-Mutter-Kind« werden auch sexuelle Verhaltensweisen beim »Liebe-rnachen-Spielen « imitiert. Das ist also kein sexuelles Verhalten, sondern Rollenspiel, Experiment oder die Suche nach einer lustvollen Erfahrung. Es steckt kein Begehren, kein Wunsch nach Geschlechtsverkehr oder einem Orgasmus dahinter wie in der erwachsenen Sexualität. Letztere ist zielgerichteter, absichtsvoller und mit sexueller Erfahrung verknüpft. Ähnlich wie das Kind mit Genuss an einer Kaugummizigarette zieht und nichts vom Geschmack und der Wirkung einer richtigen Zigarette weiß, ahnt es nicht, was es da genau nachahmt, wenn es stöhnend mit einem anderen Kind aufeinanderliegt.

Diese Spiele und Handlungen werden weiterhin nicht mit sexuellen Fantasien, Liebe oder Zuneigung in Verbindung gebracht. Häufig leben Kinder ihre sexuelle Neugier nicht mit dem Kind aus, in das sie verliebt sind, sondern suchen sich ein anderes. Im Gegensatz zu Erwachsenen ist demnach Zuneigung oder Verliebtheit nicht mit dem Wunsch nach sexuellem Höhepunkt oder Vereinigung mit der geliebten Person verbunden. Umgekehrt werden sexuelle Handlungen und Gefühle auch nicht genutzt, um Beziehungen oder Nähe herzustellen, wie es in der erwachsenen Sexualität üblich ist.

Die geschilderten ersten Verliebtheiten lassen schon Ähnlichkeiten mit dem späteren, erwachsenen, auf einen Partner und gemeinsame Befriedigung gerichteten Interesse erkennen. Das Geschlecht spielt für das Kind nach dieser Schilderung noch keine Rolle. Allerdings richtet sich die Verliebtheit den Schilderungen zufolge auf ein gleichaltriges Kind.

Etwas unklar bleibt der Text, wenn festgehalten wird, dass Kinder „häufig“ ihre sexuelle Neugier nicht mit dem Kind befriedigen, in das sie verliebt sind, sondern sich ein anderes suchen. Wie häufig? Zu 20 Prozent? Zu 70 Prozent? Dann würden sie ja im Umkehrschluß zu 80 Prozent (bzw. 30 Prozent) das Kind auswählen, in das sie verliebt sind. Jedenfalls suggeriert „häufig“ dass es durchaus vorkommt und auch nicht unbedingt selten ist, dass der zur Befriedigung der sexuellen Neugier auserkorene Partner die Person ist, in die das Kind auch verliebt ist.

Trotz der ständig wiederkehrenden Betonung, dass die (vorpubertäre) kindliche Sexualität mit der erwachsenen Sexualität nicht zu vergleichen ist, liefert die Darstellung vorpubertärer kindlicher Sexualität, um die es bis hierher geht, keine zwingenden Argumente, dass ein sexueller Kontakt mit einem Erwachsenen für das Kind schädlich sein muss.

Wesentlich scheint allerdings, dass dabei das Kind klar an erster Stelle stehen muss und der Erwachsene sich bezüglich irgendwelcher Wünsche, die über kindgerechte Sexualität hinausgehen; zurückhalten muss. Je jünger ein Kind noch ist, desto größer sind allerdings auch bei mir die Bedenken, dass ein Kind eben doch überfordert und geschädigt werden könnte.

Erst mit Beginn der Pubertät entwickeln Kinder einen Sinn für Erotik und Sexualität und entdecken Lust als eigenständige, faszinierende Dimension. Die Häufigkeit der Masturbation nimmt zu und sie ist nun oft begleitet von Träumen und sexuellen Fantasien. Informationen rund um die Sexualität werden in Zeitschriften, Büchern und Internet neugierig aufgesogen. Bildmaterialien oder erotisch-pornografische Geschichten geben Impulse für das eigene Kopfkino und regen zum Ausprobieren verschiedener Praktiken bei der Selbstbefriedigung an. Außerdem werden sexuelle Gefühle erstmals mit Beziehungswünschen zu einer bestimmten Person verknüpft. jugendliche sehnen sich nach Zärtlichkeiten, Streicheln, Nacktheit und Petting mit dem Mädchen oder Jungen, in das oder in den sie sich verliebt haben. Nicht selten beziehen sich diese Fantasien auf Musik- oder Kinostars.

Im Grunde wird es für mich persönlich erst an dieser Stelle interessant, da ich selbst sexuell ja gerade an (männlichen) Kindern in der Pupertät interessiert bin. Die vorangestellten Ausführungen zu vorpubertären Kindern sind für mich eher von akademischem Interesse und für meine eigenen Wünsche nicht allzu bedeutungsvoll.

Die Sexualität, die hier für pubertäre Kinder geschildert wird, ist im Grunde Erwachsenen-Sexualität. Es wird sogar noch erwähnt, dass sich die Fantasien nicht selten auf Musik- oder Kinostars beziehen. Das Alter der Musik- und Kinostars ist zwar nicht erwähnt, aber ganz überwiegend sind diese ja im Erwachsenenalter.

Die Schlußfolgerung, die sich für mich aufdrängt: ein typischer pubertierenden Junge (oder ein Mädchen) ist mit einem Erwachsenen sexuell kompatibel.

Mit Eintritt in die Pubertät und den damit verbundenen körperlichen Veränderungen entwickelt sich auch ein Körperselbstbild. Die Frage der Attraktivität steht im Vordergrund, die sehr das Selbstbewusstsein und den Umgang mit Gleichaltrigen bestimmt. Es werden erste Erfahrungen mit zwischenmenschlichen Sexualkontakten gemacht. Alles ist neu und mit großer Unsicherheit behaftet. Eine gesunde sexuelle Entwicklung mit einem positiven Körperbild ist stark abhängig von den Erfahrungen, die das pubertierende Kind macht. Sexuelle Kontakte mit weitaus älteren Erwachsenen, die eine vertrauensvolle Beziehung zu dem Kind für ihre eigenen Bedürfnisse (aus) nutzen, können diese gesunde Entwicklung schwerwiegend stören.

Hier nun also die Verdammung. Es droht auf einmal (und erstmals im gesamten Text zur kindlichen Sexualität) eine schwerwiegende Störung!

Allerdings wird dies lediglich als Möglichkeit („können“) für Erwachsene geschildert, die eine vertrauensvolle Beziehung zu einem Kind für ihre eigenen Bedürfnisse ausnutzen.

Was aber ist mit Erwachsenen, die eine vertrauensvolle und liebevolle Beziehung mit dem Jungen (oder Mädchen) haben und ihn nicht ausnutzen, zum Beispiel, weil sie in den Jungen verliebt sind und ihn für den wichtigsten Menschen der Welt halten? Ein Pädo liebt seinen Jungen und es gibt für das Selbstbewußtsein nichts besseres, als sich geliebt zu fühlen.

Mir erschließt sich nicht, warum ein (in der Pupertät oft entwicklungsbedingt hypersexueller und hormontriefender) Gleichaltriger ein besserer, rücksichtsvollerer oder „sichererer“ Sexualpartner sein sollte, als ein lebenserfahrener Erwachsener.

Der Schlußsatz könnte ebensogut lauten: „Sexuelle Kontakte mit Gleichaltrigen, die eine vertrauensvolle Beziehung für ihre eigenen Bedürfnisse (aus) nutzen, können diese gesunde Entwicklung schwerwiegend stören.“

Die Gefahr besteht ursächlich nicht im Altersunterschied, sondern in der Art, wie der Beziehungspartner behandelt wird. Wenn ein Mensch einen anderen schlecht behandelt, ist es Missbrauch und es drohen Schäden durch diesen Mißbrauch. Wenn ein Sexualkontakt freiwillig stattfindet und der eine den anderen nicht schlecht, sondern gut behandelt, dann ist alles in Ordnung und es sind auch keine Schäden zu erwarten.

Kritischer Disput

Der Austauch mit dem Melder meiner Webseite ging noch ein wenig weiter, dürfte aber nun zum Ende gelangt sein.

Das ist einfach zu beantworten. Nein, ich würde dich nicht bei deinem Arbeitgeber melden. Auch nicht bei Bekannten oder deiner Familie. Das nennt man Hexenjagd. Mit Aufmerksamkeit hat das nichts zu tun.

Auf das Internet gemünzt, würde dies damit gleichkommen, einen Mob auf deine Seite zu dirigieren. Darum geht es mir aber nicht. Sondern dich dem Betreiber zu melden, damit man ein Auge darauf hat. Weil ich das auch gar nicht beurteilen kann oder will.

Ich weiß nicht wie genau das persönlich ablaufen würde. Eigentlich würde ich wollen dass du dich in psychologische Betreuung begibst. Aus Mangel an Möglichkeiten würde ich dich vermutlich polizeilich melden, damit man dir auf die Finger sieht.

Befindest du dich jedoch bereits in Behandlung, würde ich dich einfach in Ruhe lassen.

Der Punkt ist folgender: Ich weiß nicht ob du einfach versuchst mit deiner Neigung zu leben, und dabei einfach nur ein normaler Mensch sein möchtest, der selbst nicht so sein will oder keine Wahl hat.

Oder ob du ein Pädophiler bist, der versucht seine Neigungen zu normalisieren, und alles mit systemischem Druck und Intoleranz abtut.

Manchmal klingt es eher nach Letzterem. Ich hoffe aber auf Ersteres.

Ich bilde mir auch nicht ein, mich richtig zu verhalten. Es überfordert mich schlicht und einfach, wie man sich in solch einem Falle verhalten sollte.

Eine wirklich befriedigende Lösung gibt es glaube ich nicht. Ich stehe hier wie ein Kind vor einer mathematischen Gleichung, die ich weder verstehe noch auflösen kann

Ps: Ich halte mich nicht für Tolerant. Ich bin kein „Gutmensch“. Aber ich gebe mir Mühe fair zu sein. Das hier ist einfach ein sehr schwieriges Thema. Du findest es schwer ein Pädophiler zu sein. Damit hast du wohl auch recht. Bedenke jedoch dass es auch schwer ist, mit einem Solchen umzugehen.

Ich gebe mir Mühe. Es gibt Menschen die mich dafür hassen würden, weil ich überhaupt mit dir argumentiere und dich als Menschen sehe. Damit mache ich mich nicht gerade beliebt. Da gab es schon andere Fälle, wenn auch immer „nur“ online

Meine Antwort

Ich gestehe dir zu, dass du dir Mühe gibst und um Fairness bemüht bist. Es ist wie du beschrieben hast: es reicht schon mit Pädophilen zu kommunizieren, um negative Reaktionen bis hin zu Hass zu erzeugen. Diese Strahlwirkung zeigt wie stark und irrational die Ablehnung und Ächtung von Pädophilen ist: wer mit einem Unreinen redet wird unrein. In einer sich aufgeklärt wähnenden Gesellschaft sollte es das eigentlich nicht mehr geben. Trotzdem ist es so.

Du hast jetzt schon ein paar Mal die Frage anklingen lassen, ob ich in Behandlung bin. Wenn ja, würdest du mich in Ruhe lassen. Wenn nein, würdest du mich polizeilich melden, damit man mir auf die Finger schaut.

„Der Punkt ist folgender: Ich weiß nicht ob du einfach versuchst mit deiner Neigung zu leben, und dabei einfach nur ein normaler Mensch sein möchtest, der selbst nicht so sein will oder keine Wahl hat. Oder ob du ein Pädophiler bist, der versucht seine Neigungen zu normalisieren, und alles mit systemischem Druck und Intoleranz abtut.“

Diesem Gedanken liegt meiner Einschätzung nach die Auffassung zugrunde, dass man ein „guter“ Pädophiler ist, wenn man seine Neigung furchtbar findet, sich davor ekelt oder dafür schämt und wenn man so besorgt darüber ist, dass man möglicherweise ein Kind missbrauchen könnte, dass man sich proaktiv in Behandlung begibt.

Das sind aber unsiinge Anforderungen. Relevant ist lediglich, dass man kein Kind missbraucht oder missbrauchen will.

Natürlich hatte ich in Bezug auf meine Neigung keine Wahl. Ich hätte sie mir auch sicher nicht ausgesucht. Dass ich pädophil bin, hat mich zeitweise extrem belastet:

Ich war unglücklich verliebt (ohne dass der Junge etwas davon wusste), kam zu der Erkenntnis, dass ich kein erfülltes Leben mit Partnerschaft, Ehe und eigenen Kindern haben kann und wusste nicht, ob meine Eltern und Geschwister (die wichtigsten Menschen in meinem Leben) mich noch lieben würden, wenn sie von meiner Neigung erfahren.

Am schlimsten war die Angst, verstoßen zu werden. Der Mensch ist ein soziales Wesen. Sein Überleben ist von der Zugehörigkeit und Akzeptanz in einer Gruppe abhängig. Lange bevor Geld erfunden wurde, war die „Währung“ das Ansehen und damit verbunden der Respekt und Rang in der Gruppe. Ausgrenzung und Angst vor Ausgrenzung verursacht soziale Schmerzen und ist wie psychische Folter. Insbesondere der drohende Verlust eines geliebten Menschen ist eine elementare Bedrohung.

Ich habe drei Jahre lang jeden Tag an Selbstmord gedacht. Auch danach war ich noch lange Zeit sehr depressiv. Es hat über ein Jahrzehnt gedauert, bis ich mich davon weitgehend erholt hatte.

Trotzdem ist mein Pädophil-Sein keine Krankheit. Ich will nicht ein normaler Mensch sein. Ich bin ein normaler Mensch.

Abgesehen von meiner „ungewöhnlichen“ sexuellen Neigung bin ich völlig normal. Ich habe sicher ein paar kleine Marotten und Fehler, aber nicht mehr als andere auch. Ich bin kein Soziopath und habe auch keine Probleme mit der Trieb- oder Impulskontrolle. Ich wünsche mir nicht, jemanden zu missbrauchen. Ich habe keine Gewaltphantasien. Auch die Vorstellung Macht über einen anderen zu haben, erregt mich nicht. Ich bin der Meinung, dass man seine Mitmenschen gut behandeln sollte und finde Kinder besonders schützenswert.

Meine Neigung macht mich so wenig zu einem Kinderschänder, wie ein heterosexueller Mann wegen seiner Neigung ein Vergewaltiger ist. Natürlich habe ich im Gegensatz zum typischen heterosexuellen Mann nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten, meine Sexualität auszuleben. Aber nur weil jemand arm ist, wird er noch lange nicht zum Dieb.

Wenn ich einen toll aussehenden Jungen sehe, kann es mir passieren, dass ich eine spontane Erektion bekomme – so wie es dir passieren kann, dass du eine spontane Erektion bekommst, wenn du eine toll aussehende Frau siehst. Körperliche Anziehung funktioniert bei mir genauso wie bei dir, nur dass es eben eine andere Art Mensch ist, von der ich mich angezogen fühle.

Körperliche Anziehung kann dazu führen, dass man sich verliebt. Auch da gelten für mich die gleichen Spielregeln, wie für alle anderen verliebten Menschen. Wenn ich mich in einen Jungen verliebe, wird er für mich zum wichtigsten Menschen der Welt und ich würde nie freiwillig etwas tun, das ihm schaden könnte.

Meine Selbstmordgedanken und meine Depression wären behandlungsbedürftig gewesen. Meine Pädophilie ist es nicht. Daran, dass ich pädophil bin, kann man ohnehin nichts ändern. Dieser Umstand ist nicht behandelbar. Auch die Therapeuten von „Kein Täter werden“ behandeln ihre Klienten nicht mit dem Ziel, sie von ihrer Pädophilie zu heilen, da sie wissen, dass das gar nicht möglich ist. Sie behandeln stattdessen darauf, dass der Pädophile lernt seine Neigung zu akzeptieren und zu kontrollieren. Da ich meine Neigung bereits akzeptiert habe und nie ein Problem hatte sie zu kontrollieren, brauche ich diese Art von Behandlung nicht.

Ich war nie der Meinung, dass mich mein Pädophil-Sein zu einem schlechten Menschen macht, oder dass die Gefahr bestünde, dass ich meine sexuellen Bedürfnisse auf Kosten eines anderen Menschen befriedige.

Trotzdem hat mich mein Pädophil-sein in eine existentielle Krise gestürzt, in der sogar mein Überleben in Frage gestellt war. Ich habe diese Krise zwar überwunden, wenn ich aber heute einen Blog schreibe, dann liegt das auch daran, dass mich die Ausgrenzung als Pädophiler aktuell wieder relativ stark belastet und ich mich auf diese Weise damit auseinandersetzen kann.

Zum Abschluss:

Ich verurteile Missbrauch persönlich und in meinem Blog konsequent. Anders als die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung bin ich aber nicht der Meinung, dass jeder sexuelle Kontakt mit einem noch nicht 14jährigen Wesen zwangsweise Missbrauch darstellt.

Ich halte es für evident und unbestreitbar, dass ein 13jähriger in einen sexuellen Kontakt mit einem anderen 13jährigen einwilligen kann und diesen Kontakt als schön und bereichernd empfinden kann. Wenn ein 13jähriger in einen sexuellen Kontakt mit einem 13jährigen einwilligen kann, kann er auch in einen sexuellen Kontakt mit einem 14jährigen oder einem 16jährigen oder einem 30jährigen einwilligen.

Der Kontakt wird nicht lediglich deshalb schlecht, weil sich das Alter des Beziehungspartners ändert, sondern dann, wenn ein Beziehungspartner den anderen schlecht behandelt. Über die Qualität des Kontaktes entscheidet nicht das Alter, sondern die Freiwilligkeit und das Verhalten: Missbrauch ist, wenn ein Mensch einen anderen Menschen schlecht behandelt. Wenn das nicht der Fall ist, ist es kein Missbrauch.

Diese Haltung wird überwiegend als Selbstbetrug oder Verharmlosung von Pädophilie interpretiert (bzw. diffamiert). Eine sinnvolles und logisch schlüssiges Argument dagegen hat mir aber noch niemand liefern können.

Natürlich kann dir dieses Argument niemand liefern. Weil die meisten Menschen zu befangen dafür sind. Selbige gilt ebenso für mich. Für gewöhnlich halte ich mich für einen analytischen Menschen. Hier stoße ich jedoch an meine Grenzen. Es fällt mir sogar schwer überhaupt darüber zu diskutieren. Ich habe kein Problem damit meine Irritation einzugestehen.

Mir ging es übrigens nicht darum, dass der Psychologe dich von deiner Pädophilie heilen soll.

Sondern darum dass er dir hilft damit umzugehen, ohne damit Anderen zu schaden.

Das impliziert auch dass ich nicht glaube, dass ein Kind wirklich freiwillig sexuellen Kontakt will.

Es ist ebenso etwas das ich als widerwärtig empfinde. Weil das Kind gar nicht weiß worauf es sich da einlässt.

Genau hier tritt eine Relativierung in Kraft, bei der es nicht mehr nur darum geht, dass auch du ein Recht auf Lebensqualität hast. Sondern darum dass es ja auch kleine Schlupflöcher gibt, bei Gelegenheiten zu denen Kinder Spaß daran haben. Hier geschieht die geistige Übertretung.

Pädophilie mag keine Krankheit sein. Aber das ist eigentlich ein semantisches Problem. Die sexuelle Neigung zu Minderjährigen ist nichts normales. Du bist auch kein normaler Mensch.

Das ist keine Herabsetzung wie du sie sehen willst. Ein psychisch Kranker ist auch kein normaler Mensch. Dennoch ist er ein menschliches Wesen.

Natürlich ist der reine Trieb noch kein Tatbestand. Aber die Fantasie ist ein Anreiz zum Versuch.

Alles Andere ist intellektuelles Larifari. Sollte man dich deswegen einsperren? Nein, sollte man nicht. Aber es als harmlos abzutun ist fahrlässig.

Du bist kein normaler Mensch. Egal ob du das hören willst oder nicht. Sondern ein Mensch mit einem Problem. Ein Problem in Form eines Triebes der nicht sein darf.

Natürlich begegnet man dir mit Ächtung und Sonstigem. Was ich bei Pädophilie völlig vernünftig finde. Du wünscht dir verdammt nochmal Sex mit Kindern! Wenn das nicht falsch ist, was ist dann in dieser Welt noch falsch?

Das bedeutet nicht ich würde dir den Tod wünschen, solange du niemandem etwas zu Leide tust. Aber ich werde den Teufel tun und das hier verharmlosen.

Es klingt auch so als willst du keine Hilfe. Sondern so sein dürfen wie du eben bist. Weil es in deiner Natur liegt. Das ist vermutlich auch wirklich so. Was aber nichts daran ändert dass es falsch bleibt.

Der Wunsch nach Sex mit Kindern ist nichts harmloses. Diese Diskussion sollten wir nun beenden, da sie niemals auf einen grünen Zweig kommen werden. Was jedoch auch absehbar gewesen ist.

Denn du wirst immer pädophil bleiben. Ich werde Pädophilie nie als normal ansehen. Es gibt keine Lösung. Nur präventive Maßnahmen.

Ehrlichkeit ist alles was ich anzubieten habe. Jedoch bedanke ich mich für das Gespräch. Es war unangenehm und belastet mich. Jedoch war es auch lehrreich

Finale Antwort dazu:

„Die sexuelle Neigung zu Minderjährigen ist nichts normales.“

Die sexuelle Neigung zu Minderjährigen ist nicht so unnormal, wie du meinst. Die meisten heterosexuellen Männer sind durch Mädchen in der Pubertät sexuell erregbar. Aus Sicht der Natur, der es um Fortpflanzung geht, ist der entscheidende Zeitpunkt die Geschlechtsreife. Das Durchschnittsalter der ersten Regel liegt bei 12.5 Jahren.

Der zweithäufigste Suchbegriff auf Pornoseiten ist „teen“.

Das hat mit Pädophilie nach wissenschaftlicher Definition wenig zu tun, da Pädophilie eigentlich nicht die sexuelle Erregbarkeit durch Minderjährige, sondern durch vorpubertäre, also nicht geschlechtsreife Kinder bezeichnet. In diesem Sinne bin ich nicht pädophil. Mich interessieren Jungen im Alter von 10-14 Jahren. Das ist eher Päderastie als Pädophilie.

Aber auch Päderastie ist nicht völlig unnormal. In der griechischen Antike war sie jahrhundertelang völlig üblich und es galt für einen Jungen als Schande keinen päderastischen Liebhaber und Mentor zu haben.

In Japan gab es vom 12. Jahrhundert bis zum Niedergang der Samurai-Kultur im 19. Jahrhundert Wakashudō, den „Weg der Jünglinge“, der ein erotisches Lehrer-Schüler-Verhältnis bezeichnet, das zentraler Bestandteil der Ausbildung eines jungen Mannes zum Samurai war. Zu Beginn des Wakashudō war der Schüler in der Regel zwischen 10 und 13 Jahre alt.

Wenn dasselbe Phänomen in unterschiedlichen Kulturen und zu unterschiedlichen Zeitepochen auftrat, handelt es sich nicht um einen „Ausrutscher“, sondern um eine im Prinzip normale Ausprägung innerhalb des menschlichen Verhaltensspektrums.

„Du bist auch kein normaler Mensch.“

Wenn man nur die Sexualität alleine betrachtet, bin ich tatsächlich nicht normal. Ich bin aber nicht meine sexuelle Orientierung. Sie ist wichtig und bedeutsam, sie macht mich als Mensch aber nicht aus. Wenn man die Gesamtheit meiner Person unter Ausklammerung lediglich der Aspekts der sexuellen Orientierung betrachtet, bin ich ziemlich normal.

Was mich als Mensch (meiner Meinung nach) ausmacht, ist mein Charakter, mein Temperament, meine Empathie, meine Art zu denken, mein Entscheidungsstil. Diese Eigenschaften, nicht meine sexuelle Erregbarkeit entscheiden darüber, wie ich andere Menschen behandele.

Ich interpretiere „normal“ also anders als du. Wenn ich nicht normal bin, ist es ein Homosexueller, eine Lesbe, ein Transsexueller oder ein Bisexueller auch nicht. Es gibt viele Menschen, die Homosexuelle, Lesben, Transsexuelle oder Bisexuelle tatsächlich nicht für normal halten. Es gibt aber (zum Glück) inzwischen auch viele Menschen, die sie für „normal genug“ halten.

„Natürlich ist der reine Trieb noch kein Tatbestand. Aber die Fantasie ist ein Anreiz zum Versuch. Alles Andere ist intellektuelles Larifari.“

Ich wünsche mir nicht einfach Sex mit einem Jungen zu haben (Mädchen interessieren mich sexuell gesehen nicht), sondern ich wünsche mir Sex mit einem Jungen zu haben, der seinerseits Sex mit mir haben möchte.

Natürlich sind die Chancen darauf recht gering. Ich dränge mich als mögliche Option für einen an Sex interessierten Jungen ja nicht gerade auf. Ein anderer Junge oder ein Mädchen dürfte in aller Regel interessanter sein. Also bleibt es wohl bei dem Wunsch.

Ein hierzu passendes Gedicht von Pantherion:

Frommer Wunsch

Will jemand sich an mir vergehen,
dann soll er bitte so aussehen:
Ein Junge von zwölf oder dreizehn Jahren,
am liebsten mit blonden, wallenden Haaren,
mit strahlenden Augen blau,
vielleicht auch grün oder grau.
Mit kecken roten Lippen
und unanständigen Blicken.
Ich denke, da würde ich nicken.
Will so jemand sich an mir vergehen:
Es möge geschehen!


Den Wunsch gegen den Willen eines Jungen Sex mit ihm zu haben, habe ich nicht. Und da ich diesen Wunsch und diese Fantasie nicht habe, droht auch kein Versuch. Ich vermute (und hoffe), dass du auch nicht den Wunsch hast gegen den Willen einer Frau Sex mit ihr zu haben.

„Du bist kein normaler Mensch. Egal ob du das hören willst oder nicht. Sondern ein Mensch mit einem Problem. Ein Problem in Form eines Triebes der nicht sein darf. Natürlich begegnet man dir mit Ächtung und Sonstigem. Was ich bei Pädophilie völlig vernünftig finde. Du wünscht dir verdammt nochmal Sex mit Kindern! Wenn das nicht falsch ist, was ist dann in dieser Welt noch falsch?“

Natürlich ist meine Pädophilie (für mich korrekter: Päderastie) ein Problem. Sie ist mit erheblichen Einschränkungen verbunden.

Dass der Trieb nicht sein darf, ist aber keine naturgemäße Gesetzmäßigkeit, sondern ein aktuelles kulturelles Phänomen. Es gab – worauf ich ja bereits an anderer Stelle hingewiesen habe – durchaus jahrhundertelang Epochen in verschiedenen Teilen der Welt, zu denen mein Trieb problemlos hätte sein dürfen und zu denen mir damit kein Nachteil entstanden wäre. Seelische Krüppel hat weder die griechische Antike, noch das japanische Mittelalter aus den zahllosen davon betroffenen Jungen-Generationen gemacht.

Wenn wir die Uhr mal 60 Jahre zurück drehen, hättest du im Jahr 1959 an einen Schwulen gerichtet sagen können: „Du wünschst dir verdammt nochmal Sex mit einen anderen Mann! Wenn das nicht falsch ist, was ist dann in dieser Welt noch falsch?“

Entscheidend ist, ob die Personen, die miteinander Sex haben, das wollen. Wenn ja, ist alles OK und es sind auch keine Schäden zu erwarten. Wenn nein, ist es ein großes Problem.

„Es klingt auch so als willst du keine Hilfe. Sondern so sein dürfen wie du eben bist. Weil es in deiner Natur liegt. Das ist vermutlich auch wirklich so. Was aber nichts daran ändert dass es falsch bleibt.“

Eigentlich hatten wir das schon. Du sagst ja selbst: „Mir ging es übrigens nicht darum, dass der Psychologe dich von deiner Pädophilie heilen soll. Sondern darum dass er dir hilft damit umzugehen, ohne damit Anderen zu schaden.“

Diese Hilfe benötige ich nicht. Ich habe bereits gelernt mit meiner Neigung umgehen und es besteht keine Gefahr, dass ich Anderen damit schade. Nur nebenbei bemerkt habe ich auch schon ein paar Jahrzehnte Leben hinter mich gebracht, ohne jemandem mit meiner Neigung geschadet zu haben.

Natürlich will ich so sein und so sein dürfen, wie ich nun mal bin. Das ist auch völlig legitim und hat nichts mit Handlungen zu Lasten Dritter zu tun. Ich will mein „so-sein-wie-ich-nun-mal-bin“ nicht zu Lasten anderer ausleben. Du kannst schließlich auch nicht mit jeder Frau ins Bett hüpfen, die dich sexuell anspricht. Die Frau muss es erst mal wollen.

„Der Wunsch nach Sex mit Kindern ist nichts harmloses.“

Der Wunsch nach Sex mit Kindern ist durchaus harmlos. Potentiell nicht mehr harmlos ist lediglich der Versuch der Umsetzung. Zwischen Wunsch und Umsetzung liegen Welten.

„Diese Diskussion sollten wir nun beenden, da sie niemals auf einen grünen Zweig kommen werden. (…) Jedoch bedanke ich mich für das Gespräch. Es war unangenehm und belastet mich. Jedoch war es auch lehrreich.“

Auch ich bedanke mich für das Gespräch, deine Bereitschaft zur Diskussion und deine Offenheit.


Mein Fazit

Was hat die Diskussion gebracht? Vermutlich nichts.

Aber am Anfang von Verständigung steht Kommunikation. Immerhin hatte ein Normalo direkten Kontakt mit einem Pädophilen, statt nur aus der Zeitung von Pädos als Kinderschändern zu lesen. Im Sinne von Kommunikation hat der Austausch auch gut funktioniert und kam ohne gröbere Beleidigungen oder verbale Übergriffe aus.

Vielleicht konnte ich ja sogar ein paar der Vorurteile zu Pädos aufweichen und abschwächen. An der Wahrnehmung von Pädos als potentielle Gefahr für Kinder konnte ich aber offensichtlich nichts ändern. Das wäre aber ohnehin keine realistische Erwartung an das Ergebnis des Austauschs gewesen.

Libera

Der Orinoco ist der viertlängste Fluß der Erde und wurde 1988 von Enya besungen, die damit einen Welthit landete und berühmt wurde. 2008 wurde der Song vom englischen Knabenchor Libera gecovert.

Libera entstand aus dem Chor der angelikanischen Kirchengemeinde von St. Philip im Londoner Stadtteil Norbury. Eine erste CD mit Chormusik erschien 1984. In den 1990ern wurden die Namen „St. Philip’s Boys Choir“ und „Angel Voices“ für den Chor benutzt. Seit 1999 trägt der Chor den Namen Libera.

Der Chor besteht aus etwa 40 Jungen im Alter von 7 bis 16 Jahren, von denen sich einige in der Stimmausbildung befinden und noch nicht an Konzerten teilnehmen. Viele der Jungen, die nach dem Stimmbruch nicht mehr als Sopran auftreten können, bleiben dem Chor bis ins Erwachsenenalter hinein als Tenöre, Bässe oder als Komponisten und Produzenten im Hintergrund erhalten. Gründer und Leiter ist der Komponist Robert Prizeman.

Der Stil ist durch eine Kreuzung des mystischen Klangs sakraler Musik mit Elementen der Moderne geprägt. Mit dieser Mischung ist der Chor äußerst erfolgreich. Bisher wurden 28 Alben veröffentlicht. Der Chor geht regelmäßig auf Konzerttourneen in Europa, Asien (Japan und Südkorea) und in den Vereinigten Staaten.

Ein Lied, das mir besonders gut gefällt, ist „I am the day“ (Ich bin der Tag), eine Eigenkomposition des Chorleiters Robert Prizeman.

Immer locker bleiben

Nachdem ich die letzten zwei Tage mit einem ersteren Thema beschäftigt war, ist es Zeit zur Abwechslung mal wieder einen leichtfüßigen Beitrag einzustellen. Und mit „leichtfüßig“ ist eigentlich auch bereits festgelegt, welches Thema es werden muss: ein Tänzer.

Ich habe mich für den ersten Auftritt des damals 11jährigen Aidan Davis bei Britain’s Got Talent im Jahr 2009 entschieden.

Aidan schaffte es übrigens bis ins Finale und wurde am Ende Fünfter.

Kritischer Leserbrief / Gastbeitrag

Wie gestern hier berichtet, wurde mein Blog beim WordPress Support gemeldet. Ich habe mich dazu im WordPress Support-Forum zu Wort gemeldet und auf meine Einschätzung zur Meldung auf meinem Blog hingewiesen. Ich erhielt dazu folgende Antwort:

Zu diskutieren ist dein gutes Recht. Ich würde dich jederzeit wieder melden. Weil ich gegen die Normalisierung von Pädophilie bin. Das hat nichts damit zu tun dich als Monster darzustellen.

Du kannst übrigens beruhigt sein. Niemand wird etwas unternehmen. Wie das eben meistens der Fall ist.

Den Blog zu melden empfand ich jedoch als angebracht. Nicht mehr und nicht weniger.

Dies habe ich wie folgt beantwortet:


Weshalb bist du gegen die „Normalisierung“ von Pädophilie (also der Neigung, nicht irgendwelcher Handlungen)?

Wenn deiner Gegnerschaft ein Kinderschutzmotiv zugrunde liegt, dann müsste es einen konkreten Nutzen der Ächtung / Stigmatisierung von Pädophilen geben. Da würde mich deine Argumentation bzw. dein Gedankengang interessieren.

Vielleicht kennst du das Prävemtionsprojekt „Kein Täter werden“ (KTW). Ziel dieses Präventionsprojekts ist es (lt. Aussage der Webseite), sexuelle Übergriffe durch direkten körperlichen Kontakt oder indirekt durch den Konsum oder die Herstellung von Missbrauchsabbildungen im Internet (sogenannte Kinderpornografie) zu verhindern.

Ein wesentlicher Ansatz des Projekts ist es, Pädophile dazu zu bringen, Ihre Neigung zu akzeptieren und Ihnen zu helfen, sie zu kontrollieren. Ein Baustein davon ist, Pädophilen zu einem positiven Lebensgefühl zu verhelfen. Dies nicht etwa, weil man damit Pädophilen helfen will, sondern weil die Wissenschaftler, die das Projekt leiten, erkannt haben, dass es hilft, Übergriffe auf Kinder zu verhindern. KTW ist und versteht sich als Präventionsprojekt.

Die Ächtung / Stigmatisierung von Pädophilen ist für die innere Akzeptanz seiner Neigung durch den Pädophilen schädlich. Innere Akzeptanz ist aber Voraussetzung für Kontrolle. Die fehlende äußere Akzeptanz führt zur Verheimlichung der Neigung und verhindert damit die soziale Kontrolle durch das persönliche Umfeld.

Wenn deiner Gegnerschaft lediglich persönlicher Ekel oder Moralismus zugrundeliegt, ist es natürlich schwieriger, darüber zu diskutieren.

Ich kann dem dann lediglich entgegnhalten, dass man die „Zumutung“, dass es Menschen wie mich gibt, eben aushalten muss. Damit eine Gesellschaft funktionieren kann, bedarf es der Toleranz und gleicher Rechte (auch gleicher Menschenrechte) für alle.

Toleranz wird heute oft mit Akzeptanz verwechselt. Natürlich würde ich mir viel lieber Akzeptanz als Toleranz wünschen, aber wenn nur Toleranz (= dulden / aushalten) möglich ist, dann muss ich eben mit Toleranz vorlieb nehmen.

Auf Toleranz meine ich allerdings auch einen Anspruch zu haben, solange ich mich an die Gesetze halte und keinem anderen Menschen schade. Mein So-Sein wie ich nun mal bin, schadet niemandem.

Falls du als Kritiker / Kritikerin (ich bin mir nicht darüber im klaren, ob du männlich oder weiblich bist) einen kritischen Gastbeitrag auf meinem Blog schreiben möchtest, bin ich bereit dir dazu Gelegenheit zu geben. Beleidigend sollte der Inhalt natürlich nicht sein, aber gegen Kritik habe ich überhaupt nichts einzuwenden.

Die E-mail Adresse, bei der auch Gastbeiträge eingesendet werden können, findet sich auf der „Über mich“ Seite, die du ja bereits einmal gefunden hast.


Ich habe nun tatsächlich noch eine Antwort an meine Mailadresse erhalten und möchte diese hier als Leserbrief veröffentlichen:

Ich kann nur ehrlich zu dir sein. Das gedenke ich auch zu tun.

Auf deinem Blog habe ich einmalig geantwortet. Weil ich finde dass ich auch mein Gesicht zeigen sollte, wenn ich dich denn schon melde. Das empfinde ich als fair. Weiter werde ich nichts mehr sagen. Weil ich nichts vorzubringen habe, und das auch nicht ausweiten möchte. Auch hier wird dies meine letzte Antwort sein. Aber ich finde diese Stellungnahme hast du verdient.

Pädophilie ist ein sehr schwieriges Thema. Einem dem ich auch ratlos gegenüber stehe. Natürlich reagiere ich dir gegenüber mit Ekel und Moralismus. Ich gebe dies zu. In meinen Augen ist es eine Krankheit. Ich hoffe dass du Hilfe bekommst. Was ich auf deinem Blog befürchte ich dass dies normal geredet wird.

Natürlich bist du ein Mensch. Du hast deine Rechte solange du niemandem schadest. Aber vielleicht verstehst auch du meine Sorge. Skepsis ist in diesem Fall angebracht. Du wirkst nämlich eher wie jemand, der sich von dem Stigmata seiner Neigung befreien möchte, als den eigenen Trieb als falsch zu erkennen. Wenn ich mich irren sollte, wäre es mir eine Freude.

Natürlich habe ich keine Ahnung, was du durchmachst. Das werde ich vermutlich auch nie. Ich weiß auch nicht ob man von seiner sexuellen Orientierung geheilt werden kann. Vermutlich ist dem nicht so. Ich will auch gar nicht in deiner Haut stecken.

Aber nur weil ich jemand bin, der meint dass man ein erhöhtes Augenmerk auf solche Neigungen, auch oder gerade hier im Internet haben sollte, bin ich niemand dem daran liegt dich zu verfolgen. Diesen Schuh werde ich mir auch nicht anziehen.

Die Sache mit der Toleranz ist etwas schwierig. Doch ich habe auch gar nicht darüber zu entscheiden, welche Grenzen du übertretest oder nicht. Wofür ich übrigens ziemlich dankbar bin. Ich wüsste nicht wie man mit dir umgehen soll.

Pädophile sind auch Menschen. Ich finde es selbst nicht richtig ein Monster aus dir zu machen. Weil das tatsächlich niemandem hilft. Doch ich finde es ist die Natur der Sache an sich, dass dieses Thema erhöhte Aufmerksamkeit verdient. Den Blog zu melden ist in diesem Sinne nur vernünftig. Denn da es gar nicht innerhalb meiner Möglichkeiten liegt, den rechtlichen Rahmen deines Tuns zu bewerten, tat ich das nächstliegende dich dem Betreiber zu melden. Dies sind die Verantwortlichen so etwas zu überprüfen.

Ich selbst bin mit diesem Thema überfordert. Also tat ich was naheliegend ist und von mir für richtig gehalten wurde.

Du bist ein Pädophiler. Dir ist bewusst. was dies bedeutet. Es ist angemessen, dies unter Beobachtung zu stellen. Es ist angemessen dies zu melden.

Ich empfand mein Tun als richtig. Weder ist es eine Hexenjagd noch droht man dir. Das erhöhte Augenmerk sollte dir selbst verständlich sein.

Ich bin nicht fähig dich in vollem Ausmaß zu verstehen. Es ist ehrlich gesagt auch ein Thema das mich befangen macht.

Was ich hier sage, ist bereits mein Höchstmaß an Toleranz. Absolute Toleranz empfinde ich hier nicht als richtig.

Hier meine Antwort zu diesem Leserbrief:

Ich habe nicht den Eindruck, dass es sich bei dir um einen Moralfanatiker handelt und wollte dir das auch nicht unterstellen. Ich möchte das nur vorab einmal anmerken, weil es so wirkt, als würdest du dich von mir angegriffen fühlen.

Ich schätze deine Ehrlichkeit und unterstelle dir auch keine bewusste Hexenjagd. Ich habe den Eindruck, dass du eigentlich ein normaler (= nicht bösartiger) und tendentiell toleranter Mensch bist.

Trotzdem ist deine praktische Positionierung für jemanden, der nun mal pädophil ist (und sich das nicht ausgesucht hat) problematisch und erzeugt Verfolgungsdruck. Du hast meine Seite gemeldet, weil der Inhaber pädophil ist. Das ist eine sexuelle Neigung, keine Handlung.

Du meinst die Sache an sich (also meine sexuelle Neigung) rechtfertigt eine erhöhte Aufmerksamkeit. Denke das versuchsweise mal zu Ende.

Was würde z.B. passieren, wenn du mich im realen Leben kennen würdest und um meine sexuelle Neigung wüsstest? Würdest du mich dann bei meinem Arbeitgeber und meinen Nachbarn melden, weil man auf Pädophile ja ein Auge haben muss?

Wenn ja, würde das wahrscheinlich dazu führen, dass ich meinen Job verliere und dass meine Nachbarn versuchen, mich loszuwerden, indem sie meinen Vermieter dazu bewegen, mich zu kündigen oder indem sie mich schikanieren, um mich aus dem Haus zu vertreiben.

Pädophile können unbehelligt leben, wenn niemand von ihrer Neigung weiß. Wenn die Neigung doch bekannt wird, kann es schnell kriminell werden.

Ich habe vor ein paar Tagen einen Blogbeitrag zum Thema Volksverhetzung geschrieben und dort auf drei relativ aktuelle Fälle hingewiesen, bei denen Unschuldige, die zu Unrecht verdächtigt wurden, pädophil zu sein, Opfer von Selbstjustiz bzw. einem Lynchmob wurden. Ein Mann wurde umgebracht, einer wurde so verprügelt, dass er zeitweise in Lebensgefahr war, ein Dritter musste „nur“ ambulant im Krankenhaus behandelt werden.

Auf staatlicher Ebene zu Ende gedacht, könnte das „erhöhte Augenmerk“ auf Pädophile bedeuten, dass Pädophile, von denen man weiß, ein Zwangskennzeichen als „Gefahrenschild“ tragen müssen, damit man sie besser im Auge behalten kann.

So etwas hatten wir in Deutschland ja schon. Der schwarze Winkel war für Asoziale, der braune Winkel für Sinti und Roma, der grüne für Berufsverbrecher, der lila Winkel für Zeugen Jehovas, der rosa Winkel für Homosexuelle, der rote Winkel für politische Gegner. Und natürlich gab es auch den Judenstern. Pädos bekamen damals übrigens (wie Homosexuelle) den rosa Winkel.

Müssten Pädos heute ein Zwangskennzeichen tragen, würde man sie im Alltagsleben nicht viel besser behandeln, als Juden in der Zeit von September 1935 (Nürnberger Rassengesetze) bis November 1938 (Reichsprogromnacht). Ich glaube also nicht, dass es heute wieder zum Allerschlimmsten kommen würde. Aber wer würde schon freiwillig bei einem pädophilen Unternehmer einkaufen, einen pädophilen Arbeitnehmer beschäftigen, neben einem Pädophilen wohnen wollen, auf der Straße dabei gesehen werden wollen, wie er mit einem Pädophilen spricht?

Ich glaube es ist nachvollziehbar, dass ich auf „erhöhte Aufmerksamkeit“ gerne verzichte und sie für den Anfang von Verfolgung halte.

Pädophilie ist – anders als von dir vermutet – ebenso wenig eine Krankheit, wie Homosexualität, die bekannterweise ebenfalls lange als Krankheit angesehen wurde. Ein Pädophiler ist ebenso wenig ein Kinderschänder, wie ein heterosexueller Mann ein Vergewaltiger ist. Wenn du meinst mich (bzw. meinen Blog) schon melden zu müssen, allein weil ich pädophil bin, bist du damit der Hetze gegen Pädophile (Gleichsetzung Pädophiler = Kinderschänder) auf den Leim gegangen.

Die Ächtung von Pädophilen (die in der unrichtigen Gleichsetzung Pädophiler = Kinderschänder wurzelt) beeinträchtigt die (wegen der fehlenden Möglichkeit eines befriedigenden Sexuallebens ohnehin bescheidene) Lebensqualität von Pädophilen massiv. Sie ist darüber hinaus aber auch für die Prävention von Kindesmissbrauch hochproblematisch. Ich habe bereits darauf hingewiesen, dass und warum eine Ächtung von Pädophilie und Pädophilen auch durch das Präventionsprojekt „Kein Täter werden“ (KTW) als für den Kinderschutz schädlich angesehen wird.

Natürlich hast du mich nicht bedroht. Und auch eine Hexenjagd sieht anders aus. Da es außer meinem Pädophil-Sein aber nichts gibt, was du melden könntest, ist deine Meldung (wegen des pädo-feindlichen gesellschaftlichen Klimas) zwar nachvollziehbar aber weder angemessen noch vernünftig.

Du hast natürlich recht, wenn du schreibst, dass es keine absolute Toleranz gibt. Toleranz muss enden, wenn jemandem Schaden zugefügt wird. Mein Pädophil-Sein schadet aber niemandem.

Auch wenn ich wenigstens im Netz und unter Pseudonym „offen“ als Pädophiler auftrete und mich gegen eine Skandalisierung und Ächtung meiner Neigung positioniere, schadet das niemandem.

Du magst dich für tolerant halten und bist vielleicht auch tatsächlich toleranter als viele andere. Aber wenn deine Toleranz bereits aufhört, wenn du dafür deinen Ekel und deinen Moralismus überwinden müsstest, dann ist es keine Toleranz, sondern nur Schein-Toleranz.

Ob man, wenn es darauf ankommt, wirklich für Menschenrechte, Meinungsfreiheit und Toleranz einsteht, zeigt sich erst, wenn es weh tut.

Ich habe dich noch nicht abgeschrieben, aber aktuell hast du diese Herausforderung noch nicht bestanden. Ich hoffe, dass du es irgendwann noch hinbekommst.