Blog „Kinder im Herzen“ und Gedanken zum Strafrecht

Seit dem 22. August 2019 existiert mit „Kinder im Herzen“ (KiH) ein deutschsprachiges, kollaboratives Blogportal von Pädophilen zum Thema Pädophile. Das Projekt ist aus dem Selbsthilfeforum „Gemeinsam statt allein“ entstanden, das wiederum ein Projekt von „Schicksal und Herausforderung“ ist.

Inzwischen tritt „Kinder im Herzen“ als eigenständiges Projekt auf. Der Projekt-Admin Sirius wendet sich darüber hinaus mit einem eigenen YouTube Kanal an die Öffentlichkeit. „Kinder im Herzen“ positioniert sich dabei deutlich gegen jegliche Form von sexuellen Kontakten zwischen Kindern und Erwachsenen.

Das ist eine Positionierung, die ich gut nachvollziehen kann, die ich aber in dieser Strenge nicht teile.

Ich war schon immer sehr eindeutig der Meinung, dass es ethisch unvertretbar ist, einem Kind sexuell motiviert zu schaden. Ich glaube aber weder an die Schädlichkeit vom Sex für Kinder im Allgemeinen, noch an die intrinsische Schädlichkeit von Sex zwischen Erwachsenen und Kindern im besonderen.

Aus meiner Sicht gibt es vor allem externe Faktoren, die gegen sexuelle Kontakte sprechen. Die Hautaspekte eines Schädigungsrisikos bei willentlich einvernehmlichen sexuellen Kontakten sind nach meiner Einschätzung:

  • die Belastung für das Kind, über die Beziehung schweigen zu müssen (Schweigen ist Gift)
  • die Gefahr einer sequentiellen Traumatisierung durch negative Umweltreaktionen (z.B. „Schwuli“ oder „Schwuchtel“ auf dem Schulhof; eine weinende Mutter, die glaubt ihr Kind nicht gut genug beschützt zu haben; der verhaftete Freund, von dem man glaubt, ihn verraten zu haben)
  • das Risiko, dass die kognitive Dissonanz zwischen positivem Erleben und massiver gesellschaftlicher Ablehnung irgendwann (ggf. Jahrzehnte später) im Sinne einer Traumatisierung aufgelöst wird (siehe: Kriminalisierung und Pathologisierung gehen Hand in Hand).

Das alles spricht aus meiner Sicht deutlich gegen einen sexuellen Kontakt.

Es ist aber nicht so, dass dem nichts Positives gegenüberstehen kann. Es tut einem Menschen normalerweise gut, geliebt zu werden und sich geliebt zu fühlen. Einer der wichtigsten prognostischen Faktoren, der etwas darüber aussagt, ob sich ein Kind gut entwickelt, ist:

„One caring person“. Das ist eine Person, idealerweise eine erwachsene, bei der das Kind das Gefühl hat, dieser Mensch interessiert sich für mich, diesem Menschen bin ich wirklich ein Anliegen. Das kann ein Elternteil sein oder ein Großelternteil, das kann jemand in einer sozialpädagogischen Wohngemeinschaft sein, eine Tante oder ein Onkel. Es ist dabei überhaupt nicht wichtig, ob das ein Mann oder eine Frau ist.

Paulus Hochgatterer im Interview mit „Der Standard“

Das wirkliche Anliegen am anderen Menschen geben Pädophile nicht vor. Es ist ihnen ins Herz geschrieben:

Das Skandalöse an der Pädophilie aber, das die vom Missbrauchsdiskurs Geblendeten nicht erkennen können, ist, dass der Pädophile Kindern jene Zuneigung und Liebe geben will, die generell versprochen, aber kaum vermocht wird. Pädophile pflegen nicht auf ihrem Fetisch Auto „Ein Herz für Kinder“ zu kleben, nachdem sie es ihnen auf ganz normale Weise herausgerissen haben. Ihren Fetisch, das Kind, nehmen sie so ernst, wie es kein Fernsehapparat fertig bringt. Das jedenfalls spüren und genießen viele Kinder. Und so gibt es Pädosexuelle, die sich pädophil verhalten und weggeworfenen Kindern aus deletären familiären Verhältnissen ohne zeitliche oder gar körperreifungsbedingte Begrenzung ein sicheres Zuhause geben – ein Beispiel dafür, wie ungerecht allgemeine Verurteilungen und Beschimpfungen à la Kinderschänder und sexueller Missbrauch sind.


Volkmar Sigusch in
Sexualitäten: Eine kritische Theorie in 99 Fragmenten,
2. Auflage von 2015

Freilich muss es dafür nicht auch zu sexuellen Handlungen kommen. Man kann einen Menschen auch lieben, ohne Sex mit ihm zu haben.

Es gibt aber willentlich einvernehmliche sexuelle Kontakte, die von den Jungen (oder Mädchen) sehr positiv erlebt und erinnert werden. Es ist für mich inakzeptabel hier von Missbrauch zu reden oder gegen solche Beziehungen in irgend einer Form zu intervenieren und damit den Schaden, der vorher nur möglich war, erst zu verursachen.

Die Ablehnung sexueller Kontakte drückte sich bei „Kinder im Herzen“ bisher auch in dem Grundsatz aus, dass bestehende Gesetze akzeptiert werden. Dies hat sich aufgrund der aktuellen Verschärfungen nun geändert. Das Blogportal wendet sich deutlich gegen die Verschärfungen – und passt seine Grundsätze an, um der Entwicklung Rechnung zu tragen.

Die Ankündigung von „Kinder im Herzen“:

Stellungnahme zur Gesetzesverschärfung / Anpassung unserer Grundsätze

Liebe KiH-Leser,

angesichts der aktuellen politischen Umstände und des am Mittwoch beschlossenen Gesetzesentwurf der Bundesregierung, sehen wir uns gezwungen unsere Grundsätze auf KiH anzupassen.

Unsere Ansicht war von Anfang an, dass Kinder vor sexuellen Übergriffen jeglicher Art, egal ob direkt oder indirekt, geschützt werden müssen. Unter dem Titel „Kinder im Herzen“ verstehen wir auch, dass uns ihr Wohlergehen am Herzen liegt, und wir jeden Schaden von ihnen abwenden wollen. Aus diesem Grund waren wir immer gewillt, das in Deutschland geltende Strafgesetzbuch (StGB) zu akzeptieren. Dies haben wir versucht, klar in unseren Grundsätzen zum Ausdruck zu bringen:

„Kurz gesagt akzeptieren wir das StGB und es ist ausdrücklich nicht unser Ziel, bestehende Gesetze zu verändern

Der Gesetzesentwurf vom 21.10. geht unserer Meinung allerdings entschieden zu weit und ist nicht mehr verhältnismäßig. Mit dem Verbot von kindlichen Sexpuppen und rein fiktiven pornographischen Darstellungen von Kindern werden keine existierenden Kinder geschützt, und stattdessen reine Fantasien unter Strafe gestellt. Wir sehen darin keine sinnvolle Maßnahme für den Kinderschutz, sondern einen Angriff gegen pädophile Menschen, die sich Alternativen suchen, um ein straffreies Leben zu führen.

Es werden damit auch Menschen kriminalisiert und mit Haftstrafen bedroht, die ihre Sexualität in reinen Fantasien ausleben und nie einem Kind etwas antun. Damit zielt der Entwurf ganz konkret darauf ab, die Pädophilie als grundsätzliches Gedankenverbrechen zu werten. Das wird auch in folgender Aussage deutlich, mit der das Bundesjustizministerium die Strafbarkeit von Puppen begründet:

Von der neuen Regelung soll auch ein Signal für die Gesellschaft ausgehen, dass Kinder – seien sie auch nur körperlich nachgebildet – nicht zum Objekt sexueller Handlungsweisen gemacht werden dürfen.

Es gibt keinen einzigen Beleg dafür, dass die Nutzung von kindlichen Puppen oder rein fiktiver Kinderpornographie dazu führt, dass ein pädophiler Mensch eher einen Missbrauch an einem realen Kind begeht. Dies zu untersuchen sollte jedoch unerlässlich sein, bevor man ein Verbot fordert, da man nichts über die Folgen einer solchen Maßnahme weiß. Es ist durchaus denkbar, dass gerade ein Verbot dazu führt, dass manche Menschen eher einen realen Missbrauch begehen – zum Beispiel aus mangelnden Alternativen oder schlichtweg aus Frust aufgrund der andauernden Gängelungen der Gesellschaft.

Wir sind noch immer gegen jedwede Beschönigung sexuellen Missbrauchs von Kindern und daher gegen jegliche Form von sexuellen Kontakten mit Kindern. Da die aktuelle Änderung aber offenbar willkürlich und ohne belastbare Nachweise über dessen Sinnhaftigkeit zur Diskriminierung gegen Minderheiten beiträgt, können wir nicht mehr länger angeben, bestehende Gesetze vollumpfänglich zu akzeptieren. Aus dem Grund haben wir unsere Grundsätze angepasst, um der aktuellen Situation Rechnung zu tragen und der Kritik derartiger Gesetzesvorhaben auf Kinder im Herzen einen Raum geben zu können.

Die aktuellen Grundsätze könnt ihr hier finden.

Euer KiH-Team.

Hier auch die aktuelle Fassung der KiH Grundsätze:

Unsere Grundsätze

Wir sind der Meinung, dass jegliche Form von sexuellen Kontakten zwischen Kindern und Erwachsenen inakzeptabel ist, da das Risiko dem Kind dabei Leid zuzufügen (sei es durch den Kontakt selber oder die Umstände beim Aufdecken des Kontaktes) nicht vertretbar ist. Das gilt ohne Einschränkung in jeder Situation, unabhängig davon, ob der Kontakt von dem Erwachsenen ausgeht oder von dem Kind gewollt ist.

Eine ähnliche Haltung vertreten wir auch beim Thema Kinderpornographie. Abbildungen, die den Missbrauch von realen Kindern dokumentieren sind unserer Meinung nach moralisch nicht zu rechtfertigen und deren Produktion, Vertrieb und Besitz damit zu Recht strafbar. Damit unterschreiben wir den Artikel 34 der UN-Kinderrechtskonvention, der den Schutz vor sexuellem Missbrauch als eines der Grundrechte von Kindern formuliert. Es ist nicht unser Ziel, die Folgen von sexuellem Kindesmissbrauch zu bagatellisieren. Wir distanzieren uns ausdrücklich von Bewegungen pädophiler Menschen, die derartige Ziele verfolgen oder in der Vergangenheit verfolgt haben.

Wir akzeptieren das in Deutschland bestehende Schutzalter, weshalb unsere Grundsätze auch Sexualität zwischen Erwachsenen und Jugendlichen unter 14 mit einschließen.

Die Verpflichtung zu diesen Grundsätzen ist Voraussetzung dafür, bei KiH als Autor teilnehmen zu können.

Da ich der Meinung bin, dass der Reformbedarf über die Rücknahme, der aktuell auf den Weg gebrachten Verschärfungen hinausgeht, bin ich leider auch künftig nicht dafür qualifiziert, Gastbeiträge im „Kinder im Herzen“ Blog zu schreiben.

Für mich ist das wesentliche, dass sexueller Missbrauch weiterhin strafbar bleibt. Wenn es keinen sexuellen Missbrauch gab (also: willentliches Einverständnis, keine Gewalt, keine Nötigung, keine Drohungen, keine Ausnutzung eines Abhängigkeitsverhältnisses, kein Inzest) und keine Schädigung erkennbar ist (keine Traumatisierung) wäre der Resttatbestand aus meiner Sicht nicht strafwürdig.

Es stellt sich für mich dann auch die Frage, ob in Hinblick auf den Resttatbestand überhaupt noch ein legitimer Schutzzweck erfüllt wird. Moralvostellungen haben im Sexualstrafrecht eigentlich nichts verloren. Es geht um den Schutz von Rechtsgütern vor einer Beeinträchtigung (sexuelle Selbstbestimmung) und vor einer Gefährdung (ungestörte sexuelle Entwicklung).

Bei willentlichem Einverständnis UND Fehlen von Missbrauchstatbeständen UND Abwesenheit von Beeinträchtigungen / Schäden kann man von einem Verstoß gegen die sexuelle Selbstbestimmung nicht mehr reden. Allenfalls kann man durch die Tat eine abstrakte Gefährdung der sexuellen Entwicklung annehmen, die dann strafbar sein kann, ohne dass sich die Gefährdung tatsächlich realisieren muss.

Dem steht entgegen, dass durch ein lediglich auf abstrakten Gefährungsüberlegungen beruhendes Verbot die sexuelle Selbstbestimmung des Kindes eingeschränkt wird. Wenn Kinder Rechte haben (was ja neuerdings durch Politiker aller Parteien überwiegend bejaht wird), dann muss man diese Rechte auch ernst nehmen und eine Ausübung der Rechte akzeptieren, die einem nicht in den Kram passt und die man anstößig findet.

Ein nicht-pädophiler, bisexueller Mann, der in seiner Kindheit einen einvernehmlichen sexuellen Kontakt mit einem erwachsenen Mann hatte und es einfach nur unverschämt findet, was sich der Staat gegenüber Kindern heraus nimmt, schrieb mir:

Viel, viiieeel später musste ich dann erfahren, dass es damals tatsächlich ein Gesetz gegeben hatte, dass Sexualkontakte volljähriger Männer mit minderjährigen Jungs grundsätzlich mit Strafe bedrohte.

Ich: WTF? Was sind das für anmaßende Arschlöcher, die absolut und beidseitig gewollte, von mir initiierte, als höchst positiv erlebte, unvergessliche Erlebnisse verbieten und mit Strafe bedrohen? (…) Lange Rede, kurzer Sinn: Mein Zorn auf diese verschissenen, menschenfeindlichen Sexualhasser ist schier unendlich. (…)

PS: Mich hat niemand „geliebt“. Ich war nur einfach rattig wie Nachbars Lumpi! ^^

Ich denke das spricht für sich.

Aus meiner Sicht wäre es wünschenswert, wenn es mehr Forschungen zu den Wirkung (auch Spätwirkungen) von sexuellen Kontakten gäbe. Dies ist bereits wichtig, um die bestmögliche Behandlung von Schäden bzw. Versorgung von Opfern zu gewährleisten, sollte aber auch Erkenntnisse in Hinblick auf die Haltbarkeit des abstrakten Gefährungstatbestandes liefern.

In anderen Bereichen haben sich vermutete (oder vorgeschobene) abstrakte Gefährdungen bereits als wissenschaftlich haltlos erwiesen (z.B. Verführungstheorie zur Homosexualität). Das bedeutet nicht, dass er sich an anderer Stelle zwangsläufig ebenfalls als haltlos erweisen muss. Wenn man hierzu wissenschaftliche Erkenntnisse hätte, wäre das aber durchaus bedeutsam, auch für die strafrechtliche Würdigung.

Wenn man die Existenz nicht oder weniger strafwürdiger Fälle bejaht, wäre es meines Erachtens sinnvoll, zur Vermeidung unbilliger Härte z.B. einen „minder schweren Fall“ einzuführen, der auch eine Strafabsehensklausel umfassen sollte („Das Gericht kann von Strafe nach dieser Vorschrift absehen, wenn das Unrecht der Tat gering ist.“).

Wenn z.B. Staatsanwalt und Richter der Auffassung sind, dass es zwischen den Beteiligten ein Liebesverhältnis gab, oder sich der Fall so darstellt, wie bei dem Mann, aus dessen Nachricht ich zitiert habe, macht die Bestrafung aus meiner Sicht keinen Sinn und ist sogar schädlich.

Wenn man meint, dass es solche Fälle ohnehin nicht gibt, kann die Möglichkeit von einer Bestrafung in diesem Fall abzusehen, zulassen, da die Regelung in der Praxis ohnehin nie greifen würde, also auch niemandem den Schutz entzieht.

Wenn man es für möglich hält, dass es solche Fälle tatsächlich gibt, sollte man sich Gedanken darüber machen, wie man dieser Wirklichkeit besser gerecht werden kann als es mit dem heutigen Strafrecht möglich ist.

Not sehen … und dann?

Es gibt drei Ansätze mit denen ich mich aktivistisch engagiere.

Der erste ist mein Blog. Ich schreibe ihn vor allem für mich selbst und andere Betroffene, er wendet sich aber auch an „Normalliebende“ die – wie auch immer – über ihn stolpern.

Der zweite Weg ist meine Mitgliedschaft bei Gutefrage.net. Anders als hier erreiche ich dort vor allem Normalliebende, die ihre Vorstellung von einem Pädophilen aus Geschichten über erfundene Kriminalfälle (Tatort & Co) oder aus Berichte über tatsächliche Kriminalfälle haben, in denen Kindesmissbrauch mit Pädophilie gleichgesetzt wird.

Wenn man keine Pädophilen kennen lernen kann, gibt es auch keine Chance Vorurteile in Frage zu stellen. Da Pädos auf Pseudonymität angewiesen sind, ist eine Begegnung äußerst schwierig.

Gutefrage ist einer der ganz wenigen Orte, wo es möglich ist. Das erleubt eine Form von „Aktivismus“, bei dem es letztlich vor allem darum geht, als offen pädophiler Mensch sichtbar zu sein und „trotzdem“ als Mensch wahrgenommen zu werden (statt als Monster).

Der dritte Weg ist die individuelle Ansprache von relevanten Personen oder Organisationen. Also etwa von Menschenrechtlern, Politiker, Schriftstellern, Strafrechtswissenschaftlern, Kriminologen etc.

Meist gibt es keine Antwort. Ich bin ein Freund von Ehrlichkeit und dazu gehört auch, dass ich mir keinen echt klingenden Phantasienamen ausdenke, um Menschen anzuschreiben. Ich schreibe die die Leute, die ich kontaktiere, offen pseudonym an. Das Sich-verstecken-müssen ist schließlich ein zentraler Aspekt meiner Diskriminierung und Stigmatisierung.

Die Vortäuschung eines falschen Namens scheint mir auch langfristig gesehen kontraproduktiv. Man sollte einen Austausch nicht mit einer Irreführung beginnen. Andererseits ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine anonym versendete Mail ungelesen im Papierkorb landet, jedenfalls erhöht. Wer nicht mit seinem echten Namen hinter seinem Anliegen steht, ist für viele kein erst zu nehmender Ansprechpartner, der der eigenen Aufmerksamkeit würdig ist.

Ein Politiker hat mir bisher nicht geantwortet. Auch die meisten Menschen- oder Bürgerrechtsorganisationen reagieren nicht. Nicht geantwortet haben mir zum Beispiel:

  • das Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld
  • der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg
  • die Antidiskriminierungsstelle des Bundes
  • das Institut für Menschenrechte,
  • das Institut für Vorurteils- und Konfliktforschung,
  • Amnesty International Deutschland

Zwei Antworten von Bürgerrechtsorganisationen habe ich aber erhalten. Aus einer davon will ich hier (anonymisiert) zitieren:

Sehr geehrter Herr, vielen Dank für Ihre ausserordentliche Mail vom 08.08. 2020 an [ Name entfernt ], das ich gerne beantworte. Bitte sehen Sie mir nach, wenn meine Antwort doch recht lange gedauert hat.

Etliche der Sachverhalte, Probleme und Fragestellungen, die Sie aufgeworfen haben, sind uns nicht unbekannt. Sahen wir uns doch in den vergangenen Jahren wiederholt schweren Vorwürfen, insbesondere von kirchlicher Seite ausgesetzt, die uns mangelnde Grenzziehung zu bestimmten Auffassungen vorwarfen wie etwa zum einvernehmlichen Sex zwischen Erwachsenen und Kindern. Wenngleich unser Vorstand im Jahre [ entfernt ] diese Grenzziehung sehr eindeutig vorgenommen hat, wurde die Kritik an [ Name entfernt ] wegen zu „liberaler“ Auffassungen von Gruppen und Personen vor allem in den siebziger und achtziger Jahren immer wieder aufgefahren.

Was ich an Ihren Texten für besonders bemerkenswert halte, ist jenseits von gesellschaftlichen und politischen Problemen die sehr persönliche Perspektive, die Sie einnehmen. Sie konfrontieren uns und andere mit der grossen Not, die Menschen erleben, die sich zu jüngeren Menschen hingezogen fühlen. Es ist auch nachvollziehbar, dass Sie nicht mehr länger bereit sind, dies ausschliesslich für sich zu behalten.

Geradezu erschütternd sind Ihre vielen Beispiele für die Verhetzung, die im politischen Raum oftmals gegenüber pädophilen Menschen stattfindet. Umso positiver ist es, wenn sich Medizin und Wissenschaft um Aufklärung bemühen und es mehr und mehr Angebote gibt, die als Prävention den Umgang mit einem eventuell überhand nehmenden Bedürfnis nach „Ausleben“ von pädophilen Wünschen beherrschbar machen wollen.

Es ist bedauerlich, dass wir aufgrund vergangener Erfahrungen nicht offensiv mit der von Ihnen geschilderten Problematik als Bürgerrechtsthema umgehen können. Ich danke Ihnen, dass Sie uns durch diese sehr umfassende Darstellung so eindringlich auf die Gesamtproblematik hingewiesen haben. Mit freundlichen Grüßen

[ Name entfernt ], Vorsitzender

[ Name entfernt ]

Aus meiner Antwortmail:

zunächst einmal möchte ich mich dafür bedanken, dass Sie mir geantwortet haben.

Ich habe ehrlich gesagt nicht mehr mit einer Antwort gerechnet. Sie dann doch unverhofft vorzufinden, hat mich dann um so mehr gefreut.

Ich kann gut verstehen, wenn Sie vor einer offensiven Auseinandersetzung mit dem Thema zurückschrecken. Ich weiß nicht, was ich selbst bereit wäre zu tun, wenn ich an ihrer Stelle wäre. Ich finde man sollte von anderen nichts erwarten, was man selbst nicht zu leisten bereit ist. Ich kann Ihnen also für ihr Nicht-Handeln schlecht böse sein.

Im Grunde bestätigt sich damit aber auch, meine Darstellung von Pädophilen als „Unberührbaren“, Menschen, von denen man beschmutzt wird, wenn man ihnen zu Nahe kommt. Sich in welcher Form auch immer für Unberührbare einzusetzen ist besonders schwierig. Aber sie haben Hilfe aber auch besonders nötig.

Menschenrechte und Bürgerrechte können ein sehr schwieriges Thema sein. Manchmal bringt man sich damit in Gefahr.

Würde ich in Tschetschenien für Schwule kämpfen wollen, in Myanmar für Rohingha auf die Straße gehen, in Saudi-Arabien für Frauenrechte demonstrieren oder in der Türkei für Pressefreiheit kämpfen?

Ich glaube ein Kampf für Schwule in Tschetschenien ist unmittelbar lebensgefährlich. Man kann, wenn einem das eigene Leben lieb ist, nur für von außerhalb des Landes für Schwule in Tschetchenien eintreten. In Myanmar müsste man vermutlich um seine körperliche Unversehrheit fürchten. In Saudi-Arabien und der Türkei drohen vielleicht Haft oder Ausweisung.

Ob diese Gefahreneinschätzung realistisch ist, kann ich nicht sicher sagen, sie scheint mir lediglich plausibel. Der Punkt ist: in Deutschland kann man sich problemlos und gefahrlos für Schwule, ethnische Minderheiten, Frauen oder bürgerliche Grundrechte einsetzen. Es droht keine Gefahr. Ein deutscher Aktivist für Menschen- und Bürgerrechte muss nicht mutig sein. Außer …

Sie merken schon, worauf ich hinaus will. Ich kann Ihnen nicht böse sein, aber ich kann versuchen, Ihnen ein schlechtes Gewissen zu machen. Ein Bettler kämpft mit seiner zerrissenen Kleidung. Die Mutter eines hungernden Kindes damit, dass sie ihr Kind in die Kamera hält.

Ich habe ihnen einige meiner Verletzungen vor Augen gehalten. Sie haben nicht weggeschaut. Sie haben sogar zurückgeblickt und richten das Wort an mich. Das ist viel mehr, als viele andere tun würden und getan haben. Aber: es kann mir letztlich nicht helfen.

(….)

Eine Reaktion auf diese Mail gab es nicht mehr.

Letztlich kann man es nur einfach immer wieder neu probieren.

Nach meinem Artikel „Die Vermessung einer Verletzung“ habe ich zum Beispiel einige Akteure, die sich für Suizidprävention einsetzen, mit gekürzten Varianten des Artikels angeschrieben. Zwei von sieben haben tatsächlich geantwortet:

Aus Antwort 1:

vielen Dank für Ihre Nachricht und die fundierte Schilderung. In der Tat handelt es sich hier um eine sehr belastete Zielgruppe und das Stigma ist entsprechend hoch. Ggf. können wir in einem unserer künftigen Projekte tätig werden, wir nehmen Ihre Anregung gern auf.

Aus Antwort 2:

vielen Dank Ihnen für Ihre Mail, mit den interessanten Informationen über die Problematik pädophiler Männer, insbesondere in Hinsicht auf die erhöhten Suizidraten in dieser Gruppe. Wir sind uns des Problems bewusst und danken Ihnen für diese fundierten Hinweise. Im [ Name entfernt ] diskutieren wir die Möglichkeiten der Unterstützung suizidpräventiver Aktivitäten in diesem Gebiet.

Das macht Hoffnung. Vielleicht entsteht daraus ja etwas Gutes. Es wäre bitter nötig.

Generell bleibt aber das Problem, dass Pädophilie im Wesentlichen allein dastehen. Pädophilie ist so stark stigmatisiert, dass schon niemand erkennen oder damit belästigt werden, dass es überhaupt eine Diskriminierung gibt.

Solange es zwar Menschenrechtsorganisationen gibt, die mutig genug sind, sich für Frauen in Saudi-Arabien, Journalisten in der Türkei, Uiguren in China, Rohingya in Myanmar und Schwule in Tschetchenien einzusetzen, ihr Mut aber versagt, wenn es darum geht, sich für Pädophile und Hebephile in Deutschland einzusetzen, solange wird sich nichts ändern.

Leserbrief: Aus dem Leben eines Puppenspielers (3/3)

Im Referententwurf für das „Gesetz zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt gegen Kinder“ was ein Verbot von Puppen noch nicht vorgesehen. Der populistische Druck hat dazu geführt, dass das Verbot nun auf der Überholspur näher rückt. Im gestern beschlossenen Regierungsentwurf des Reformpakets ist das Verbot nun vorgesehen. Eine Verabschiedung durch den Bundestag scheint sicher.

Hier die geplante Regelung:

§ 184 i – Inverkehrbringen, Erwerb und Besitz von Sexpuppen mit kindlichem Erscheinungsbild

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer

1. eine körperliche Nachbildung eines Kindes oder eines Körperteiles eines Kindes, die nach ihrer Beschaffenheit zur Vornahme sexueller Handlungen bestimmt ist, herstellt, anbietet oder bewirbt oder

2. mit einer in Nummer 1 beschriebenen Nachbildung Handel treibt oder sie hierzu in oder durch den räumlichen Geltungsbereich dieses Gesetzes verbringt oder

3. ohne Handel zu treiben, eine in Nummer 1 beschriebene Nachbildung veräußert, abgibt oder sonst in Verkehr bringt. Satz 1 gilt nicht, wenn die Tat nach § 184b mit schwererer Strafe bedroht ist.

(2) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer eine in Absatz 1 Nummer 1 beschriebene Nachbildung erwirbt, besitzt oder in oder durch den räumlichen Geltungsbereich dieses Gesetzes verbringt. Absatz 1 Satz 2 gilt entsprechend.

(3) In den Fällen des Absatzes 1 Nummer 2 und 3 ist der Versuch strafbar.

(4) Absatz 1 Nummer 3 und Absatz 2 gelten nicht für Handlungen, die ausschließ-lich der rechtmäßigen Erfüllung staatlicher Aufgaben oder dienstlicher oder beruflicher Pflichten dienen.

(5) Gegenstände, auf die sich die Straftat bezieht, werden eingezogen. § 74a ist anzuwenden.

Jemandem, der eine Sexpuppe mit kindlichem Erscheinungsbild kauft, besitzt oder nach Deutschland bringt, drohen also bald bis zu 3 Jahre Haft. Wobei es keine ganze Puppe sein muss. Auch ein sehr kleiner Dildo, der vielleicht als „Anfängermodell“ gekauft wird, würde bereits reichen. Das Ticket ins Gefängnis ist aktuell auf amazon.de für 9.99 € zu haben.

§ 184i StGB gehört durch parallele Änderung des § 34 des Bundeszentralregistergesetzes zu den Straftaten, die künftig für 10 Jahre im erweiterten Führungszeugnis erscheinen werden.

Auch § 72a Achtes Buch Sozialgesetzbuch (Kinder- und Jugendhilfegesetz) wird geändert. Die dort geführte Liste der Straftaten, die einen „Tätigkeitsausschluss einschlägig vorbestrafter Personen“ zur Konsequenz hat, wird um § 184i StGB erweitert.

(4) Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sollen durch Vereinbarungen mit den Trägern der freien Jugendhilfe sowie mit Vereinen im Sinne des § 54 sicherstellen, dass unter deren Verantwortung keine neben- oder ehrenamtlich tätige Person, die wegen einer Straftat nach Absatz 1 Satz 1 rechtskräftig verurteilt worden ist, in Wahrnehmung von Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe Kinder oder Jugendliche beaufsichtigt, betreut, erzieht oder ausbildet oder einen vergleichbaren Kontakt hat. Hierzu sollen die Träger der öffentlichen Jugendhilfe mit den Trägern der freien Jugendhilfe Vereinbarungen über die Tätigkeiten schließen, die von den in Satz 1 genannten Personen auf Grund von Art, Intensität und Dauer des Kontakts dieser Personen mit Kindern und Jugendlichen nur nach Einsichtnahme in das Führungszeugnis nach Absatz 1 Satz 2 wahrgenommen werden dürfen.

Selbst wenn es lediglich zur Verurteilung zu einer Geldstrafe kommen sollte, folgt auf die Bewerbung für ein Ehrenamt dann dieses Gespräch:

Wie, sie haben damals nen‘ Dildo bei Amazon für 9,99 € gekauft und sind deshalb wegen Erwerb und Besitz von Sexpuppen mit kindlichem Erscheinungsbild verurteilt worden? Glaub‘ ich Ihnen nicht, sowas kann ja gar nicht sein! Leute wie sie wollen wir hier nicht – und wir dürfen sie übrigens auch gar nicht beschäftigen …

Aus meiner Sicht ist das geplante Verbot verfassungswidrig. Gesetze müssen geeignet, erforderlich und verhältnismäßig sein.

Schon an der Geeignetheit fehlt es.

Wenn man den Sexualtrieb befriedigt hat, ist er erst einmal „weg“ und nicht mehr handlungsleitend. Wenn man den Sexualtrieb unterdrückt, bleibt er wirkmächtig und kann ggf. auch dann das Handeln bestimmten, wenn es besonders auf Kontrolle ankommt.

Ein Verbot von Handlungen, die den Sexualtrieb befriedigen und bei denen kein Kind ausgenutzt, missbraucht oder sonstwie geschädigt wird, ist aus Sicht des Kinderschutzes daher nicht nützlich, sondern schädlich.

Ein Verbot ist aber auch nicht verhältnismässig.

Sexualität wird neben der Nahrungsaufnahme, Schlaf und dem Erhalt der körperlichen Unversehrtheit zu den psychologischen Grundbedürfnissen gezählt, deren Befriedigung das erste Ziel eines jeden Menschen ist. Sie ist also Teil der Menschenwürde.

Selbstverständlich darf niemand seine Sexualität auf Kosten eines anderen Ausleben. Die Grenze der eigenen Freiheit ist erreicht, wenn die Freiheit eines anderen verletzt wird. Wenn die Freiheit anderer nicht verletzt wird, sind Einschränkungen aber illegitim.

Bei der Verfassungsmäßigkeit geht es immer auch um die Frage der Verhältnismäßigkeit. Also, wie stark jemand eingeschränkt wird.

Ein Puppenverbot würde einen Pädophilen, der keinen legalen Sex mit einer für ihn attraktiven Person haben darf, fiel härter treffen als einen Heterosexuellen, der ja auch einen menschlichen Sexpartner „ausweichen“ kann.

Wenn die eigentlich angestrebten sexuellen Handlungen verboten sind und zugleich auch alle Ersatzhandlungen verboten werden, die einem pädophilen Menschen sexuelle Entlastung verschaffen können, dann kommt das einer Kriminalisierung der Neigung an sich gleich.

Man kann nur hoffen, dass das Verbot letztlich vom Verfassungsgericht mit einer deutlichen Rüge an die Politik gekippt wird.

Ansonsten hilft nur noch der Rat von Johann Wolfgang von Goethe:

Wer sich den Gesetzen nicht fügen lernt, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten.

aus: Wilhelm Meisters Wanderjahre

Hier nun der dritte und letzte Teil des Leserbriefes. Der Autor kann über die am Ende angegebene Mailadresse kontaktiert werden.


Ich stieg in dieses Doll-Thema auch immer stärker ein, lernte immer mehr andere Dollbesitzer kennen, die mir immer von den gleichen positiven Erfahrungen aus ihren Leben mit Doll berichteten. Schließlich lernte ich online sogar zwei Paare kennen, die solch eine Doll in ihr Leben mit einbauten, da einer der beiden bzw. sogar beide ebenfalls pädophil waren/ist.

Ich lernte Fotografen kennen, die sich Kinderdolls aus Silikon kauften, um damit die realistischsten Fotos zu machen, die man mit einer Doll nur machen kann.

Und ich lernte behinderte Menschen, kennen die teils im Rollstuhl sitzen und die heilfroh waren, dass es nun kleine Dolls mit weniger Gewicht aber dennoch realistischer Haptik gab.

Viele Kinderdollbesitzer entwickelten sich zu Sammlern und besitzen mehrere dieser Kinderdolls und stellten fast schon eine Familie nach. Sie erstellten sich eigene Homepages und stehen und standen mit Rede und Antwort auch werdende, Puppenbesitzer*Innen mit Rat und Tat zur Seite.

Dann wurde es etwas kurios, als ich eine Partnerin kennenlernte und mit ihr mehrere Monate zusammen war, was für mich einmalig war und blieb. In dieser Zeit musst meine kleine Silikonmaus natürlich in den Keller weichen und da ich absichtlich mit meiner Freundin nicht zusammen wohnen wollte, kam meine „Kleine“ dann wieder zum Vorschein wenn meine „Große“ weg war.

Ab 2015 dann sprangen auch immer mehr andere Dollverkäufer auf den Zug auf und hatten zumindest ein oder zwei Dolls im Angebot, die mehr oder weniger Kindern nachempfunden waren.

Zu dieser Zeit stiegen schließlich chinesische Puppenverkäufer und Hersteller in die Materie ein und von da an kam dann für die Kinderpuppen ein im Vergleich zur bisherigen Situation regelrechter Boom. Die Kinderpuppen drittelten sich im Preis und wurden direkt vor die Haustüre geliefert.

Auch die Haptik und die Detailtreue der Körper, vor allem der Gesichter, glichen mehr und mehr Bildhauermeisterwerken. Interessanterweise sind hier chinesische Firmen führend auf dem Weltmarkt.

Schließlich kamen 2018/19 auch „Silikonjungen“ dazu, was viele Boylover nur als gerecht empfinden.

Dann kam. was natürlich kommen musste und die Öffentlichkeit und Aktivistengruppen wurden auf dieses Thema aufmerksam. So machten schon 2016 Privatsender regelrechte Hetzreportagen gegen Kinderpuppenverkäufer und kriminalisierten Kinderpuppenbesitzer. Zunächst aber noch ohne den gewünschten Erfolg, Aufmerksamkeit und Hass zu schüren

Dann kam was sehr Eigenartiges. Es bildeten sich neue Puppenverkäufer, die nicht verifiziert werden konnten und wo Kunden, die versuchten dort zu bestellen, nie eine Ware erhalten hatten. Adressen, die angegeben waren, gab es nicht, wenn jemand dazu recherchierte.

Was aber sofort auffiel war die aggressive Art für diese Kinder“sex“puppen zu werben. Ja richtig, bisher hatte kein seriöser Kinderpuppenhersteller damit geworben Kinder“sex“puppen zu verkaufen. Diese seriösen Verkäufer bieten beim Bestellvorgang nur eine kleine Option an, ob diese Puppe anatomisch korrekt oder eben nicht anatomisch korrekt ausgeliefert werden soll. Bei seriösen Puppenherstellern finden sich auch keine Nacktaufnahmen einer anatomisch korrekten Doll auf der Webseite.

Anders bei diesen ominösen neuen Puppenverkäufern. Dort sind so gut wie nur Nacktaufnahmen in Großaufnahmen auf der Verkaufsplattform und noch viel schlimmer, dort werden Kinder gezeigt die ausgepeitscht werden, die gefesselt sind und Kinder, denen Leid ins Gesicht geschrieben ist.

Und jedes Mal wenn ein Hetzartikel über Puppenbesitzer in den Medien rauskommt wird auf eine dieser unseriösen Plattformen verwiesen und es werden diese grässlichen Beispielbilder als Regelfall angeführt. Das ärgert Puppenbesitzer und seriöse Puppenverkäufer und Hersteller maßlos, da wir alle damit in ein schlechtes Licht gerückt werden sollen.

Meiner Meinung nach werden diese Plattformen von militanten und aggressiven Kinderaktivisten ins Leben gerufen damit diese dann Futter haben, um Verbote zu fordern und um alle Pädos zu spalten, was Ihnen ja teils schon wieder gelingt.

Nun wäre es schön, wenn sich die Pädoszene, Politik, Gesellschaft und Selbsthilfeplattformen mit dieser Ungerechtigkeit befassen und ich hoffe dass ich mit meinem Bericht dazu was beitragen habe können.

Wer mehr wissen möchte kann mich auch gerne per Mail (mysterion@mailbox.org) kontaktieren.

Liebe Grüße,

der Puppenspieler


Link zu Teil 1 | Link zu Teil 2

Leserbrief: Aus dem Leben eines Puppenspielers (2/3)

Heute berichtet tagesschau.de:

„Gräueltaten mit aller Kraft bekämpfen“

Außerdem soll eine ausdrückliche Regelung zur Strafbarkeit von Sexpuppen mit kindlichem Erscheinungsbild in das Strafgesetzbuch aufgenommen werden. Damit soll zugleich der Markt für solche Puppen stillgelegt werden. Der Strafrahmen für Herstellung und Verbreitung soll bei bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe liegen. Für Erwerb und Besitz sind bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe vorgesehen.

Kabinett billigt Entwurf – Gesetz gegen sexualisierte Gewalt auf dem Weg


Zur Nutzung eines Gegenstands zur autoerotischen Befriedigung mag man stehen wie man will. Ganz sicher handelt es sich aber nicht um eine Gräueltat.

Gräuel (Wortneubildung aus gleichbedeutend Greuel) bezeichnet etwas, das Grauen erregt. Im deutschsprachigen Kulturkreis erfuhr es eine Prägung durch die Bibel. Im modernen Sprachgebrauch werden besonders grausame und opferreiche Taten, etwa Kriegsverbrechen, als Gräuel oder Gräueltaten bezeichnet. Kriegsparteien pflegen sich im Rahmen der psychologischen Kriegführung gegenseitig Gräueltaten vorzuwerfen. Zur Abwehr solcher Vorwürfe kam während des Ersten Weltkrieges im deutschen Sprachgebrauch das Wort Gräuelpropaganda auf.

Wikipedia-Artikel „Gräuel

Gräuelpropaganda ist eine Form politischer Propaganda, bei der versucht wird, einen Gegner zu diffamieren, indem man ihm erfundene oder nicht von ihm begangene Untaten bzw. Gräuel zuschreibt oder von ihm unternommene Handlungen bewusst verzerrt darstellt und so skandalisiert. Sie ist ein häufiges Mittel psychologischer Kriegführung und kann im Krieg zur Motivation der eigenen Streitkräfte und Bevölkerung oder zur Beeinflussung der Weltöffentlichkeit eingesetzt werden.

Wikipedia-Artikel „Gräuelpropaganda

Es schützt auch in keiner Weise Kinder, zur autoerotischen Befriedigung geeignete Gegenstände, seien es Zeichnungen oder Puppen, zu verbieten:

  • Wenn man den Sexualtrieb befriedigt hat, ist er erst einmal „weg“ und nicht mehr handlungsleitend.
  • Wenn man den Sexualtrieb nicht befriedigt, bleibt er wirkmächtig und kann ggf. auch dann das Handeln bestimmten, wenn es besonders auf Kontrolle ankommt.

Eine Verbot von Handlungen, die den Sexualtrieb befriedigen und bei denen kein Kind ausgenutzt, missbraucht oder sonstwie geschädigt wird, ist also kontra-indiziert.

Wenn alles verboten wird, dass einem pädophilen Menschen sexuelle Entlastung verschaffen kann, dann kommt das einer Kriminalisierung der Neigung an sich gleich, denn irgendwie muss ein Mensch ja mit seinem Sexualtrieb umgehen.

Wir sind inzwischen an einem Punkt an dem nicht mehr die Verletzung der Rechte einer anderen Person bestraft wird, sondern die Tatsache, dass man so geboren wurde, wie man geboren wurde.

Hier nun der zweite Teil des Leserbriefes eines Puppenbesitzers:


Beim Zoll ging alles völlig problemlos und ich musste mein Paket auch nicht öffnen. Ich zahlte, was zu zahlen war und nahm das Paket mit nach Hause. ich war so aufgeregt, dass ich zunächst das Paket nicht gleich geöffnet hatte. Zudem wartete ich noch kurze Zeit ab, ob nicht doch plötzlich die Polizei bei mir vorfährt.   Schließlich eines Nachts um 3 Uhr überkam mich dermaßen die Neugierde, dass ich das Paket geöffnet hatte und meine neue kleine Prinzessin auspackte.

Ja es war ein kleines Silikonmädchen das einem Mädchen von ca. 5 – 6 Jahren nachempfunden war. Da mein AoA so bei 5 – 9 Jahren liegt, war die kleine Silikonmaus für mich schön anzusehen.

Ich legte sie auf mein Bett und war gleich mal von dem doch hohen Gewicht überrascht, das dem eines echten Kindes wohl im Vergleich zu vielem Anderem am ähnlichsten war.

So betrachtete ich den kleinen Körper und es war eine seltsame und aufregende Erfahrung als abstinent lebender pädophiler Mensch diese Doll zu berühren und mit ihr auch zu sprechen … ja zu sprechen, denn meine Fantasie ging bereits jetzt schon auf Reisen.

Da hierbei weder ein realer Mensch geschädigt wird, noch irgendwelche Persönlichkeitsrechte von realen Menschen verletzt werden, denke ich, dass gerade das sowohl mit der Ethik als auch mit der Moral ohne Weiteres gut zu vereinbaren ist.

Mit der Zeit lernte ich mit meiner Doll immer besser umzugehen, ich lernte wie man sie wäscht, anzieht, auszieht und mit ihr am Frühstückstisch sitzt. Ja ich fing an, mich um meine Doll zu kümmern als wenn sie ein atmender lebender Mensch wäre.

Die Einsamkeit war plötzlich fast schon wie weggeblasen, was mir vor allem psychisch sehr gut tat. Ansonsten änderte sich in meinem Leben gar nichts. Ich hatte vor allem durch meinen Beruf weiterhin viel mit Kindern zu tun, hatte weiterhin alle sozialen Kontakte, die ich davor auch schon hatte und hatte eben nun zusätzlich ein kleines Geheimnis, was an sich auch schon sehr prickelnd sein kann.

Für meinen Teil kann ich sagen, dass ich zweierlei Arten habe, wo ich meine Fantasie auf Reisen schicke.

Einerseits natürlich das Bedürfnis Sex mit einem Kind zu erleben, das sexuelle Verlangen nach einem Kinderkörper, was ich so oft ich will in meiner lebhaften Fantasie täglich haben kann, wenn ich es möchte. Dies ist für mich auch ein sehr intimer Moment, wo ich ganz alleine sein möchte. Für mich ist dies viel realer als es ein optisches Stimuli jemals sein könnte. Denn ich kann ja meine eigenen Szenarien dadurch durchspielen und rede und agiere auch akustisch dabei. Dies ist aber zeitlich sehr begrenzt wie es bei einer Masturbation eben ist. Nach dem Erleben eines Orgasmus, der dann nicht von dieser Welt ist, ist das Verlangen fast komplett verschwunden.

Andererseits gibt es diese beständige und in allen Lebensbereichen latent auftretende Traurigkeit, die der Einsamkeit geschuldet ist, die entsteht, wenn man ohne festen Partner durchs Leben geht. Das „sich um jemand kümmern wollen“ ist hier wohl im Vordergrund. Dies war für mich stets ein Problem, das viel gewaltiger ist, als die sexuelle Abstinenz. Und genau diese Einsamkeit, Depression und Traurigkeit kann ich mit Fantasien, die eben von völlig anderer Art sind mit meiner Doll auf ein erträgliches Maß reduzieren.

In seltenen Fällen habe ich natürlich auch eine Kombination von beidem, die ich wiederum mit meiner Doll perfekt leben und erleben kann.

Und genau dieser Abbau von Traurigkeit, Depressionen und Einsamkeit, die jeder Psychologe normalerweise begrüßen würde, soll nun ausschließlich für pädophil empfindende Menschen nicht nur unter Strafe gestellt werden … nein es soll als Verbrechen gelten, für das man jahrelang in einen kleinen Käfig mit Mördern und Kapitalverbrechern gesperrt werden soll.

Ja es kommt noch schlimmer, im 18+ Bereich haben viele Gesellschaftswissenschaftler die Befürchtung, dass eine Silikonpuppe zu Hause eine echte Partnerschaft erschwert, da die Partnersuche auch immer weiter in den Hintergrund rücken könnte.

Also, was sollen wir Pädos nun machen? Sollen wir keine Kinderpuppe kaufen, so wie es die Gesellschaftswissenschaftler sagen und eine „echte“ Beziehung anstreben? Oder sollen wir eine Kinderpuppe mal versuchen damit so der Wunsch einer „echten“ Partnerschaft in den Hintergrund rückt? Ich denke dass hier sämtliche Wissenschaftler ziemlich uneinig sich sind weil … niemand mit Puppenbesitzern reden möchte.

Parallell dazu habe ich mir die Zahlen von echtem Kindesmissbrauch angesehen und gesehen, dass dies ab dem Zeitpunkt wo Kinderdolls auf dem Markt kamen ca. 2011 immer weiter zurückgingen und das, obwohl man ja versuchte den Missbrauchsbegriff immer weiter auszudehnen bis eben heute, wo selbst der Gedanke einer realen Missbrauchstat gleichzusetzen wäre. Und entsprechend hart zu bestrafen ist. Letztlich besteht eine „Partnerschaft“ zwischen einem Pädo und einem Silikonkind aus Gedanken. Nicht mehr und nicht weniger.

Ich habe teils jährlich mit allen Puppenverkäufern per Mail Kontakt gehabt, die nach Europa liefern und nach deren Aussagen sind zusammengenommen jedes Jahr ab ca. 2015 fast 1.000 Kinderpuppen alleine in den deutschsprachigen Raum verkauft worden.

Eine Schweizer Studie kommt nun zum Schluss, dass der Konsum von Kinderpornografie zu keinen nennenswerten Mehrverlangen beiträgt, mit einem realen Kind Sex zu erleben. Gleiches kann man bei jeglicher anderer Pornografie in Ländern sehen, wo dies erlaubt wurde und davor es eben verboten war.


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Leserbrief: Aus dem Leben eines Puppenspielers (1/3)

Aktuell werden Verbote von kindlich aussehenden Sexpuppen diskutiert und es gibt sogar bereits einen einstimmigen Beschluss des Parlaments von Nordrhein-Westfalen, dass ein solches Verbot angestrebt werden soll. Angestrebt wird ein Totalverbot, von Herstellung über Verbreitung, Import, Erwerb und Besitz.

Pädophile, die entweder (noch) keine Puppe besitzen oder kein Interesse an einer Puppe haben, sehen darin in erster Linie, die Botschaft, dass ihre Neigung als solche kriminalisiert werden soll. Dass es der Gesellschaft nicht (mehr?) um den Schutz von Kindern geht, sondern darum, Pädophile in die Enge zu trieben und „einzuschränken“.

Für Betroffene, die bereits eine solche Puppe besitzen, bedeutet das angestrebte Verbot die Gefahr, die Möglichkeit einer legalen Triebbefriedigung zu verlieren. Dass daneben sogar noch ein anderer, für manchen vielleicht sogar tieferer Verlust droht, war mir bisher nicht bewusst.

Nachdem ich schon mehrfach über das Thema berichtet habe, hat sich ein Leser bei mir gemeldet, der von einem Verbot betroffen wäre.

Hier sein Leserbrief – da er in drei Etappen geschrieben wurde, werde ich ihn auch in drei Etappen veröffentlichen. Teil 1:


Liebe Pädogemeinde,

ich lese hier seit vielen Monaten mit und möchte Erfahrungen meines Pädolebens gerne hier kund tun, da diese vielleicht auch Anderen helfen.

Nun habe ich mich entschlossen einen Beitrag zu verfassen, durch die Ereignisse, der aktuellen Pädophielenverfolgung. Auch was Kinderpuppen und fiktive Kinderpornografie angeht. Mir ist aufgefallen, dass viele über Kinderpuppen diskutieren und jeder versucht über das Thema zu reden, aber mir ist kein Fall bekannt, wo ein Puppenbesitzer einmal zu Wort gekommen wäre und seine Erfahrungen in die Diskussion einbringen hätte können.

Hier und anhand meines Nicks kann der geneigte Leser sich vielleicht vorstellen, was ich in diese Diskussion einbringen kann.

Meine Wenigkeit besitzt seit 13 Jahren eine bis mehrere Kinderpuppen und da ich in der Materie sehr tief drin bin, denke ich, dass ich schon etwas zu dem Thema als auch zum Thema fiktive Kinderpornografie sagen kann.

Nun muss ich kurz ausholen und gehe in meine Kinderzeit zurück, in der ich ca. 6 Jahre alt war. Hier fing ich gerade mit dem Lesen an und kann mich noch gut an das erste Buch erinnern aus dem meine Mutter mir vor dem Einschlafen immer vorlas und mich als Bestätigung auch das eine oder andere Wort lesen hat lassen.

Genau in dem Alter entdeckte ich meine Pädophilie … besser, meine kindliche Sexualität. Mit diesem Alter fing ich an, bewusst Masturbation zu betreiben und hatte von da an fast täglich einen Orgasmus, den ich mir bereitete, was immer ein feuchtes Gefühl „danach“ in meinem Schlafanzug verursacht hatte.

Zunächst noch ohne optische „Stimulierung“ bzw.  edanken, die als Stimuli hätten fungieren können. Es war für mich wie eine schöne Massage vielleicht, oder einfach nur ein schönes Gefühl, das ich mir täglich selbst gegeben hatte.

Mit ca. 8 Jahren bekam ich plötzlich einen Drang bei dieser schönen Tätigkeit mir auch Bilder von anderen Personen anzusehen wobei ich hier offen lassen möchte zu welchem Geschlecht es mich mehr hin gezogen hat was auch nicht weiter eine Rolle spielen sollte.

Zunächst fand ich es schön, leicht bekleidete Erwachsene mir anzusehen. So kam ich auf Kinderunterwäscheseiten, wo bei mir sofort die „Post“ abging..

Durch unseren konservativ geprägten Haushalt ist mit mir über Sexualität auch nie gesprochen worden und dadurch dass meine Eltern wenig Zeit für mich hatten, hatte ich wohl auch die Zeit und Muße meinen eigenen Körper sehr früh zu entdecken.

Ich bin in den 70er und 80er Jahren groß geworden und habe deshalb auch einen Teil meines Lebens schon hinter mir. Straffällig geworden, oder mit Gesetzesübertretungen bin ich nie bzw. hatte ich auch nie zu tun.

Nun folgten Filme, die der mittlerweile jugendliche Puppenspieler mehr und mehr konsumiert hat und dabei auch fleißig  masturbiert hat. Kinder beim gymnastischen Turnen, Kinder in Kinderfilmen, Kinder in Kindersendungen … Kinder … Kinder … Kinder.

Alles verpackt in Nachmittagssendungen und im Vorabendprogramm im öffentlich-Rechtlichen.

Manchmal nahm ich Sendungen auf „Video 2000 oder VHS auf, um mir diese dann „in Ruhe“ ansehen zu können, wenn ich alleine war.

Auch wenn ich lange Zeit mit den einschlägigen Begrifflichkeiten bedingt durch meine fehlende Aufklärung wenig anfangen konnte, wusste ich doch, dass Kinder meine Welt waren und ich mich sehr wohl fühlte mit und unter Kindern, auch wenn ich selber langsam zum Jugendlichen heranreifte.

Mit meiner Pädophilie hatte ich nie ein Problem und sah es auch nie als ein Problem an, was sicher ein Nebeneffekt meiner fehlenden Aufklärung war. Da ich nicht 100 % kernpädophil bin, weiß ich einen jugendlichen/jungen erwachsenen Körper durchaus zu schätzen und habe mehrere wenn auch kurze Partnerschaften mit jungen Erwachsenen geführt.

Damals konsumierten meine Eltern regelmäßig die Bildzeitung.

Eines Tages, mit ca. 15 Jahren, schlug ich die Zeitung auf und sah eine Doppelseite über einen „McMullen“,  der Horror-Masken und Puppen für Hollywood herstellte und nun den Einfall hatte, Sexpuppen herzustellen.

Natürlich mit Puppenfotos als Beispielmaterial. Diese Puppen faszinierten mich, da sie damals schon sehr lebensecht rüber gekommen sind und ich damals sehr wohl wusste, was „aufblasbare Sexpuppen“ waren und wie primitiv diese dagegen aussahen.

Dort war eine Doll aus Silikon zu sehen, die in einer Holzkiste saß und mit einer Rose in der Hand ihren neuen Liebhaber aus Fleisch und Blut begrüßte.

Natürlich war mir damals schon klar, dass ich meine angeborene und im kindlichen Alter schon weitgehend ausgereifte Sexualität nie wirklich werde ausleben können und so entstand in mir sofort eine Verbindung zu dieser damals neuen Idee mit Silikonpuppen.

Die Puppe schrumpfte in meinem Kopf zur kindlichen Größe und „sprach“ mit kindlicher Stimme.

Ich denke, dass wir pädophil empfindenden Menschen Fantasien sehr real und plastisch in unseren Köpfen erleben können, was unserer schwer bis nicht auslebbaren Sexualität geschuldet ist. Ähnlich vielleicht einem Blinden, der dafür einen ausgeprägteren Tastsinn besitzt. So erlebte ich meine Fantasien als meine persönliche Realität im Kopf, die sich für mich dermaßen realistisch manifestierten, dass ich im Prinzip eine reale Situation erlebte, die freilich nur ich sah und die mein persönliches Geheimnis war.

Auch führte ich teils ein Doppelleben mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen als „Partner“, das aber nie lange hielt. Meist „nur“ bis zum ersten Versuch erfüllenden Sex zu erleben, was dann regelmäßig scheiterte und mir schwer zu schaffen machte.

Von dem Gedanken, dass eine Doll in entsprechender Größe diese Form von Einsamkeit vielleicht lindern könnte und die technische Entwicklung solch einer Doll ja nicht stehen blieb, war ich fasziniert.

Nun schnitt ich diesen Zeitungsartikel aus, da ich wusste, dass dies vielleicht ein Anfang sein würde von einem Faden der mich als eine Facette meines Lebens begleitet.

Dann fiel der Artikel warum auch immer doch in Vergessenheit und ich versuchte, leider erfolglos, weiter Partnerschaften mit jungen Erwachsenen aufzubauen, machte Karriere und genoss jede Sekunde, wo ich mit Kindern zusammen sein durfte, bis hin dass ich mir einen Beruf gesucht habe,, wo ich viel mit Kindern Zeit verbringen darf, was mich bis heute sehr erfüllt.

Da ich mich gegen Informatik innerlich eher wehrte, bekam ich erst mit Mitte dreißig meinen ersten PC und genau da fiel mir plötzlich wieder der Zeitungsartikel ein.

Meine Recherche-Möglichkeiten waren durch meinen PC zu dieser Zeit natürlich beachtlich gewachsen und so sah ich mir erstmals den aktuellen Stand an, was Silikonpuppen betraf.

Nun kam „Mr. Zufall“ zu Hilfe und ich kam in ein Forum wo sich ältere Damen riesig aufregten, über eine „Sexartikelfirma“ die Sexpuppen vertreiben und mitten drinnen ist … eine Puppe mit“sehr kindlichen Zügen“, was eine Sauerei war in ihren Augen.

So klickte ich den älteren Damen folgend auch auf den Link und … tatsächlich fand sich da ein Silikonmädchen das einem ca. 9 jährigen Mädchen nachempfunden war, lieb angezogen auf dem Rüssel von einem Spielzeugelefanten sitzend. Da traf mich fast der Schlag. da ich einst genau so ein Bild im Kopf hatte … damals als noch Bildzeitungsleser, als ich den Artikel über McMullen laß.

Nun ging ich zurück in das „reife Damen Forum“ und da regten sich noch mehr auf, dass sie sogar nun ein öffentliches Forum gefunden haben wo … oh Schreck Pädophile sich ganz offiziell austauschen konnten, was sie natürlich sofort allen Polizeidienstellen, dem Militär, Bundesgrenzschutz, der Nasa, Feuer wehren und Seelsorgeeinrichtungen gemeldet haben. Da wir aber in einer verfallenden Gesellschaft leben, tue niemand was.

Auch wusste ich nun, was Pädophilie war, was Kinderpornografie ist und dass die Polizei Jagd auf die Konsumenten machte. Dennoch, da diese Damen dem Link folgten, folgte ich diesem auch und fand mich mitten in einem der ältesten noch heute existierenden Pädoboards wieder, das natürlich völlig legal ist, wo ich mir damals allerdings nicht ganz sicher war.

So las ich an die 7 Tage und 7 Nächte bis ich viereckige und knallrote Augen hatte. Es war das erste Mal, dass ich was von Gleichgesinnte las, von anderen Meinungen, Problemen und Lösungen und … von Kinderpuppen, deren Existenz gerade geboren war.

Es wurden auch Links gepostet zu drei japanischen Firmen, die diese Dolls offiziell anboten und die keinerlei Erwachsenendolls im Angebot hatten. Es war das Jahr 2011 oder 2012.

So klickte ich auf diese Firmen und sah mir fasziniert diese Dolls an. Sie waren so schön und realistisch gefertigt, dass man teils schon zweimal hinsehen musste, um das kleine Meisterwerk als Doll zu erkennen, da sie meist lieb angezogen waren und realistische Lebenssituationen nachgestellt hatten.

Eine Firma nannte sich „Trottla“ und eine weitere „Pure Dolls“. Eine Dritte stellte die Dolls als „Plüschpuppen“ her, die natürlich weniger realistisch aussahen.

Alle drei hatten leider gemeinsam, dass sie Ihre Dolls nur in Japan bzw. auf dem asiatischen Markt anboten und eine Einfuhr nach Europa eher Importspezialisten möglich war. Zudem musste man zum Zoll persönlich hinfahren, wo das Paket dann geöffnet wurde und man sich für den Inhalt möglicherweise erklären musste.

Dennoch haben dies einige Pädos gemacht und schwärmten in den höchsten Tönen von ihrer neuen Errungenschaft. Dies alles geschah ohne irgendeinen Aufschrei der Öffentlichkeit und ohne Aufsehen, wohl auch darum, da sich damals noch niemand vorstellen konnte, dass jemand solche Dolls produzieren und auch gleich vertreiben würde. Geschweige denn, dass es Käufer dafür geben würde, die so unverschämt wären und sich so eine Doll einfach so bestellen würden.

Da diese Konstellation für mich wie geschaffen war, bestellte ich nach langer Recherche, wie man Produkte aus Japan importiert, so eine Doll.


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„Wie geht man als Pädophiler mit seinem Trieb um?“

Pädophile gelten vielen Menschen als gefährlich für Kinder.

Im Jahr 2014 wurde im Rahmen der Studie Stigmatization of People with Pedophilia: Two Comparative Surveys (Stigmatisierung von Menschen mit Pädophilie; zwei vergleichende Umfragen) eine Umfrage an öffentlichen Orten in Dresden und Stuttgart durchgeführt. Hierbei wurde auch die Zustimmung zur Aussage „Eine Person mit dominantem sexuellen Interesse an Kindern stellt eine Gefahr für Kinder dar“ abgefragt.

Die Skala der Antworten lag bei 0 bis 6 wobei 0 einer völligen Ablehnung und 6 völliger Zustimmung entsprach. Der Durchschnitt der insgesamt 850 Antworten lag bei 5.73. Ein viel höher Wert ist kaum möglich. Bei der Frage nach der Gefährlichkeit für Jugendliche lag der Wert immerhin noch bei 5.15.

Wenn sich jemals etwas an der Stigmatisierung von Pädophilen ändern soll, dann ist das nur möglich, wenn sich etwas an der Gefährlichkeitsvermutung ändert.

Aus meiner Sicht gibt es hier drei Komponenten:

Um den letztgenannten Punkt soll es hier gehen.

Der typische Gedanken dazu ist:

Man darf seinen Trieb nicht ausleben. Aber der Sexualtrieb ist doch einer der stärksten Triebe überhaupt. Wie soll das dauerhaft gut gehen?

Die Hypothese ist, dass ein Pädophiler ständig seinen Trieb unterdrücken muss, um nicht gefährlich für Kinder zu sein.

Das ist eine Fehlvorstellung. Als Pädophiler darf man seinen Trieb durchaus ausleben. Nur eben nicht mit einem Kind.

Ich habe vor kurzem eine wissenschaftliche Studie aus dem Jahr 2017 gefunden (Is Contact with Children Related to Legitimizing Beliefs Toward Sex with Children Among Men with Pedophilia?), in der Pädophile nach ihrer Bewertung zur Effektivität verschiedener Strategien gefragt wurden, um einen Missbrauch zu verhindern.

Es wurde nach der Bewertung folgender Strategien gefragt (Skala 1-7 – je höher, desto wirkungsvoller wurde die Strategie eingeschätzt). Ich habe das Ergebnis sortiert, die Strategien, die als am wirkungsvollsten eingeschätzt wurden kommen zuerst, die eher wirkungslos eingeschätzten am Ende. Ich habe zusätzlich alle Strategien, die mit dem Ausleben (oder nicht-Ausleben) von Sexualität zu tun haben fett hervorgehoben.

  • Sexuelle Fantasien mit Masturbation (4.97)
  • Kindern emotional nahe sein (z. B. zusammen spielen) (4.82)
  • Konsum von Kinderpornographie (4.16)
  • Warnsignale respektieren, um Risikosituationen frühzeitig zu erkennen (z. B. schöne Kinder meiden) (3.88)
  • Gespräche mit anderen Pädophilen (3.76)
  • Konsumieren nichtpornografischer Bilder von Kindern (z. B. in Zeitschriften oder im Fernsehen) (3.67)
  • Sicherstellen, dass ein anderer Erwachsener anwesend ist, wenn man mit Kindern interagiert (3.64)
  • Gespräche mit Experten (z.B. Ärzten oder Therapeuten) (3.48)
  • Andere informieren (z.B. Elter oder Freunde) wenn man mit Kindern Zeit verbringt (2.96)
  • Sexuelle Fantasien ohne Masturbation (2.72)
  • Sexueller Kontakt mit Erwachsenen (2.26)
  • Outing gegenüber Kollegen und Eltern von Kindern (2.22)
  • Vermeidung sexueller Aktivitäten inkl. Masturbation (1.37)

Ich weise darauf hin, dass es beim Konsum von Kinderpornographie nicht unbedingt um tatsächliche Kinder gehen muss. Es gibt auch fiktive Kinderpornographie (Texte, Zeichnungen, Comuteranimationen). Diese darf man in Deutschland legal besitzen. Man darf sie allerdings nicht legal verbreiten, zugänglich machen, herstellen, beziehen, liefern, vorrätig halten, anbieten, bewerben, einführen oder ausführen.

Es wäre aus meiner Sicht besser gewesen, wenn man separat nach beiden Formen („echter“ und fiktiver) Kinderpornographie gefragt hätte. Eine ebenfalls relevante Strategie, nach der in der Studie leider nicht gefragt wurde, ist die Nutzung von kindlich aussehenden Sexpuppen.

Strategien, die auf ein sexuelles Ausleben (ohne Kontakt mit Kindern) abzielen werden tendentiell als effektiv für die Vermeidung von sexuellen Handlungen mit Kindern eingeschätzt. Das ist für mich keine Überraschung: wenn man den Trieb befriedigt hat, ist er erst einmal weg und nicht mehr handlungsleitend.

Ausweich-Strategien mit geringem Ersatzwert (Sexuelle Fantasiein ohne Masturbation, Sexueller Kontakt mit Erwachsenen, Vermeidung sexueller Aktivitäten) werden als ineffektiv eingeschätzt. Auch das ist keine Überraschung: wenn man den Trieb nicht befriedigt, bleibt er wirkmächtig und kann ggf. auch dann das Handeln bestimmten, wenn es besonders auf Kontrolle ankommt.

Das bedeutet auch: wenn man sexuelle Handlungen mit Kindern verhindern will, ist es schädlich den Zugang zu ethisch unbedenklichen Ersatzhandlungen mit relativ hohem Ersatzwert zu kriminalisieren. Zu nennen sind hier insbesondere:

  • Alle Verbote im Zusammenhang mit fiktiver Kinderpornographie (Texte, Zeichungen, Comuteranimationen). Im Grunde ist alles außer dem Besitz verboten – was natürlich auch den legalen Besitz sehr erschwert.
  • Das geplante Verbot von Besitz, Verkauf, Import etc. von kindlich aussehenden Sexpuppen.