Argumente für eine pädophile Beziehung

Vorab: es gibt viele und gute Gründe, warum man von einer pädophilen Beziehung möglicherweise besser Abstand nehmen sollte. Es gibt ein schwer einzuschätzendes, reales Risiko, durch die Beziehung den Jungen zu belasten: durch die Notwendigkeit zu Schweigen, durch Sekundärschäden bei Entdeckung und in Zukunft, falls sich seine Meinung über die Beziehung ändern sollte. Eine sexuelle Beziehung ist außerdem ohne Vertrauensbruch gegenüber den Eltern kaum vorstellbar. Darüber hinaus ist sie (wenn der jüngere unter 14 Jahre alt ist) natürlich auch strafbar – es drohen empfindliche Freiheitsstrafen.

Diese Gründe, auf die ich an anderer Stelle ausführlich eingegangen bin, kann man meiner Meinung nach nicht einfach abtun oder widerlegen. Sie sind aber auch nicht die ganze Wahrheit.

Es geht nicht um Sex, sondern um Liebe

Es gibt für mich auch Gründe an der Möglichkeit einer pädophilen Beziehung festzuhalten. Damit meine ich nicht die Möglichkeit beglückender sexueller Erlebnisse. Dann ginge es lediglich um Sex. Mir geht es um Liebe, die stärkste mögliche Hinwendung zu einem anderen Menschen.

Aus evolutionsbiologischer Sicht ist das Entstehungsfeld von Liebe in der Sexualität zu suchen. Zweck ist die Stabilisierung einer Paarbeziehung über längere Zeiträume. Es reicht schließlich nicht aus, Kinder zu zeugen, man muss sie auch großziehen. Und weil das verdammt viel Zeit und Kraft braucht es dafür eine feste Gemeinschaft bilden. Diese Gemeinschaft ist Zweck der Liebe.

Liebe mag also einer körperlichen Anziehung entspringen, besteht aber nicht einer körperlich-sexuellen Erfahrung, sondern in tiefer emotionale Nähe und inniger Verbundenheit. Sie hat zwar einen Zweck, denkt aber selbst nicht in Kategorien von Zweck und Nutzen, sondern ist deren Aufhebung.

Liebe steht über der Vernunft

Liebe ist kostbar. Es gibt nichts Schöneres als jemanden zu lieben und geliebt zu werden. Aus gutem Grund gilt die Pflicht zur Vernunft bei Liebe gemeinhin als aufgehoben. Liebe muss sich nicht rechtfertigen. Sie ist eine Urkraft menschlichen Handelns und Strebens und vereint in sich Elemente einer Geisteskrankheit mit dem tiefsten Sinn des Lebens, der für einen Menschen überhaupt vorstellbar ist. Liebe ist auch Selbstaufgabe. Wenn man jemanden innig liebt, ist man bereit, für den anderen Menschen nötigenfalls zu sterben. Liebe besiegt so selbst den Tod.

Entgegenzuhalten, dass es ja nicht um edle Liebe, sondern um schnöden, niederen Sex gehe, wäre deutlich daneben gegriffen. Erstens ist Sex nichts niedriges, sondern bereits für sich höchst bedeutsam. Zweitens ist es die Sexualität, die zur Liebe hinlenkt. Ohne sexuelle Lüste gäbe es bedeutend weniger Liebe auf der Welt, sowohl zwischen Paaren als auch zu Kindern. Ohne Sex gäbe es ja keine Kinder, so dass auch die elterliche Liebe keine Chance auf Entfaltung hätte.

Vom Nutzen der Liebe

In meiner Überlegung zu den Gründen gegen eine pädophile Beziehung standen die möglichen Gefahren für den Jungen im Vordergrund. In einer pädophilen Beziehung liegen aber nicht nur Gefahren.

Von jemandem geliebt zu werden, ist beglückend. Darüber hinaus ist es mit handfesten Vorteilen verbunden.

Einer der wesentlichen Punkte, die standardmäßig einer pädophilen Beziehung entgegengehalten wird, ist die Ungleichheit der Partner. Der ältere Beziehungspartner ist entwicklungspsychologisch weiter, physisch stärker, verfügt über mehr Wissen, mehr Erfahrung und viel mehr Geld. Der Ältere ist deshalb in einer Position, die es ihm erlaubt, den Jüngeren zu manipulieren und auszunutzen, um seine eigenen (sexuellen) Bedürfnisse zu befriedigen.

Es gibt allerdings einen Mechanismus, der das wirksam verhindert: die Liebe. Wer liebt, will demjenigen, den er liebt (oder in den er verliebt ist) nichts Böses. Das gilt universell für alle Menschen, auch für Pädophile. Prägnant auf den Punkt gebracht, ist das in folgendem Zitat:

Es gibt immer einen Besiegten in der Liebe; den der mehr liebt.

Franz Blei

Nominelle Machtverhältnisse sind nicht entscheidend. Liebe stellt nominelle Machtverhältnisse bei Bedarf auf den Kopf und die Macht des Stärkeren in den Dienst des Schwächeren. Das gilt für Eltern-Kind Beziehungen, aber auch für Liebesverhältnisse.

Ein Säugling ist eigentlich völlig hilflos. Aber die Eltern tanzen im Zweifelsfall nach seiner Pfeife, wenn er weint und gefüttert oder auf den Arm genommen werden will.

Frauen waren im westlichen Kulturkreis und den meisten anderen Teilen der Welt über Jahrtausende in Hinblick auf Macht strukturell extrem benachteiligt. In Deutschland dürfen sie erst seit 1918 wählen. Das Letztentscheidungsrecht des Ehemanns in allen Eheangelegenheiten wurde 1956 gestrichen. Das Recht des Ehemanns, ein Dienstverhältnis seiner Frau fristlos zu kündigen, wurde 1977 gestrichen.

Trotz der fast während der ganzen bekannten Geschichte der Menschheit extrem asymmetrischen Machtverhältnisse zwischen Mann und Frau gab es natürlich auch vor 1977, vor 1956 und vor 1918 Liebesbeziehungen, die diesen Namen verdienen und selbstverständlich gab es zu allen Zeiten auch Frauen, die Ihre Männer „im Griff“ hatten und der dominante Beziehungspartner waren (auch wenn das nach außen hin meist verheimlich wurde, weil es nicht in das gesellschaftliche Beziehungsideal passte und damit das Potential hatte, Ruf und Ansehen des Mannes zu beschädigen).

Fakt ist jedenfalls: Liebe sensibilisiert für die Bedürfnisse des geliebten Menschen und motiviert zur Fürsorge.

Ein geliebter Junge verfügt zwar nicht über „die Macht“, aber er hat außerordentlichen Einfluss (Macht) über den „Mächtigen“. Und wenn sich jemand für einen interessiert und sich um sich um sein Wohlergehen sorgt, kann das neben dem guten Gefühl auch gute Möglichkeiten eröffnen, die einen im Leben weiter bringen.

Liebe und Fürsorge als positiver Entwicklungsfaktor

Der Kinderpsychiater und Schriftsteller Paulus Hochgatterer beantwortete die Frage, was er damit meint, dass es seiner Erfahrung nach einen ganz wichtigen prognostischen Faktor gäbe, der etwas darüber aussagt, ob sich ein Kind gut entwickelt oder schwierig wird, wie folgt:

„One caring person“. Das ist eine Person, idealerweise eine erwachsene, bei der das Kind das Gefühl hat, dieser Mensch interessiert sich für mich, diesem Menschen bin ich wirklich ein Anliegen. Das kann ein Elternteil sein oder ein Großelternteil, das kann jemand in einer sozialpädagogischen Wohngemeinschaft sein, eine Tante oder ein Onkel. Es ist dabei überhaupt nicht wichtig, ob das ein Mann oder eine Frau ist.

Paulus Hochgatterer im Interview mit „Der Standard“

Ich bin mir zwar sicher, dass Herr Hochgatterer mit seiner Aussage lieber nicht von einem Pädophilen vereinnahmt werden möchte, aber seine Aussage ist nicht nur korrekt, sie ist auch noch in der erweiterten Version korrekt, dass es auch keine Rolle spielt, ob der Mann oder die Frau heterosexuell, homosexuell oder pädophil ist.

In einer pädophilen Beziehung gibt es für einen Jungen auch viel zu gewinnen und zwar ganz besonders dann, wenn er von den Eltern oder anderen Bezugspersonen zu wenig Zuneigung, Liebe, Interesse, Zärtlichkeit und Gemeinsamkeit bekommt.

Wer nichts wagt, gewinnt auch nichts

Natürlich kann man das Risiko scheuen, das mit einer (auch) sexuellen Beziehung verbunden ist. Schließlich ist es für einen Jungen nicht schädlich, keine sexuelle Beziehung mit einem Erwachsenen zu haben. Eine (auch) sexuelle Beziehung zu haben ist dagegen mit einigen Risiken verbunden, insbesondere in Form von Sekundärschäden bei Entdeckung und Sanktionierung der Beziehung. Dann scheut man aber nicht nur das Risiko, sondern auch alles Positive und alle Gewinne, die aus einer von Liebe geprägten Beziehung erwachsen können.

Die Liebe, die ein Pädophiler einem geliebten Jungen entgegenbringt, ist nun einmal mit dem sexuellen Aspekt verquickt. Der sexuelle Aspekt mag im täglichen miteinander nicht im Vordergrund stehen, er ist aber da. Zu behaupten, die sexuelle Anziehung existiere nicht oder sei unwichtig, wäre Augenwischerei. Die sexuelle Anziehung hebt die Liebe aber nicht auf, so wenig wie die sexuelle Anziehung zwischen Mann und Frau oder Mann und Mann oder Frau und Frau die Liebe zwischen Ihnen aufhebt. Eine sexuell motivierte Liebe dauerhaft auf platonischer Basis zu halten mag nicht unmöglich sein, wird aber vermutlich eher den wenigsten Menschen gelingen.

Die Liebe eine Pädos endet übrigens nicht einfach, wenn ein Junge für ihn sexuell nicht mehr attraktiv ist. Ein heterosexueller Mann hört ja auch nicht plötzlich per Naturgesetz auf, seine Frau zu lieben, wenn sie graue Haare bekommt.

Die pädophile Beziehung ändert sich irgendwann, nicht nur weil der Pädo den Jungen vielleicht nicht mehr so attraktiv findet, sondern auch, weil der Junge sich in der Regel irgendwann selbst sexuell anders orientiert und sich in ein Mädchen oder einen Jungen verliebt.

Die Pädos, die ich kenne, wünschen sich aber typischerweise, dass nach der eigentlichen pädophilen Beziehungsphase eine enge, idealerweise lebenslange Freundschaft bleibt.

Das verkannte Talent

Man kann eine pädophile Orientierung als Fluch interpretieren, der einem die Möglichkeit auf eine normale Liebesbeziehung, Familienglück und eine erfüllte Sexualität verbaut oder wenigstens extrem erschwert. Man kann eine pädophile Orientierung aber auch als ein ungewöhnliches und gesellschaftlich verkanntes, aber doch wertvolles Talent begreifen, bestimmte Menschen zu lieben.

Mir fällt dazu (obwohl ich nicht gerade ein sonderlich religiöser Mensch bin) ein Gleichnis aus der Bibel ein:

Es (das Himmelreich) ist wie mit einem Mann, der auf Reisen ging. Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an. Dem einen gab er fünf Talente Silbergeld, einem anderen zwei, wieder einem anderen eines, jedem nach seinen Fähigkeiten. Dann reiste er ab. Sofort ging der Diener, der die fünf Talente erhalten hatte hin, wirtschaftete mit ihnen und gewann noch fünf weitere dazu. Ebenso gewann der, der zwei erhalten hatte, noch zwei weitere dazu. Der aber, der das eine Talent erhalten hatte, ging und grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn.

Nach langer Zeit kehrte der Herr jener Diener zurück und hielt Abrechnung mit ihnen. Da kam der, der die fünf Talente erhalten hatte, brachte fünf weitere und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir gegeben; sieh her, ich habe noch fünf dazugewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du tüchtiger und treuer Diener. Über Weniges warst du treu, über Vieles werde ich dich setzen. Komm, nimm teil am Freudenfest deines Herrn! Dann kam der Diener, der zwei Talente erhalten hatte, und sagte: Herr, du hast mir zwei Talente gegeben; sieh her, ich habe noch zwei dazugewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du tüchtiger und treuer Diener. Über Weniges warst du treu, über Vieles werde ich dich setzen. Komm, nimm teil am Freudenfest deines Herrn!

Es kam aber auch der Diener, der das eine Talent erhalten hatte, und sagte: Herr, ich wusste, dass du ein strenger Mensch bist; du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast; weil ich Angst hatte, habe ich dein Geld in der Erde versteckt. Sieh her, hier hast du das Deine.

Sein Herr antwortete und sprach zu ihm: Du bist ein schlechter und fauler Diener! Du hast gewusst, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe. Du hättest mein Geld auf die Bank bringen müssen, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückerhalten. Nehmt ihm also das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat! Denn wer hat, dem wird gegeben werden und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.

Das Gleichnis von den anvertrauten Talenten Silbergeld

Es gibt junge Menschen, die niemanden haben, der sich wirklich für sie interessiert und die niemanden haben, denen sie ein echtes Anliegen sind. Also emotional vernachlässigte Kinder.

Andererseits gibt es Menschen wie mich, die sich in Kinder verlieben und denen die Kinder, in die sie sich verliebt haben, dann das wichtigste Anliegen überhaupt sind. Ja, sie sind durch eine sexuelle Anziehung hingelenkt, aber das macht das emotionale Interesse nicht geringer oder gar unecht. Ein Pädophiler, der sich in ein Kind verliebt, würde dem Angehimmelten ebenso wenig schaden wollen, wie ein Mann, der sich in eine Frau verliebt oder eine Frau, die sich in einen Mann verliebt.

Das „Talent“, das mir mitgegeben wurde, ist, dass ich mich in Kinder verlieben kann und dann bereit wäre, alles in meiner Macht stehende zu tun, damit es dem Kind, in das ich mich verliebt habe, gut geht. Die Gesellschaft erwartet von mir, dass ich dieses Talent vergeude und vergrabe. Aber was würde mir derjenige sagen, der mir das Talent anvertraut hat, wenn ich es nicht nutze?

Und was würde mir der Mensch sagen, den zu lieben ich bestimmt war und der von mir um meine Liebe betrogen wurde, weil ich mein Talent aus Angst vergraben habe?

Der Richter, auf den es wirklich ankommt

Meine Kernüberzeugung in Hinblick auf eine pädophile Beziehung lautet: „Das Kind ist der Richter.“

Die erweiterte Fassung davon ist: „Das Kind ist der Richter. Und der Erwachsene, zu dem es heranwächst.“

Ich bin mir sicher, dass ich einen Jungen nie willentlich und wissentlich schlecht behandeln würde und dass ich ihm viel Liebe, Zuwendung, Aufmerksamkeit und Unterstützung schenken könnte.

Ich glaube deshalb auch, dass ich bei Fehlern, die ich, ohne es zu wollen, vielleicht auch machen würde, am Ende Gnade in den Augen meines Richters finden würde. Liebe verzeiht viel und Menschen, die einen lieben, gibt es nun einmal nur im Paket mit ihren Mängeln und Schwächen. Ich glaube, dass meine Liebe am Ende schwerer wiegt, als alle Schwächen und Mängel.

Angst vor einem gescheiterten Leben

Ich muss ehrlich zugeben, dass einer der Gründe, warum ich die Hoffnung auf eine pädophile Beziehung in meinem Leben nicht aufgeben mag, auch die Angst ist, mit meinem Leben zu scheitern.

Ich werde meine Gene vermutlich nicht weitergeben, was eine typische biologische Kategorie von „Erfolg“ ist. Was ich weitergeben könnte, ist meine Liebe. Und das wäre für mich unglaublich bedeutsam.

Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen.

Albert Schweizer

Ich glaube, dass ein Leben, in dem man es nicht geschafft hat, einen anderen Menschen zu lieben und glücklich zu machen, zwar vielleicht nicht vollends verschwendet, aber doch in gewisser Weise gescheitert ist. Vor diesem Scheitern fürchte ich mich.

Ich hoffe deshalb, dass mir irgendwann ein Mensch begegnet, der meine vorhandenen und nicht unerheblichen Bedenken mit einem Lächeln beiseite wischt und mir die Chance gibt, ihn glücklich zu machen und in seinem Glück auch mein eigenes zu finden.

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