Analyse zur Polizeilichen Kriminalstatistik 2021

Vor kurzem wurde die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Jahres 2021 veröffentlicht. Im Blickfeld der Medien ist dabei vor allem steigende Fallzahlen bei, sexuellem Missbrauch an Kindern und bei der Verbreitung von Darstellungen sexuellen Missbrauchs an Kindern.

In der Pressemitteilung des Bundesinnenminsteriums erklärte Bundesinnenministerin Nancy Faeser dazu:

Die Kriminalstatistik zeigt in den meisten Bereichen eine positive Entwicklung. Die erneut gestiegene Aufklärungsquote zeigt, dass sich die Stärkung der Polizei auszahlt.  Wir sind ein sehr sicheres Land und ein starker Rechtsstaat. Doch das entsetzliche Ausmaß sexualisierter Gewalt gegen Kinder ist für mich ein klarer Handlungsauftrag, hier mit aller Konsequenz vorzugehen. Für mich hat die Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs von Kindern und der Verbreitung von abscheulichen Missbrauchs-Fotos und Videos über das Internet oberste Priorität. Wir werden das Bundeskriminalamt weiter stärken und den Ermittlungsdruck weiter erhöhen. Die Auswertung von Daten werden wir deutlich verbessern, auch durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Mein Ziel ist klar: Kein Täter darf sich sicher fühlen.

Die Zahlen der PKS werden mit etlichen Untertabellen auf den Seiten des Bundeskriminalamts frei zugänglich veröffentlicht. Man muss sich also nicht auf die Einordnung von Dritten verlassen, sondern kann sich recht umfassend selbst informieren.

Wie hat sich das Geschehen bei Hands-On Delikten verändert?

Ich habe mir angesichts der Berichterstattung die Frage gestellt, ob es im Mehrjahresvergleich tatsächlich eine Änderung bei den Fallzahlen vom Kindesmissbrauch (§ 176) gibt.

Es wurden in den letzten Jahren immer wieder Gesetze verändert und Tatbestände teils weiter gefasst. Das macht einen Vergleich schwierig. Hat sich das Geschehen verändert oder setzt die Strafbarkeit früher ein als dies in der Vergangenheit der Fall war? Ich halte es bei der Bewertung für hilfreich, sich auf Tatbestände zu konzentrieren, die langjährig unverändert definiert wurden.

Zwei aus meiner Sicht aussagekräftige Unterschlüssel in der PKS sind die Ziffern 131100 (Sexuelle Handlungen § 176 Abs. 1 und 2 StGB) und 131500 (Vollzug des Beischlafs mit einem Kind oder Vornahme einer ähnlichen sexuellen Handlung § 176a Abs. 2 Nr. 1 StGB).

Mit „Vollzug des Beischlafs und ähnliche Handlungen“ sind Vaginal-, Anal- und Oralverkehr gemeint. Sexuellen Handlungen mit physischem Kontakt unterhalb dieser Schwelle (also vor allem Petting / Masturbation) sind mit § 176 Abs. 1 und 2 StGB erfasst.

Die beiden Schlüssel bildeten also die sogenannten „Hands-on“ Delikte ab, Taten mit physischem Kontakt zu einem Kind und damit den Kern dessen, was man historisch gewachsen landläufig als Kindesmissbrauch bezeichnet hat. Andere Handlungen, die heute als Kindesmissbrauch gezählt werden (wie „Cybergrooming“) sind in dieser Betrachtung nicht enthalten.

Lt. der Zeitreihengrundtabelle (T01 Grundtabelle – Fälle ab 1987) ergibt sich für Ziffer 131100 (sexuelle Handlungen mit Kindern im Sinne Masturbation / Petting) folgendes Bild:

20006.952
20017.338
20027.930
20037.909
20047.894
20056.573
20065.905
20076.056
20085.683
20095.273
20105.559
20115.729
20125.771
20135.600
20145.230
20155.032
20165.251
20175.168
20185.357
20195.671
20205.685
20215.604

Langfristig kann man also eher von einem Rückgang sprechen. Hätte ich 20 Jahre als Zeitfenster gewählt (2002 bis 2021) wäre es sogar ein Rückgang um etwa 24 Prozent. Da 2002 ein Hochpunkt gewesen zu sein scheint, könnte man mir dann aber vielleicht eine willkürliche Auswahl des Betrachtungszeitraums unterstellen. In jedem Fall ist festzustellen, dass die Zahlen seit 2008 im Grunde unverändert sind. Die Bewegungen der Fallzahlen, mal etwas nach oben, mal etwas nach unten, stellen sich mir als zufällige Schwankungsbreite dar.

Für Ziffer 131500 (Oralverkehr, Analverkehr, Vaginalverkehr) sieht die Zeitreihe so aus:

20001.050
20011.321
20021.606
20031.554
20041.589
20051.435
20061.279
20071.243
20081.015
2009926
20101.037
20111.134
20121.069
20131.083
20141.017
2015880
2016831
2017826
2018930
20191.035
20201.173
20211.172

Langfristig gesehen hat sich nicht viel getan. Die Zahlen liegen seit 2008 bei etwa 1.000 Fällen pro Jahr.

Was sind die möglichen Schlussfolgerungen?

Aus den Zahlen für die Kerndelikte könnte man folgern: alles was man seit 2008 unternommen hat, um Kindesmissbrauch zu verhindern, war im Grunde wirkungslos. Die Frage ist, welche Schlussfolgerung man dann daraus ableitet.

Einerseits könnte man dann auf den Gedanken kommen, die offensichtlich erfolglose Maßnahmen wieder zurück zu nehmen oder jedenfalls die Strategie zu verändern, die bisher gefahren wurde und die sich meiner Wahrnehmung nach vor allem in immer schärferer Polemik, immer weiter gefassten Tatbeständen, verstärkten Unterdrückungsbemühungen gegenüber pädophilen und hebephilen Subkulturen und Ausdrucksmöglichkeiten und in immer höheren Strafrahmen Ausdruck findet.

Andererseits könnte man sich natürlich auch auf den Standpunkt stellen, dass eben noch viel radikalere Eingriffe erforderlich sind, um das gesteckte Ziel zu erreichen.

Der ehemalige „Unabhängige Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs“ Johannes-Wilhelm Rörig meinte dazu im Jahr 2020: „Die Fallzahlen sind unverändert hoch. Die Bekämpfung sexuellen Missbrauchs, dem tausende Kinder jährlich in Familien, Einrichtungen und vor laufenden Kameras ausgesetzt sind, muss in Deutschland endlich als nationale Aufgabe verstanden werden.“ Lt Rörig brauche es einen Pakt gegen Missbrauch, für ein gemeinsames großes Ziel: Maximale Reduzierung der Zahl der Fälle von sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen. Dieser Pakt brauche die uneingeschränkte Unterstützung von allen.

Für mich hörte sich wie die Ausrufung des „Totalen Kriegs“ an.

Wenn man im Prinzip das richtige Mittel gewählt hätte, wäre eigentlich zumindest ein gewisser Rückgang zu erwarten gewesen. Diesen gab es aber nicht. Es gibt keinen logisch nachvollziehbaren Grund, dass mehr von einer wirkungslosen Strategie auf einmal großartige Ergebnisse liefert.

Die neue Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag vereinbart:

Wir sorgen für eine vorausschauende, evidenzbasierte und grundrechtsorientierte Sicherheits- und Kriminalpolitik. Dies werden wir mit einer unabhängigen interdisziplinären Bundesakademie begleiten. Die Eingriffe des Staates in die bürgerlichen Freiheitsrechte müssen stets gut begründet und in ihrer Gesamtwirkung betrachtet werden. Die Sicherheitsgesetze wollen wir auf ihre tatsächlichen und rechtlichen Auswirkungen sowie auf ihre Effektivität hin evaluieren. Deshalb erstellen wir eine Überwachungsgesamtrechnung und bis spätestens Ende 2023 eine unabhängige wissenschaftliche Evaluation der Sicherheitsgesetze und ihrer Auswirkungen auf Freiheit und Demokratie im Lichte technischer Entwicklungen. Jede zukünftige Gesetzgebung muss diesen Grundsätzen genügen. Dafür schaffen wir ein unabhängiges Expertengremium (Freiheitskommission), das bei zukünftigen Sicherheitsgesetzgebungsvorhaben berät und Freiheitseinschränkungen evaluiert.

Wenn man sich die Kriminalpolitik der letzten Jahrzehnte in Hinblick auf den Erfolg bei der Prävention von Kindesmissbrauch anschaut, muss man eigentlich zum Ergebnis kommen, dass sie nachgewiesenermaßen nicht funktioniert hat. Wer evidenzbasiert handeln will, müsste also anders handeln als in der Vergangenheit.

Wie hat sich das Geschehen bei Hands-Off Delikten verändert?

Zurück zur Datenlage, diesmal zu Delikten, die nicht zum Kernbereich der klassisch als Kindesmissbrauch verstandenen Taten gehören.

Extrem zugenommen haben die Fälle beim Cybergrooming und bei bei Verbreitung und Besitz von Kinderpornographie.

Schlüssel 131400 „Einwirken auf Kinder gemäß § 176 Abs. 4 Nr. 3 und 4 StGB“:

2000979
20011.325
20021.171
20031.034
20041.009
2005946
2006903
2007872
2008875
2009913
2010941
2011934
20121.406
20131.464
20141.907
20151.958
20162.028
20172.121
20182.439
20193.264
20203.839
20214.464

Einen Anstieg kann man etwa ab 2012 feststellen.

Da im Bereich Kinderpornographie die Schlüssel verändert wurden, reicht die vergleichbare Statistik hier nicht so weit zurück. Hier die Entwicklung zu 143200 (Verbreitung, Erwerb, Besitz und Herstellung kinderpornographischer Schriften § 184b StGB):

20165.687
20176.512
20187.449
201912.262
202018.761
202139.171

In beiden Fällen (Cybergrooming, Kinderpornographie) handelt es sich um sogenannte Hands-Off Delikte. Dass die Fallzahlen hier stark steigen kann unterschiedliche Ursachen haben.

Ein Effekt kann die zunehmende Durchdringung unserer Welt durch das Digitale sein, dass also z.B. der Anstieg beim Cybergrooming mit dem Anstieg der Nutzung von Social Media korreliert.

2012 lag der Umsatz von Apple mit iPhones bei 46 Milliarden US-Dollar, 2021 waren es 191,97 Milliarden US-Dollar. 2012 lag der Umsatz von FaceBook bei 5,09 Milliarden US-Dollar. 2021 waren es 117,93 Milliarden US-Dollar. Die Ausnutzung korreliert letztlich mit der Nutzung. Der Anstieg des Missbrauchs der Nutzungsmöglichkeit ist ein Nebeneffekt des Anstiegs der Nutzung. Das Problem wäre bei einem Totalverbot aller sozialer Netzwerke weitestgehend gelöst, so wie auch das Problem verbaler Beleidigungen gelöst wäre, wenn niemand mehr sprechen würde. Die totale und nachhaltige Problemlösungsoption ist leider nicht wirklich praktikabel.

Damit ist auch klar, dass es extrem schwierig ist, diese Art des Fehlverhaltens einzudämmen. Solange sich das Leben und die Sozialkontakte sich weiter ins Digitale verlagern, dürften die Zahlen weiter ansteigen.

Ein zweiter Faktor bei den ansteigenden Zahlen dürfe eine Verschiebung von Fällen aus dem Dunkelfeld (unentdeckte Fälle) ins Hellfeld (Fälle der Kriminalstatistik) sein. Innenministerin Faeser ist nicht die erste Innenministerin, die hohe Fallzahlen als Handlungsauftrag begreift und mehr Ermittlungsdruck ausüben will. Mehr Ermittlungen führen zu mehr entdeckten Fällen. Dabei ist aber auch zu berücksichtigen, dass die Kriminalstatistik lediglich Verdachtsfälle führt, in denen ermittelt wurde. Sie liefert kein Abbild der tatsächlichen Kriminalität. Es gibt Fälle, die nie ins Visier von Ermittlungen geraten (Dunkelfeld), es gibt aber auch Fälle, bei denen Ermittlungen eingestellt wurden, weil der Verdacht sich nicht erhärtet hat oder bei denen vor Gericht ein Freispruch herauskommt. Diese falsch-positiven Fälle landen dennoch in der PKS. Es gibt vermutlich wirklich mehr Fälle im Bereich der Hands-Off-Delikte, aber vermutlich lange nicht so viele zusätzliche neue Fälle, wie die Statistik anzudeuten scheint.

Keine Korrelation zwischen Hands-On und Hands-Off Delikten

Vor allem gibt es aber auch eine Diskrepanz der Entwicklung zwischen Hands-On-Delikten und Hands-Off-Delikten. Bei Hands-Off-Delikten gibt es eine hohe Dynamik der Fallzahlen, die bei Hands-On-Delikten völlig fehlt. Das legt nahe, dass Hands-Off-Delikte keine bedeutenden Risikofaktoren für Hands-On-Delikte sind.

Für mich ist das nicht sehr überraschend. Der Konsum von Kinderpornographie führt nicht zu mehr Missbrauch von Kindern. Es gibt z.B. eine Schweizer Studie zur Delinquenz von Konsumenten von Kinderpornografie, die zum Ergebnis kommt, dass der Konsum von Kinderpornografie alleine keinen Risikofaktor für spätere physische Sexualdelikte darstellt. Eine andere Studie hat festgestellt, dass es in der Tschechischen Republik während einer Zeit, in der der Besitz von Kinderpornografie nicht verboten war, zu einem signifikanten Rückgang der sexuellen Kindesmissbrauchsdelikte kam (siehe Diamond M (2009) Pornography, public acceptance and sex related crime: a review. Int J Law Psychiatry 32(5):304–314; Diamond M, Jozifkova E, Weiss P (2011) Pornography and sex crimes in the Czech Republic. Arch Sex Behav 40(5):1037–1043).

Wer sind die Täter?

Ein anderer Aspekt, der mich im Zusammenhang mit der PKS interessiert hat, ist die Verteilung der Tatverdächtigen über die Altersklassen. Entsprechende Werte findet man in dem Untertabellen T20 (Tatverdächtige insgesamt nach Alter und Geschlecht). Leider gibt es die Tabelle nicht in jedem Jahr. Ich habe mir die Daten der Jahre 2014, 2015, 2019, 2020, 2021 angeschaut.

Ein interessanter Befund war, dass sich die Altersstruktur bei „Verbreitung von Kinderpornografie § 184b Abs. 1 Nr. 1 StGB“ ändert. 2015 waren 82 Prozent der Tatverdächtigen Erwachsene über 20 Jahren. Aktuell waren nur noch 51 Prozent der Tatverdächtigen Erwachsene.

Schaut man auf die Entwicklung bei Kindern (Personen unter 14 Jahren), dann hat sich die Zahl der Tatverdächtigen von 2015 (144 tatverdächtige Kinder) bis 2021 (2.374 tatverdächtige Kinder) versechzehnfacht.

Kindern kann zumindest im engeren Sinne strafrechtlich nicht viel passieren, da sie noch nicht strafmündig sind. Anders ist es bei Jugendlichen. Dort stieg die Zahl der Tatverdächtigen im Zeitraum 2015 bis 2021 von zuvor 205 auf nun 3.740 an und hat sich damit verachtzehnfacht. Die Zahl der erwachsenen Tatverdächtigen hat sich im gleichen Zeitraum „nur“ vervierfacht (von 1.875 auf 7.670).

Die 49 Prozent der Nicht-Erwachsenen Tatverdächtigen verteilen sich auf Kinder (16 Prozent), Jugendliche (25 Prozent) und Heranwachsende (8 Prozent). Es dürfte jedem klar sein, dass es in der Bevölkerung viel mehr Erwachsene als Kinder und Jugendliche gibt. Trotzdem stellen sie 41 Prozent der Tatverdächtigen, Tendenz steigend. Der Besitz von Kinderpornographie ist vor allem Kinder- und Jugendlichen-Kriminalität.

Wenn die Bekämpfung dieser Delikte oberste Priorität hat und weiter intensiviert wird, werden die Folgen vor allem tatverdächtige Kinder und Jugendliche treffen. Kinder vor Missbrauch schützen kann man mit den Maßnahmen dagegen nicht, da es keine feststellbare Korrelation zwischen dem Konsum von Abbildungen und sexuellen Handlungen mit Kindern gibt.

Es gibt durchaus Gründe, Kinderpornographie zu verbieten – sie stellt, wenn reale Personen abgebildet sind, fast immer eine schwere Verletzung von Persönlichkeitsrechten dar. Eine extreme Skandalisierung und die Bekämpfung als Straftat schadet Kindern aber eher, als dass sie Ihnen nutzen würde.

Man darf sicherlich davon ausgehen, dass es für ein Kind eine traumatische Erfahrung ist, mit dem Besitz oder bei der Verbreitung von Kinderpornographie erwischt zu werden. Das dürfte auch für von der Hausdurchsuchung und dem nachfolgenden Verfahren mitbetroffenen Eltern gelten. Im Jahr 2021 machten 2.374 tatverdächtige Kinder und 3.740 tatverdächtige Jugendliche diese traumatische Erfahrung. Das sind 6.114 Minderjährige mit (etwa) 6.114 Elternpaaren also zusammen über 18.000 Personen.

Dem standen 2021 insgesamt 7.670 erwachsene Tatverdächtige gegenüber, denen der eigentliche Volkszorn gilt. Und auch die sind in erster Linie „nur“ fehlgeleitete Personen: Menschen mit teieiophiler (auf erwachsene gerichtete) Neigung, für die kinderpornographische Dateien lediglich (teils auch ungewollter) „Beifang“ sind und pädophile / hebephile Personen, für die es um eine Möglichkeit der Ersatzbefriedigung geht und die oft glauben, dadurch besser mit der sexuellen Enthaltsamkeit im realen Leben klar zu kommen.

Verbreitung von Kinderpornographie unter Kindern

Es gibt auch einen Schüssel „Verbreitung pornografischer Schriften (Erzeugnisse) §§ 184, 184a, 184b, 184c, 184d, 184e StGB“. Hierzu gibt es 5.509 tatverdächtige Kinder und 12.560 tatverdächtige Jugendliche. Eine Teilmenge dessen ist die „Verbreitung von Kinderpornografie § 184b Abs. 1 Nr. 1 StGB“. Hier gibt es 2.374 tatverdächtige Kinder und 3.740 tatverdächtige Jugendliche.

Wenn Kinder sich wegen „Verbreitung pornografischer Schriften“ strafbar machen, handelt es sich also zu 43 Prozent um Kinderpornographie. Bei Jugendlichen sind es 30 Prozent.

Ist das für irgend jemanden verwunderlich?

Unter normalen Erwachsenen gibt es ein sehr hohes Interesse an Pornographie. Ein Artikel der Stuttgarter Zeitung vom Januar 2020 berichtet, dass 9 von 10 Männern regelmäßig Pornos anschauen. Für Norwegen und Schweden werden an anderer Stelle Werte um 96% bei Männern und 73% bei Frauen berichtet.

Es sollte nicht sonderlich überraschen, wenn auch Kinder in der Pubertät Interesse an Pornographie haben. Es scheitert, wenn überhaupt, vermutlich vor allem am Wissen um die Verfügbarkeit.

Eigentlich ist die Empfänglichkeit und Offenheit gegenüber Pornographie normaler Bestandteil der menschlichen Sexualität. Das gilt auch für Kinder. Wenn Kinder überdurchschnittlich häufig Pornographie besitzen, die andere Kinder darstellt, ist das schon dadurch leicht erklärbar, dass sie selbst Kinder sind und sich sexuell eben unter anderem für Gleichaltrige interessieren. Werden Kinder damit erwischt werden, droht ein Verfahren, dass leicht zum Trauma werden kann und Sexualität in die Nähe von Verbrechen und Strafe rückt.

Würden Kinder (fast) ausschließlich Erwachsenen-Pornographie konsumieren, dann würde das darauf hindeuten, dass Kinder vor allem ein sexuelles Interesse an erwachsenen Sexualpartnern haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es viele Kinderschutzorganisationen gibt, für die diese logische Schlussfolgerung akzeptabel wäre.

Wer akzeptiert, dass Kinder und Jugendliche nicht asexuelle Wesen sind, dürfte bei genauerer Überlegung also eigentlich nicht entsetzt sein, wenn sich Kinder und Jugendliche unter anderem für Kinder- und Jugendpornographie interessieren.

Wenn ein Kind damit erwischt wird, ist das kein Marker für die völlige Verrohung des Kindes, sondern ein gut erklärbarer Regelverstoß von jemandem, der sich mit den spezifischen Regel auf diesem Gebiet noch nicht so gut auskennt und der für die enthemmende Wirkung des Sexualtriebs besonders anfällig ist. Jeder, der ein bisschen ehrlich ist, sollte aus eigener Erfahrung wissen, dass die Pubertät einer der sexuell aktivsten Lebensabschnitte eines durchschnittlichen Menschen ist. Der Sexualtrieb ist in diesem Alter besonders stark und entsprechend tendenziell auch schwerer zu beherrschen.

Dazu passend ein Wert aus der PKS 2021, der auch mich etwas überrascht hat: Es gibt einen extrem hohen Kinderanteil bei „Herstellung mit Verbreitungsabsicht von Kinderpornografie § 184b Abs. 1 Nr. 4 StGB“. Hier gab es 2021 insgesamt 276 Tatverdächtige. 62 Prozent der Tatverdächtigen waren Kinder, 11 Prozent waren Jugendliche. Nur ein Viertel der Tatverdächtigen waren Erwachsene (Personen über 20 Jahre).

Das Dunkelfeld

Laut der JAMES Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) aus dem Jahr 2020 haben von den Schweizer Jugendlichen 27 Prozent der befragten Mädchen schon einmal Pornofilme auf dem Handy oder am Computer angeschaut. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) der befragten Jungen gab an, bereits einmal Pornovideos oder -bilder angeschaut zu haben.

Bei den 12/13-Jährigen hatten sich 9 Prozent Pornofilme auf dem Handy oder dem Computer angeschaut, 11 Prozent gaben an bereits erotische / aufreizende Fotos / Videos von anderen aufs Handy oder den Computer bekommen, 1 Prozent gab an erotische / aufreizende Fotos / Videos von sich selbst über das Handy oder den Computer verschickt zu haben, 2 Prozent haben bereits Pornofilme über das Handy oder den Computer verschickt.

Bei den 14/15-Jährigen hatten 31 Prozent Pornofilme angeschaut, 29 Prozent hatten welchen zugeschickt bekommen, 3 Prozent hatten erotische / aufreizende Fotos / Videos von sich selbst verschickt, 5 Prozent hatten Pornofilme verschickt.

Bei den 16/17-Jährigen hatten 51 Prozent Pornofilme angeschaut, 48 Prozent welchen zugeschickt bekommen, 16 Prozent erotische / aufreizende Fotos / Videos von sich selbst verschickt und 8 Prozent hatten Pornofilme verschickt.

Was bedeutet das alles in Hinblick auf die Prävalenz von Kinderpornographie unter Kindern und Jugendlichen?

Nehmen wir an, dass es sich bei 43 Prozent der bei Kindern anzutreffenden Pornographie auch um Kinderpornographie handelt, dann sind etwa 5 Prozent der 12/13-jährigen Kinder im Besitz von Kinderpornographie (gewesen). Wenn 30 Prozent der bei Jugendlichen anzutreffenden Pornographie auch Kinderpornographie ist, dann hätten 9 Prozent der 14/15-Jährigen und 15 Prozent der 16/17-Jährigen schon einmal Kinderpornographie besessen.

2010 gab es in Deutschland 677.947 Geburten. Fünf Prozent davon sind 33.897. Das ist in etwa die Dunkelziffer der heute 12-jährgen Kinderporno-Besitzer, die die Politik erhellen will.

Ich komme hochgerechnet auf 189.000 12 bis 15-Jährige Täter (5 Prozent der ca. 1,35 Millionen 12/13-jährigen = 67.500 und 9 Prozent der ca. 1,35 Millionen 14/15-jährigen = 121.500). Nimmt man die ziemlich direkt mitbetroffenen Eltern dazu kommt man auf 567.000 Betroffene einer Intensivierung der strafrechtlichen Verfolgung. Es wachsen auch ständig neue Kinder in das Alter hinein, in dem es eine erhöhte Anzahl tatverdächtiger Kinder und Jugendlicher gibt.

Für den Besitz gibt es in Deutschland aktuell 1 bis 5 Jahre Freiheitsstrafe, für die Verbreitung 1 bis zu 10 Jahre. Da Kinder nicht strafmündig sind und für Jugendliche das Jugendstrafrecht gilt, dürfte da in der Regel niemand in den Knast gehen. Erziehungsmaßnahmen, die ebenfalls als drastische Strafen erfahren werden können, kann es aber durchaus geben, auch gegenüber Kindern. Es drohen auch Konsequenzen für den weiteren Berufsweg.

Darf jemand, der als 13 oder 14-jähriger mit Kinderpornographie erwischt wurde, noch Lehrer oder Beamter werden? Noch dürfte dies möglich sein. Es kann aber gut sein, dass sich das in Zukunft ändert. Aktuell liegt die Frist für die Löschung einer Freiheitsstrafe oder Jugendstrafe von mehr als einem Jahr im erweiterten Führungszeugnis im Fall des § 184b bei zehn Jahren. Es wird immer wieder gefordert, die Fristen zu verlängern oder die Löschung des Eintrags für Sexualdelikte ganz abzuschaffen.

Ein Handlungsauftrag?

Bei hinreichendem Zynismus könnte mich das Ausmaß des Dunkelfelds und dessen Aufhellung vielleicht sogar freuen, denn je mehr Kinder und Jugendliche und deren Eltern durch Hausdurchsuchungen und Strafverfahren traumatisiert werden, desto höher wird die Chance, dass das Problem einer unangemessen scharfen und schädlichen Überverfolgung und Überbestrafung gesellschaftlich erkannt und die Praxis beendet wird.

Normalerweise sollte spätestens ein Umdenken zu erwarten sein, wenn ein paar Kinder oder Enkelkinder hochrangiger Politiker betroffen sind.

Ich bin aber nicht hinreichend zynisch. Ich glaube auch nicht, dass es ein Naturgesetz sein muss, dass man erst massenhaft Kinder und Jugendliche durch falsche Gesetze geschädigt haben muss, um die schädliche Gesetzgebung und die dazugehörige Polemik zu erkennen und zu korrigieren.

Das vermeintliche Heilmittel im Kampf gegen Kindesmissbrauch (Innenministerin Faeser: „das entsetzliche Ausmaß sexualisierter Gewalt gegen Kinder ist für mich ein klarer Handlungsauftrag, hier mit aller Konsequenz vorzugehen. Für mich hat die Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs von Kindern und der Verbreitung von abscheulichen Missbrauchs-Fotos und Videos über das Internet oberste Priorität“) hat keine feststellbaren positiven Auswirkungen im Sinne einer Verringerung von Hands-On Delikten. Es richtet aber gigantische Kollateralschäden gerade bei Kindern und ihren Eltern an. Das sollte eigentlich ein Handlungsauftrag sein, etwas an der Gesetzgebung zu ändern, damit weniger Kinder und Jugendliche als Folge der „guten Tat“ unter die Räder kommen.

6 Kommentare zu „Analyse zur Polizeilichen Kriminalstatistik 2021

  1. > Dabei ist aber auch zu berücksichtigen, dass die Kriminalstatistik lediglich Verdachtsfälle führt, in denen ermittelt wurde. Sie liefert kein Abbild der tatsächlichen Kriminalität
    Problem hierbei: Wenn die Polizei einmal wegen irgendeinem Vergehen eine Hausdurchsuchung gemacht hat und alle Datenträger mitgenommen hat, werden diese automatisch auch standardmäßig auf Kinderpornografie untersucht. Und so hat der Beschuldigte auf einmal ein 2. Verfahren am Hals wegen möglicher Kinderpornografie. Weil ja bei einer Verschlüsselung automatisch Kinderpornografie drauf sein kann.
    Weiteres Problem: Würde man die PKS auf Verurteilungen beschränken, wäre sie auch nicht korrekt. Mir hatte der liebe Staatsanwalt nach Jahren den Vorschlag gemacht „Geben sie den Vorwurf zu, dann erhalten sie ihre Sachen wieder“. Wer gibt da nicht zu. Hexen haben im Mittelalter ja auch dank Folter alles gestanden. Und nichts anderes macht die Polizei hier.

    Die aktuelle Gesetzeslage ist schon realitätsfern. Jedes Kind entdeckt irgendwann die eigene Sexualität und das nicht erst mit 18. Dank der neuen Gesetze werden Kinder bei der Entdeckung ihrer Sexualität massiv traumatisiert, wenn sie ihre „Spiele“ auf dem Smartphone aufnehmen und das einer merkt. Polizei muss ja ermitteln. Das bekommen also viele Polizisten, die Eltern, der Richter und andere mit.
    Als Lösung könnte man Kinderpornografie anders definieren. Also wirklichen Missbrauch. Was ist aber Missbrauch? Erwachsener mit Kind kann auch Liebe sein. Der Trauma beim Kind entsteht oft erst bei den Ermittlungen, wo das Kind „lernt“, dass all die guten Gefühle, das lachen, das stöhnen, der Orgasmus und mehr, alles böse war, nur weil der Liebespartner älter war.
    Gut unter 2 Erwachsenen muss die Frau auch nur „Missbrauch“ rufen und schon ist der Mann am Arsch. In dem Land ist so vieles verkehrt…

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    1. Du schreibst „ In dem Land ist so vieles verkehrt…“

      Wie denkst du, was man als jemand, der jetzt noch so unbedeutend ist, machen kann, um dieses Problem entgegenzustellen und etwas zu bewirken?

      Klar die Ziele sind gegeben, aber wie man sowas als was ich geschrieben habe schafft, ist die andere Herausforderung.

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  2. „Es gibt durchaus Gründe, Kinderpornographie zu verbieten – sie stellt, wenn reale Personen abgebildet sind, fast immer eine schwere Verletzung von Persönlichkeitsrechten dar.“

    Ja, aber es sollte eine regulierte Veröffentlichung geben, mit der MÖGLICHKEIT einer Zustimmung, eine positive gesellschaftliche Besetzung als etwas Soziales, natürlich völlig freiwillig (etwas verkürzt formuliert, müsste noch genauer ausgeführt werden).

    „…schon dadurch leicht erklärbar, dass sie eben selbst Kinder sind und sich sexuell eben (auch) für Gleichaltrige interessieren.“

    Ja, wobei ich hier statt „auch“ in Klammern „unter anderem“ schreiben würde oder einfach die Klammer weglassen.

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    1. „Ja, aber es sollte eine regulierte Veröffentlichung geben, mit der MÖGLICHKEIT einer Zustimmung, eine positive gesellschaftliche Besetzung als etwas Soziales, natürlich völlig freiwillig (etwas verkürzt formuliert, müsste noch genauer ausgeführt werden).“

      Ich denke das dürfte schwierig werden.

      Auch wenn gedanklich offen und liberal eingestellt ist, bleibt es ein durchaus schwieriges Moralthema, ob man Kindern erlauben dürfte, der Veröffentlichung einer freiwillig aufgenommen kinderpornographischen Darstellung zuzustimmen. Man erlaubt Kindern ja auch nicht voll in den Arbeitsmarkt einzutreten und will sie durch die entsprechenden Verbote schützen. Es gibt durchaus Kindern, die sich durch Kinderschutzregularien schon ungerecht eingeschränkt gefühlt haben, etwa wenn die kleinen Finalisten von Talentshows nach 22:00 nur noch im Zuschauerbereich Platz nehmen dürfen, weil Kinder nach 22:00 Uhr nicht arbeiten dürfen. Bei der Veröffentlichung von Pornographie ist meiner Einschätzung nach auch bei freiwilliger Veröffentlichung die Wahrscheinlichkeit stark erhöht, dass die Kinder es später in Ihrem Leben bereuen und/oder dadurch belastet werden. Ich meine, dass man das nicht gänzlich außer acht lassen kann. Es wird nicht nur das Kind geschützt, sondern auch künftige Jugendliche und Erwachsene. Dass es freiwillige Veröffentlichungen heute schon gibt, zeigt die PKS. Aus meinem Artikel:

      „Dazu passend ein Wert aus der PKS 2021, der auch mich etwas überrascht hat: Es gibt einen extrem hohen Kinderanteil bei „Herstellung mit Verbreitungsabsicht von Kinderpornografie § 184b Abs. 1 Nr. 4 StGB“. Hier gab es 2021 insgesamt 276 Tatverdächtige. 62 Prozent der Tatverdächtigen waren Kinder, 11 Prozent waren Jugendliche. Nur ein Viertel der Tatverdächtigen waren Erwachsene (Personen über 20 Jahre).“

      Es habe also über 150 Kinder, die selbsthergestellte Kinderpornographie verbreitet haben. Vermutlich handelt es sich dabei meist um Solo-Eigenproduktionen.

      Ich persönlich halte es dennoch für richtig, dass auch diese Darstellung in Deutschland illegal sind. Für falsch halte ich nicht die Strafbarkeit, sondern das völlig irre Strafmaß. 1993 startete die Strafbarkeit mit bis zu 6 Monaten oder Geldstrafe. Das wäre aus meiner Sicht OK.

      „eine positive gesellschaftliche Besetzung als etwas Soziales“

      Das würde ich bei fiktionalen Alternativen (Zeichnungen, Computeranimationen, Sexpuppen mit kindlichem Erscheinungsbild) für denkbar und wünschenswert halten. Wir sind aktuell aber sehr weit davon entfernt.

      „Ja, wobei ich hier statt „auch“ in Klammern „unter anderem“ schreiben würde oder einfach die Klammer weglassen.“

      Das finde ich einen guten Vorschlag. Ich habe das im Artikel entsprechend umgesetzt.

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      1. Wenn ich als Erwachsener entsprechende Aufnahmen von mir selbst von früher besäße, die ich heute veröffentlichen will, spätestens dann greifen deine Argumente ja nicht (auch schon Besitz wäre strafbar).
        Dass man später darunter leiden könnte hängt ja doch in erster Linie damit zusammen, dass die Gesellschaft da künstlich so ein Drama draus macht. Gerade auch wenn man in der Masse untergeht, sollte niemand leiden müssen. Mobbing (deswegen) sollte hart bestraft werden. Man sollte lernen, dass es nichts zu leiden gibt. Die Erwachsenen machen es ja auch usw… Nicht veröffentlicht werden darf Material, womit ein Kind / Mensch gedemütigt würde. Erotik allein sollte das aber nicht erfüllen, also das sollte die gesellschaftliche Sichtweise sein. Die Kids wollen selber was sehen und (zumindest Jungs) würden auch was beitragen wollen für Boylover. Natürlich müsste man sich schrittweise dahin bewegen und erstmal Computeranimationen usw. legalisieren. Ich verurteile Deine Sichtweise ja nicht….

        „Mit „Vollzug des Beischlafs und ähnliche Handlungen“ sind Vaginal-, Anal- und Oralverkehr gemeint.“
        Auch z.B. das Eindringen mit einem Finger in den Scheidenvorhof, egal wer bei wem (jünger/älter).

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      2. Ich stimme dir zu, dass es immer legal sein sollte, beliebige Aufnahmen von sich selbst (inkl. Pornographie und Erotikaufnahmen) zu besitzen. Schon bei der Verbreitung wird es sogar in diesem Fall problematisch. Derjenige, der im Vertrauen darauf, dass der Verbreiter wirklich die dargestellte Person ist, „zugreift“ kann nicht wissen, ob es stimmt. Ich vermute, dass die Behauptung auch tatsächlich nur ausnahmsweise korrekt wäre. Wäre dieser Verbreitungsfall straflos, dann würde er als vermeintliches Schlupfloch ausgenutzt werden, bzw. es würde entsprechende Versuche geben. Ich würde mich daher mit der Straflosigkeit des Besitzes eigener Aufnahmen begnügen (wenn das durchsetzbar wäre). Ansonsten sollte man sich lieber darauf konzentrieren, die Qualität virtuell erzeugter Bilder und Videos zu verbessern. Die können dasselbe leisten (als Mittel der Ersatzbefriedigung dienen), ohne dass es moralische Zweifel und Komplikationen gibt.

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