Wer, was, wieso? Über diese Seite.

Ich bin pädophil und fühle mich sexuell zu Jungen im Alter von etwa 10 bis 14 Jahren hingezogen.

Seine Sexualität kann man sich nicht aussuchen oder ändern. Eine sexuelle Präferenz bleibt ein Leben lang. Sexualität ist aber auch ein menschliches Grundbedürfnis. Wenn man sie nicht ausleben kann, bedeutet das schon für sich genommen eine brutale Einschränkung der Lebensqualität.

Bei Pädophilie ist es aber damit nicht getan. Hinzu kommt soziale Ächtung und eine umfassende Kriminalisierung. In einer anonymen Umfrage plädierten 49% der Befragten für eine präventive Inhaftierung von Nicht-Tätern mit sexuellem Interesse an Kindern. 27% wünschten diesen den Tod.

Wer als pädophil „enttarnt“ wird, wird zum Aussätzigen, verliert seinen Freundeskreis und seinen Job. Was immer er sich an Anerkennung durch persönlichen Verdienst im Laufe seines Lebens erworben hat, ist dahin.

Das Stigma der Pädophilie ist so mächtig, dass auch die letzte Zuflucht gefährdet sein kann: das, was man nicht durch Verdienst erworben hat, sondern durch Geburt: die Liebe und Unterstützung der eigenen Familie.

„Ich bin es wert, geliebt zu werden.“ – „Ich weiß mich verstanden und angenommen.“ – „Es lohnt sich zu leben.“ – Durch eine pädophile Orientierung wird die emotionale Existenzgrundlage in Frage gestellt.

Wer diesen Blog liest und hetero- oder homosexuell veranlagt ist, darf sich das alles gerne probehalber einmal als Perspektive für das eigene Leben vorstellen.

Empfehlungen zum Weiterlesen

Mein Blog ist recht aktiv. Ich habe inzwischen über 300 Beiträge veröffentlicht, von denen ich über 40 in die Kategorie „Besonders empfohlen“ einsortiert habe. Eigentlich ist das zu viel für eine Empfehlungsliste, andererseits wieder zu wenig, denn natürlich sind auch viele der anderen Artikel lesenswert.

Da der Blog chronologisch in der Reihenfolge der Veröffentlichung organisiert ist, sind einige Inhalte trotz Kategorisierung nach „Themen“ und Suchfunktion nicht mehr ganz so leicht zu finden. Daher hier ein paar Empfehlungen:

  • Pädophil zu sein macht einen weder böse, noch verleitet es einen zu bösen Taten. Unter präventiven Gesichtspunkten ist es außerdem extrem kontraproduktiv, Pädophile als zwangsläufig schlecht zu kategorisieren. Man gefährdet damit Kinder. Warum das so ist, kann man in dem Artikel „Pädophile Identität: Fremdbild, Selbstbild und Wirklichkeit“ nachlesen.
  • Pädos und Päderasten waren bis in die 80er Jahre hinein ein akzeptierter Teil der Schwulenbewegung. Heute sind sie es nicht mehr. Wie es dazu kam, erfährt man in „Festtag der Befreiten“.
  • Das Konzept der „informierten Einvernehmlicht“ ist relativ neu. Es wurde erst 1979 von dem Sozialwissenschaftler David Finkelhor eingeführt. Das Konzept hat sich durchgesetzt und wird heute nicht mehr infrage gestellt. Mängel hat es trotzdem. Warum man das Konzept brauchte und was daran auszusetzen ist, verrät „Zu viel Einvernehmlichkeit. Zu wenig Gewalt.
  • Eine der häufigsten Fragen, die sich jemand stellt, der irgendwie mit dem Thema in Berührung kommt, beantwortet: „Warum gibt es Pädophile?“.
  • Was bedeutet es, pädophil zu sein? Antworten dazu finden sich in den Artikeln „Vom Hölzchen zum Stöckchen zum innersten Kern“ und „Lebensluft

Kontakt und Leserbriefe
Schneeschnuppe@protonmail.com

Generell sind Kommentare ausdrücklich erwünscht und werden von mir in der Regel freigegeben. Lediglich auf dieser einen Seite möchte ich das anders handhaben und werde hier eingestellte Kommentare nicht freigeben, sondern als Leserbrief behandeln. Ein Leserbrief wird dann ggf. auch in einem neuen Beitrag von mir aufgegriffen und zitiert.

Neben Kommentaren und Leserbriefen sind auch Gastbeiträge möglich. Vorschläge dazu können an meine eMail-Adresse gesendet werden. Im Fall einer Veröffentlichung wird der Beitrag als Gastbeitrag gekennzeichnet und auf Wunsch der Verfasser bzw. sein Pseudonym benannt.

29 Kommentare zu „Wer, was, wieso? Über diese Seite.

    1. Dein Kommentar zeigt, wie viel blinde, irrationale Wut es gibt. Er beweist, dass Pädophile, die für ihre Neigung nichts können, nicht nur diskriminiert und geächtet, sondern bedroht und angegriffen werden.

      Bei Angriffen wird normalerweise nicht das Opfer als Problem wahrgenommen, sondern der Angreifer. Vielleicht trägst du mit deinem aggressiven Ausbruch ja ungewollt dazu bei, dass die Welt ein wenig toleranter wird.

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    2. Was kann Schneeschuppe dafür machen, dass er auf 10-14 Jährige Jungs steht?

      Aber er kann was dafür wenn er mit unter 14 (vor gesetz) 12 (vor der heutige realität) sex hat.

      Einfach erbärmlich wenn Menschen angegriffen wird obwohl man wegen seiner sexualität nichts kann.

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      1. Jemand, solche Kommentare wie deinen sehe ich extrem positiv. Vielen Dank dafür!

        Du differenzierst (Veranlagung auf der einen und das Praktizieren eines gesetzlich verbotenen/schädlichen Verhaltens auf der anderen Seite). Du kritisierst sogar indirekt die willkürliche Altersgrenze, unterhalb der sexuelle Kontakte automatisch als schädlich gelten („vor Gesetz 14“ gegen „heutige Realität 12“). Und auch deine generelle Menschenfreundlichkeit („was kann Schneeschuppe dafür“) spricht mich positiv an.

        „Einfach erbärmlich wenn Menschen angegriffen wird obwohl man wegen seiner sexualität nichts kann.“, auf diese Erkenntnis warten die Pädos bei den menschenverachtenden Anti-Pädo-Aktivisten und den Politikern/Juristen/Journalisten vergebens.

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  1. Ich habe eben Deinen Artikel über Pädophile gelesen und bin einfach nur entsetzt und total sprachlos, wie hier in diesem Land mit dieser Sache umgegangen wird. Ich schäme mich, ein Teil dieser Gesellschaft zu sein und entschuldige mich für alles, was Dir jemals angetan wurde. Was es auch ist – es ist nicht fair und tut mir sehr leid. Wir können den Menschen jedoch nicht die Schuld dafür geben, sondern es sollten jene zur Verantwortung gezogen werden, die diese Hetzkampagnen durchführen und verbreiten. Ich weiß, dass dieses Bild in dieser Gesellschaft, was die Leute von sogenannten pädophilen Frauen und Männern haben nicht stimmt, weil ich mich auch schon seit vielen Jahren mit dieser Thematik beschäftige und auseinandersetze. Auch wenn ich nicht selber in dem Maße davon betroffen bin, so halte ich es dennoch für unendlich wichtig, die Öffentlichkeit über dieses Thema aufzuklären und darüber zu informieren, was hinter den Kulissen tatsächlich abläuft. Danke für Deinen großen Mut und Deine detaillierten Ausführungen. Ich habe sehr viel dazu gelernt und verneige mich mit großem Respekt vor Dir. Vielen herzlichen Dank!

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  2. Hochachtung vor Deiner Kraft, allen Anfeindungen zum Trotze ruhig und sachlich (weitaus sachlicher – und fundierter sowieso – als nahezu alle Berufsjournalisten!) zum Thema zu schreiben.
    Ich kann mich, nicht nur aufgrund meiner Angst vor Entdeckung, nicht „cool“ zum Thema äußern: In mir kocht bei all den Ungerechtigkeiten, die uns Staat und Gesellschaft antun, immer wieder eine kaum zu bändigende Wut hoch.

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  3. Hallo,

    ich finde die Artikel deines Blogs sehr interessant. Allerdings sind mir die Artikel wegen der riesigen Zitatblöcke zu groß. Eine Quellenangabe habe ich auch noch nicht gesehene, würde aber die Glaubwürdigkeit erhöhen.
    Daher folgende Bitte:
    – Halte deine Zitate möglichst kurz.
    – Gebe bei allen Zitaten die Quelle an. Damit kann sich jeder interessierte den „Volltext“ anschauen und du kannst auch deine Argumente besser belegen.

    Danke.

    PS: Habe jetzt keine sichere E-Mail zu Hand und wollte nicht meine DeepWeb-Idenität preisgeben.
    PS: Ich bin auch ein Pedo wie du.

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    1. „Allerdings sind mir die Artikel wegen der riesigen Zitatblöcke zu groß.“

      Ich fürchte die Artikel sind auch ohne die Zitatblöcke oft zu groß.

      Mit ist bewusst, dass kürzer oft besser wäre, schaffe es dann aber nicht, das in kurze Artikel umzusetzen. Teils habe ich das auch akzeptiert – es ist einfach mein Stil. Aber deshalb ist mir deine Anmerkung nicht egal und es ist auch nicht so, dass ich das einfach ignorieren werde. Es bleibt ein stetes Bemühen. „Er hat sich stets bemüht“ ist sicher keine gute Bewertung, aber deshalb muss es nicht unwahr sein. Und vielleicht fruchtet das Bemühen ab und an ja sogar.

      „Eine Quellenangabe habe ich auch noch nicht gesehene, würde aber die Glaubwürdigkeit erhöhen.“

      Es gibt eigentlich immer ein Quellenangabe oder einen Link auf die Quelle in der Nähe des Zitats. Schau doch noch mal in die Artikel, dann solltest du die Links finden.

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  4. Mich wundert, dass dein Blog offenbar kaum Kommentare wie den von „Dein Tod“ erhält. Aufrufe hat dein Blog recht viele (die Qualität spricht halt für sich).
    Nicht wenige Leser werden keine Pädos (oder zumindest aufgeschlossene Menschen) sein. Dein Blog gehört vermutlich zur „Pflichtlektüre“ der Mitarbeiterinnen von „Kinderschutzvereinen“ und vielleicht auch anderen „Pädojägern“ (obwohl denen oft die Fähigkeit oder das Interesse fehlen dürfte, deinen Gedanken zu folgen).

    Mal ganz ehrlich: Löscht du gelegentlich Kommentare? Sei es, weil sie einfach widerlich sind („Geh einfach sterben, du widerliches Monster!“ u.ä.) oder auch nur, weil dir eine Aussage nicht in dein politisches, eher linksgrünes, Weltbild passt?

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    1. Nein, normalerweise lösche ich keine Kommentare.

      Da Stammlesern bekannt ist, dass Kommentare erst freigeschaltet werden müssen kommt es gelegentlich vor, dass jemand in einen Kommentar die Bitte hineinschreibt, den Kommentar nicht zu veröffentlichen. Das respektiere ich dann natürlich.

      Es gibt einen Fall an den ich mich erinnere, bei dem ich einen Kommentar gekürzt habe.

      Es gab zwei oder drei Fälle, bei denen ich mir länger überlegt habe, ob ich den Kommentar freigeben soll oder nicht. Ich habe mich dann dazu durchgerungen ihn freizugeben und mit einer Antwort zu reagieren, weil ich den Kommentar nicht einfach stehen lassen wollte.

      Ich kann nicht ausschließen, dass ich vielleicht auch einmal einen Kommentar gelöscht habe und mich im Moment nicht daran erinnere.

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  5. Schneeschuppe, wie du ja erzählt hast, findest du 10-14 jährige Jungs sexuell anziehend. Warum suchst du keinen 14 jährigen für ne Liebesbeziehung aus? Sowas ist erlaubt.

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    1. Dafür gibt es vor allem drei Gründe. Ich stelle den „praktischen“ mal nach vorne. Nicht weil er der wichtigste Grund ist, sondern weil es schon da ist, bevor man die anderen Gründe für sich entdeckt hat. Ich will auch nicht so tun, als wäre ich besser, als ich es bin.

      Ein erster Grund ist, dass es schwierig ist, 14-jährigen kennen zu lernen, die ein Interesse daran haben, sexuell etwas mit einem Mann mittleren Alters anzufangen. Einerseits gibt es ja ohnehin mehr heterosexuelle Jungs als homosexuelle oder bisexuelle Jungs. Ich glaube durchaus, dass es homosexuelle Junge gibt, die Interesse an einem Mann haben. Es gibt ja auch Jungs, die für erwachsene Schauspielerinnen, Sängerinnen, Models etc. schwärmen. Das wird es bei schwulen Jungs auch geben, auch wenn es manche erst mal verheimlichen mögen, weil der Coming-In und Coming-Out Prozess noch nicht so weit fortgeschritten ist. Es aber keinen Raum der Begegnung. Die Weiten sind recht getrennt, auch etwa zu schwulen Jugendgruppen hat man ab einem bestimmten Alter keinen Zugang mehr. Man kann natürlich auch einfach um jemanden werben, in der Hoffnung, dass etwas draus wird. Dann braucht es sicher gute Antennen, um Signale frühzeitig richtig zu deuten. Aber auch das muss ja irgendwie geübt sein. Möglich ist es – man kann auch den Richtigen finden bzw. vom Richtigen gefunden werden. Aber generell sind die Chancen nicht so rosig.

      Ein zweiter Grund ist, dass ein 14-jähriger schon sehr dicht daran sein kann, aus meiner Alterspräferenz herauszuwachsen. Die Zeitspanne, in der man ineinander verliebt sein kann, weil der Körper es so will, ist also potentiell nur sehr kurz. Es wäre unfair gegenüber einem Jungen aber auch für einen selbst schmerzhaft, eine Beziehung einzugehen, die dann ein eingebautes Ablaufdatum von vielleicht nur wenigen Monaten oder einem Jahr hat. Wenn man nur Sex will und auch der andere nur Sex will, wäre das vielleicht nicht so tragisch, aber die Chance von Gefühlsverstrickungen und daraus folgenden Belastungen wäre doch sehr hoch. Und persönlich denke ich auch, dass vor dem Sex Liebe da sein sollte. Das ist vielleicht eine romantische Vorstellung, die auch einer gewissen Naivität des Erfahrungslosen geschuldet ist, aber auch wenn es so wäre, verlieren sie nicht an Wirkung. Ich denke, wenn man genug gemeinsame Verliebt-Zeit hat, wird die körperliche Attraktivität weniger wichtig und aus der Vertrautheit und Intimität entsteht so etwas wie Partnerschaft, die auch über das Abflachen der körperlichen Attraktivität hinweg tragen kann. Aber ich denke, damit sich das entwickeln kann, braucht es etwas mehr Zeit, in der die Hormone die beiden Menschen aneinander binden können. Wenn es nur eine kurze Spanne ist, wird die Verbindung nicht stark genug sein, um auch ohne oder mir sehr reduzierter Anziehung fortzubestehen.

      Ein dritter Grund ist die scharfe Ächtung auch einer legalen Beziehung bei großem oder sehr großem Altersunterschied. Einem 14-jähigen, der ja nicht für sich selbst sorgen kann, sondern noch mit beiden Beinen im Haus seiner Eltern steht und auf diese angewiesen ist, können seine Eltern noch verdammt viele Steine in den Weg legen. Auch andere haben diese Macht. Homosexualität erschwert das Ganze zusätzlich bzw. senkt die Chancen auf Akzeptanz oder Duldung. Insgesamt gibt es also einen sehr, sehr hohen externen Druck, den man dem Jüngeren zumuten würde, wenn die Beziehung als solche bekannt wird. Man kann diesem Problem mit Geheimhaltung entgegen wirken. Aber erstens kann das Geheimnis auffliegen und zweiten sind Geheimnisse oft toxisch. Ich möchte das keinem Jungen zumuten.

      Ergänzend: siehe

      Argumente gegen eine pädophile Beziehung

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    1. Nein, dafür gibt es keinen wirklich tieferen Grund. Der Klang hat mir gefallen.

      Es ist heißt aber „Schneeschnuppe“, nicht „Schneeschuppe“.

      Der Name leitet sich aus der ersten Hälfte von Schneeflocke und der zweiten Hälfte von Sternschnuppe ab.

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    1. Du hast in dem Artikel schon selbst einen Kommentar abgesetzt und zwar gestern.

      Links sind durch eine andere Farbe des Textes erkennbar und das Maussymbol wird anders dargestellt, wenn man mit der Computermaus darüber ist.

      Der Link zum Artikel ist
      https://paedoseite.home.blog/2019/03/22/warum-gibt-es-padophilie/

      Die Links im Artikel sind:
      http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/pinguin-studie-wissenschaftler-hielt-sexualverhalten-fuer-zu-aggressiv-a-838015.html
      https://av.tib.eu/media/9318

      Da geht es um das Sexualverhalten. Pädophilie ist nicht durch Verhalten, sondern eine Neigung / Präferenz definiert. Wenn die Sexualhandlung als Ersatzhandlung erscheint, würde ich daher nicht von Pädophilie ausgehen. Auch bei den Bonobos ist es nicht unbedingt Pädophilie. Da hat anscheinend jeder mit jedem Sex, das Alter ist egal. Es fehlt in dem Fall an der Vorliebe / Präferenz für Partner eines bestimmten Alters. Von Pädophilie könnte man vermutlich reden, wenn ein erwachsenes Tier wählen kann und zuverlässig das noch nicht geschlechtsreife Jungtier wählt.

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  6. Durch die linke Bewegung werden sexuelle Perversionen wie die Homosexualität oder das Ausleben von Fetischen wie DDLG & BDSM immer beliebter und von der Gesellschaft akzeptiert. Ich habe die Befürchtung, dass spätestens Ende 2050 der Geschlechtsverkehr zwischen Erwachsenen und Kindern völlig legalisiert wird, wie es die Grünen in den 1980er Jahren forderten. Was ist deine Meinung dazu?

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    1. Ich glaube nicht, dass sexuelle Orientierungen wie Homosexualität durch Akzeptanz „beliebter“ werden. Sie werden sichtbarer, weil mehr Menschen sich trauen, sich zu ihrer Sexualität zu bekennen. Ich denke, dass das auch für sexuelle Praktiken oder Fetische wie DDLG & BDSM gilt. Sie werden nicht wirklich beliebter, sie werden sichtbarer. Einerseits kann man sie leichter ausüben (wenn man eine Vorliebe hat oder wenn man neugierig ist). Andererseits geht der Reiz des Verbotenen verloren. Einen messbaren Effekt auf das reale Sexualverhalten erwarte ich unter dem Strich nicht.

      Wenn du von „Perversionen“ schreibst schwingt eine moralische Verurteilung mit. Früher nannte man abweichende Sexualitäten oder Sexualpraktiken unnatürlich oder widernatürlich. Aber: Homosexualität gibt es auch im Tierreich und wurde schon bei allen möglichen Tieren beobachtet. Sie ist also natürlich. Und dass es sie überall gibt, deutet darauf hin, dass sie dem Überleben der Arten (bzw. der Gene) unter dem Strich auch nicht schadet.

      Ich glaube das eigentliche gesellschaftliche Problem ist die in der historischen Tradition des Christentums sexualfeindliche Moral. Auch heute noch. Nicht Sexualität führt zu Übergriffen, sondern die kulturbedingte Unterdrückung von Sexualität, die nicht der menschlichen Natur entspricht und deshalb nicht dauerhaft funktioniert und zu unkontrollierten „Ausbrüchen“ von Sexualität führt. Dass die christliche Sexualmoral nicht funktioniert, sieht man besonders deutlich, wo sie bis heute am strengsten ist: beim Zölibat in der römisch-katholischen Kirche und bei den Übergriffen durch davon betroffene Kleriker.

      Mir ist auch aufgefallen, dass du nicht etwa davon sprichst, dass Sexualität zwischen Erwachsenen und Kindern legalisiert werden könnte, sondern Geschlechtsverkehr. Sexualität ist mehr als nur Geschlechtsverkehr. Im Moment ist JEDE Sexualität zwischen Kindern und Erwachsenen verboten, auch z.B. gemeinsames oder gegenseitiges Masturbieren. Es kommt dem Gesetzgeber auch nicht darauf an, was der Jüngere will, es kommt nur darauf an, was die Gesellschaft meint und die meint eben, dass es IMMER Missbrauch ist, egal wie es die Beteiligten empfinden. Ich denke, dass die Deutungshoheit den Beteiligten zusteht und dass alle anderen sich rauszuhalten haben, wenn die Beteiligten es so wollen.

      Dass Sexualität zwischen Erwachsenen und Kindern bis 2050 völlig legalisiert werden könnte, sehe ich überhaupt nicht. Die Tendenz geht in die Gegenrichtung. Die Sexualmoral und die Strafen im Bereich des Sexualstrafrechts werden seit Anfang der 90er Jahre immer rigider und schärfer. Ich habe schon einige Artikel dazu geschrieben in der die diversen Verschärfungen aufgelistet sind. Die letzte, deutliche Verschärfung trat am 01.07.2021 in Kraft.

      Trotzdem: 30 Jahre sind eine lange Zeit. Vielleicht gibt es irgendwann ja tatsächlich eine Wende und die Gesetze werden wieder liberaler. Aber auch wenn es zu einer umfassenden Entkriminalisierung käme wie du sie befürchtest und ich sie erhoffe, wären Kinder nicht schutzlos. Die Gesetze gegen sexuelle Belästigung, sexuelle Übergriffe sexuelle Nötigung und Vergewaltigung gelten für alle Menschen, unabhängig vom Alter.

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      1. Mein Fehler, als ich deine Antwort durchgelesen habe war ich selber verwirrt. Ich meinte natürlich dass das Ausleben der Homosexualität immer beliebter wird. Dieser „Reiz des Verbotenen“ halte ich für einen totalen Irrglauben, denn als Beispiel würde ich niemals eine Cola im Supermarkt stehlen, doch wenn mir die Möglichkeit geboten wird, dass ich innerhalb von einer Minute so viel einstecken dürfte wie ich will, wäre ich der Erste der nach dem Süssgetränk greifen würde.

        Wenn ich von einer Perversion schreibe, meine ich damit ein sexuelles Verhalten, welches gegen die Natur spricht. Denn der Sinn – welchen uns Mutter Natur mitgegeben hat – ist das Aufrechterhalten der eigenen Spezies. Da die Fortpflanzung durch homosexuellen oder pädophilen Sexualverkehr unmöglich ist, ist es gegen die Natur und damit eine Perversion. Auch dass der sexuelle Trieb durch Unterdrückung eines Tages unkontrolliert ausbricht halte ich für einen Mythos oder die Ausgeburt eines ziemlich schwachen Menschen. Als ich in der Armee war, habe ich niemals masturbiert, obwohl ich es vor meinem Dienst beinahe täglich gemacht habe. Ich habe absolut keinen Drang verspürt dieser sündhaften Angewohnheit nachzugehen, und habe mich befreit von Sünde gefühlt. (Ich gehöre keiner Religion an.)

        Ich habe den Geschlechtsverkehr erwähnt, da ich ein schönes Wort wie die Sexualität nicht in Verbindung bringen wollte mit dem absolut Bösen. Eine von beiden Seiten zugestimmte Sexualität zwischen Erwachsenen und Kindern ist bei einem psychisch gesundem Kind absolut nicht möglich. Als wir noch Kinder waren, haben alle inklusive mir einen Ekel verspürt, sobald es nur um das Thema Sex ging.

        Eine gesunde Sexualität spielt sich auf derselben Wellenlänge ab. Deshalb ist eine sexuelle Beziehung als Erwachsener zu einem Kind ein absolut verwerfliches Konzept. Denn ein Kind wird niemals so weit entwickelt sein wie ein Erwachsener.

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      2. Ich glaube nicht, dass der „Reiz der Verbotenen“ zu langfristigen Verhaltensänderungen führt. Es geht ja nicht um das Verbotene selbst, sondern um den Reiz der Grenzüberschreitung und die „Eroberung“ von Freiheitsspielräumen. Wenn die eigene Freiheit erobert oder bewiesen wurde, ist das was hinter der Grenze lag tendenziell uninteressant.

        Schau mal in den Wikipedia Artikel zu Reaktanz.
        https://de.wikipedia.org/wiki/Reaktanz_(Psychologie)

        „als Beispiel würde ich niemals eine Cola im Supermarkt stehlen, doch wenn mir die Möglichkeit geboten wird, dass ich innerhalb von einer Minute so viel einstecken dürfte wie ich will, wäre ich der Erste der nach dem Süssgetränk greifen würde“
        und
        „Als ich in der Armee war, habe ich niemals masturbiert, obwohl ich es vor meinem Dienst beinahe täglich gemacht habe. Ich habe absolut keinen Drang verspürt dieser sündhaften Angewohnheit nachzugehen, und habe mich befreit von Sünde gefühlt.“

        Du schließt von dir auf andere. Das ist einerseits nachvollziehbar, andererseits gefährlich, wenn die eigene Erfahrung, das eigene Verhalten, die eigene Empfindung, die eigene Schlussfolgerung absolut gesetzt wird.

        Was für dich gilt muss noch lange nicht für andere gelten. Es gibt offensichtlich Menschen mit anderen Erfahrungen, Überzeugungen, Wünschen etc. Du selbst würdest nicht wollen, dass ein anderer seine von deiner abweichenden Weltdeutung absolut setzt und auf deine Kosten durchsetzt und damit in dein Leben und deine Freiheit eingreift. Die Goldene Regel der praktischen Ethik ist „Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“ bzw. „Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg auch keinem andern zu.“. Daraus leitet sich ab, dass man dem anderen gegenüber tolerant sein sollte und insbesondere Handlungsfreiheit und Deutungshoheit über Angelegenheiten, die nur ihn betreffen zu achten hat.

        Eine lebenswerte Gesellschaft ist eine, in der sich die Mitglieder gegenseitig den Raum lassen, der nötig ist, um der eigenen Vorstellung vom Glück folgen zu können.

        Ich persönlich glaube, dass es viel mehr Menschen gibt, die nicht in der Lage oder willens wären auf Masturbation zu verzichten, nur weil sie in der Armee sind. Wenn jemand freiwillig darauf verzichten will, ist das unproblematisch. Von anderen den selben Verzicht zu erwarten oder sie als „schwach“ abzuwerten, weil sie nicht diesen (eigentlich unnötigen und von niemandem geforderten) Verzicht üben, finde ich aber extrem problematisch.

        Soweit es den Diebstahl der Cola betrifft: auch wenn der Diebstahl die Ausnahme und nicht die Regel ist: es werden jeden Tag massenweise irgendwo auf der Welt Colas gestohlen. Die Motive sind sicher vielfältig und ich glaube, dass es sich in nicht wenigen Fällen um eine Mutprobe handelt. Eine Cola ist ja kein teurer Gegenstand, die meisten können sich ab und an (oder gar immer) eine Cola leisten. Es geht also nicht darum, den Besitzer der Cola (Supermarkt) zu schädigen und vermutlich auch nicht darum, sich selbst zu bereichern (dann würde man eine Rolex etc. stehlen), sondern um etwas anderes.

        In der Regel hat derjenige, der etwas Verbotenes tut (etwas stiehlt, jemanden anlügt, usw.) eine (vorgeschobene oder echte) Rechtfertigung für sein Handeln, die vor ihm selbst Bestand hat und ihm hilft ein positives Selbstbild zu wahren. Leider werden Übertretungen anderer gerade von „selbstgerechten“ Menschen oft viel härter beurteilt als die eigenen Übertretungen, für die man ja immer einen (vermeintlich) guten Grund findet. Die Härte bei der Beurteilung anderer ist manchmal sogar „Beweis“ der eigenen (vermeintlichen) Rechtschaffenheit. Ich finde das schade und auch schädlich zumal die Motivdeutung oft moralisch aufgeladen an der Wirklichkeit vorbei erfolgt. Wenn der Fokus darauf liegt „Böses“ zu bestrafen werden oft wertvolle Chancen vergeben, ein in der Zukunft sozial besseres Verhalten zu fördern.

        „Wenn ich von einer Perversion schreibe, meine ich damit ein sexuelles Verhalten, welches gegen die Natur spricht. Denn der Sinn – welchen uns Mutter Natur mitgegeben hat – ist das Aufrechterhalten der eigenen Spezies. Da die Fortpflanzung durch homosexuellen oder pädophilen Sexualverkehr unmöglich ist, ist es gegen die Natur und damit eine Perversion.“

        Das ist eine total verkürzte Sicht auf Sexualität. Sexualität ist nicht nur für die Fortpflanzung da, sondern eine Art Schweizer Messer der Natur. Ich habe dazu einiges in meinem Artikel „Warum gibt es Pädophilie?“ geschrieben.
        https://paedoseite.home.blog/2019/03/22/warum-gibt-es-padophilie/

        „Auch dass der sexuelle Trieb durch Unterdrückung eines Tages unkontrolliert ausbricht halte ich für einen Mythos oder die Ausgeburt eines ziemlich schwachen Menschen.“

        Glaubst du wirklich, dass es so viele sexuellen Übergriffe durch Priester / Patres / Brüder geben würde, wenn die ein erfülltes Sexualleben haben dürften? Ich glaube das nicht.

        Ich verstehe auch nicht dein Argument in Hinblick auf „ziemlich schwache Menschen“. Es ist nun mal so, dass es „schwache“ Menschen gibt, wobei die Schwächen bei verschiedenen Menschen unterschiedlich verteilt sind. Der eine wird beim Essen schwach, der andere ist krankhaft eifersüchtig, der nächste ist hochmütig, ein anderer kann das Rauchen nicht lassen. Dann hilft es ihm auch nicht, wenn sein Nachbar damit kein Problem hatte mit dem Rauchen aufzuhören und ihn deshalb für „schwach“ hält.

        Ich halte es für falsch Schwäche zu verteufeln. Natürlich sollte man seine Schwächen nicht pflegen, aber realistisch gesehen ist niemand in jeder Hinsicht „stark“. Es geht darum Schwächen zu erkennen und abzubauen oder sich so mit ihnen zu arrangieren, dass sie keine oder kaum schädliche Auswirkungen haben.

        Ansonsten: wenn man etwas Verständnis für die Schwächen anderer hat, haben andere vielleicht auch Verständnis für die eigenen Schwächen und die Welt wird für alle ein Stück lebenswerter.

        „Ich habe absolut keinen Drang verspürt dieser sündhaften Angewohnheit nachzugehen, und habe mich befreit von Sünde gefühlt. (Ich gehöre keiner Religion an.) Ich habe den Geschlechtsverkehr erwähnt, da ich ein schönes Wort wie die Sexualität nicht in Verbindung bringen wollte mit dem absolut Bösen.“

        Da zeigt sich das was ich meinte: obwohl das Christentum heutzutage keine dominierende Rolle im Leben der meisten Menschen spielt, wirkt es nach. Die gehörst keiner Religion an, denkst aber in der Kategorie der Sünde und des „absolut Bösen“ und identifizierst auch noch Geschlechtsverkehr mit dem „absolut Bösen“.

        Geschlechtsverkehr ist für mich überhaupt nicht Böse, sondern eher positiv besetzt: zwei Menschen verschaffen sich gegenseitig sexuelle Befriedigung und (wenn es geschlechtsreife Partner unterschiedlichen Geschlechts sind) führt das Ganze als Bonus vielleicht sogar noch dazu, dass ein neuer Mensch entsteht. Was soll daran „absolut Böse“ sein? Für mich ist das absolut Böse so etwas wie Völkermord.

        „Eine von beiden Seiten zugestimmte Sexualität zwischen Erwachsenen und Kindern ist bei einem psychisch gesundem Kind absolut nicht möglich.“

        Ich habe in dem Artikel „Hass melden: „Stoppt Tierversuche! Nehmt Kinderschänder!“
        https://paedoseite.home.blog/2020/10/08/hass-melden-stoppt-tierversuche-nehmt-kinderschander/
        drei Beispiel aus dem wirklichen Leben angeführt, bei denen es sich so verhielt, wie du es kategorisch ausschließt.

        In dem Artikel „Was aussieht wie Liebe, ist wahrscheinlich Liebe“
        https://paedoseite.home.blog/2021/08/07/was-aussieht-wie-liebe-ist-wahrscheinlich-liebe/
        zitiere ich Kenneth V. Lanning, einen ehemaligen FBI Verhaltens-Analytiker mit jahrzehntelanger Erfahrung und Spezialisierung auf Kindesmissbrauch. Er meint:

        „Manche Opfer sind einfach bereit, Sex gegen Aufmerksamkeit, Zuneigung und Geschenke einzutauschen und glauben nicht, dass sie Opfer sind. Der Sex selbst kann sogar genossen werden. Der Täter behandelt sie vielleicht besser, als sie sonst jemals von jemandem behandelt wurden.“

        Er schreibt das nicht, weil er irgend etwas verharmlosen oder Verständnis für Pädophile wecken will. Es geht ihm darum, Missbrauchstäter zu fassen. Da ein Teilsegment der Täter pädophil ist, will er sie verstehen, um sie besser fassen zu können. Jemand der diesen Wunsch hat, kann sich keine Wahrnehmungsverzerrungen erlauben, die dazu führen, dass er die Täter, die Opfer und die Tatumstände schlechter versteht, weil das dazu führen würde, dass weniger Täter erwischt werden. Wir können uns deshalb sicher sein, dass Lanning nicht etwa spekuliert, sondern dass er in seinen Jahrzehnten Polizeierfahrung immer wieder auf genau solche Fälle gestoßen ist.

        „Als wir noch Kinder waren, haben alle inklusive mir einen Ekel verspürt, sobald es nur um das Thema Sex ging.“

        Ich war auch mal Kind uns hatte keinen Ekel, wenn es um das Thema Sex ging. Ich glaube auch, dass das nicht normal ist. Ekel ist erlernt und ein Kind, dem der Ekel noch nicht beigebracht wurde, ist da eher neugierig als angeekelt.

        Es gibt einen Artikel in der taz, den der Verfasser, ein schwuler Journalist, über seinen pädophilen Onkel geschrieben hat (an dem er in dem Artikel kaum ein gutes Haar lässt). https://taz.de/Mein-paedophiler-Onkel/!5725920/

        Ein Absatz daraus:

        „Der Besuch bei meinem Onkel hat mich viel über meine eigene Sexualität nachdenken lassen. Ich bin schwul und habe schon mit 12 oder 13 Jahren begonnen, mich für Männer zu interessieren. Was hätte ich getan, wenn der Bekannte meines Stiefvaters, dessen Oberarme ich mir gerne anschaute, oder der Vater einer Freundin, an dessen Brustbehaarung ich dachte, wenn ich mich selbst befriedigte, Sex mit mir hätte haben wollen? Ich glaube nicht, dass ich Nein gesagt hätte.“

        Ekel => Fehlanzeige. Dass einige Kinder sich sexuell für Erwachsene interessieren können ist Realität. Es bedeutet aber nicht, dass es deshalb OK wäre, wenn Erwachsene sexuelle Kontakte mit Kindern eingehen. Das ist eine andere Frage. Vor allem aufgrund der extrem ablehnenden gesellschaftlichen Haltung, glaube ich, dass man es besser sein lässt.

        „Eine gesunde Sexualität spielt sich auf derselben Wellenlänge ab. Deshalb ist eine sexuelle Beziehung als Erwachsener zu einem Kind ein absolut verwerfliches Konzept. Denn ein Kind wird niemals so weit entwickelt sein wie ein Erwachsener.“

        Also spielt sich gesunde Sexualität deiner Ansicht nach nur zwischen zwei etwa gleich alten, gleich reifen, gleich vermögenden Männern (oder analog zwischen zwei Frauen) der selben Ethnie ab? Männer und Frauen sind ja schon aufgrund des unterschiedlichen Geschlechts tendenziell nicht auf der selben Wellenlänge.

        Meine Meinung:
        Eine gesunde sexuelle Beziehung liegt dann vor, wenn beide Personen mit der Beziehung zufrieden sind und daraus Kraft ziehen. Geschlecht, Alter, ethnische Herkunft usw. sind unter dieser Voraussetzung völlig egal.

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    2. Dies ist natürlich sehr spannend darüber zu spekulieren, denn man weiß nicht wie die jüngere Generation in 20-30 Jahren sein wird.

      Allerdings denke Ich, dass wenn ein Kind bzw ein Pubertierender in eine romantische Beziehung mit einen Erwachsenen ist und dies Positiv vom Jüngeren aufgenommen wird und der Erwachsene wird angeklagt, dann überlegt sich der Jüngere was er dagegen tun kann.

      Natürlich kann er nichts dagegen machen aber er könnte später politisch aktiv werden und Menschen auf seine Erfahrung hinweisen aber auch von anderen.

      Dadurch könnte er eine politische Partei gründen die die sexuelle Unterdrückung beendet (natürlich muss die Partei ins Bundestag gewählt werden)

      30 Jahre ist eine lange Zeit aber hoffentlich warten wir nicht umsonst!

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      1. Ich würde gerne auf die Details eingehen, doch das würde bei deiner langen Antwort den Rahmen sprengen. Vorab ein Kompliment, du bist ein ziemlich gebildeter Mann.

        Natürlich spreche ich von meiner Wenigkeit, weil ich nicht das Recht habe für Andere zu sprechen. Doch ich folge dem Kompass unserer Mutter Natur – welche die Menschen erschaffen hat – weswegen ich andere dazu verleiten muss das Gleiche zu tun. Ich behandle andere so, wie ich von ihnen behandelt werden will, da ich bei eigenen Fehlern auch korrigiert werden will. Die Geschichte mit der Cola war ein stark vereinfachtes Beispiel. Der Kontext soll „etwas Verbotenes“ bedeuten. Eine Schwäche zu „verteufeln“ ist etwas Gutes, da es die Motivation fördert sich der Schwäche zu stellen und sie zu bekämpfen.

        Ich habe mit meiner Verlobten überdurchschnittlich Geschlechtsverkehr, doch sehe kein Problem darin. Denn unsere sexuelle Neigung zueinander basiert auf Liebe. Weshalb ich Sexualität zwischen Kindern und Erwachsenen als unmoralisch werte, ist der gute Grund, weil wahrhaftige Liebe im Sinne von Beziehung nicht funktionieren kann. Platonische Liebe zwischen Eltern und Kindern liegt auf der Hand, doch da ist auch keine Sexualität im Spiel. Diese „Liebe“ – wie Pädophile sie nennen – existiert nicht, sondern ist Inhalt einer Selbsttäuschung, um dieses Gedankengut mit dem Gewissen zu vereinbaren. Denn Liebe ist ein Konstrukt der gemeinsamen Zukunft, wo man das restliche Leben mit einem Partner verbringt, um eine Familie aufzubauen. Eine Person, die die Hälfte seines Lebens schon hinter sich gelassen hat mit einem Kind welches noch beinahe keine Lebenserfahrung sammeln konnte in eine Beziehung zu werfen ist eine grosse Ungerechtigkeit. Denn dadurch wird dem Kind seine Jugend gestohlen, da es auf derselben Wellenlänge wie der Erwachsene mithalten muss. Zudem verstirbt der erwachsene Partner viel früher als das Kind, wodurch es später als Erwachsener dann alleine ist. Ohne Partner und einer verlorenen Jugend.

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      2. „Ich behandle andere so, wie ich von ihnen behandelt werden will, da ich bei eigenen Fehlern auch korrigiert werden will.“

        Das kann ich nachvollziehen. Ich möchte auf mögliche Fehler auch angesprochen werden und bemühe mich offen für die Rückmeldungen zu sein. Das kann mich auch durchaus beeinflussen. Viel speist sich aber auch grundlegenden Überzeugungen, an denen sich auch bei einer Rückmeldung, bei der ein anderer auf einen vermeintlichen Fehler aufmerksam macht, nichts ändert.

        Soweit ich selbst versuche andere auf Denkfehler und Wahrnehmungsverzerrungen aufmerksam zu machen, kann ich meine Perspektive auch nur anbieten. Im Grunde gilt der Spruch: Man kann das Pferd zum Wasser führen aber nicht zum Trinken zwingen. Das Trinken ist seine Sache.

        Das gilt natürlich auch, wenn ich selbst das Pferd bin. 😉

        „Eine Schwäche zu „verteufeln“ ist etwas Gutes, da es die Motivation fördert sich der Schwäche zu stellen und sie zu bekämpfen.“

        Verteufeln ist mir zu hart. Es setzt auf (sozialen) Zwang und Druck statt auf Einsicht. Ich glaube auch nicht, dass diese Art von Motivation nachhaltig funktioniert. Man stellt sich der Schwäche in dem Fall ja nicht, weil man will, sondern weil man dazu gezwungen wird. Wenn der Druck wegfällt, fällt man in die Schwäche zurück. Es braucht also Dauerdruck. Und der geht auf Kosten der Lebensqualität aller Beteiligten.

        „Diese „Liebe“ – wie Pädophile sie nennen – existiert nicht, sondern ist Inhalt einer Selbsttäuschung, um dieses Gedankengut mit dem Gewissen zu vereinbaren. Denn Liebe ist ein Konstrukt der gemeinsamen Zukunft, wo man das restliche Leben mit einem Partner verbringt, um eine Familie aufzubauen.“

        Das sehe ich anders. Liebe ist kein Konstrukt der gemeinsamen Zukunft, sondern der gemeinsamen Gegenwart, des Zusammenseins HEUTE. Die Liebe interessiert sich nicht für die Zukunft, sie schwelgt im JETZT. Es ist dabei aber nicht so, dass die Zukunft keine Rolle spielt. Liebe als körperliche Anziehung führt dazu, dass das eine so starke gemeinsame Gegenwart entsteht, dass sie auch in eine gemeinsame Zukunft tragen kann.

        „Eine Person, die die Hälfte seines Lebens schon hinter sich gelassen hat mit einem Kind welches noch beinahe keine Lebenserfahrung sammeln konnte in eine Beziehung zu werfen ist eine grosse Ungerechtigkeit. Denn dadurch wird dem Kind seine Jugend gestohlen, da es auf derselben Wellenlänge wie der Erwachsene mithalten muss.“

        Ich würde es eher anders herum sehen. Wenn jemand für jemand anderen interessant sein will, muss er sich auf die Wellenlänge des anderen einstellen. Das gilt auch für einen Erwachsenen, der für ein Kind interessant sein will. Kinder sind Erwachsenen gegenüber auch in vielen Bereichen überlegen. Erwachsene zeichnen sich vom Kinderstandpunkt aus durch einen Verlust an Spontaneität, Bewegungsdrang, Beweglichkeit, Phantasie, Ungezwungenheit, Unverstelltheit, Lernfähigkeit, Spielfreude usw. aus. Ein Erwachsener kann in diesem Bereichen von einem Kontakt mit einem Kind, auf das er sich einlässt, profitieren.

        „Zudem verstirbt der erwachsene Partner viel früher als das Kind, wodurch es später als Erwachsener dann alleine ist. Ohne Partner und einer verlorenen Jugend.“

        Wenn ein 40-jähriger, der eine Intimfreundschaft mit einem 12-jährigen eingeht, dann dürfe das typischerweise nicht enden, weil der 40-jährige plötzlich wegen Altersschwäche verstirbt.

        Das Argument passt eher auf (sozial einigermaßen akzeptierte) Partnerschaften von Erwachsenen bei großem Altersunterschied der Partner. Die Frau des französischen Präsidenten Emanuel Macron ist zum Beispiel 25 Jahre älter als er. Auch wenn Frauen im Durchschnitt etwas älter werden als Männer dürfte er also irgendwann allein zurück bleiben, weil seine Frau vor ihm stirbt. Aber soll er deshalb keine Beziehung mit ihr haben dürfen?

        Die Beziehung des 40-jährigen und des 12-jährigen dürfte typischerweise nicht durch den Tod des Älteren enden, sondern wenn
        1) die Beziehung aufgedeckt wird und die Staatsmacht interveniert und sie gewaltsam beendet
        2) der Junge beginnt sich für Mädchen zu interessieren und die Beziehung als Intimbeziehung deshalb irgendwann beendet
        3) der Junge aus dem Alterspräferenzbereich des Mannes herauswächst und der Mann die Intimbeziehung deshalb beendet

        Die Entwicklungen zu 2) und 3) können auch zeitlich in etwa zusammenfallen, was dazu beitragen kann, dass das Beziehungsende für beide Seite relativ unproblematisch ist. Das Ende der Intimbeziehung muss auch nicht das Ende jede Beziehung bedeuten. Ich kenne z.B. aus glaubhafter Quelle einen Fall in dem jemand später Trauzeuge auf der Hochzeit seines ehemaligen jungen Freundes war. Es muss natürlich nicht immer so gut enden. Es gibt auch Katastrophen. Dazu können Fälle der Kategorie 1) gehören aber auch welche der Kategorie 3) in denen der Junge sich verlassen fühlt und in der Rückschau missbraucht fühlt.

        Ich vermute, dass es bei von außen ungestörten Beziehungen meist nicht zu Katastrophen kommt, sondern zu einem Übergang einer Intimfreundschaft zu einer normalen Freundschaft. Das ist aber nur Vermutung und nicht Wissen.

        Ich halte eine sexuelle Beziehung für unverantwortlich, weil ich die Risiken gerade durch die Reaktion Dritter für zu groß und unkontrollierbar halte. Aber ich plädiere auch dafür, dass man sich eine Beziehung anschaut, bevor man sie in die Missbrauchs-Schublade steckt, verurteilt und gewaltsam beendet. Ich glaube, dass es sehr viele Fälle gibt, in denen die Beziehung nicht in die Missbrauchs-Schublade passt und eine Intervention schädlich ist.

        „Eine Person, die die Hälfte seines Lebens schon hinter sich gelassen hat mit einem Kind welches noch beinahe keine Lebenserfahrung sammeln konnte in eine Beziehung zu werfen ist eine grosse Ungerechtigkeit.“

        Was bekommt das Kind durch eine Beziehung? Ich habe in meinem Blog schon oft den Kinderpsychiater Paulus Hochgatterer zitiert, nach dessen Erfahrung es einen ganz wichtigen prognostischen Faktor gibt, der etwas darüber aussagt, ob sich ein Kind gut entwickelt oder schwierig wird.

        ZITAT Anfang:

        „One caring person“. Das ist eine Person, idealerweise eine erwachsene, bei der das Kind das Gefühl hat, dieser Mensch interessiert sich für mich, diesem Menschen bin ich wirklich ein Anliegen. Das kann ein Elternteil sein oder ein Großelternteil, das kann jemand in einer sozialpädagogischen Wohngemeinschaft sein, eine Tante oder ein Onkel. Es ist dabei überhaupt nicht wichtig, ob das ein Mann oder eine Frau ist.

        ZITAT Ende

        Jemanden, dem man wirklich wichtig ist, in sein Leben zu bekommen ist keine Ungerechtigkeit und kein Nachteil. Es ist allerdings eine Ungerechtigkeit, wenn einem diese wichtige Person durch einen Eingriff Dritter gewaltsam entrissen wird.

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  7. „ Ich halte eine sexuelle Beziehung für unverantwortlich, weil ich die Risiken gerade durch die Reaktion Dritter für zu groß und unkontrollierbar halte. Aber ich plädiere auch dafür, dass man sich eine Beziehung anschaut, bevor man sie in die Missbrauchs-Schublade steckt, verurteilt und gewaltsam beendet. Ich glaube, dass es sehr viele Fälle gibt, in denen die Beziehung nicht in die Missbrauchs-Schublade passt und eine Intervention schädlich ist.“

    Das Problem hier, ist dass es in diese Zeit keine Politiker geben wird, die sich für Pädophilien einsetzen würden, denn dies wäre der politischer Selbstmord.

    Deswegen setzen sie viele bzw alle Fälle in die Missbrauchsschublade.

    Viele Politiker sind Populisten.

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  8. Ein Erwachsener kann nur bedingt von Kindern profitieren. Er kann die Unschuld und Ehrlichkeit erkennen und dadurch Motivation schöpfen ein besserer Mensch zu sein. Denn stellt sich ein Erwachsener tatsächlich auf die Ebene eines Kindes kommen ziemlich verstörende Bilder zustande, wie man am Beispiel von DDLG erkennen kann.

    Damit meinte ich, wenn das in deinem Beispiel 12-jährige Kind seinen Partner verliert wenn er 90 ist und es dann erst 62.

    Ich empfinde es eher als unverantwortlich, dass dir die Meinung/Wohlergehen von Dritten wichtiger ist als die des Kindes bzw. in meinen Worten Missbrauchsopfers.

    War eine kurze Antwort, doch wie vorhin habe ich nur die wichtigen Themen herausgepickt.

    Antwort für Jemand 2.0:
    In der Politik, Polizei und weiteren Berufen, welche Macht über die Menschen haben, gibt es hochrangige Pädophile die Sympathie mit Pädophilen und auch Kindesmissbrauchstätern hegen und sie zu milderen bis gar keiner Strafe verurteilen.

    Ein prominentes Beispiel ist der Fall Metzelder oder Helmut Kentler.

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    1. Ich halte die Idee von der Unschuld von Kindern für fehlgeleitet.

      Wenn man das reale Verhalten zum Maßstab nimmt, verhalten sich Kinder im Durchschnitt nicht besser als Erwachsene. Kinder hauen, beißen, schubsen z.B. sogar eher als Erwachsene, können genauso schamlos lügen (aber sind oft noch nicht so routiniert und fliegen eher auf). Auch „stehlen“ (etwas wegnehmen, was man gerne hätte, z.B. ein Spielzeug oder etwas leckeres zum Essen) ist bei Kindern durchaus verbreitet.

      Die Zuschreibung von Unschuld ist nicht unschuldigem Verhalten geschuldet, sondern der Zuschreibung eines „sie wissen es noch nicht besser“. Wenn man es dann irgendwann besser wissen sollte, das gleiche Verhalten aber trotzdem noch an den Tag legt wird es dann als schuldhaft interpretiert. Real hat sich aber nichts geändert außer eben der Erwartungshaltung an das Kind. „Schuld“ ist also in gewisser Weise die enttäuschte Erwartungshaltung bezüglich des Verhaltens.

      Ich bin absolut bereit kindliche Verfehlungen nachsichtig zu sehen und auf andere Reaktionen als Strafe zu setzen, aber die Illusion kindlicher Unschuld brauche ich dafür nicht.

      „Ich empfinde es eher als unverantwortlich, dass dir die Meinung/Wohlergehen von Dritten wichtiger ist als die des Kindes bzw. in meinen Worten Missbrauchsopfers.“

      Das scheint mir ein Missverständnis zu sein. Die Reaktion Dritter ist in dem Zusammenhang für mich nur insoweit relevant als sie dem Kind schadet und es nachträglich traumatisiert. Es geht mir darum, die Schädigung des Kindes durch Dritte zu vermeiden.

      Es gibt sicher auch Missbrauchsfälle, also Fälle in denen der andere Mensch zum eigenen Vorteil schlecht behandelt wird, aber ich glaube nicht, dass das der Regelfall in intimen Erwachsenen-Kind Beziehungen ist, erst recht nicht, wenn der Erwachsene sich tatsächlich zu dem Kind hingezogen fühlt und es nicht nur eine Art sexuelles Ersatzobjekt ist. Wenn man sich zu jemandem hingezogen fühlt, will man denjenigen normalerweise nicht ausnutzen oder schädigen, sondern versucht positive Einvernehmlichkeit herzustellen.

      Die Folgen von willentlicher Einvernehmlichkeit wurden bereits untersucht und zwar vom Bundeskriminalamt mit der Studie „Sexualität, Gewalt und psychische Folgen“, erschienen in der Forschungsreihe des BKA, Band 15, aus dem Jahr 1983. Siehe hier:
      https://paedoseite.home.blog/2019/07/05/kriminologische-erkenntnisse-zu-sexueller-einvernehmlichkeit-und-ihren-folgen/

      Die Ergebnisse passten allerdings nicht zur vorherrschenden Ideologie und wurden ignoriert. Ich würde es für sinnvoll halten, wenn man dazu weiter forschen würde. Inzwischen gibt es auch neue Ansätze, die interessante Erkenntnisse liefern könnten. Es gibt zum Beispiel den Forschungsbereich der ACEs. Dabei wird die Frage untersucht, welche schädlichen Kindheitseinflüsse (ACE = adverse childhood experiences) einen Menschen im späteren Leben wie beeinträchtigen. Dabei ist schon bei den aktuellen Studien herausgekommen, dass sexueller Missbrauch (sexuelle Handlungen mit einem Erwachsenen) nicht die negativsten Folgen hatten, sondern andere negative Kindheitserfahrungen. Am Schlimmsten waren die Folgen emotionaler Vernachlässigung.

      Das Problem von Studien, die sich mit Missbrauch und seinen Folgen beschäftigen ist dabei allerdings, dass nicht zwischen den Folgen von willentlich einvernehmlichen und willentlich nicht einvernehmlichen Kontakten differenziert wird. Es landet alles im selben Topf, weil es ja immer „Missbrauch“ ist.

      Das ist so, als würde man die Folgen von Sexualität zwischen Erwachsenen messen, indem man einvernehmliche Sexualkontakte und Vergewaltigungen zusammen auswertet. Landet beides im selben Topf und man trifft dann auf dieser Basis statistische Aussagen über die durchschnittlichen Folgen von Sexualkontakten, dann erscheinen Vergewaltigungen als harmloser als sie es in Wirklichkeit sind und einvernehmliche Sexualkontakte als gefährlicher als sie es in Wirklichkeit ist sind.

      Meine persönliche Vermutung ist, dass man wenn man bei der Untersuchung von „ACEs“ zwischen willentlichen einvernehmlichen und nicht-einvernehmlichen Kontakten unterscheiden würden feststellen würde, dass willentlich einvernehmliche Kontakte gar keine „adverse experiences“ sind. Das ist spekulativ, weil es entsprechende Untersuchungen nicht gibt, diese wären aber problemlos und ohne ethische Schwierigkeiten möglich. Es interessiert sich nur leider niemand dafür bzw. die entsprechende Forschung ist unerwünscht.

      „In der Politik, Polizei und weiteren Berufen, welche Macht über die Menschen haben, gibt es hochrangige Pädophile die Sympathie mit Pädophilen und auch Kindesmissbrauchstätern hegen und sie zu milderen bis gar keiner Strafe verurteilen.“

      Die Gesetzgebung in diesem Bereich wird seit Anfang der 90er Jahre immer weiter verschärft. Wenn es so etwas wie eine pädophile Verschwörung der Mächtigen gäbe, machen die einen Scheiß-Job und haben komplett versagt. Aussagen wie „Wann wacht die Politik endlich auf?“ haben Null mit der Realität zu tun. Die Politik ist in keinem anderen Bereich so hyperaktiv. Siehe hier
      https://paedoseite.home.blog/2020/09/20/wann-wacht-die-politik-endlich-auf-ein-schlafprotokoll/

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  9. Ich finde, dass Kindern bis zu ihrer Pubertät Zeit haben sollen sich zu entscheiden wie sie sich im Leben verhalten wollen. Wenn die Pubertät angebrochen ist, endet die Unschuld, weshalb bei Fehlverhalten mit Konsequenzen gerechnet werden muss. Das ist auch der Grund, warum ich die Mörderin „Mary Flora Bell“ nicht als Monster sehe, was die Mehrheit leider tut.

    Bei dem Thema „Reaktion Dritter“ scheinst du wahrhaftig in einer Scheinwelt zu leben. Bei einer sexuellen Beziehung von einem Erwachsenen zu einem Kind ist das Kind automatisch traumatisiert. Diese Kinder, welche willentlich einer sexuellen Beziehung zustimmen und es ihnen gefällt gibt es tatsächlich. Nur wurden diese Kindern seit der Geburt in diesem Verhalten erzogen und manipuliert, dass sie es für richtig halten. Anstatt dem Kind beizubringen dass Trampolinspringen Spass machen soll, wird ihm beigebracht, dass es lutschen oder lecken ist.

    Es liegt auch ohne Studien auf der Hand dass emotionale Vernachlässigung das Schlimmste ist, trotzdem darf deswegen andere Art von missbrauch nicht ignoriert werden. Ich hasse diesen Spruch, da er ziemlich oft von der linksversifften Szene gebraucht wird, doch du vergleichst Äpfel mit Birnen mit deiner Aussage „alles in einen Topf werfen“.

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    1. „Ich finde, dass Kindern bis zu ihrer Pubertät Zeit haben sollen sich zu entscheiden wie sie sich im Leben verhalten wollen“

      Was meinst du mit „bis zu ihrer Pubertät“?

      Muss die Pubertät deiner Meinung nach angefangen haben (also so ca, ab 9 oder 10) oder abgeschlossen sein (also so ca. bis 18 oder 21)?

      Der beste mir bekannte Gradmesser für die Reife, etwas zu machen (zum Beispiel auf einen Baum zu klettern), ist das Verlangen etwas zu machen. Das sehe ich für sexuelles Verhalten genauso. Man sollte niemanden zu sexuellem Verhalten drängen aber auch niemanden davon abhalten. Alles, was willentlich einvernehmlich ist, ist aus meiner Sicht OK, was man autoerotisch treibt sowieso.

      „Wenn die Pubertät angebrochen ist, endet die Unschuld, weshalb bei Fehlverhalten mit Konsequenzen gerechnet werden muss. Das ist auch der Grund, warum ich die Mörderin „Mary Flora Bell“ nicht als Monster sehe, was die Mehrheit leider tut.“

      Ich kannte den Fall bisher nicht. Das Mädchen ist katastrophal aufgewachsen. Das müssen sehr viele Leute mitbekommen haben, aber man hat es einfach weiter geschehen lassen. Ich finde den Fall unglaublich tragisch. Für die Eltern der ermordeten Kinder macht es die Tat nicht besser und den Verlust nicht geringer. Es ist ein Fall, der einen an die Grenzen bringt. Er wäre aber auch dann noch tragisch und schwierig, wenn Mary nicht mit 10, sondern erst mit 20 zur Mörderin geworden wäre.

      „Bei einer sexuellen Beziehung von einem Erwachsenen zu einem Kind ist das Kind automatisch traumatisiert.“

      Da bist du schlicht falsch informiert.

      Quelle A:

      2007 wurde eine Studie veröffentlicht: „The prevalence of unwanted and unlawful sexual experiences reported by Danish adolescents: Results from a national youth survey in 2002” (= Die Prävalenz unerwünschter und ungesetzlicher sexueller Erfahrungen, die von dänischen Jugendlichen gemeldet werden: Ergebnisse einer nationalen Jugendstudie aus dem Jahr 2002). Es wurde nach sexuellen Erfahrungen mit „viel älteren“ Personen gefragt, die stattfanden, bevor der Betroffene 15 Jahre alt wurde (das dänische „Schultzalter“ liegt bei 15 Jahren). Eine exakte (Mindest-)Altersdifferenz war nicht vorgegeben, es wurde aber abgefragt, ob die Altersdifferenz mehr oder weniger als 5 Jahre betrug. Von den 2.910 Jungen, die an der Studie teilnahmen, hatten 60 einen sexuellen Kontakt mit jemandem, der mehr als 5 Jahre älter war. 21 dieser Jungen (35 %) fühlte sich „definitiv“ oder „vielleicht“ missbraucht, 39 Jungen (65 %) fühlten sich nicht missbraucht. Unter den 2.918 teilnehmenden Mädchen gaben 281 einen entsprechenden Kontakt an, 111 dieser Mädchen (39.5 %) fühlten sich „definitiv“ oder „vielleicht“ missbraucht, 170 Mädchen (60.5 %) fühlten sich nicht missbraucht.

      Die Wissenschaftler zogen (neben dem Hinweis auf den geschlechtsspezifischen Unterschied bei der Beurteilung) zwei Schlussfolgerungen:

      1) Die eigene Wahrnehmung von sexuellem Missbrauch unterscheidet sich tendenziell von der der Behörden

      Diese „Schlussfolgerung“ drängt sich auf. Sie beschreibt im Grunde nur, was beobachtet wurde.

      Die Wortwahl „tendeniell“ ist aber eher beschönigend. Korrekter wäre: „Die eigene Wahrnehmung von sexuellem Missbrauch unterscheidet sich in den meisten Fällen deutlich von der der Behörden“.

      2) Die Toleranz der Jugendlichen gegenüber missbräuchlichen Vorfällen ist hoch

      Diese Schlussfolgerung drängt sich meines Erachtens nicht auf. Ihre Prämisse ist: die Wahrnehmung der Behörden ist korrekt, die der Betroffenen „Opfer“, die sich nicht missbraucht fühlen, ist falsch. Die (unterstellte) Fehleinschätzung dieser „Opfer“ beruht dann auf einem Irrtum bzw. einer (zu) hohen Toleranz. Die Alternative zu einer hohen bzw. zu hohen Toleranz gegenüber missbräuchlichen Vorfällen ist, dass die Wahrnehmung der Behörden falsch ist und Fälle abdeckt, die tatsächlich keinen Missbrauch darstellen.

      Die Perspektive der Behörde ergibt sich lediglich aus dem Gesetz. Wäre das Gesetz anders, dann würde sich damit auch die Perspektive ändern. Die Perspektive der Betroffenen, die durch das Gesetz geschützt werden sollen, ist unabhängig vom Gesetz. Fühlen sie sich missbraucht, ohne dass sie durch das Gesetz vor dem Missbrauch geschützt werden, so gibt es eine Strafbarkeitslücke. Dann ist das Gesetz, das sie nicht schützt, falsch und bedarf einer Korrektur. Sind dagegen Fälle strafbar, in denen sich die Betroffenen nicht missbraucht bzw. geschädigt fühlen, dann handelt es sich um eine überschießende, ungerechte und schädliche Gesetzgebung. Dann ist das Gesetz, das jemanden bestraft ohne damit jemand anderen zu schützen, falsch und bedarf einer Korrektur.

      Ausführlicher Artikel dazu:

      Die Wahrnehmung sexuellen Missbrauchs durch Betroffene

      Quelle B:

      Fr. Prof. Dr. Michaela Pfundmair (lehrt Sozialpsychologie an der LMU München) sagte in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung:

      ZITAT Anfang:

      Als beste Schutzfaktoren bei sexuellen Übergriffen hat sich in der Forschung unter anderem herauskristallisiert, zu Kontrollüberzeugungen zu gelangen, Optimismus beizubehalten, wichtige Bindungen aufrechtzuerhalten – aber auch so etwas wie die externale Attribution der Schuld, also sich klar zu machen, dass man selbst nicht für das Geschehene verantwortlich ist. Natürlich sind auch Psychotherapien eine Möglichkeit. Vielleicht aber haben viele der Betroffenen keine „seelische Erschütterung“ erfahren. Dann sollte man das auch nicht weiter aufbauschen. (…)

      Wenn wir wieder zurück zu den Befunden zum sexuellen Missbrauch gehen, finden Studien natürlich eine stärkere Ausprägung von posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) bei Opfern als bei Nicht-Opfern. PTBS ist eines der häufigsten Symptome nach sexuellem Missbrauch. Auch Ängste, Verhaltensstörungen und ein geringes Selbstwertgefühl gehören zu häufigen Symptomen. Aber es gilt wieder: Es ist absolut zu verneinen, dass notgedrungen eine psychische Störung zu Tage tritt. (…)

      Tatsächlich kann Missbrauch in der Kindheit das Risiko für eine Vielzahl psychischer Störungen erhöhen – aber: die Zusammenhänge sind im Allgemeinen schwach bis mäßig ausgeprägt. Das heißt, Missbrauch ist nur ein unspezifischer Risikofaktor. Der Anteil symptomfrei bleibender Betroffener wird auf etwa 40 Prozent geschätzt. Ob es Viktimisierungsfolgen gibt oder nicht, liegt unter anderem an der Missbrauchserfahrung selbst – der Schwere, Dauerhaftigkeit, Täter-Opfer-Beziehung und an verfügbaren Bewältigungsressourcen sozialer und personaler Art.

      ZITAT Ende

      Das passt nicht zu deiner Vermutung bei einer sexuellen Beziehung von einem Erwachsenen zu einem Kind sei das Kind automatisch traumatisiert. Viele Betroffene haben gar keine „seelische Erschütterung“ (= Traumatisierung) erfahren. Der Anteil später in hinblick auf psychische Störungen symptomfrei bleibenden Betroffener wird auf etwa 40 Prozent geschätzt.

      Dass jemand, der einen ungewollten vielleicht sogar gewalttätigen Übergriff oder eine Vergewaltigung erlebt danach traumatisiert ist, ist naheliegend. Bei willentlich einvernehmlichen Handlungen ist es überhaupt nicht naheliegend und dürfte in der Regel eine Folge der Umweltreaktionen sein.

      Wenn man jemandem, der eine Tomate gegessen hat, einredet, es habe sich um einen Paradiesapfel gehandelt, der Esser sei durch den Verzehr der Erbsünde anheimgefallen und man den schrecklichen Schaden an seiner Seele später immer wieder thematisiert, muss man sich nicht wundern, wenn die Person, die die Tomate gegessen hat, anschließend psychische Probleme bekommt.

      Quelle C und D:

      Die Kognitionspsychologin Dr. Susan Clancy, die sich schwerpunktmäßig mit Erinnerungen beschäftigt, erforschte ab Mitte der 90er Jahre, wie Missbrauchsopfer ihr Erleben erinnern. Die Mehrheit der Befragten hatte nie Gewalt erlebt und keine Erinnerung an Schmerzen, sondern berichteten hauptsächlich von Verwirrung. Ein psychischer Schaden begann regelmäßig mit der Erkenntnis, dass ihr Vertrauen und ihre Unschuld missbraucht worden waren. 2010 veröffentlichte Sie dazu das Buch „The Trauma Myth. The Truth About the Sexual Abuse of Children – and Its Aftermath“. Die Sexualität wurde auch teilweise positiv erlebt. Ein Beispiel aus dem Buch:

      ZITAT Anfang

      Einige Personen – niemals solche mit Penetrationserfahrung – berichteten auch, dass sie sexuell auf das reagierten, was ihnen geschah, und dass es sich manchmal gut anfühlte. „Es war verwirrend, aber ich mochte es. Es war ein gutes Gefühl.“ „Es war der erste Kontext, in dem ich sexuelles Vergnügen hatte..“ Eine Person, die von ihrem Camp Counselor viktimisiert wurde, war sich ganz sicher darin, dass sie es genoss: „Ich pflegte mich darauf zu freuen, dass er in meine Koje kroch. Es fühlte sich gut an. Was er tat, fühlte sich gut an. Es war das erste Mal, dass ich Erektionen entwickelte. Als er aufhörte… dachte ich, er täte es mit jemand anderem… war ich wütend auf ihn.“

      ZITAT Ende

      Ein Beispiel mit Penetrationserfahrung wird in dem Buch „Herausforderung Pädophilie – Beratung, Selbsthilfe, Prävention“ von Claudia Schwarze (Leiterin der Psychotherapeutischen Fachambulanz in Nürnberg) und Dr. Gernot Hahn (Leiter der Forensischen Ambulanz im Klinikum Erlangen) geschildert:

      ZITAT Anfang

      Auch die auf eine Strafanzeige folgenden Vernehmungen und Kontakte mit Polizei und Richtern können belastende Folgen des sexuellen Missbrauchs darstellen. Dazu berichtet Jens (39), ein Klient aus unserer ambulanten Therapiegruppe, rückblickend: „Da war ich ja gerade 13 geworden, als ich Gerhard kennenlernte. Den fand ich richtig gut, menschlich, was der so drauf hatte, aber eben auch körperlich. Der hatte immer viel Sport gemacht und sah gut aus. Er gefiel mir. Wir hatten dann eine richtige Beziehung und eben auch Sex. Das war richtig schön. Gerhard war so zärtlich zu mir. Das war nicht nur rein raus und fertig. Blöd fand ich nur, dass das Ganze geheim bleiben musste. Ich wusste ja, dass der das nicht darf. Und mir war’s natürlich peinlich. Wenn die das in der Schule herausgefunden hätten … Das wollte ich mir gar nicht vorstellen. Zur Belastung wurde die Beziehung zu Gerhard erst, als alles aufflog und er verurteilt wurde. Da war ich richtig schockiert. Ich hatte ja das Gefühl, dass nichts Schlimmes passiert, und trotzdem schicken sie ihn in den Knast. Ich hatte ganz schöne Schuldgefühle, weil ich ja auch aussagen sollte vor Gericht.“

      ZITAT Ende

      Es gibt noch mengenweise weitere Quellen.

      Deine Einschätzung:

      „Diese Kinder, welche willentlich einer sexuellen Beziehung zustimmen und es ihnen gefällt gibt es tatsächlich. Nur wurden diese Kindern seit der Geburt in diesem Verhalten erzogen und manipuliert, dass sie es für richtig halten. Anstatt dem Kind beizubringen dass Trampolinspringen Spass machen soll, wird ihm beigebracht, dass es lutschen oder lecken ist.“

      passt nicht zur beobachtbaren Realität.

      Jens aus dem obigen Beispiel etwa wurde nicht seit seiner Geburt zu sexuellem Verhalten hin erzogen, ihm wurde nicht von klein auf beigebracht, dass Lutschen oder Lecken Spass machen soll. Er fand den Sex schön, weil es sich gut anfühlte und er den Mann mochte. Es war ihm aber peinlich, weil er wusste, dass es schlecht angesehen ist. Traumatisiert wurde er erst durch die Verhaftung seines Freundes und den Zwang gegen ihn aussagen zu müssen.

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