Das Auge hört mit

Ich berichte hier viel über junge Sänger. Das kommt nicht von ungefähr. Es gibt ja nicht wenige, die nicht nur gut singen können, sondern auch gut aussehen. Die vielen Clips, die etwa auf Youtube zu finden sind, bieten mir also eine gute Gelegenheit, das zu tun, was ich mir auf der Straße nicht leisten kann: mich nach einem hübschen Jungen umzudrehen und ihn einfach mal zwei oder drei Minuten ungeniert anzuschauen.

Ich mag aber auch die Musik und wenn ich hier einen Clip teile, muss er mir schon musikalisch gefallen. Der Umkehrschluß, dass ein Sänger mir auch optisch gefallen muss, gilt dagegen nicht. Ich habe hier schon Clips von Sängern eingestellt, die optisch wirklich nicht mein Fall sind, die aber nunmal richtig gut singen können.

Und obwohl ich ein BL („boylover“) bin, also nur Jungs attraktiv finde, habe ich hier auch schon einen Song von zwei Mädchen, Mimi und Josi, geteilt, die so irrsinig gut waren, dass es einfach sein musste (!). Die beiden haben die aktuelle Staffel von The Voice Kids Germany dann auch verdient gewonnen.

Selbst wenn mich eher die Hoffnung auf einen schönen Anblick als auf schöne Musik zum Abspielen von Musikclips verleitet, höre ich immer noch mit den Ohren. Aber: das Auge hört mit.

Deshalb ist es für mich offen-sicht-lich, dass es in der Staffel The Voice Kids Germany des Jahres 2017 zu einem schrecklichen Fehler gekommen ist. Anders ist das frühe Ausscheiden von Andrej Miskovic (damals 12) in den Battles gar nicht zu erklären. Vermutlich hatten seine Coaches, Nena und Larissa, im Moment der Entscheidung Tomaten auf den Augen. Es könnten allerdings auch Kürbisse gewesen sein. Kurz gesagt: mit einem BL als Coach wäre das nicht passiert!

Hier zwei Clips vom Sieger meines Herzens der 2017er Staffel von The Voice Kids Germany.

Magisches Denken

Ich habe vorhin einen Beitrag in Panorma gesehen, dem ältesten deutschen politischen Fernsehmagazin. Es ging um die entführte Tochter von Danisch Farooqi. Farooqis Ex-Frau hatte sich nach ihrer Scheidung (von ihm unbemerkt) radikalisiert und ist vor fünf Jahren heimlich mit der gemeinsamen dreijährigen Tochter und dem neuen Partner in das „Kalifat“ nach Syrien ausgewandert, um dort den IS zu unterstützen.

Herr Farooqi, der in Deutschland geboren wurde und deutscher Staatsbürger ist, und auch das geteilte Sorgerecht für seine Tochter hatte, hat sofort Anzeige wegen Kindesentzug erstattet. Parallel versuchte er durch eigene Ermittlungen herauszufinden, wo genau seine Tochter steckt, um sie zurück zu holen.

Ich weiß nicht, ob ich genug getan hab. Ich hab natürlich alles versucht, so, aber vielleicht habe ich irgendwas ausgelassen, irgendwas vergessen, irgendwas nicht gemacht, irgendwas falsch gemacht. Diesen Vorwurf muss man sich als Vater natürlich jeden Tag machen.

Danisch Farooqi im Interview mit Panorama

Seit Ende 2017 weiß man, wo die Tochter und ihre Mutter sich aufhalten. Sie befinden sich in einem kurdischen Gefangenenlager für ehemalige IS-Frauen und ihre Kinder in Nordsyrien. Die Zustände in solchen Lagern sind katastrophal. Es gibt dort auch kaum eine Perspektive. Die Herkunftsländer wollen die Menschen nicht zurück.

Obwohl auch die entführte Tochter deutsche Staatsbürgerin ist, kümmert sich bei den deutschen Behörden niemand darum, sie wieder nach Deutschland zu ihrem Vater zurückzubringen. Angeblich sei eine konsularische Unterstützung in Nordsyrien nicht möglich.

Dabei hat die kurdische Selbstverwaltung ein Büro in Berlin und auch der kurdische Vertreter für auswärtige Angelegenheiten, Abdel Karim Omar, fordert die Rückkehr gefangen genommener Frauen und Kinder von Dschihadisten.

Wenn man es wollte, wäre es kein Problem, die Tochter von Danisch Farooqi nach Deutschland zurückzuholen. Aber am Willen fehlt es. Die fehlende Auslandsvertretung der Bundesrepublik hinderte den BND zum Beispiel nicht, in das Camp zu fahren, um dort inhaftierte Frauen zu verhören.

Nach dem Beitrag bei Panorama habe ich kurz im Web recherchiert, ob es eine Petition gibt, mit der die Bundesregierung aufgefordert wird, sich für die Rückkehr der Tochter von Danisch Farooqi einzusetzen. Es gibt sie tatsächlich, aber das Ziel lag bei 5.000 Unterschriften und ist bereits erreicht, die Petition „Holt meine entführte Tochter zurück!“ ist bereits geschlossen. Ich konnte die Petition also nicht mehr unterschreiben.

Das ist jetzt schon ein relativ langer Artikel, der mit dem Kernthema meiner Seite rein gar nichts zu tun hat.

Politische Themen möchte ich hier eigentlich vermeiden. Pädos sind so vielfältig wie andere Menschen auch. Es gibt linksradikale, linke, liberale, konservative, rechte und rechtsradikale Pädos. Einen gemeinsamen Nenner jenseits vom gemeinsamen Schicksal pädophil zu sein, gibt es nicht. Politische Diskussionen sind da aus meiner Sicht eher wenig zielführend und spaltend. Die Gruppe von Pädos, die sich überhaupt an Diskussionen beteiligt, ist ohnehin schon klein genug.

Warum also komme ich hier trotzdem auf politische „Abwege“?

Die Verzweiflung von Danisch Farooqi und seine Selbstvorwürfe, dass er vielleicht nicht genug getan hat, um seiner Tochter zu helfen, haben mich sehr berührt.

Das kleine Mädchen kann nichts dafür, dass seine Mutter so dumm und selbstsüchtig war, sich mit ihr in ein Kriegsgebiet abzusetzen. Farooqi kann auch nichts dafür und so wie man es von einem guten Vater erwartet, tut er, was er kann, um sein Kind zu schützen und seiner Tochter eine gute Zukunft zu ermöglichen. Ich fühle mich deshalb verpflichtet, ihm zu helfen – auch wenn es nur meine Unterschrift unter einer Petition ist.

Ich glaube an das Gute im Menschen. Ich bin davon überzeugt, dass man Menschen gut behandeln sollte, und ich finde, dass man Menschen helfen muss, wenn man es kann.

Nachdem ich festgestellt habe, dass die Petition schon geschlossen wurde, habe ich aber nochmal über den Grund nachgedacht, warum ich nach einer Petition gesucht hatte und unterschreiben wollte.

Dabei kam mir in den Sinn, dass in meiner Überzeugung, dass man Menschen helfen muss, auch eine Portion magisches Denken steckt. Im Sinne von: ich tue etwas Gutes und mir geschieht etwas Gutes. Ich helfe jemandem und irgendjemand hilft mir. Wenn man so will: Karma.

Oder wie es die Beatles ausdrücken würden: „And in the end the love you take is equal to the love you make” (deutsch: Und am Ende entspricht die Liebe, die du bekommst, der Liebe, die du gibst.)

Für mich war das ein schmerzhafter Moment: ich habe an meinem Edelmut gekratzt und darunter war nur meine eigene Verletzung, von der ich mir wünsche, dass jemand sie heilt.

Nicht edelmütig, sondern lediglich verletzt und obendrein naiv – was ist da die Schlussfolgerung?

Ich glaube immer noch an das Gute im Menschen. Daran, dass man andere Menschen gut behandeln sollte. Hoffe darauf, selbst gut behandelt zu werden. Aber vielleicht ist das ja nicht mal naiv. Ich bin ja nicht der einzige.

Oder wie John Lennon sagen würde: „You may say I’m a dreamer, but I’m not the only one. I hope someday you will join us. And the world will be as one.” (deutsch: Du magst sagen, dass ich ein Träumer bin, aber ich nicht der Einzige. Ich hoffe, eines Tages wirst du dich uns anschließen. Und die Welt wird Eins sein.“

Und damit auch hartgesottene BLs noch etwas von diesem Beitrag haben, hier die Version von Declan Galbraith dazu:

Antipädophile Propaganda zur Päderastie

Ich habe vor einiger Zeit das Buch „Herausforderung Pädophilie, Beratung, Selbsthilfe, Prävention“ gelesen. Es handelt es sich Buch aus dem Umfeld des Projekts „Kein Täter werden“, das sich an Betroffene, Angehörige und Therapeuten richtet. Ein Auszug aus dem Klappentext:

Die Autoren fassen den aktuellen Wissensstand zusammen. Sie beschreiben die widersprüchlichen Gefühle ihrer Klienten, die Probleme von Coming out bis zur Berufswahl, aber auch die Flucht ins Internet, Risikofaktoren und -situationen und das Leiden der Kinder. Der Mythos der Einvernehmlichkeit wird ebenso hinterfragt wie die These, dass der Gebrauch von Missbrauchsabbildungen Schlimmeres verhindert. Im Zentrum stehen die Hinweise für einen konstruktiven Umgang mit Pädophilie und die Möglichkeiten von Therapie.

Die Autoren sind Claudia Schwarze und Dr. Gernot Hahn.

Frau Schwarze ist Diplom-Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin und leitet die Psychotherapeutische Fachambulanz in Nürnberg, die auf die therapeutische Behandlung von Menschen, die Sexualstraftaten begangen haben, spezialisiert ist.

Herr Dr. Hahn ist Diplom-Sozialpädagoge und Diplom-Sozialtherapeut und leitet die Forensische Ambulanz im Klinikum am Europakanal Erlangen. Sein Schwerpunkt ist die Begleitung und ambulante Nachsorge vormals im Maßregelvollzug untergebrachter, straffällig gewordener Menschen. Er hat sich als Forscher mit den Schutzfaktoren rückfallfreier Sexualstraftäter beschäftigt.

Das Buch beschreibt die Gefühlslage von Pädophilen gut und sensibel. Es gibt darin Kapitel, die ich ohne weiteres unterschreiben würde. Trotzdem kann ich das Buch nur sehr bedingt empfehlen, da es auch andere Stellen gibt, die ich als ideologisch, unwissenschaftlich und unaufrichtig einschätze. Eine dieser Stellen möchte ich hier vorstellen.

Sehr früh im Buch gibt es unter dem Thema „Was ist Pädophilie“ einen Exkurs „Antikes Griechenland: Beziehungen zwischen Männern und Jungen“. Der Exkurs ist Teil des Download-Materials des Buchs, das man sich als frei verfügbares Zusatzmaterial auf der Seite des Verlags herunterladen kann. Mir geht es um folgende Passage:

Es existiert seit den 1970er-Jahren eine Pädophilenbewegung, die sich für die Legalisierung von sexuellen Kontakten zwischen Erwachsenen und Kindern bzw. Die Herabsetzung des Schultzalters einsetzt. Diese argumentiert häufig mit der im alten Griechenland praktizierten „Knabenliebe“. Der Auor Hans Licht benerkt dazu: “ Eines vor allem darf man die vergessen, (…) nämlich, dass es sich dabei niemals um Knaben, wie wir das Wort meist gebrauchen, das heißt umunmündige Kinder handelt, sondern stets um geschlechtsreife Knaben, das heißt um solche, die die Pubertät hinter sich haben“ (zitiert nach BANGE 2007, S.11). Auch im alten Griechenland gab es Gesetze gegen Kindesmissbrauch, die sexuelle Handlungen mit nicht geschlechtsreifen Kindern unter Strafe stellten, (S. 12)

Es wird hier also von den Autoren des Buchs, eigentlich zwei seriösen Wissenschaftlern, die es wirklich besser wissen müssen, die unhaltbare These übernommen, dass die griechische Knabenliebe geschlechtsreife Knaben betraff, die die Pubertät hinter sich (!) hatten.

Ich zitiere zum Vergleich aus dem Vorwort von Wolfram Setz (Historiker, Herausgeber, Übersetzer und Essayist) zum Buch „Das Hohelied der Knabenliebe, Erotische Gedichte aus der Griechischen Anthologie“:

Knabenliebe – ein Wort, das leicht zu Mißverständnissen führen kann. Es ist zwar eine genaue Übersetzung des griechischen paiderastia (die Liebe zu einem pais), doch „Knabe“ und pais sind Wörter mit unterschiedlich weiten Bedeutungen. Der „Knabe“ ist der kleine, unschuldige Junge, der mehr beschützt als geliebt werden muss; pais dagegen bezieht sich in gleicher Weise auf Junge und Mädchen, also auf das Kind allgemein, sowie auf den Sklaven, das Wort hebt also weniger auf das Geschlecht und das absolute Alter als auf die rechtliche Stellung des Unmündigen ab.

Im Begriff der Päderastie ist aus diesem weiten Bedeutungsspektrum ein Sektor herausgegriffen; hier ist pais der noch unmündige, aber schon geschlechtsreife Junge in der Phase bis zur Aufnahme in die Reihe der Erwachsenen bzw. die Ephebie als Vorstufe dazu, in Lebensjahren ausgedrückt: der Junge zwischen dem 12. und 18. Lebensjahr.

Die griechische Knabenliebe hat sehr viel von einer Initiation an sich. Der Partner ist der Begleiter auf dem Weg zum Erwachsensein, der dabei nicht nur Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt oder bestimmte Riten erfüllen hilft, sondern dem Jungen in geistig-körperlicher Liebe zugetan ist.

So ist es und so kann man es auch in unzähligen anderen Quellen nachlesen.

Die von Claudia Schwarze und Dr. Gernot Hahn übernommene These, dass es sich um Jungen handelte, die die Pubertät hinter sich hatten, entbehrt jeder Grundlage.

Päderastie betraf Jungen in der Pubertät, ab Beginn (ca. 12 Jahre) bis Ende (ca. 18 Jahre). Diese Jungen waren auch nicht mündig. Wer als mündiger Erwachsener noch pais in einer päderastischen Beziehung war, lud damit Schande auf sich.

Als Nachweis hier noch ein paar Primärquellen, drei Gedichte von Straton von Sardis, der im 2. Jahrhunderts n. Chr. gelebt hat.

Rechtes Alter
Straton

Zählt ein Knabe zwölf Jahre, dann macht er mir Freude und wenn er
schon im dreizehnten steht, zieht er mich noch stärker an:
Doch im vierzehnten ist er die süßere Blüte der Liebe;
fängt er das fünfzehnte an, beut er noch schönere Lust.
Sechzehnjährige sind für sämtliche Götter; mit siebzehn
such ich selber nicht mehr, denn sie gehören dem Zeus.
Wenn dich noch ältere reizen, dann ist es gewißlich kein Spiel mehr,
sondern dann suchst du bereits: „Und ihm entgegnete drauf.“


Der Herbling
Straton

Zart ist der Junge des Nachbarn, ganz zart noch; er reizt mich nicht wenig.
Wie verschmitzt er doch lacht, ganz so, als wär er gewillt.
Älter als zwölf ist er kaum. Noch wacht man nicht über den Herbling;
sind die Trauben erst reif, hüten sie Gitter und Schloß


Zeit der Sündlosigkeit
Straton

Sündigt ein knospender Knabe in unerfahrem Alter,
hat der verführende Freund größere Schande davon.
Duldet die Liebe ein Junge, der über die Jahre hinaus ist,
bringt sein willfähriges Herz doppelten Vorwurf ihm ein.
Aber es gibt eine Zeit, da es nicht mehr und noch nicht ein Schimpf ist:
Die Zeit, Moisis, drin heut du dich befindest und ich.


Wenn es bei Päderastie um Jungen im Alter von 12 bis 18 Jahren ging, kann ein im wissenschaftlichen Sinne Pädophiler (also jemanden der auf Kinder vor Erreichen der Pubertät steht) sich streng genommen nicht darauf berufen. Auch für jemanden, der auf Mädchen steht, wäre eine Argumentation mit Knabenliebe merkwürdig.

Aber: die Ethik der Knabenliebe, bei der ein Mentorenverhältnis des älteren Beziehungspartners zum jüngeren Beziehungspartner im Vordergrund steht, ist im Prinzip unabhängig von Alter und Geschlecht.

Der Kern des pädophilen Rückbezugs auf die Päderastie ist die moralische Forderung an den Älteren, sich gefälligst gut um den Jüngeren zu kümmern. Diese Forderung und die damit einhergehende Verantwortung ist unter den Pädophilen, die ich kenne, allgemein anerkannt. Übrigens auch bei jenen, die sich für Geschichte nicht interessieren und sich nicht mit der griechischen Päderastie beschäftigt haben.

Für mich als jemanden, der sich zu Jungen im Alter von 10 bis 14 Jahren hingezogen fühlt, wäre die griechische Antike schon eine interessante Zeit gewesen, in der ich meine Sexualität und meine sozialen Beziehungswünsche hätte ausleben können.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich am Ende vielleicht doch lieber in der Neuzeit lebe.

Erstens sind heute zum Beispiel die Zahnärtze deutlich besser, zweitens wurden damals sehr viele Menschen (z.B. Frauen und Sklaven) systematisch sehr schlecht behandelt. Das finde ich nicht erstrebenswert. Trotz der sehr hohen Attraktivität des isolierten Aspekts der Päderastie, bin ich letztlich doch froh, dass diese Zeiten vorbei sind.

Diversity

Diversity ist der Name einer Streetdance-Gruppe, die 2009 die Talentshow Britain’s Got Talent gewann.

Die Gruppe bestand damals aus den Brüdern Ashley und Jordan Banjo (20 und 16 Jahre alt), den Brüdern Sam und Mitchell Craske (19 und 12 Jahre alt) , den drei Brüdern Ian, Jamie und Matthew McNaughton (25, 23 und 16 Jahre alt), sowie aus Warren Russell (18), Terry Smith (24) und Perri Kiely (13).

Kopf und genialer Choreograph der Gruppe ist Ashley Banjo. Rein optisch passt seine Truppe auf den ersten Blick kaum zusammen. Der Name „Diversity“ (Vielfalt / Verschiedenheit) ist Programm und wird zelebriert. Jeder kommt zur Geltung, bleibt aber Teil des Ganzen. Bei allen offensichtlichen Unterschieden ist das Zusammenspiel der Gruppe perfekt und begeisternd. Hier ihr erster Auftritt:

Diversity existiert noch heute. Acht Gründungsmitglieder sind noch dabei, darunter auch Ashley Banjo und die ehemaligen Küken der Gruppe Perri Kiely und Mitchell Craske.

Das aktuelle Tour-Programm des Jahres 2019 heißt „Born Ready“.

Wer dieses Jahr noch nach Großbritannien reist und sich die Gruppe anschauen möchte, hat dazu folgende Möglichkeiten:

  1. September 2019 – Regent Theatre, Stoke-On-Trent
  2. September 2019 – St David’s Hall, Cardiff (matinee)
  3. September 2019 – G Live, Guildford
  4. September 2019 – G Live, Guildford
  5. September 2019 – Royal Concert Hall, Nottingham
  6. September 2019 – Opera House, Blackpool
  7. September 2019 – Sage 1, Gateshead (matinee)
  8. September 2019 – Sage 1, Gateshead
  9. Oktober 2019 – Barbican, York
  10. Oktober 2019 – Sands Centre, Carlisle
  11. Oktober 2019 – Bonus Arena, Hull
  12. Oktober 2019 – Usher Hall, Edinburgh
  13. Oktober 2019 – City Hall, Sheffield (matinee)
  14. Oktober 2019 – City Hall, Sheffield
  15. Oktober 2019 – Venue Cymru Theatre, Llandudno
  16. Oktober 2019 – Forum, Bath
  17. Oktober 2019 – Bournemouth International Centre
  18. Oktober 2019 – Cliffs Pavilion, Southend*
  19. Oktober 2019 – New Theatre, Oxford
  20. Oktober 2019 – Milton Keynes Theatre
  21. Oktober 2019 – Brighton Centre (matinee)
  22. Oktober 2019 – Brighton Centre
  23. Oktober 2019 – Hexagon, Reading
  24. Oktober 2019 – De Montfort Hall, Leicester
  25. November 2019 – Alexandra Theatre, Birmingham
  26. November 2019 – Alexandra Theatre, Birmingham (matinee)
  27. November 2019 – Derngate, Nottingham
  28. November 2019 – Derngate, Northampton*
  29. November 2019 – Empire Theatre, Liverpool
  30. November 2019 – Eventim Apollo, London (matinee)
  31. November 2019 – Eventim Apollo, London
  32. November 2019 – Regent, Ipswich
  33. November 2019 – Regent, Ipswich
  34. November 2019 – Waterside Theatre, Aylesbury
  35. November 2019 – Convention Centre, Harrogate
  36. November 2019 – Palace Theatre, Manchester (matinee)
  37. November 2019 – Palace Theatre, Manchester
  38. November 2019 – Victoria Theatre, Halifax
  39. November 2019 – King’s Theatre, Glasgow (matinee)
  40. November 2019 – King’s Theatre, Glasgow

Legitimation

Vor kurzem wurde in einem Meinungsartikel bei Bento (ein Web-Angebot des Nachrichtenmagazins Der Spiegel für die Zielgruppe der 18- bis 30-Jährigen) folgendes zum Besten gegeben:

Dass Menschen sehr glückliche Beziehungen führen können, auch, wenn der eine wirklich viel, viel älter ist als der andere, das ist kein Geheimnis. Das ist absolut legitim, wenn beide erwachsen sind.

Der Wendler und „die Laura“ – warum der Altersunterschied nicht das Problem ist

Warum wird eine sehr glückliche Beziehung erst legitim, wenn beide erwachsen sind?

Für die Legitimität einer Beziehung sollte es keinen anderen relevanten Maßstab geben, als das beide Beziehungspartner in und mit der Beziehung glücklich sind.

Mehr Moral braucht kein Mensch.

Jungs sind so

Jungs sind so ist ein Song von Von der Straße ins Studio (auch VDSIS) einem 2010 von Timm Fütterer gegründeten sozialen Musikprojekt. Gefördert werden Kinder und Jugendliche vor allem im Bereich Rapp-Musik aber auch junge Schauspieler und Tänzer.

Seit 2013 bietet VDSIS bundesweit Workshops für Schulen, Vereine und Jugendzentren an, in denen mit den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen Songs und Videos produziert werden.

Der Youtube-Kanal von VDSIS hat 189.000 Abonenten. Es gibt zehn Videos mit mehr als 1 Mio Klicks. Das erfolgreichste Video hat bereits 9.1 Millionen Klicks eingesammelt. Jungs sind so kommt „nur“ auf 1.4 Millionen Klicks.

Irgendwer wird über die vermeintliche Message dieses Songs sicher was zu motzen haben und vielleicht kritisieren, dass überkommene Rollenmodelle propagiert werden.

Das Lied beschreibt aber authentisch das Lebensgefühl von Jungs in der Phase, in der Jungs Mädchen (und Mädchen Jungs) noch blöd finden, und in der sie den Erwachsenen öfters mal zu wild und „verhaltenskreativ“ sind.

Es kann nerven wie Jungs sind, aber im Grunde gibt es da nichts zu meckern, auszutreiben oder wegzusensibilisieren. Was ist, gehört dazu. Und irgendwann dann nicht mehr.

Ein Kind hat das Recht, so zu sein, wie es ist. Auch ein Junge.

Lasst die Jungs so sein, wie sie sind!

Sexualwissenschaftler mit Augenklappen

Ich habe vor kurzem einen Artikel zum Modellversuch des Psychologen und Pädagogen Helmut Kentler veröffentlicht, der Ende der 1960er Jahre drei verwahrloste 13- bis 15-jährige Jungen bei Pädophilen unterbrachte.

Kentler versprach sich davon, dass sich die Männer besonders intensiv um die Jungen kümmern würden und dass diese davon stark profitieren könnten. Das die Männer auch Sex mit den Minderjährigen haben würden nahm er in Kauf. Die Jungen waren (soweit das aus den Berichten hervorgeht) sexuell erfahren (z.B. als Stricher), kannten die Männer schon und wurden während des Modellversuchs laufend betreut.

Kentler schildere das Projekt und die aus seiner Sicht spektakulären Erfolge 1980 in der Zeitschrift konkret. In der selben Ausgabe ließen die Redakteure auch den Sozialwissenschaftler Günter Amendt zu Wort kommen.

Amendt befasste sich in seiner Karriere vor allem mit den Themen Sexualität und Drogen. Er war in den 1970er Jahren freier Mitarbeiter des damaligen Instituts für Sexualforschung (heute: Institut für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie). Außerdem veröffentlichte er mit Sexfront (seit 1970 mehr als 400.000 Exemplare) und Das Sex-Buch (1979, etwa 200.000 verkaufte Exemplare) zwei sehr erfolgreiche Aufklärungsbücher.

Hier die Stellungnahme von Günter Amendt (Quelle: Abschlussbericht zur Kentler Studie des Berliner Senats, Seite 103):

Glaubt man nun den ‚Fall‘-Geschichten, die von den Propagandisten pädophiler Beziehungen präsentiert werden, dann scheint es kaum Belege für negative ‚Nebenwirkungen‘ zu geben. Im Gegenteil: Alles scheint für derartige Beziehungen zu sprechen. Unübertrefflich ist die Selbstlosigkeit des Pädophilen, der als Gönner und Förderer auftritt und nur das Wohl des Kindes im Auge zu haben scheint.

Amendt, der sich in der Sexualforschung hervorragend auskennt, war nicht darauf angewiesen Kentler „zu glauben“. Er kannte die Studienlage und bestreitet deshalb auch nicht, dass es kaum Belege für negative Wirkungen pädophiler Beziehungen gibt. Gäbe es sie, hätte er sie ja ins Feld führen können.

Da er dieses Argument trotz umfassender Kenntnisse nicht wiederlegen kann, versucht er es zu entkräften, indem er die ihm unliebsame Position ins Lächerliche zieht und suggeriert, dass Kentler den Pädophilen Selbstlosigkeit unterstellt habe.

Das ist aber nicht der Fall. Kentler ordnete das Verhalten der Pädophilen in seinem Pflegestellenversuch wie folgt ein: „Diese Leute haben diese schwachsinnigen Jungen nur deswegen ausgehalten, weil sie eben in sie verliebt, verknallt und vernarrt waren.‘

Liebe ist ihrer Natur nach aber nicht selbstlos. Der andere Mensch ist einem ja unglaublich wichtig. Selbstlos bedeutet, nicht auf den eigenen Vorteil bedacht zu sein. Natürlich ist es für mich von Vorteil, wenn es einem Menschen, den ich liebe, gut geht. Es ist sogar einer der größtmöglichen Vorteile, die für mich denkbar sind.

Selbstlos wäre es dagegen, sich für einen Wildfremden einzusetzen. Dabei stößt man allerdings schnell an natürliche Grenzen. Man kann einen wildfremden Menschen finanziell unterstützen oder ihn sogar umarmen, man kann ihm aber nicht die gleiche emotionale Zuwendung geben, die man einem Menschen geben kann und geben will, den man liebt. Er ist eben ein Wildfremder. Man kann ihn aus prinzipiellen Gründen altruistisch unterstützen, aber man liebt ihn nicht.

Die Wirkung emotionaler Zuwendung hängt stark von der vom Empfänger gefühlten Authentizität ab. Man kann einem Menschen, den man nicht liebt, deshalb nie die Wärme geben, die man einem geliebten Menschen geben kann.

Liebe ist ein extrem starker Motivator. Die Liebe eines Pädophilen zu einem Jungen ist nicht selbstlos und auch nicht karitativ. Aber sie ist echt. Genau darauf kommt es an und genau das macht sie so effektiv.

Neben Liebe und Verliebtheit ist auch sexuelle Befriedigung ein bedeutsames Motiv. Kentler war sich bewusst, dass es zu Sex mit den Minderjährigen kommen würde und nahm das in Kauf.

Auch der Wunsch nach sexueller Befriedigung ist weder selbstlos noch karitativ. Er ist seinem Wesen nach aber auch nicht ausbeutend. Es geht dabei um eigene Befriedigung und nicht um fremde Unterdrückung. Es gibt auch Nutzen ohne ausnutzen. Freiwillig eingegangene sexuelle Erlebnisse werden in der Regel von beiden Beteiligten als schön empfunden.

Zum Bestandteil eines klassischen Plädoyers pro homosexuelle Pädophilie gehört die Gegenüberstellung der sozialen und emotionalen Lage des beteiligten Jungen mit den daran gemessen harmlosen psychischen Folgen des sexuellen Kontaktes. Konkret: Muß man nicht einen Mann verteidigen, der sich um einen emotional vernachlässigten und sozial isolierten Jungen liebevoll kümmert? Hat nicht jeder unsere Sympathie, der sich zärtlich einem in Heimen großgezogenen Jungen ohne Berufs- und Bildungschancen zuwendet, indem er dessen trostlose Lebensperspektive scheinbar abwendet, auch wenn der Preis für solche Anteilnahme sexuelle Beziehungen zwischen Mann und Kind ist? Und das, wenn zudem, was durchaus glaubwürdig klingt, das Sexuelle von den betroffenen Jungen oft noch positiv geschildert wird?

Das gesellschaftliche Dogma ist, dass einem Heranwachsenden nichts Schädlicheres passieren kann, als eine sexuelle Beziehung zu einem Erwachsenen.

Da ist es aus meiner Sicht durchaus bemerkenswert, wenn ein anti-pädophil eingestellter Autor einräumt, dass das Sexuelle einer pädophilen Beziehung von den betroffenen Jungen oft positiv geschildert wird.

Sex ist eben auch für Kinder etwas, das mit schönen Gefühlen verbunden ist.

Dieses Argumentationsmuster beschreibt eine der typischen Rationalisierungen in der Pädophiliediskussion. Als läge die Lösung sozialer Probleme der Jugend in der Pädophilie und nicht in der Lösung der sozialen Probleme selbst. Solche Hilfskonstruktionen mögen vor Gericht zu rechtfertigen sein, grundsätzlich lenken sie von der elenden Situation eines Teiles der Jugend ab. Mehr noch: Sie verlagern die Lösung eines politischen Problems auf eine karitativ-fürsorgliche Ebene und verewigen somit die Benachteiligung aller zukünftig Betroffenen.

Amendt kritisiert, dass Befürworter von Pädophilie die Lösung sozialer Probleme der Jugend in der Pädophilie und nicht in der Lösung der sozialen Probleme selbst sähen. Das lässt sich den Aussagen Kentlers aber nicht entnehmen.

Es ist ja nicht so, dass Kentler die Kinder- und Jugendhilfe abschaffen wollte, oder weniger Geld in sie investieren wollte. Für ihn ist die extrem starke Motivation Pädophiler lediglich eine zusätzliche, bisher ungenutzte und noch dazu äußerst wirkungsvolle Ressource, um Kindern und Jugendlichen in kontrollierter Weise (das Projekt wurde engmaschig betreut) effektiv zu helfen.

Ich finde es schlimm, wenn Amendt in den „sozialen Problemen der Jugend“ ein politisches Problem zu erkennen meint. Emotionale Vernachlässigung ist kein politisches, sondern ein zwischenmenschliches Problem. Einen Mangel an Liebe, Zuwendung und Aufmerksamkeit kann man nicht durch Geld heilen, das mit einem staatlichen Programm zur Verfügung gestellt wird.

Politische Lösungen sind darüber hinaus langwierig und wirken vor allem auf der Makroebene. Einem konkreten Kind hilft das erst mal überhaupt nicht. Es kann sein, dass ein Kind bereits erwachsen geworden ist, bevor ein Gesetz auch nur verabschiedet wurde. Dazu braucht es bei einem fast 14jährigen Kind nur 4 Jahre und ein paar Tage, also etwa eine Legislaturperiode.

Vor allem aber ist Geld ist keine wirksame Behandlung für ein Defizit an Liebe. Es kann durchaus Maßnahmen finanzieren und Hilfen ermöglichen, die sinnvoll sind. Diese lösen aber nicht das eigentliche Problem und kommen in der Regel nicht über die Qualität eines Pflasters oder einer Prothese hinaus.

Die richtige Behandlung für ein Defizit an Liebe, Zuwendung und Aufmerksamkeit ist Liebe, Zuwendung und Aufmerksamkeit. Das können nur Menschen leisten, die dazu (idealerweise aus eigenem Antrieb) motiviert sind. Je motivierter eine Person ist, um so besser ist dies für das Kindeswohl. Die beste Motivation überhaupt ist Liebe.

Warum sollte ein Verletzter mit einem Pflaster oder einer Prothese behandelt werden, wenn er stattdessen durch innige Zuneigung und Verbundenheit geheilt werden kann?

Es gibt selbstverständlich auch Situation, in denen die notwendige Zuwendung von nicht-pädophilen Personen geleistet wird. Es gibt unheimlich engagierte und liebevolle Pflegeeltern und es ist auch richtig, wenn diese unterstützt werden (etwa durch Pflegegeld oder ein professionelles Beratungsangebot).

Dieses Angebot steht aber nicht jedem vernachlässigten Kind zur Verfügung. Pflegeeltern sind eine temporäre Radikallösung für extreme Fälle. In der Regel wird versucht, ein Kind möglichst schnell wieder zurück in seine Ursprungsfamilie zu bringen (selbst wenn die Eltern das Kind misshandelt haben).

Es gibt auch Kinder, die zwar zu kurz kommen, bei denen die Eltern aber nicht so vollständig versagt haben, dass der Staat sie aus der Familie nimmt und in einem Heim oder in einer Pflegefamilie unterbringt. Und es gibt viele Kinder, bei denen das Scheitern der Eltern von staatlichen Stellen einfach nicht bemerkt oder hinreichend erkannt wird.

Hinzu kommt, dass das Angebot an Pflegeeltern begrenzt ist und durch Geld auch nicht künstlich aufgepumpt werden kann. Würde man das versuchen, wäre das Resultat zwar ein Wachstum der Anzahl pflegebereiter Personen. Es wäre aber ein ungesundes Wachtum um solche Personen, denen es primär ums Geld geht und die deshalb eher ungeeignet sind, dem Kind das zu geben, was es braucht: Liebe.

Entscheidend für den ‚Behandlungserfolg‘ ist ohnehin nicht, mit wem der Staat ein Kind zwangsweise zusammenbringen möchte, sondern, wem sich das Kind öffnet, wen es sich als Bezugsperson wünscht und akzeptiert.

Wenn das zufällig ein pädophiler Mensch ist und das Kind von der Beziehung profitiert, steht es moralisierenden Dritten nicht zu, diese Beziehung zu unterbinden.

Und auch das eine zwar gerichtsverwertbare, grundsätzlich aber fragwürdige Beobachtung: Zwischen Tätern und Opfern besteht häufig eine Wechselbeziehung. Nicht selten ziehen sie sich gegenseitig an. Doch nur deshalb, weil das Opfer bereits Opfer emotionaler Vernachlässigung war, bevor es nun Opfer emotionaler Zuwendung wird, die auf der Machtlosigkeit, Ungleichheit und Abhängigkeit des Jungen beruht. […]

Auch hier zieht Amendt falsche Schlüsse. Nicht weil sie sich aufdrängen, sondern weil er sie ziehen will und es ihm darum geht, pro-pädophile Positionen zu diffamieren.

Die Behauptung, Jungen in einer pädophilen Beziehung würden „Opfer emotionaler Zuwendung“ werden, ist nicht nachvollziehbar. Das Wort Opfer bedingt einen Schaden. Dafür fehlt aber jeder Beleg. Schon zu Beginn seiner Ausführungen konnte Amendt den fehlenden Belegen für negative Wirkungen nichts als Ablenkungsangriffe entgegensetzen.

Emotionale Zuwendung als solche ist etwas Positives. Konkret geht es aber gerade um Fälle von Jungen, die Opfer emotionaler Vernachlässigung wurden und besonders dringend auf emotionale Zuwendung angewiesen sind. Amendt erklärt hier also, ohne irgendeinen Beleg für seine These liefern zu können, gerade das Gegenmittel einer emotionaler Vernachlässigung zum Gift.

Amendt argumentiert weiter, die Zuwendung des Pädophilen beruhe auf Machtlosigkeit, Ungleichheit und Abhängigkeit des Jungen. Lt. Duden bedeutet „beruhen“ soviel wie „sich auf etwas gründen, stützen; seinen Grund, seine Ursache in etwas haben“.

Die typische Ursache einer pädophilen Beziehung dürfte sein, dass sich ein Pädophiler in einen Jungen verliebt und die emotionale Zuwendung, die er dem Jungen deshalb entgegenbringt, den Weg in eine Beziehung ebnet.

Ein Pädophiler verliebt sich aber nicht in einen Jungen, weil der machtlos und abhängig ist. Er verliebt sich in ihn, weil er sich körperlich zu ihm hingezogen fühlt. Körperliche Anziehung ist ein bei allen Menschen gegebener, fundamentaler und natürlicher Vorgang, der sich menschlicher Berechnung entzieht.

Es ist richtig, dass ein Junge für einen Dritten relativ gesehen machtloser und abhängiger erscheint, als ein Mann. Das ist aber nicht die Ursache für die Beziehung. Es ist auch nicht die Bedingung unter der eine Beziehung sexuell wird oder beibehalten wird, nachdem sie sexuell geworden ist.

Im Prinzip gibt vor allem zwei Möglichkeiten: der Mann ist in den Jungen verliebt aber der Junge nicht in den Mann. Oder der Mann ist in den Jungen verliebt und der Junge in den Mann.

Im erstgenannten Fall kehren sich die realen Machtverhältnisse um. Jemand, der verliebt ist, ist Wachs in den Händen des geliebten Menschen: „Es gibt immer einen Besiegten in der Liebe; den der mehr liebt“ (Franz Blei).

Wenn ein Junge trotzdem in einer solchen Beziehung bleibt, kann das viele Gründe haben, z.B. :

  • Geliebt zu werden, ist schmeichelhaft und gut für das Selbstbewusstsein.
  • Geliebt zu werden, verleiht Macht über den Liebenden. Macht zu haben, ist befriedigend und gut für das Selbstwertgefühl.
  • Sex macht Spaß, insbesondere mit Menschen, die einem sympathisch sind.
  • Ein Erwachsener verfügt über viele Möglichkeiten (z.B. Geld, Auto). Die fortgesetzte Beziehung zu einem Erwachsenen kann damit handfeste materielle Vorteile bringen. Auch andere Vorteile (Aufmerksamkeit, Wissen, Erfahrung Unterstützung wie Hausaufgabenhilfe, Fahrtdienste etc.) können attraktiv sein.

Zum zweiten Fall:

Wenn beide, Mann und Junge ineinander verliebt sind (z.B. weil der Junge schwul oder sexuell flexibel ist), sollte es ohnehin kein Problem geben und kein Dritter das Recht haben, sich in die intime Beziehung zweier Liebender einzumischen.

Es gibt natürlich auch weitere, mögliche Konstellationen: es könnte z.B. sein, dass der Junge in den Mann verliebt ist, aber der Mann nicht in den Jungen. Dann wird es aber in der Regel zu keiner Beziehung kommen. Wenn doch, gibt es ein etwas erhöhtes Potential für einen unglücklichen Ausgang, da es dem Mann vermutlich vor allem um sexuelle Befriedigung geht und er irgendwann das sexuelle Interesse am Jungen verlieren wird. Trotzdem setzt auch diese Konstellation nicht voraus, dass der Mann den Jungen schlecht behandelt.

Wenn keiner verliebt ist, und es wechselseitig lediglich um guten Sex geht, ist das auch eher unproblematisch.

Geht es dem Jungen um Vorteile (Geld, Möglichkeiten) und dem Mann um Sex, muss das auch kein kritisches Problem sein – entscheidend ist, wie die beiden Beziehungspartner einander behandeln und ob die Beteiligten freiwillig in der Beziehung sind und bleiben.

Natürlich (?) finde ich eine Liebesbeziehung schöner und wünschenswerter als eine Sexbeziehung. Für mich gehört eine tiefere Bindung einfach dazu. Das ist aber die Krux. Für mich! Ich bin aber nicht derjenige, um den es bei einer Beziehung geht, die Dritte miteinander führen.

Wenn die beiden Beziehungspartner freiwillig in der Beziehung sind und bleiben und gut miteinander umgehen, geht es mich schlicht nichts an, was sie miteinander treiben (oder nicht treiben).

Gerade weil ich aus prinzipiellen Gründen genital-sexuelle Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern als Herrschaftsverhältnis ablehne, habe ich Schwierigkeiten, Erfahrungen einzuordnen, die für das Gegenteil einer Herrschaftsbeziehung zu stehen scheinen.

Amendt problematisiert hier sexuelle Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern als Herrschaftsverhältnis. Einerseits geht es aber bei sexueller Anziehung nicht um Herrschaft, sondern um Lustgewinn. Andererseits: wer herrscht über wen? Normalweise verfügt derjenige, der mehr geliebt wird, im Innenverhältnis über mehr Macht. In der Regel wird das in einer pädophilen Beziehung der Junge sein.

Aber selbst wenn der ältere Beziehungspartner in einer konkreten Beziehung tatsächlich einmal über mehr Macht verfügen würde: problematisch ist nicht, wenn ein Mensch mehr Macht hat als ein anderer. Das ist der Normalfall zwischen zwei beliebigen Menschen. Problematisch wird es erst, wenn Macht missbraucht wird, um den anderen schlecht zu behandeln. Das Interesse, einen geliebten Menschen schlecht zu behandeln, ist unter Menschen typischerweise nicht sehr ausgeprägt.

Richtig krass ist aus meiner Sicht aber, dass Amendt einräumt, dass er Erfahrungen anderer, die seiner vorgefassten Meinung entgegenstehen, nicht einordnen kann, weil er aus prinzipiellen Gründen an seiner Ablehnung festhalten will.

Das ist gewollte Ahnungslosigkeit und hat mit Wissenschaft nichts zu tun. Wissenschaft soll unvoreingenommen und methodisch Zusammenhänge ergründen und nach empirischen Belegen suchen, um Thesen zu bestätigen oder zu verwerfen.

Stattdessen wird hier aus prinzipiellen, moralisierenden Gründen eine Position eingenommen und dann nach Gründen gesucht, sie zu rechtfertigen – und wenn die Argumente ausgehen, wird einfach die Sachebene verlassen und die Gegenposition diffamiert.

Günter Amendt präsentiert sich im Kontext von Pädophilie als Sexualwissenschaftler, der sich selbst die Augenklappen aufsetzt, um nicht sehen zu müssen, was er nicht sehen will.

Das ist ein Armutszeugnis, liegt aber bei diesem emotional und moralisch besonders aufgeladenen Thema leider auch heute noch voll im Trend.

Bin Challenge

Eine „bin challenge“ ist der Versuch einer Kopfball-Stafette, bei der ein Spieler sich mit dem Rest der Mannschaft bzw. Gruppe den Ball zuköpft. Am Ende soll der Ball dann im Korb oder Eimer („bin“) landen. Und wenn es klappt, muss das natürlich ausgiebig bejubelt werden. 🙂

Eine solche „bin challenge“ gab es 2018 in der Kabine von Real Madrid. Hauptprotagonist ist Enzo, der kleine Sohn von Marcelo, einem der besten linken Außenverteidiger der Welt, der seit 2007 bei Real Madrid spielt und in dieser Zeit viermal Champions League Sieger wurde.

Etwas später hat Marcelo dann mit der Jugendmannschaft seines Sohnes nachgezogen.

Es ist Liebe und dagegen gibt es keine Medizin

Sarah Connor (eigentlich Sarah Marianne Corina Lewe) ist eine deutsche Popsängerin, die schon über sieben Millionen Tonträger verkauft hat.

Sie hatte Ihren Durchbruch schon 2001, singt aber erst seit 2015 auch auf Deutsch. Ihr im Mai 2015 erschienenes Album Muttersprache wurde ihr zweites Nummer-eins-Album in Deutschland und wurde in Deutschland mit Fünffach-Platin für 1.000.000 verkaufte Alben ausgezeichnet.

Ihr nächstes Album Herz Kraft Werke wird am 31.05.2019 veröffentlicht. Der einzige daraus bisher bekannte Song ist die Single-Auskopplung Vincent.

In dem Lied geht es um einen Jungen in der Pubertät, Vincent, der völlig fertig ist, weil er sich verliebt hat – in einen Jungen. Seine Mutter unterstützt ihn und redet ihm gut zu: „Es ist Liebe und dagegen gibt es keine Medizin.“

Die Inspiration zu dem Song beruht auf einer wahren Begebenheit. Eine Freundin von Sarah Connor erzählte ihr davon, wie ihr jugendlicher Sohn (der übrigens nicht Vincent heißt) ihr offenbarte, dass er schwul sei. Das hat sie so sehr beeindruckt, dass sie zusammen mit ihrem Freund Peter Plate von Rosenstolz, ein Lied darüber schreiben wollte.

Herausgekommen ist eine fetzige Hymne an Liebe und Toleranz. Ein toller Song, auf den mich ein Leser (SnoopyBoy) aufmerksam gemacht hat. Vielen Dank dafür!

Die den Song einleitende, unverblühmte Textzeile „Vincent kriegt kein’n hoch, wenn er an Mädchen denkt. Er hat es oft versucht und sich echt angestrengt“ hat aber wohl bereits Besorgnis bei einigen Eltern ausgelöst, deren Kind Vincent heißt und die nun fürchten, dass ihr Sohn gemobbt werden könnte.

Psychotherapeuten sehen das eher gelassen. Mobbing habe andere Ursachen und Vincent („Der Siegreiche“) sei auch ein positiv besetzter Name. Es gibt also keinen Grund, sich den Namen madig machen lassen.