Träumen wir mal …

Die folgende Geschichte teilte murphy1011 im Jahr 2014 im Jungsforum.


Mal im Gedanken gesponnen …

Man macht sich grade was zu futtern, es läutet an der Tür, kann aber eigentlich niemand kommen, weil sonst auch niemand kommt. Also nimmt man die Pfanne vom Ofen, geht man zur Tür, draußen steht eine Traumschönheit von 14yo und fragt nach höflichem Gruße, ob er ein paar Tage bleiben könne.

Ein solcher Treffer, das kann nur eine Falle sein, der erste Gedanke, so fragt man, wo denn die Bullen seien. Nein, keine Bullen, er sei allein. Kann man ihm trauen? Wegschicken? Gedanken überschlagen sich.

Also geht man raus, macht die Haustür hinter sich zu, bittet ihn mitzukommen, geht zu einer Sitzgelegenheit, die von außen nicht so gut einsehbar ist. Man unterhält sich, möchte er etwas zu essen und trinken?

Man bittet ihn zu warten, sagt ihm offen, dass man an eine Falle glaube, macht Butterbrot und Mineralwasser, nimmt Puffreis und Chips mit. Er wartet tatsächlich.

Es wird dunkel, ok, er darf mit ins Haus kommen. Möchte er fernsehen, gerne auch am Beamer oder Spiele spielen, ein paar hat man ja noch von den praktisch nicht benutzten Spielekonsolen. Ein Lachen, er wischt den Staub runter. „Wird Zeit, dass die mal benutzt werden“, steckt die Kabel zusammen, behände bewegt er sich, kriecht auf dem Boden herum, ein Genuss.

Man spielt, aber so richtig konzentrieren ist da nicht, unvorsichtige Bewegungen, man beführt ihn. Und immer noch kein Ärger. Man wolle ihn zuhause nicht mehr, er brauche nicht mehr wiederzukommen und auch nicht anzurufen. Er habe sich wirklich Mühe gegeben, aber man wolle ihn einfach nicht mehr, er war jetzt im Weg, störte nur noch.

Ob das stimmen kann? So was Schönes an die Luft setzen? Ein paar Tage habe er sich jetzt durchgeschlagen, im Freien geschlafen, per Anhalter gereist. Oder spannt er jetzt wie ihm aufgetragen die Falle?

Spielpause, man lässt ihn kurz alleine, würde er klauen? Aber er schnüffelt und klaut nicht. Also zeigt man ihm kurz, was wo im Haus ist, er sieht die Poster an der Wand, fragt, ob man Jungs gerne hätte. Ja, hat man. Ob man ihn auch mögen könne. Ja, kann man. Sehr gerne? Ja, auch sehr gerne.

Es wird spät, immer noch kein Ärger, es wird Zeit, schlafen zu gehen. Ob er in einem eigenen Zimmer schlafen möchte, wo er allein ist. Nein, will er nicht, will nicht allein sein.

Da er wie gewünscht ein paar Tage da sein würde, bekommt er auch seine eigene Zahnbürste, macht seine Abendhygiene allein im Bad und kommt dann wieder ins Schlafzimmer, fängt an, sich auszuziehen, hängt seine Kleidung über einen Stuhl, nur das Unterhöschen behält er an und verschwindet unter der Bettdecke.

Selbst tut man das Gleiche, macht das Licht aus. Bald schon ist er eingeschlafen, selbst tut man sich damit angesichts des Bewusstseins, so einen Traum von Jungen neben sich zu haben, sehr schwer. Der Vollmond scheint durchs Fenster, man sieht ihm beim Schlafen zu und wie sichtlich gut ihm das tut. Vertrauen pur.

Es wird Morgen, die Bettdecke ist verrutscht, gibt Blicke frei. Es wird Zeit aufzustehen, man ruft im Job an, heute brauche man einen Tag frei. Der Junge steht auf, geht in Unterhose ins Bad, man hört ihn Gurgeln und das Wasser rauschen, kommt wieder und zieht sich an. Danach wäscht er sich auch das Langhaar und bringt es in Form. Wow, sieht der gut aus.

Frühstück, diesmal schmieren seine grazilen Hände selbst die Butter auf das Brot, Salamischeiben und sogar noch Essiggurkenschnitte drauf, er ist kein Kostverächter, blütenweiße Zähne.

Jetzt müssen wir aber noch Klartext reden, wie viele Tage sollten „ein paar Tage“ sein? Dann sollte er sich besser draußen nicht blicken lassen, damit eben niemand von seiner Anwesenheit zu früh was mitkriegt. Fragender Blick, ob er vielleicht ein paar Tage mehr bleiben könne.

Also nochmal ganz klar, man hat Jungs gern, solche wie ihn und wenn es keinen Ärger gibt, kann er bleiben. Und ihm ist auch klar, er ist bei einem bösen Onkel gelandet, aber bis jetzt ist auch „nichts“ passiert.

Man einigt sich auf etwa einen Monat, weil dann müsse man spätestens weitersehen. Diskret verschwindet man mit dem Auto, er braucht ja Klamotten, man fährt also etwas weiter, wo man mich nicht kennt, er probiert, verschwindet in der Kabine und kommt wieder raus, schaut sich im Spiegel an. Ob ihm seine Schönheit selbst bewusst ist?

Bald haben wir, was wir brauchen, so nebenbei hilft er noch einer anderen, älteren Kundin, die ausspricht, was alle denken „Haben Sie aber einen netten Sohn“. Wir fahren wieder, essen unterwegs zu Mittag, sitzen am Nachmittag wieder im Freien, wo man uns nicht sehen kann.

Sollte man mal fragen, ob man ihn in die Arme nehmen darf, einen Kuss draufmachen? Ersteres vielleicht? Oder zerstört man damit alles? Sollte man statt mit Worten mit Blicken fragen?

Und man konnte sich im Job ja nicht ewig frei nehmen. Sollte man einen völlig fremden Jungen tagsüber allein im Haus lassen? Ist es wirklich so, wie er sagt, ist der der Vorbote einer Räuberbande oder eine Falle seitens der Journaille oder des Trachtenverein?, Denn so ein Volltreffer, da glaubt man nur ungern an Zufälle.

Eine Woche Urlaub wird genehmigt, ich schenke der Sekretärin reinen Wein ein, sie meint daraufhin „Hoffentlich wird das was, ich wünsch es Euch.“ Es wird Abend, nach dem Essen machen wir einen Kinoabend, er möchte einen bestimmten Film gerne mal sehen, also Beamer. Das sei ja wie im Kino, da habe man hin nie mitgenommen. Eine Szene, dank PC kann sie mehrfach wiederholt werden, ein Lachen, so was gehe im Kino ja nicht.

Das erste Mal, dass er wirklich völlig unbeschwert lacht. Der Rest des Abends unterscheidet sich nicht vom Vortage, wieder zieht er sich bis auf die Unterhose aus, um dann unter der Bettdecke zu verschwinden.

Einem selber fehlt die vorherige Nacht, man schläft beruhigter ein, am nächsten Tage würde man sich wieder dieses Jungen erfreuen können, den im Grunde der Himmel geschickt hatte. Wieder dreht er sich im Schlafe zigmal, wieder ist morgens die Decke nicht mehr dort, wo sie abends war, mehr noch, auch die Unterhose war am Hinterteile nach unten verrutscht.

Man wartet daher etwas mit Aufwecken, aber dann muss es sein, er bemerkt das mit der Unterhose, zieht sie rauf und meint grinsend, wo er vorher lebte, wäre er dafür geschimpft worden. Und wieder läuft er in Unterhose wissend vor den Augen eines Jungenpädos herum.

Er zieht sich neue Sachen an, es wird Zeit, ihn mal mit Blicken zu fragen, es bedarf keiner Worte, man nimmt in ihn die Arme. „Und ich dachte schon, Du hast mich nicht wirklich gern“. Und wenn es zuviel Gernhaben sei? Das sage er dann schon.

Entweder war der wirklich echt oder eine ganz intrigante Falle.

Die Woche war ins Land gegangen, der Job rief, erstmals würde man dort allein und der Junge allein in der Wohnung sein, morgens also eine dicke Abschiedsmögung und die Bitte, er möge abends noch da sein. Oder sollte man ihn mit in die Arbeit nehmen? Was würden die Kollegen sagen?

Der Chef wusste es schon, gleich morgens bittet er zum Gespräch, zeigt den Urlaubsantrag, die Sekretärin hatte als Grund „Boyfriend“ drauf geschrieben, ihm den Rest erzählt. „Ich kann mir vorstellen, was das für Sie bedeuten muss, aber wir müssen auch unsere Termine halten. Sie können aber gerne in nächster Zeit ihre Arbeitszeit flexibel handhaben und von zuhause aus arbeiten. Oder Sie bringen den Jungen einfach mit, die anderen bringen ihre Kids auch gelegentlich mit. Sie sollten das mit Einwohneramt und Schule noch regeln.“. Nein, es sei ja nur ein Monat geplant. „Das ist sehr schade.“.

Der Tag, er zieht sich endlos in die Länge, würde abends bei der Rückkehr die große Enttäuschung warten? Man sperrt die Haustür auf, Stille, Totenstille. Aber – es fehlte kein Schlüssel, Wechselbad der Gefühle, rasch fing man an, Raum für Raum zu schauen, bis man ihn auf der Liege im Wohnzimmer fand, überanstrengt von der Playstation hatte er sich hingelegt und war eingenickt.

Die Begrüßung, eine dicke Mögung, nicht mehr mit Worten sagt man ihm, wie sehr er einem inzwischen ans Herz gewachsen ist. Am Küchentisch setzt er sich dann frech auf den Schoß, man nimmt ihn an der Schulter und drückt ihn heran, während seine Hand Teile des geschnittenen Rettichs entführt.

Vorsichtig fragt man nochmal nach, seine Geschichte, stimmt die auch wirklich? Ja, sie stimmt. ob er für immer bleiben möchte? Ja, sehr gerne würde er bleiben, ein schönes Gefühl, wenn man willkommen ist. Ok, man würde sich also um den organisatorischen Teil kümmern, das würde nicht einfach, damit einem die Behörden ihn nicht wegnehmen. Er soll sich ja nicht jahrelang verstecken müssen. Und mit welcher Lüge sollte man das Fehlen jeglicher Papiere erklären?

Und wie sollte das mit der Schule gehen, sozusagen ein „offizieller“ BF, der bem BL lebt, wie würden die anderen Schüler darauf reagieren?

Morgens und abends, der Junge weiß, wo er ist, flaxt, dass so ein Original in Unterhose halt doch was anderes sei als die Poster. Bald drei Wochen werden es jetzt, gegenseitiges Vertrauen, nein, das war wohl keine Falle, zum Glück hatte man ihn nicht wieder weggeschickt und sich der Versuchung ergeben.

Abends, der Arbeitstag war anstrengend, man fährt nach Hause, keine ausgestorbene Burg, wo man das auch riecht, eine Verkehrskontrolle, man wird herausgewunken. Gerade als Pädo hält man sich an die Regeln, meidet unnötige Begegnungen mit hohem Gefahrenpotential.

„Herr X, steigen Sie bitte mal aus und kommen Sie mit ins Einsatzfahrzeug“. Wenn sie einen mit Namen anreden, noch bevor sie die Papiere gesehen haben, dann geht es nur um ein Thema, das war schon immer so. Das war das Ende, Weltuntergang.

„Sie beherbergen den Jugendlichen A. in Ihrem Haus, wir möchten Sie bitten, ihn in den nächsten Tagen beim Einwohneramt zu melden, die nötigen Papiere sind dort hinterlegt. Er war zuletzt auf dem Gymnasium, bitte melden Sie ihn also am örtlichen Gymnasium an, das Nötige ist bereits veranlasst. Dann müssen wir Sie bitten, im Jugendamt auf Zimmer 112 vorzusprechen für die nötigen Formalitäten.“

Das war zu schnell und zu viel auf einmal, entweder waren das keine echten Trachtler oder es hatte in einem benachbarten Atomkraftwerk einen gröberen Störfall gegeben, mit zu viel Ohrenschmalz konnte das nicht zusammenhängen.

„Wir haben Anfang der Woche A, während Ihrer Abwesenheit befragt, er hat uns glaubwürdig versichert, dass er sehr gerne dauerhaft bei Ihnen bleiben möchte, das Jugendamt hat daraufhin die nötigen Schritte in die Wege geleitet. Sie sind dann erziehungsberechtigt und tragen auch die Verantwortung für ihn.“

Die Trachtler haben ihn nicht aus meinen Fängen „gerettet“?

„Wir haben mehrere solche Fälle, die von ihren Erziehungsberechtigten verstoßen werden, bisher wurden sie in Heimen untergebracht, was nicht wenige sehr unglücklich machte. Andere entzogen sich unserem Zugriff und mussten sich ihren Lebensunterhalt illegal beschaffen. Es gibt daher einen Feldversuch, sie zielgerichtet bei Päderasten unterzubringen, wenn wir wissen, daß es Jugendliche wie A. sind, die mehr Fürsorge benötigen als Heime sie ihnen bieten können. Ihre Präferenzen sind bekannt, A. wurde von uns hinsichtlich der Gefahren informiert und stimmte dem Versuch zu, es war daher kein Zufall. Jeder Jugendliche, der so dann nicht mehr auffällig wird, ist daher für uns ein Erfolg und bis jetzt haben wir mit den Versuchen recht erfreuliche Ergebnisse erzielt.“

Heimfahrt, Gedanken kreisen, man sperrt die Tür auf, A. kommt angelaufen, holt sich seine Mögung ab. „Die Bullen haben mich aufgehalten. Du Ratte, du wusstest es! Wie lange wolltest Du nochmal bleiben? Wir werden wohl Vokabeln pauken müssen. „

Tags drauf, jetzt ist es egal, man darf gesehen werden, im Einwohneramt ist tatsächlich alles vorbereitet, der Pädo meldet seinen BF als neuen Einwohner an, auch in der Schule geht die Anmeldung problemlos vonstatten. Frage an den Klassenleiter, würde das wohl gutgehen, wenn die anderen Schüler mehr rausbekämen als nötig?

Nein, das gäbe keinen Ärger, man habe offen mit Klasse und sogar im Rahmen des Elternabendes mit den Eltern darüber gesprochen, die Akzeptanz von A. würde nur seinem eigenen Verhalten abhängen.

Nun noch das Jugendamt, endlos wirkende Belehrungen, Unterschriften, wer liest da schon das Kleingedruckte? „Sie sind jetzt für A. verantwortlich“, schließt der Beamte. Klar, das musste mit einer Mögung vor Ort besiegelt werden, unbemerkt waren die anderen Behördenmitarbeiter gekommen, hatten die Tür ein wenig aufgedrückt. Die Reporter, zum Glück hatte es ihnen keiner gesagt.

Abend, man schaut sich wieder einen Film an, liegt nebeneinander auf den Polstern, eine Decke, man legt den Arm um seinen BF, der Anblick in Unterhose morgends und abends wird zur Gewohnheit, der Tagesablauf spielt sich wieder ein.

Im Betrieb, die Sekretärin sagt, ich sei jetzt Steuerklasse 6, Pädos, die für ihre BFs aufkommen, der Staat honoriert es durch einen günstigeren Steuersatz. Und es gäbe BF-Geld, das dem Kindergeld entspräche. Auch der Chef ist begeistert: „Seit Sie diesen Jungen im Haus haben, sind Sie nicht mehr wiederzuerkennen“.

Elternabend in der Schule. Ein komisches Gefühl, die anderen sind die echten Eltern, ich bin der böse Onkel von A., aber ich muß hingehen, mir anhören, was die Lehrkräfte an A. auszusetzen haben, gegebenenfalls mit ihm darüber reden. Zum Glück gibt es keine Klagen, er habe seinen Platz in der Klasse gefunden. Ein Elternpaar kommt zielgerichtet, mir optisch um Klassen überlegen. „Es war wohl ganz gut, dass wir nicht der Medienhetze gefolgt sind und Leute wie Sie am nächsten Baum aufgehangen.“, dann spricht er weiter „Unser Sohn würde A. gerne besuchen, er hat schon mehrfach gefragt, wenn Sie also nichts dagegen haben, werden wir es erlauben. “

Nun redet sie weiter.

„Wir wissen von Ihrer Neigung für Jungen in diesem Alter, unser Sohn wird Ihnen sicher auch gefallen, wir müssen uns also vorab auf Ihre Grenzen einigen. Wir haben nichts dagegen, wenn Sie ihn streicheln, in die Arme nehmen oder auch küssen, sofern er das zulässt. Über alles Weitere muß man reden. Wir sind außerordentlich froh darüber, dass er A. kennengelernt hat, sein vorheriger Umgang hat uns nicht zugesagt, er war öfter volltrunken und es gab Ärger mit der Polizei. Wir möchten uns auch selbst ein Bild von Ihnen machen und das ohne Vorurteile.“

Das war das Loch im System, A. war ja ein Normalo, lebte eben nicht auf Isolation, ich hatte nur diese Schönheit von Jungen gesehen, wähnte mich allein mit ihm auf einer Insel.

Also ok, A. durfte seinen Klassenkameraden mitbringen, A. ging mit ihm zu mir hin und stellte ihn mir vor. Und wie sollte man jetzt begrüßen, A. wie üblich vor den Augen des anderen in die Arme nehmen und drücken? Wie den anderen begrüßen.

Und richtig, auch er war eine Schönheit, man bot ihm also die Hand. A. klärt das aber gleich ab, man wisse, wo man sei, eine Standardbegrüßung müsse schon sein, das könne man erwarten. Also nimmt man sie nacheinander in die Arme, irgendwie auch besser, wiel man so wortlos sagen kann, wie man sie mag. Ein schöner Nachmittag, abends bringt man ihn wieder nach Hause, er kam dann öfter und jetzt war es klar, wie Begrüßung und Abschied erwartet wurden und irgendwann machte man auch den Kuss drauf.

Dringend muß ich mit A. reden, er möge bei der Auswahl seiner Freunde bitte Vorsicht walten lassen, keine Raufbolde, keine Säufer, wenn möglich auch keine Kettenraucher. Nicht jeder Junge ist willkommen, nur weil es ein Junge ist. Keine Vorschriften, mit wem er beisammen sein will, aber sehr wohl, wen er mitbringen kann.

Unerwartet bringt A. die Eltern seines Klassenkameraden mit, sie hatten sie an der Schule abgeholt und hergefahren. Soll man sie jetzt auch mit einer dicken Mögung begrüßen, wie man es sonst tat, wenn keiner zusah? Bei A. konnte es noch angehen, ihn die Arme zu nehmen und einen Kuss draufzudrücken, aber doch nicht bei dem anderen vor den Augen seiner Eltern.

Seine Mutter beobachtete scharf, bemerkte, dass da etwas nicht war wie sonst. „Bitte begrüßen Sie die Jungen so, wie Sie das sonst auch tun“. Nicht viel Zeit zum Überlegen, also tut man es, auch wenn es Ärger geben konnte. Die Jungs verschwinden, haben ihre Interessen, lassen mich mit den anderen zurück.

Blamage, ich musste gestehen, weder vernünftig Kaffee machen zu können noch hatte ich angemessene Tassen, einfache „Haferln“ halt. Sie wollen das Haus sehen, immer wieder hört man, wie sie sich zuflüstern, genauso, wie man sich das vorgestellt habe, die beiden Jungs hatten sich auf ihre Hausaufgaben gestürzt, lassen sich nicht stören. Keller, die Poster. „Und das war dann wohl alles, was Ihnen vom Leben übrig geblieben ist?“. Ja, genaugenommen nicht mal das.

Auf dem Rückweg ins Wohnzimmer kommen wir an den Jungs vorbei, nein, nicht vorbeigehen, die Matheaufgabe sei viel zu schwer, kurz erklärt man ihnen die Lösung und kuschelt beiden durch’s Haar. Die zwei verstanden sich, aber sie knutschten zumindest nicht vor anderen Leuten miteinander.

Wieder im Wohnzimmer angekommen. „Sie sollten unbedingt eine Therapie machen“. „Wegen der Jungengeschichte?“ „Nein, nicht deswegen, sondern wegen Ihres Verhaltens, man merkt es Ihnen sehr deutlich an, dass Sie sich zulange zurückziehen und ausgeschlossen leben mussten.“. Überredungsversuche, aber nein, das lohnt sich doch altersbedingt schon nicht mehr. Wichtiger ist, den Jungs passt’s. Abend, der Abschied kann jetzt zwanglos erfolgen, man nimmt den Klassenkameraden in die Arme, macht auch den Kuss drauf, ja natürlich darf auch er gerne wieder kommen.

Verunsichert frage ich A., ist mein Verhalten wirklich so daneben? Ja, aber das könne man so lassen, Jungenpädos sind halt komische Vögel, wer Jungen küsst, muss ja einen Knall haben. Aber jetzt bitte den Abendkuss, damit man ins Bett gehen kann. In Unterhose. Und nicht in einem anderen Raum, wegen der Dunkelheit und der Monster.

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