The Voice Kids ist für Pädos ein Pflichttermin. Bei den zweiten Blind Auditions muss ich auch als BL (boylover) anerkennen, dass die beste Performance des Abends von zwei Mädchen hingelegt wurde. Aus meiner Sicht war ihre Interpreation von „Creep“ sogar besser als das Original von Radiohead.
Das Lied handelt vom Sänger selbst und einem bewunderten, angehimmelten, engelgleichen Menschen (eine „sie“). Der Sänger ist hoffnungslos und ohne Hoffnung verliebt und traut sich nicht mal, die Angebetete anzuschauen. Sich selbst hält er für einen Widerling (creep) und Spinner (weirdo), der nicht dazugehört. Er wünscht sich, einen perfekten Körper und eine perfekte Seele zu besitzen – damit es seinem angebeteten Engel aufällt, wenn er nicht da ist. Er wird aber ignoriert.
Das hört sich vielleicht abschreckend an, ist aber vor allem großes und authentisches Gefühl. Da ist Qual und Verzweiflung, die als schöner Schmerz schimmert. Goßartig!
Als Pädo habe ich für Creeps und Weirdos aller Art ohnehin große Sympathie, der Text und besonders die Interpretation spricht mich aber auch unmittelbar an.
5 Sterne. Aber nur weil es einen sechsten nunmal nicht gibt.