Verrückte Vater-Sohn Gaudi

Es gibt nicht nur Singen, sondern auch Tanzen. Hier eine komplett verrückte Vater-Sohn Gaudi von Britains Got Talent aus dem Jahr 2009: Stavros Flatly !

Vater Demetrios (Demi) und Sohn Michalski (Lagi) belegten bei Britains Got Talent am Ende den 4. Platz.

Demetrios betrieb damals ein griechisches Restaurant, für das er zur Unterhaltung der Gäste den „Stavros Flatly“-Charakter entwickelt hatte. Dieser Name spielt auf Michael Flatley von „Lord of the Dance“ an.

Laurin: Musik im Blut

Die Stimme, die mir persönlich in der ersten Staffel von The Voice Kids Germany im Jahr 2013 am besten gefallen hat, gehört Laurin Greiter. Leider hat er es dann später zwar durch die Battles aber nicht durch die Sing-Offs geschafft und ist somit vor dem Finale ausgeschieden. Hier seine Blind Auditon:

2013 war Laurin aber schon ein Veteran was Casting-Shows angeht. Er trat bereits 2010 bei der österreichischen Casting-Show Kiddy Contest an, an der Kinder im Alter zwischen 8 und 14 Jahren (bis 2016 13 Jahren) teilnehmen können.

Eine Besonderheit dieses Wettbewerbs ist, dass bekannte Pop-Hits mit neuen, deutschsprachigen Texten gecovert werden, die mit dem Originaltext allerdings rein gar nichts zu tun haben. Das Ergebnis wirkt auf mich eher kurios als gut.

Auch stimmlich hat Laurin zwischen 2010 und 2013 deutlich zugelegt. Offensichtlich ist Singen eine große Leidenschaft von Laurin und er hat hart an sich gearbeitet.

Sehr sympathisch finde ich übrigens auch, dass Laurin gemeinsam mit seinem älteren Bruder Nico Musik macht. Zusammen heißen sie Brofaction und betreiben auch einen Youtube-Kanal unter diesem Namen. Inzwischen sind sie 20 bzw. 24 Jahre alt. Zusammen gesungen haben sie aber schon immer. In einer frühen Aufnahme singen sie im Alter von 9 bzw. 5 Jahren gemeinsam ein fidschianisches Kinderlied.

Hier das aktuelle, durchaus sehens- und hörenswerte Video der beiden:

Wäre wenn

Wäre wenn
Pantherion

Wenn ich eine Kastanie wäre
würdest du mich aufheben
und mich durch deine Hände rollen.
Deine Finger sanft an mir reiben.
Mich hoch in die Luft wirbeln
und auffangen –
wenn du es schaffst.

Und mit mir schmeißen
nach den nackten Beinen
der anderen Jungen.
Und die würden mich zurück schmeißen.
Auf dich!

Und würde ich dich treffen,
so müsste ich platzen – vor Glück!
Wenn ich keine Kastanie wäre.

Original und Nachahmung

Lt. Oscar Wilde ist Nachahmung ist die höchste Form der Anerkennung.

In Casting Shows aber auch auf von Youtube-Amateuren werden vor allem erfolgreiche Pop- und Rocksongs gecovered, also nachgeahmt und mehr oder weniger neu interpretiert. Manchmal gefällt mir die Nachahmung besser als das Original und gar nicht mal nur, weil ich eine besondere Affinität für die jungen Interpreten habe, sondern weil diese oft auch richtig gut singen und performen können.

Nach dieser Vorrede hier nun ein schönes Original und eine ebenso schöne Nachahmung.

Zunächst das Original, das Lied „Clown“ der schottischen Soul- und R&B-Sängerin Emeli Sandé. In der Niederlande schafft es das Lied auf Platz 25 der Single Top 100.

Und nun zum Vergleich das Cover von Jurre aus den Blind Autions der 2. Staffel von The Voice Kids Netherlands:

Jurre (der am Ende der Staffel Zweiter wurde) erreichte mit diesem Lied in der Niederlande Platz 22 der Single Top 100.

Ich gebe aber gerne zu, dass die Version von Emeli Sandé weltweit gesehen, dann doch die erfolgreichere war. 🙂

Liebe mich im Wind

„Liebe mich im Wind“ ist eine Zeile im Text von „Emmène-moi“ („Bring mich“). Mit diesem Lied feierte 1991 der damals 10jährige Damien Danza in Frankreich einen großen Erfolg.

Ein schönes Lied, von einem schönen Jungen mit einer schönen Stimme vorgetragen.

Nach diesem Erfolg war aber erstmal Schluß. Damiens Eltern fanden die Schule wichtiger und haben die Weiterführung seiner Musikkarriere bis zu seiner Volljährigkeit unterbunden.

Geschadet hat ihm das nicht wirklich. Damien Danza heißt eigentlich Damien Gras und verwendet heute den Künstlernamen Damien Sargue. Sein Song „Les Trois Mousquetaires“ aus dem Jahr 2015 hat es auf Youtube immerhin zu 4.6 Millionen Klicks gebracht.

Das Lied „Emmène-moi“ hat – wie bereits angedeutet – einen sehr lyrischen Text. Hier die Übersetzung:

Bring mich

Ich bin wie ein Sandkorn.
Verloren im Meer
Ich habe meine Schultasche verloren.
Ich habe meine Eltern verloren.

Ich bin wie das Wasser der Ströme.
Müde vom Ignorieren
Wenn ich im Wind fließe.
Wenn ich nur auf der Durchreise bin.

Bring mich zum Meer.
Lass mich den Ozean trinken.
Bring mich in die Luft.
Liebe mich im Wind

Bring mich zum Meer.
Lass mich den Ozean trinken.
Bring mich in die Luft.
Liebe mich im Wind

Ich bin wie Staub.
Wenn ich eines Morgens wegfliege.
Ich kehre zur Erde zurück.
Ich gehe und ich komme.

Ich bin wie das Wasser aus den Brunnen.
Machtlos und müde
Gedrängt von diesem System
Das unaufhörlich weitermacht.

Bring mich zum Meer.
Lass mich den Ozean trinken.
Bring mich in die Luft.
Liebe mich im Wind

Bring mich zum Meer.
Lass mich den Ozean trinken.
Bring mich in die Luft.
Liebe mich im Wind

Lass mich den Ozean trinken.
Bring mich in die Luft.
Liebe mich im Wind

Ich bin eigentlich wie die anderen.
Ich werde es nie erfahren.
Wenn ich die Suche fortsetze.
Wenn ich sie fallen lasse.

Ich bin wie von Hoffnung erfüllt.
Heute Morgen werde ich wiedergeboren.
Bring mich zum Leuchtturm.
Gehen wir zu den Felsen.

Bring mich zum Meer.
Lass mich den Ozean trinken.
Bring mich in die Luft.
Liebe mich im Wind

Bring mich zum Meer.
Lass mich den Ozean trinken.
Bring mich in die Luft.
Liebe mich im Wind

Katzenmusik

Ich bin kein großer Fan klassischer Musik, aber es gibt durchaus einige Stücke, die mir sehr gefallen, z.B. der Boléro von Maurice Ravel, ein im Grunde wahnwitziges, geniales und außergewöhnliches Stück – zu Recht eines der meistgespielten Werke der Orchesterliteratur

Außergewöhnlich ist auch das „Duetto buffo di due gatti“ („Humoristisches Duett für zwei Katzen“). Der Text besteht ausschließlich aus dem Wort „Miau“, das immer wieder wiederholt wird. Das Arrangement dazu soll von dem englischen Komponisten Robert Lucas Pearsall stammen und beruht überwiegend auf Gioachino Rossinis Oper Otello.

Hier meine Lieblingsversion, ein Live-Auftritt der Les Petits chanteurs a la croix de bois (PCCB; auf Deutsch „Die kleinen Sänger mit dem Holzkreuz“) vom 30.11.1996 in Seoul, Korea.

Eine weitere sehr schöne Version – noch dazu von den gleichen Sängern und aus dem gleichen Jahr – stammt aus dem Film L’Or des Anges („Das Gold der Engel“).

Der Film lief auch schon einmal auf Arte und gibt aus der Perspektive eines Sängerknaben Einblick in die Geschichte des Knabenchors in Europa und den Einsatz der Knabenstimme in der Musik. Mitgewirkt haben der Knabenchor Hannover, die Petits Chanteurs à la Croix de Bois, Polskie Slowiki, die Wiener Sängerknaben und der Worcester Cathedral Choir.

Die Version von L’Or des Anges ist perfekter, muss aber ohne den besonderen Charme eines Live Auftritts auskommen. Sie kommt für mich deshalb nur auf den ehrenvollen zweiten Platz.

Bei den beiden Solisten handelt es sich übrigens um Hyacinthe De Moulins (der Blondschopf) und Regis Mengus (der dunkelhaarige).

Den Namen Hyacinthe finde ich dabei bemerkenswert. Er ist selten und hat einen ganz besonderen mythischen Hintergrund: in der griechischen Mythologie war Hyakinthos der Sohn des Amyklas, des Königs der Spartaner, und ein Geliebter des griechischen Gottes Apollon.

Die auffallende Schönheit des Hyakinthos erregte die Aufmerksamkeit von Zephyros, dem Gott des Westwindes, und auch Apollon fand Gefallen an dem Jüngling. Ein verhängnisvoller Unfall beim Diskuswerfen – Apoll traf Hyakinthos aus Versehen mit dem Diskus und tötete ihn so – beendete die Liebe frühzeitig. Aus dem Blut, das dabei vergossen wurde, ließ der trauernde Apollon eine Blume entstehen, deren Blütenblätter jeweils den Klageruf („AI“) bildeten. In einer anderen Version dieses Mythos war Zephyros eifersüchtig auf die Liebe Hyakinthos’ zu Apollon und lenkte deshalb den Diskus in der Luft ab, so dass dieser Hyakinthos traf und tötete.

Wikipedia-Artikel Hyakinthos

Hyakinthos wurde kultisch verehrt und in Abbildungen meist als Knabe dargestellt.

Eine sehenswerte, 1816 vom Bildhauer François Joseph Bosio gefertigte Marmorskulptur des Hyakinthos befindet sich im Pariser Louvre.