Amor als Sieger

Caravaggio - Cupid as Victor - Google Art Project

Dieses Bild von Caravaggio gab in der Folge der Edaty-Affäre und der allgemeinen gesellschaftlichen Empörung über Bilder nackter Jungen im Besitz von Pädophilen Anlaß für einen offenen Brief an die Berliner Gemäldegalerie Alter Meister.

Gemäß Berichterstattung der Berliner Zeitung: „Das Bild soll nun, ginge es nach den Briefschreibern, wegen seiner „unnatürlichen und aufreizenden Position“ schleunigst von der Wand. Die „ausdrücklich obszöne Szene“ diene „zweifellos der Erregung des Betrachters“. Auch unter Rücksicht auf das Alter des „Modells“ sei dieses „künstlerische Produkt“ höchst verwerflich. Es könnten Pädophile ihre perversen Neigungen darauf projizieren.“

Das erinnert ein wenig an die Geschichte von König Midas. So wie alles, was Midas berührt zu Gold wird (unpraktisch fürs Essen und Trinken), wird alles, was mit einem Pädo in Verbindung steht, verwerflich und pervers.

Im Bild dargestellt ist der vermutlich zu diesem Zeitpunkt (1602) etwa zwölfjährige Francesco Boneri, auch genannt Cecco del Caravaggio, der für eine ganze Reihe von Bildern Caravaggios Portait stand und auch sein Schüler wurde. Angeblich sollen die beiden auch ein Verhältnis gehabt haben.

Es ist zumindest möglich, dass es sich dabei um eine Diffamierung durch Giovanni Baglione handelt, der ein Feind und Rivale Caravaggios war und 32 Jahre nach dessen Tod die erste Caravaggio-Biografie veröffentlichte.

Mir persönlich fällt es aber nicht weiter schwer, Caravaggio (der auch sonst oft und gerne Knaben gemalt hat) für einen Knabenliebhaber zu halten. Wenn zur Entkräftung auf das Fehlen verlässlicher (unparteiischer) historischer Quellen verwiesen wird, darf man dem entgegenhalten, dass die Knabenliebe auch damals nicht akzetpiert, sondern allenfalls toleriert war und das auch nur, wenn sie im Geheimen praktiziert wurde. Es ist also nicht eben zu erwarten, streng beweisende Quellen zur sexuellen Orientierung Caravaggios finden.

Vielleicht ist es aber gut, dass nichts bewiesen werden kann. Das von einem nachweislichen Päderasten gemalte Aktportrait eines Knaben, das noch dazu den Triumph der Liebe postuliert, dürfte tatsächlich in die Bleikammern verbannt werden.

Besonders erregend finde ich das Bild übrigens nicht. Es ist künstlerisch äußerst gelungen. Der Junge ist ansehnlich, vor allem gefällt mir an ihm aber der vermitzte Ausdruck im Gesicht. Das Beste am Bild ist die Botschaft vom Sieg der Liebe.

Pflichttermin

The Voice Kids ist für Pädos ein Pflichttermin. Bei den zweiten Blind Auditions muss ich auch als BL (boylover) anerkennen, dass die beste Performance des Abends von zwei Mädchen hingelegt wurde. Aus meiner Sicht war ihre Interpreation von „Creep“ sogar besser als das Original von Radiohead.

Das Lied handelt vom Sänger selbst und einem bewunderten, angehimmelten, engelgleichen Menschen (eine „sie“). Der Sänger ist hoffnungslos und ohne Hoffnung verliebt und traut sich nicht mal, die Angebetete anzuschauen. Sich selbst hält er für einen Widerling (creep) und Spinner (weirdo), der nicht dazugehört. Er wünscht sich, einen perfekten Körper und eine perfekte Seele zu besitzen – damit es seinem angebeteten Engel aufällt, wenn er nicht da ist. Er wird aber ignoriert.

Das hört sich vielleicht abschreckend an, ist aber vor allem großes und authentisches Gefühl. Da ist Qual und Verzweiflung, die als schöner Schmerz schimmert. Goßartig!

Als Pädo habe ich für Creeps und Weirdos aller Art ohnehin große Sympathie, der Text und besonders die Interpretation spricht mich aber auch unmittelbar an.

5 Sterne. Aber nur weil es einen sechsten nunmal nicht gibt.

AJ Wray und Gabriel Bennett

Tolle Musik und tolle Videos. Hauptperson ist der ältere Bruder AJ Wray, von dem es auch eine ganze Reihe Solovideos auf seinem Kanal gibt. Sein kleiner Bruder Gabe kann aber auch toll singen und sieht ziemlich süß aus. Trotzdem hat es für AJ nicht zum Durchbruch gereicht. Das letzte Video ist schon 2 Jahre alt. Es gibt auch keine Videos mit Millionenklicks in seinem Kanal. Über 20 – 90 tausend Klicks ist er nicht hinausgekommen. Schade, dass es zum großen Durchbruch nicht gereicht hat. Trotzdem können die beiden stolz auf sich sein.

Pädophilie-Problem auf Youtube

Es gibt dieser Tage mal wieder einen Pädophilie-Aufreger. Angeblich gibt es ein Paralleluniversum für Pädophile auf YouTube.

In der Tat nutzen Pädophile YouTube um sich keine Mädchen (oder in meinem Fall kleine Jungen) anzuschauen. Das sollte eigentlich niemanden überraschen. Menschen, die man attraktiv findet, schaut man sich gerne an. Letztlich findet man wohl so auch initial heraus, auf welchen Typ Mensch man eigentlich steht. Wenn man eine spontane Erektion bekommt, wenn man eine sexy Frau sieht, ist man als Mann vermutlich heterosexuell. Wenn sich die Erektion beim Anblick eines gut gebauten Mannes einstellt, ist man vermutlich homosexuell. Und wenn der Anblick eines hübschen Jungen Auslöser der Erektion ist, ist man wohl pädophil.

Wer an Frauen interessiert ist, dreht sich um, wenn er eine hübsche Frau sieht. Wer auf Männer steht, schaut sich gerne mal einen attraktiven Mann etwas genauer an. Wer wie ich auf Jungen steht, würde sich natürlicherweise umdrehen, wenn er einen süßen Jungen sieht.

Da man als Pädophiler nicht auffallen will, muss man sich diesbezüglich etwas bremsen. So gesehen trainiert Pädophilie das periphere Sehvermögen. Oder man schaut sich die hübschen Jungen eben im stillen Kämmerlein im Internet an. Da darf man sich nicht nur umdrehen. Es gibt sogar ein Standbild. Mit etwas Handarbeit ist dann auch die Erektion schnell wieder verschwunden.

Das mag man als heterosexueller oder homosexueller Mensch abstoßend finden aber es ist im Grunde nichts anderes, als das, was man selbst auch tun würde. Im Verbund mit der angesprochenen Handarbeit ist es darüber hinaus eine praktische und für Dritte unschädliche Form der Triebabfuhr.

Zu Kinderbildern onanierende Pädophile sind deutlich besser als Pädophile, die zwanghaft ihre Sexualität unterdrücken – und irgendwann daran scheitern. In seinen „Unzeitgemäßen Betrachtungen“ schrieb Nietzsche: „es ist das schrecklichste Gegenmittel gegen ungewöhnliche Menschen, sie dergestalt tief in sich hinein zu treiben, dass ihr Wiederherauskommen jedesmal ein vulkanischer Ausbruch wird“. Vulkanausbrüche und die sich daraus ergebenden „Kollateralschäden“ kann niemand ernsthaft wollen.

Wer sich bei YouTube Videos anschaut, bekommt Empfehlungen für Videos, die ähnliche Inhalte liefern. YouTube will schließlich dass man interessante Dinge findet, damit man lange auf YouTube bleibt und die Firma möglichst viel Geld mit Werbung verdienen kann.

Wenn ich vor allem Videos mit Jungen anschaue, bekomme ich irgendwann vor allem Videos mit Jungen angezeigt. Und wenn ich Jungen mit nacktem Oberkörper sehen will, habe ich gut Chancen fündig zu werden, wenn ich zum Beispiel nach jugendlichen Teilnehmern an der Ice Bucket Challenge suche. Zum Beispiel dieses Video:

Der aktuelle Pädophilie-Aufreger wurde durch ein Video von Matt Watson (MattsWhatItIs) losgetreten, dass mit „Youtube is Facilitating the Sexual Exploitation of Children, and it’s Being Monetized (2019)“ betitelt ist. Auf Deutsch: „Youtube erleichtert die sexuelle Ausbeutung von Kindern und verdient Geld damit (2019)“

Anders als der Titel suggeriert, handelt es sich aber um völlig legale Inhalte. Da wird kein Kind sexuell ausgebeutet oder traumatisiert.

Dennoch gibt es, bei dem, was im Video gezeigt wird, durchaus problematische Aspekte. Es scheint sich überwiegend um Videos zu handeln, die ursprünglich von anderen (Kindern oder deren Eltern) hochgeladen wurden, um dann von jemandem gefunden, heruntergeladen und auf neuen Kanälen platziert zu werden. Hinzu kommen anzügliche bzw. sexuell gefärbte Kommentare von Nutzern unter den Videos und Timestamps, bei denen besonders „relevante“ Stellen des Videos mit einem Klick angesprungen werden.

Schließlich wird zu einigen der Videos auch Werbung eingeblendet oder abgespielt, womit Youtube aber auch die Kanal-Besitzer Geld verdienen. Aufgrund des Skandals haben etliche Firmen Ihre Werbung auf YouTube eingestellt, bis das Problem von Youtube gelöst wird (oder von der Öffentlichkeit wieder vergessen wurde).

Sexuell gefärbte Kommentare können durchaus eine erhebliche Belästigung sein. Entsprechende Kommentare im Original-Video würden schnell dazu führen, dass die Videos von den Eltern oder Kindern gelöscht werden. Wenn das Video von jemand anderem in einem neuen Kanal eingestellt wurde, besteht diese „Gefahr“ (aus Sicht des Konsumenten) nicht. Allerdings ist damit auch das Risiko deutlich geringer, dass das Kind irgend etwas von den Kommentaren mitbekommt. Die reale Belästigung dürfte sich also in Grenzen halten.

YouTube „demonetarisiert“ regelmäßig Videos mit potentiell kontroversem Inhalt, indem dort keine Werbung mehr angezeigt wird und verfügt auch über Algorithmen und natürlich auch eine Meldefunktion, mit denen anstößige Kommentare identifiziert werden können. Bei Videos mit anstößigen Kommentare wird dann in der Regel die Kommentarfunktion deaktiviert.

Bei dem Video des Jungen mit der Ice Bucket Challenge sind die Kommentare übrigens ebenfalls deaktiviert. Es wird sich wohl also auch dort jemand verbal daneben benommen haben.

Es wäre für YouTube (das zum Google Konzern gehört) ein Leichtes, Videos mit Kindern, bei denen die Kommentarfunktion deaktiviert werden musste, zu demonetarisieren oder auch Kanäle zu sperren, bei denen fremde Inhalte hochgeladen werden, die noch dazu mit einer nennenswerten Menge anzüglicher Kommentaren bedacht werden.

Belästigendem Verhalten muss man Einhalt gebieten, wenn man andere Nutzer nicht vergrätzen will. So etwas gehört zur normalen Hausarbeit / Hygiene wie auch etwa das Entfernen von rassistischen Inhalten oder antisemitischen Kommentaren. YouTube hat diese Hausaufgaben nicht ordentlich erledigt und muss sich deshalb eigentlich nicht wundern, wenn es dafür nun sozusagen die Quittung bekommt.

Allerdings drängt sich auch ein unschöner Verdacht auf, wenn man das Ende des Videos anschaut, mit dem Matt Watson, den Werbeboykott von Disney, Nestlé, Dr. Oetker und anderen Konzernen ausgelöst hat. In den letzten anderthalb Minuten geht es vor allem um die Klagen von Kanal-Besitzern und Content-Erstellern auf YouTube deren Videos von YouTube demonetarisiert wurden, so dass sie damit kein Geld mehr verdienen können. Die gezeigten Personen fühlen sich offensictlich ungerecht behandelt, bzw. von YouTube um ihre Einnahmen betrogen. Ganz zu Beginn des Videos erfährt man wiederum, dass es sich um ein (einmaliges) Comeback-Video handelt. In der Mitte des Videos erfährt man, dass Matt Watson der Meinung ist, dass YouTube die Content-Ersteller über den Tisch zieht und mit seinem eigenen kleinen Kanal in der Vergangenheit 1.000 US Dollar verdient hat.

Es liegt der Verdacht (!) nahe, dass die Videos von Matt Watson von YouTube demonetarisiert wurden und er sich deshalb im Zorn von der Plattform verabschiedet hat. Die feurig vorgetragene Empörung über die ekelhaften Pädos mit denen das böse YouTube Geld verdient, wirkt da auf einmal wie ein strategisch geplanter, privater Rachefeldzug. Das Thema wurde in der Vergangenheit nach den Recherchen von Matt Watson bereits von anderen (wohl mit deutlich geringerem Erfolg) angesprochen. Vermutlich wurde also erst gezürnt, dann recherchiert und schließlich das Thema gewählt, mit dem man am besten molbilisieren kann, um den größtmöglichen Schaden bei YouTube anzurichten. Empörung über Pädophilie ist ein toller Hebel, der immer funktioniert.

Die möglicherweise (!) nicht ganz so edlen Motive ändern natürlich nichts daran, dass insbesondere anzügliche Kommentare über Kinder daneben sind. Man mag sie sich denken (die Gedanken sind ja angeblich frei), aber in in die Öffentlichkeit gehört so etwas nicht.

YouTube wird nun reagieren, Kanäle und Nutzer sperren und vielleicht auch etwas restriktiver gegen anzuügliche Kommentare und Ihre Verfasser vorgehen. An der Existenz von Pädophilen und daran, dass diese sich Videos auf YouTube anschauen, wird das aber rein gar nichts ändern.

Mein „Lebenslänglich“

Pädophile Personen sind (vermutlich) öfter virtuell als in der Lebenswirklichkeit unterwegs. Wenn man ihre – wie auch immer begründete – sexuelle Präferenz konsequent kriminalisiert, sagt man Menschen, die im Übrigen nicht anders sind als alle anderen, dass sie lebenslang (!) für jede Verwirklichung ihrer Fantasie hart bestraft werden, die nicht im innersten Gedankenkreis bleibt. Eine harte Grenze, die sich ein jeder hetero- oder homosexuell „veranlagter“ Mensch einmal als Perspektive des eigenen Lebens probehalber vorstellen mag.

Prof. Dr. Thomas Fischer, ehemaliger Vorsitzender Richter des 2. Strafsenats des Bundesgerichtshofs, in einem Meinungsartikel bei Spiegel-Online zu den Kinderschutz-Vorstößen von CDU/CSU)

(The Beatles) Come Together – Sungha Jung

Als „BL“ (boylover) ist man natürlich verstärkt an Jungs interessiert. Besonders an hübschen Jungs oder talentierten Jungs oder am besten an hübschen, talentierten Jungs. Im Internet kann man sie so lange anschauen wie man mag, ohne dass es jemanden stört. Ein beliebter Ort, um etwas interessantes zu finden, ist natürlich Youtube.

Hier ein ansehnlicher, äußerst hoch begabter Junge mit seiner aktustuschen Gitarre, der schon viele Millionen Klicks gesammelt hat. Das Video ist bereits 11 Jahre alt.

Besonders erfreulich: der inzwischen junge Mann macht immer noch großartige Musik und sammelt immer noch millionenfache Klicks ein.

Altes Lieblingslied

Es ist sicher was gefühlsduselig, aber eines meiner allerersten Lieblingslieder, bei dem es mir der Text angetan hat, war „You’ve Got To Hide Your Love Away“ von den Beatles.

Here I stand head in hand
Turn my face to the wall
If she’s gone I can’t go on
Feelin‘ two-foot small
Everywhere people stare
Each and every day
I can see them laugh at me
And I hear them say
Hey you’ve got to hide your love away
Hey you’ve got to hide your love away
How could I even try
I can never win
Hearing them, seeing them
In the state I’m in
How could she say to me
Love will find a way
Gather round all you clowns
Let me hear you say
Hey you’ve got to hide your love away
Hey you’ve got to hide your love away

(K)eine Inkarnation des Bösen

Es gibt einige Gruppen, die gesellschaftlich eher nicht so gut angesehen sind. Politiker zum Beispiel rangieren in der Popularitätsskala gemeinhin eher auf den hinteren Rängen. Das Ansehen von Bankern oder Versicherungsvertretern hat im Laufe der verschiedenen Finanzkrisen und -skandale ebenfalls gelitten. Doch das ist natürlich bei weitem nicht der Bodensatz der Gesellschaft.

Ganz unten, unterhalb von Drogendealern und Mördern sind Menschen angesiedelt, die sich sexuell von Kindern angesprochen fühlen. Ein Mörder hat seine Strafe schließlich irgendwann abgesessen und kann resozialisiert werden. Pädophile gelten dagegen als tickende Zeitbombe, die die schützenswertesten Mitglieder der Gesellschaft bedrohen.

In einer anonymen Umfrage plädierten 49% der Befragten für eine präventive Inhaftierung von Nicht-Tätern mit sexuellem Interesse an Kindern, 27% wünschten diesen den Tod. (Quelle: Ergebnisse der Mikado-Studie der Uni Regensburg). Pädophile möchte man gemeinhin an den Pranger stellen und brandmarken. Zur Erinnerung: brandmarken ist etwas, das man mit Tieren macht.

Ich bin pädophil und fühle mich sexuell zu Jungen im Alter von etwa 10 bis 14 Jahren hingezogen. Trotzdem bin ich kein Lord Voldemort und bin nicht der Meinung, dass ich es verdient habe gebrandmarkt zu werden.

Damit mir das trotz der fehlenden Voldemort-Eigenschaft nicht am Ende doch wiederfährt, nutze ich die Pseudonymität des Internet – und habe dabei auch versucht die persönliche Identifizierbarkeit durch technische Maßnahmen möglichst zu reduzieren.

Ich schreibe hier in erster Linie für mich selbst. Ich werde (mit)teilen, was mich beschäftigt, belastet, freut oder tröstet. Vermutlich ergeben sich dabei als Nebenprodukt für den einen oder anderen, der zufällig über den Blog stolpert, unerwartete Einblicke. Was man dann damit anfängt, bleibt jedem selbst überlassen.