Auch Russen lieben ihre Kinder

Ich verfolge die Nachrichten zur russischen Invasion und den Verteidigungsanstrengungen der Ukrainer intensiv. Es tut mir nicht immer gut, aber ich kann es auch nicht lassen und so tun, als ginge mich das alles nichts an, nur weil ich das Glück habe, in einiger Entfernung und in Sicherheit zu leben.

Für mich gehört Krieg zum Schlimmsten, das Menschen sich antun können. Ich selbst habe keinen Krieg erlebt, aber er hat tiefe Spuren im Leben meiner Großeltern und meiner Eltern hinterlassen. Das, und was ich von diversen Kriegen in Nachrichten und Dokumentationen gesehen habe, hat gereicht, um mir nachhaltig vor Augen zu führen, was von Krieg zu halten ist. Es ist eine institutionalisierte Form besonders schlimmer Gewalt. Menschen, die ihm ausgesetzt sind, bringt Krieg Leid, Verlust, Verrohung, Trauma und Mord. Die einzige Steigerung, die mir in den Sinn kommt, ist Genozid.

Bei der Frage, wer bei diesen Krieg, der gerade Europa erschüttert, die „Guten“ und wer die „Bösen“ sind, hat wohl kaum einer Zweifel. Auch ich bin eindeutig parteiisch für die angegriffene und militärisch viel schwächere Seite. Aber es gibt dabei auch Dinge, die mich traurig oder nachdenklich stimmen.

Wie kann es sein, dass die Ukrainer bisher (28.02.21) angeblich 5.300 russische Soldaten getötet haben und nur 200 Gefangene gemacht haben? Entweder stimmen die Zahlen nicht, oder sie deuten für mich auf massive Kriegsverbrechen der Ukrainer hin.

Ich verfolge die täglichen Live-Entwicklungen, wie sie von der englischsprachigen ukrainischen Nachrichtenseite „The Kiev Independent“ verbreitet werden. Eine andere Seite, die ganz ähnlich berichtet ist Liga.net. Dort wird es teils nationalistischer bzw. es wird auch deutlich, dass die Nachrichten auf „Kiev Independent“ teilweise wohl etwas entschärft sind. Bei Liga.net gibt es viele zitierte Wortmeldungen und auch einige Kurznachrichten, die mit einem „Ruhm der Ukraine“ schließen. Es findet sich dort auch ein gemeinsamer Appell dreier ehemaliger ukrainischer Präsidenten (Leonid Kravchuk, Leonid Kuchma, und Viktor Yushchenko), der wie folgt zitiert wird (deutsche Übersetzung der von Liga.net verbreiteten englischen Version):

Wir appellieren an alle Ukrainer in der Welt. An diejenigen, die mit Waffen für jede unserer Städte, bewohnten Ortschaften, für jede Straße und für jedes Haus seit dem Beginn der russischen Aggression kämpfen! An diejenigen, die mit dem Mut und der Liebe zur Ukraine die ganze Welt um unser Land vereinen. An diejenigen, die unsere Armee unterstützen. An diejenigen, die mit ihren bloßen Händen russische Panzer aufhalten und gottlose Menschen gefangen nehmen. In diesen Tagen voller Heldenmut und Schmerz habt ihr den Mythos der sogenannten Größe Russlands vollständig zerstört. Gemeinsam werden wir siegen! Wir werden bis zum Ende durchhalten! Russland wird für seine Verbrechen bezahlen! Ruhm für die Ukraine! Ruhm den Helden!“

Vielleicht kann man solche Appelle in Kriegszeiten als notwendiges Übel einordnen, aber die Worte machen mich traurig.

Die Idee, dass es in einem Krieg um Ehre und Heldenstatus gehen könnte, ist ebenso so widerlich wie die Darstellung anderer Menschen als gottlos. So etwas dient dazu, Menschen zu entmenschlichen und das Töten einfacher oder überhaupt erst möglich zu machen. Rache (der andere muss „bezahlen“) für Schmerzen ist kein Weg, der aus einem Konflikt heraus führt. Es verlängert den Schmerz und bereitet die nächsten Schmerzen vor, vielleicht als „Racheangriff“ auf andere, auch wieder unschuldige Menschen, die leiden müssen (und sich später rächen wollen).

Ja, es gibt ein Recht auf Selbstverteidigung, bei einem potentiell tödlichen Angriff auch ein Recht auf potentiell tödliche Selbstverteidigung. Aber ein Recht auf Entmenschlichung gibt es nicht, nicht einmal gegenüber einem Angreifer.

Immerhin habe ich festgestellt, dass der Appell auf Liga.net etwas verfälscht und dadurch verschärft wurde. Wenn man sich das dort verlinkte Original (?) anschaut, steht dort nicht „diejenigen, die mit ihren bloßen Händen russische Panzer aufhalten und gottlose Menschen gefangen nehmen““, sondern von „diejenigen, die die russischen Panzer mit bloßen Händen aufhalten und die Besatzer zur Kapitulation zwingen.“

Der Rest ist allerdings genauso nationalistisch durchseucht, wie das Zitat auf Liga.net.

Ein anderer dort gefundener Beitrag:

Im Dorf Podlipne, Region Sumy, gehen die russischen Invasoren, nachdem sie ihre Ausrüstung zurückgelassen haben, die keinen Treibstoff mehr hat, zu Fuß in die Hölle! Das heißt nach Russland. Wegen Desertion vor Gericht zu kommen und drei Jahre abzusitzen, ist immer noch besser, als Dünger für das ukrainische Land zu werden.

Russland ist keine Hölle. Wer aus der Hölle kommt, ist in der Regel ein Dämon. Die Soldaten der russischen Invasionsarmee sind in der Regel junge, wehrpflichtige Rekruten einer Armee, in der es die Wehrpflicht (verharmlosender Begriff für Wehrzwang) gibt und eben keine Dämonen. Menschen als „Dünger“ zu bezeichnen, bereitet unmenschliche Gewalt vor.

Es gibt auch andere bedrückende Aspekte. Wenn ich höre, dass an der Grenze zu den Nachbarländern Polen, Slowakei, Ungarn, Moldawien die fliehenden Frauen und Kinder durchgelassen werden, die mit ihnen fliehenden Männer im Alter von 18 bis 60 aber zurückgewiesen werden und im Krieg die Waffe ergreifen sollen, frage ich mich, mit welchem Recht Männern zugemutet wird, im Krieg kämpfen, töten, ihrer Seele Gewalt antun oder gar sterben zu müssen.

Sind Männer entbehrlicher und weniger wert als Frauen oder traut man die stereotypisch Männern zugeschriebene Gewalt, die gerade so dringend gebraucht wird, Frauen einfach nicht zu? Niemand im sonst so gleichstellungs-sensiblen Europa scheint sich daran zu stören. Wo sind da auf einmal die Gleichstellungsbeauftragten geblieben?

In irgend einem Bericht von einer Friedensdemo aus den deutschen Nachrichten habe den Appell einer demonstrierenden Frau gehört, dass die Frauen ihren Männern und Söhnen, ihren Jungs sagen sollen, dass sie zu Hause bleiben sollen. Vielleicht reagiere ich da zu heftig, aber für mich wirkte es so, als sei die stets gute, friedliebende Frau für den Appell an die kriegsgeilen, aggressiven Männer zuständig. Gewalt ist ja bekanntlich eine männliche Eigenschaft. Man kann sie scheinbar nur verhindern, indem man die Männer ankettet.

Nur können sich die Männer (weder die russischen, noch die ukrainischen) sich in der Regel nicht aussuchen, ob sie vom Staat ins Heer gesteckt und an die Front gezerrt werden. Man zwingt sie, man nötigt sie mit Bildern von einer feindlichen „Horde“, von heran nahenden „Orks“ (beide Ausdrücke stammen aus Nachrichten auf Liga.net), sie werden in die Pflicht genommen Land, Frauen und Kinder zu verteidigen, man belügt sie mit Ehre, Ruhm, Heldentum.

Nein, ich bin nicht der Meinung, dass man auch Frauen die Flucht verweigern sollte. Aber dass es stillschweigend „eben so ist“, dass die Männer gefälligst Gewalt tun und Gewalt leiden sollen, kann ich nicht akzeptieren.

Ich weiß nicht, was ich tun würde, wenn ich selbst als Ukrainer aufgewachsen und mein Land überfallen worden wäre. Es ist gut möglich, dass ich mich aufmachen würde, die Waffe in die Hand zu nehmen, um dabei zu helfen, den Überfall abzuwehren. Vielleicht wäre ich auch clever und verantwortungsvoll genug, mich und die meinen einfach nur in Sicherheit zu bringen und andere Leute sich die Köpfe einschlagen zu lassen. Je nachdem wie es ausgeht, muss man in beiden Fällen mit seiner Entscheidung leben. Eine sicher richtige Entscheidung kann es in so einer Situation nicht zu geben. Es gibt nur falsche und mutmaßlich etwas weniger falsche Entscheidungen. Es ist zu Heulen. Krieg ist eine einzige, gigantische, gnadenlose Katastrophe.

Zum Abschluss ein Song, der mich schon vor Jahrzehnten berührt hat: Das Lied „Russians“ von Sting aus dem Jahr 1985. Heute wieder aktuell.

Eigene Übersetzung des Songtexts:

Russen

In Europa und Amerika wächst das Gefühl der Hysterie,
darauf konditioniert, auf alle Bedrohungen
in den rhetorischen Reden der Sowjets zu reagieren
Herr Chruschtschow sagte: „Wir werden euch beerdigen“
Ich teile diese Ansicht nicht.
Es wäre so eine Dummheit, wenn auch die Russen ihre Kinder lieben.
Wie kann ich meinen kleinen Jungen vor Oppenheimers tödlichem Spielzeug retten?
Es gibt kein Monopol auf gesunden Menschenverstand,
auf keiner Seite des politischen Zauns.
Wir teilen die gleiche Biologie, unabhängig von der Ideologie
Glaubt mir, wenn ich euch sage
Ich hoffe, auch die Russen lieben ihre Kinder.
Es gibt keinen historischen Präzedenzfall,
um dem Präsidenten die Worte in den Mund zu legen.
So etwas wie einen gewinnbaren Krieg gibt es nicht.
Es ist eine Lüge, die wir nicht mehr glauben.
Mister Reagan sagt: „Wir werden euch beschützen“
Ich teile diese Ansicht nicht.
Glaubt mir, wenn ich euch sage
Ich hoffe, auch die Russen lieben ihre Kinder.
Wir teilen die gleiche Biologie, unabhängig von der Ideologie
Aber was uns retten könnte, mich und dich
Ist, wenn auch die Russen ihre Kinder lieben.

9 Kommentare zu „Auch Russen lieben ihre Kinder

  1. „Wo sind da auf einmal die Gleichstellungsbeauftragten geblieben?“

    Genau das hab ich auch gedacht! Mir ist da eine bekannt, die ohne echten Grund psychische Gewalt angewandt hatte, das kann genauso schlimm sein wie physische.

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  2. Wenn wir schon über seinen eigenen Kind lieben sprechen, Lambrecht, die Frau, die die Hexenjagd auf Pädophile hier in Deutschland verursacht hat einen Sohn, und ich kann es mir sehr gut vorstellen, dass Lambrecht ihren Sohn liebt

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    1. Ich gehe fest davon aus.

      Es mag Ausnahmen geben, aber ich glaube schon, dass die allermeisten Eltern ihre Kinder lieben. Das verhindert nicht alle Fehler, aber sicher einige und es entschärft meistens ganz gut, was es nicht verhindert.

      In der Niederlande hat Marcel Jeninga durch seinen Anti-Pädophilen Aktivismus einen großen Anteil daran, dass der Verein Martijn verboten wurde. Seine Tochter wurde im Alter von 1 bis 3 Jahren von einem Nachbarn missbraucht. Er hat einen nachvollziehbaren Grund für das, was er tut. Deshalb handelt er nicht richtig. Ich vermute, dass er über die Tat und ihre Folgen gewissermaßen „blind“ geworden ist. Er hat durch seine blindwütige Hetze viel zum Klima der Pädophilen-Jagd in der Niederlande beigetragen. Es hat dort sogar schon tödliche Fälle von Lynchjustiz gegen Pädophile und vermeintlich Pädophile gegeben.

      Ich vermute, dass ein Dialog mit jemandem wie Marcel Jeninga nicht möglich ist. Und selbst wenn er möglich wäre, kann man überhaupt mit jemandem sprechen, der so viel Leid verursacht hat?

      Auch wenn sie sehr viel Schaden bei Menschen angerichtet haben, die es nicht verdienen, glaube ich nicht, dass man das Problem löst, indem man Frau Lambrecht oder Herrn Jeninga verteufelt. Was wäre passiert, wenn Lambrechts Sohn oder Jeningas Tochter pädophil wären?

      Jenseits von Verteufelung gibt es harte Sachkritik. Die ist möglich und angebracht und kann vielleicht auch wirklich ein wenig helfen. Allgemein denke ich aber, dass man vor allem seine eigenen Botschaften verbreiten muss, statt auf die Botschaften anderer zu reagieren.

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      1. Meine Frage ist, warum gehst du nicht auf die Straße, führst pro pädo Demonstrationen an, lässt dich zur Bundestagswahl aufstellen in deinen Wahlkreis, lässt dich in Talkshows einladen?

        Damit kann man sich zwar ersichtlich machen, aber man ist so nahe am Sieg wie nie zuvor, wenn man dies machen würde, und man würde natürlich geehrt werden, natürlich von seinen eigenen Leute, die einen zu Seite stehen würde und die Ideen sehr gut finden und dafür kämpfen.

        Da du ein Päderast bist, gibt es natürlich Jungs, die ältere Männer sexuell attraktiv finden und ich glaube, ein Revolutionär, der ein Päderast ist und selbstverständlich sich für die Liberalisierung des Sexualstrafrechts einsetzt, bei solchen Jungs viel Erfolg haben würdest und dann mit einen Jungen, eine Liebesbeziehungen führen würde.

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      2. Ich glaube du hast da falsche Vorstellungen.

        Pädophile und Hebephile sind extrem randständig. Denkst du man hätte 1960 einen Homosexuellen als Bundestagskandidaten aufstellen lassen und in die damaligen Talkshows bzw. Entsprechungen eingeladen? Zum Wowereit-Moment („Ich bin schwul und das ist auch gut so“) kam es erst 2001.

        Die Antwort, warum ich keine Demos organisiere etc. dürfte die selbe sein, wie bei dir und fast jedem anderen: ich habe Angst.

        „ich glaube, ein Revolutionär, der ein Päderast ist und selbstverständlich sich für die Liberalisierung des Sexualstrafrechts einsetzt, bei solchen Jungs viel Erfolg haben würdest und dann mit einen Jungen, eine Liebesbeziehungen führen würde“

        Die mich direkt in den Knast führen würde, wenn irgendwas sexuelles passiert, was in einer Liebesbeziehung mit einem pubertären Jungen nicht ganz leicht zu vermeiden wäre, ohne den Jungen komplett vor den Kopf zu stoßen. Ein Bekenntnis als Päderast und eine Liebesbeziehung zu einem Jungen würde auch bei einer rein platonischen Beziehung zu einer Intervention von Dritten führen und zu sehr viel Druck, auch auf den Jungen.

        Für die Restchance auf das persönliche Lebensglück irgendwann in der Zukunft ist ein Outing mit aktivistischem Engagement nicht unbedingt förderlich.

        Natürlich muss die Angst auch irgendwann einmal von irgendwem überwunden werden, damit etwas besser wird. Das kann auch gelingen. Andere haben es vorgemacht. Aber die Vorkämpfer haben auch viel einstecken müssen und es gibt nicht wenige, denen es übel ergangen ist.

        Wenn du selbst meine Bedenken nicht teilst, kannst du den Job als Anführer von Demos und Bundestagskandidat gerne selbst übernehmen bzw. anstreben.

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  3. „ Die mich direkt in den Knast führen würde, wenn irgendwas sexuelles passiert, was in einer Liebesbeziehung mit einem pubertären Jungen nicht ganz leicht zu vermeiden wäre, ohne den Jungen komplett vor den Kopf zu stoßen. Ein Bekenntnis als Päderast und eine Liebesbeziehung zu einem Jungen würde auch bei einer rein platonischen Beziehung zu einer Intervention von Dritten führen und zu sehr viel Druck, auch auf den Jungen.“

    Natürlich wenn dies erlaubt ist, wenn das Schutzalter von 14 erstmal gesenkt wird. Für uns Aktivisten ist das Schutzalter von 14 zu hoch, auch wenn nicht, könnte man keine gesunde Beziehung über 2 bzw 3 Jahre führen (wenn der Junge 12 ist und man lernt ihn kennen + 2 bzw. 3 Jahre) sondern eher wird mit Monate gezählt, wie lange die Beziehung war, denn du möchtest nicht ins Gefängnis geschickt werden und deine gewünschte Alterspräferenz bei Jungs liegt zwischen 10-14 Jahren.

    Was meinst du mit „ohne den Jungen komplett vor den Kopf zu stoßen?“

    „Wenn du selbst meine Bedenken nicht teilst, kannst du den Job als Anführer von Demos und Bundestagskandidat gerne selbst übernehmen bzw. anstreben.“

    Ich muss erstmal meine Angst überwinden, meine Meinung nach geschieht dies bereits, aber eben nicht komplett, erst wenn Ich viel Angst überwunden habe und immer noch ein Restangst habe (sowas ist normal) werde ich versuchen, was zu machen, bitte habe Verständnis, ich habe auch Verständnis mit deine Angst und ich verurteile dich nicht.

    Würdest du auf solche Demonstrationen gehen, wenn ein Aktivist (vielleicht Ich in Zukunft) sowas anmelden würde?

    Würdest du auch ein Aktivist (vielleicht Ich in Zukunft) wählen, wenn er sich zufällig in deinem Wahlkreis für die Bundestagswahl aufstellen würde?

    Würde deine Angst vielleicht Stück für Stück weggehen, wenn so einer sich in der Öffentlichkeit trauen würde, andere Leute auf dieses Problem aufmerksam zu machen, mit dem Endziel das Sexualstrafrecht zu liberalisieren?

    So ein Aktivist würde hohe Wellen schlagen, ja, vielleicht gar auf die ganze Welt.

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    1. Du hattest vorher geschrieben:

      „gibt es natürlich Jungs, die ältere Männer sexuell attraktiv finden und ich glaube, ein Revolutionär, der ein Päderast ist und selbstverständlich sich für die Liberalisierung des Sexualstrafrechts einsetzt, bei solchen Jungs viel Erfolg haben würdest und dann mit einen Jungen, eine Liebesbeziehungen führen würde.“

      Wenn man einen solchen Jungen fände, bzw. mit ihm zusammen fände, der sexuelles oder romantisches Interesse hätte (Stichwort: Liebesbeziehung), dann hätte er auch Anspruch darauf, dass seine Beziehungswünsche im Großen und Ganzen erfüllt werden. Das geht nicht, wenn zwar beide eine Liebesbeziehung und gemeinsame Sexualität wollen, der Erwachsene aber aufgrund der drohenden juristischen Konsequenzen nicht kann. In dem Fall ist der Junge aus meiner Sicht vor den Kopf gestoßen. Was er will, kann er nicht bekommen. Die Liebesbeziehung bleibt für ihn unerfüllt. Das ist dem Jungen gegenüber unfair. Er bekommt viel Druck von außen auf die Beziehung und nicht die Erfüllung in der Beziehung für die es sich am Ende gelohnt haben kann, dem Druck von außen zu trotzen.

      „Würdest du auf solche Demonstrationen gehen, wenn ein Aktivist (vielleicht Ich in Zukunft) sowas anmelden würde?“

      Nein. Bei Demos droht eine Personenkontrolle und man muss sich ausweisen. Wer weiss, was dann mit den erhobenen Daten passiert. Mein Vertrauen in die deutsche Polizei ist da nicht sehr ausgeprägt.

      „Würdest du auch ein Aktivist (vielleicht Ich in Zukunft) wählen, wenn er sich zufällig in deinem Wahlkreis für die Bundestagswahl aufstellen würde?“

      Ja. Ich habe Vertrauen in die Anonymität des Wahlprozesses.

      „Würde deine Angst vielleicht Stück für Stück weggehen, wenn so einer sich in der Öffentlichkeit trauen würde, andere Leute auf dieses Problem aufmerksam zu machen, mit dem Endziel das Sexualstrafrecht zu liberalisieren?“

      Vermutlich ja. Aber es wäre ein längerer Prozess. Entscheidend sind letztlich die persönlichen Lebensumstände, also wie angreifbar und verletzlich man sich gerade fühlt.

      „So ein Aktivist würde hohe Wellen schlagen, ja, vielleicht gar auf die ganze Welt.“

      Es gibt bzw. gab ja durchaus entsprechende Versuche. Einige der niederländischen Aktivisten sind z.B. bei Pride-Märschen auf die Straße gegangen und haben Pädo-Flaggen gezeigt. Man hat auch eine eigene Partei gegründet und wollte sie für die nationalen Wahlen anmelden, was aber wohl daran gescheitert ist, dass sich nicht genug Leute getraut haben die Unterstützerlisten, die man dafür benötigt zu unterschreiben. Die Partei wurde dann erst mal aufgelöst und wurde aktuell neu gegründet. Die Aktivisten in den Niederlanden werden vom Staat verfolgt. Wer früher im Verein Martijn tätig war (der wichtigsten pädoaktivistischen Vereinigung, 2014 verboten) wird heute wegen Fortführung eines verbotenen Vereins verfolgt. Pädoaktivismus ist eine harte Sache, bei der man viel aushalten muss. Schnelle Erfolge halte ich für ausgeschlossen. Erfolge irgendwann halte ich aber schon für möglich. Und die ersten Mutigen werden diejenigen sein, denen man später die Erfolge verdankt.

      Die Aktivisten aus den Niederlanden haben tatsächlich hohe Wellen geschlagen. Die waren gut organisiert, engagiert und ernst zu nehmen. Man hat sie ernst genommen. Und deshalb mit allen Mitteln bekämpft, auch Mitteln jenseits dessen was eigentlich verfassungsrechtlich erlaubt sein sollte (wie das Vereinsverbot). Aktuell ist die Situation in den Niederlanden ziemlich katastrophal. Aber natürlich kann es trotzdem irgendwann wieder viel besser werden.

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      1. „ Wenn man einen solchen Jungen fände, bzw. mit ihm zusammen fände, der sexuelles oder romantisches Interesse hätte (Stichwort: Liebesbeziehung), dann hätte er auch Anspruch darauf, dass seine Beziehungswünsche im Großen und Ganzen erfüllt werden. Das geht nicht, wenn zwar beide eine Liebesbeziehung und gemeinsame Sexualität wollen, der Erwachsene aber aufgrund der drohenden juristischen Konsequenzen nicht kann. In dem Fall ist der Junge aus meiner Sicht vor den Kopf gestoßen. Was er will, kann er nicht bekommen. Die Liebesbeziehung bleibt für ihn unerfüllt. Das ist dem Jungen gegenüber unfair. Er bekommt viel Druck von außen auf die Beziehung und nicht die Erfüllung in der Beziehung für die es sich am Ende gelohnt haben kann, dem Druck von außen zu trotzen.“

        Finde Ich von dir sehr gut, dass du auch um den Jungen denkst und nicht an dich selber („Ich brauche jetzt einen Jungen der so geil aussieht / ist“)

        „ Nein. Bei Demos droht eine Personenkontrolle und man muss sich ausweisen. Wer weiss, was dann mit den erhobenen Daten passiert. Mein Vertrauen in die deutsche Polizei ist da nicht sehr ausgeprägt.“

        Wenn man bei einer Demonstration aber auch wo anders verhaftet wird, muss man keine Angaben machen, wenn die Polizisten einen mit Fragen bombardieren, natürlich außer bei der Ausweiskontrolle, deswegen immer unauffällig bei einer Demonstration sein (klar kann man Laut sein mit seine Parolen… Es muss halt im Rahmen passen, nicht übertreiben also mit Gewalt gegen die Gegendemonstranten sein) Aber pass auf! Es gibt diese Zivilbullen und man soll kein Austausch über Liebesbeziehungen machen, was man mal geführt hat oder immer noch führt, denn diese Zivilbullen können ganz einfach über Funk kommunizieren mit die Polizei, dass ein „Kinderschänder“ gesichtet worden ist, nämlich neben der Zivilbulle und der „Kinderschänder“ wird dann von der Polizei verhaftet auch wenn er ein liebevoller Päderast ist.

        Also, niemanden bei solchen Demonstrationen vertrauen, außer seine Freunde, Kumpels, Kameraden, die mit dir laufen.

        „ Es gibt bzw. gab ja durchaus entsprechende Versuche. Einige der niederländischen Aktivisten sind z.B. bei Pride-Märschen auf die Straße gegangen und haben Pädo-Flaggen gezeigt. Man hat auch eine eigene Partei gegründet und wollte sie für die nationalen Wahlen anmelden, was aber wohl daran gescheitert ist, dass sich nicht genug Leute getraut haben die Unterstützerlisten, die man dafür benötigt zu unterschreiben. Die Partei wurde dann erst mal aufgelöst und wurde aktuell neu gegründet. Die Aktivisten in den Niederlanden werden vom Staat verfolgt. Wer früher im Verein Martijn tätig war (der wichtigsten pädoaktivistischen Vereinigung, 2014 verboten) wird heute wegen Fortführung eines verbotenen Vereins verfolgt. Pädoaktivismus ist eine harte Sache, bei der man viel aushalten muss. Schnelle Erfolge halte ich für ausgeschlossen. Erfolge irgendwann halte ich aber schon für möglich. Und die ersten Mutigen werden diejenigen sein, denen man später die Erfolge verdankt.“

        Du kennst ja Freespeachtube?

        Da sind sie Aktiv und wollen gar im Ausland weitermachen mit ihren Aktivismus, gar die ganzen europäischen Pädos aufrufen, sich in Pädo organisationen zu vereinen, natürlich in den einzelnen Ländern, um da dass zu machen, was in den 70 – 85 Jahre des letzten Jahrhunderts gemacht wurde (Pro Pädo Aktivismus)

        https://www.freespeechtube.org/user/Nelson

        https://www.freespeechtube.org/user/Norbert

        https://www.freespeechtube.org/user/Adriaan

        https://www.freespeechtube.org/user/M_Uittenbogaard

        https://www.freespeechtube.org/user/PNVD

        (Ich finde M_Uittenbogaard‘s Foto mit den Jungen und den Mann sehr passend und auch sehr schön, meine Meinung nach sieht es nach eine gelungene und gesunde Beziehung aus)

        Ich finde die Idee gut und man muss ja auch irgendwann anfangen, denn Pädo Aktivismus dauert meine Meinung nach sehr lange, und wer weiß wie sie aussehen wird und ausgehen wird.

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