Corona Exkurs – und meine Schlussfolgerungen für den Umgang mit Pädophilie

Im Grunde hat mich die Corona-Pandemie nicht sonderlich beeindruckt. Die Einschränkungen, die mit ihr verbunden sind, sind zwar teils unangenehm, oft treffen sie mich aber gar nicht. Die Einschränkungen, die ich als Pädophiler seit Jahrzehnten in meinem Leben fühle, sind für mich viel entscheidender und einschneidender.

Es gibt aber durchaus Personen, die durch Corona-Einschränkungen richtig hart getroffen wurden, auch nach meinem Maßstab. Wer etwas einen Partner jenseits einer wegen Corona geschlossenen Grenze hatte, war schon sehr hart getroffen. Besonders berührt hat mich der Bericht über eine in Belgien lebende Australierin. Sie kam zurück in ihre alte Heimat, um ihre todkranke Mutter noch einmal zu sehen. Während sie in Quarantäne war, starb die Mutter, ohne dass sie sie noch einmal sehen durfte – sie durfte die Quarantäne nicht verlassen! Danach durfte sie nicht mehr aus Australien raus! Zu ihrer Familie, ihren Kindern, ihrem Haus, ihrem Job in Belgien. Sinn dieser Regelung war vermutlich, dass Auslandsaustralier erst gar nicht wieder temporär in Australien einreisen.

Irgend eine Begründung findet sich für grausame und unmenschliche Vorschriften und Gesetze immer. Das bedeutet freilich nicht, dass man die Politiker, die für derartige Regelungen verantwortlich sind, wiederwählen muss.

Ab und an habe ich über den Umgang mit Corona in Deutschland geärgert. Als Masken für unnötig und unwirksam befunden wurden (wohl vor allem, weil man keine hatte) und sie dann später zur Pflicht wurden.

Später wieder, als Andrea Tandler für die Vermittlung von Maskendeals 48 Millionen Euro Provision einstrich (und anscheinend nicht richtig versteuerte). Ihr Vater, Gerold Tandler, war Generalsekretär der CSU, als er sich privat 700.000 DM von Eduard Zwick lieh. Er wurde später bayrischer Innenminister und dann bayrischer Staatsminister der Finanzen. Von diesem Posten musste er im Jahr 1990 im Zuge der Flick-Affäre zurücktreten, nachdem das bayerische Finanzministerium eine Steuerschuld Zwicks in Höhe von 71 Millionen DM gegen eine Zahlung von 8,3 Millionen DM niedergeschlagen hatte (also auf fast alle Forderungen freiwillig verzichtete).

Andrea Tandler nutzte für ihre Maskengeschäfte die guten Kontakte zur Strauß-Tochter Monika Hohlmeier, die sich bei Gesundheitsminister Spahn für den Deal einsetzte (für Jüngere: Strauß war früher Ministerpräsident in Bayern, der es (angeblich) irgendwie geschafft hat, vom Gehalt für seine Politiker-Tätigkeit 360 Millionen DM auf einem geheimen Auslandskonto anzusparen und an seine Kinder zu vererben). Nach Franz Josef Strauß wurde 1992 der Flughafen München benannt. Seine Tochter, Monika Hohlmeier, sitzt zur Zeit Abgeordnete im EU-Parlament und ist unter anderem Mitglied im Sonderausschuss gegen organisiertes Verbrechen, Korruption und Geldwäsche (!).

Auch der Ehemann von Gesundheitsminister Spahn hat für seinen Arbeitgeber Maskendeals eingefädelt. Johannes Laschet, der Sohn von NRW-Ministerpräsident Laschet, half seinem Arbeitgeber bei einem Maskendeal mit Nordrhein-Westfalen. Provisionen sind angeblich nicht geflossen. Aber vielleicht wird sich ja jemand erkenntlich zeigen, wenn irgendwann Wahlen und/oder Ämter verloren gehen (ist ja bereits passiert) und etwas Gras über die Sache gewachsen ist. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Hunter Biden, der Sohn des amtierenden US-Präsidenten, ein Hobby-Maler, kann seine Bilder ja inzwischen auch für bis zu 500.000 USD pro Bild verkaufen. Vielleicht haben Spahn und Laschet ja auch talentierte Familienmitglieder.

Eine sechsköpfige Gruppe um Alfred Sauter (CSU, ehemaliger bayrischer Justizminister) und Georg Nüsslein (CSU, ehemals stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion) verdiente 11.5 Millionen Euro durch Provisionen im Zusammenhang mit Maskengeschäften. Der CDU Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel kam nur auf 250.000 EUR, der CDU Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann auf 7.5 Millionen EUR.

Ich habe vor genau einem Jahr, am 04. Januar 2021, schon einmal einen Corona-Exkurs geschrieben. Einer meiner damaligen Kritikpunkte war das Geschwafel, man werde Geimpften keine Privilegien einräumen. Erstens handelte es sich nicht um Privilegien, sondern die Rücknahme von Einschränkungen von Freiheitsrechten. Zweitens, war mir schon damals sofort klar, dass es genau diese „Privilegien“ geben würde, spätestens sobald jeder die Chance auf einen Impftermin bekommen hatte, schon um den Druck auf Ungeimpfte zu erhöhen. Ich werde nicht gerne belogen und in diesem Fall habe ich die Lüge erkannt, als sie ausgesprochen wurde.

Später fing man mit indirektem Impfzwang an (bis hin zur Abschaffung kostenloser Corona-Tests, was die Pandemie-Lage deutlich verschlechtert hat) und beteuerte gebetsmühlenartig, eine allgemein Impfpflicht werde es nicht geben. Jetzt ist sie in Vorbereitung – weil es eine harmlosere Virusvariante gibt, die sich schneller verbreitet. Eigentlich ein Segen, da die natürliche Immunität durch das Immunsystem des Menschen nach durchgestandener Erkrankung der Immunität durch eine Impfung in der Regel überlegen ist (so wie Muttermilch künstlicher Babynahrung überlegen ist – siehe die Kampagne „Nestlé tötet Babys“, die 1974 dazu führte, dass Nestlé seine irreführende Werbung gegenüber Müttern durch als Krankenschwestern getarnte Verkäuferinnen von Babynahrung zumindest teilweise einstellte).

Ich habe mich auch geärgert, als rauskam, dass in Hamburg Statistik-Daten gefälscht wurden, um den Anteil der Ungeimpften an den Infizierten höher erscheinen zu lassen. Durch eine Anfrage einer FDP-Abgeordneten kam heraus, dass bei fast 70 Prozent der Coronafälle nicht eindeutig war, ob die infizierte Person geimpft oder ungeimpft war. Diese Infektionen wurden einfach in der Gruppe der Ungeimpften aufgeführt. Das gleiche passierte auch in Bayern. So etwas untergräbt komplett das Vertrauen in die Seriosität offizieller Statistiken.

Ich finde es ungehörig, wenn die Ständige Impfkommission bedrängt wird, doch endlich die Impfungen für Kinder zu empfehlen, weil besorgte Eltern so dringend darauf warten, dass die Kinderimpfung kommt, um dann Zeter und Mordio („unverantwortlich“) zu schreien, wenn der Vorsitzende der Stiko sagt, dass er sein eigenes Kind aufgrund fehlender Daten derzeit nicht gegen Corona impfen lassen würde und anzuprangern, dass er damit die Öffentlichkeit und Eltern verunsichere.

Die Stiko ist für manche anscheinend dafür da, brav (und zackig) das zu sagen, was man gerade hören und woran man selbst glauben will. Undifferenzierte Empfehlungen, die Sicherheit nur vorgaukeln, wären aber genauso falsch wie immer wieder geforderte bundesweit einheitliche Regelungen bei einem regional extrem unterschiedlichen Infektionsgeschehen. Wer Ungleiches gleich behandelt nimmt sehenden Auges unnötige wirtschaftliche und soziale „Kollateralschäden“ billigend in Kauf. Es werden ständig Beruhigungspillen gefordert und verschrieben, ohne sich um die Nebenwirkungen ernsthaft Gedanken zu machen.

Ich habe mich auch geärgert, als bekannt wurde, dass auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) falsch wiedergegeben wurde. In der Einleitung für eine als „Entscheidungshilfe für Eltern und Sorgeberechtigte“ betitelten Broschüre hießt es: „Die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut empfiehlt die Impfung mit einem mRNA-Impfstoff für alle Kinder und Jugendlichen zwischen 5 und 11 Jahren und ab 12 Jahren.“ Das ist falsch. Tatsächlich heißt es in der Stiko-Empfehlung: „Eine allgemeine Impfempfehlung der STIKO für nicht vorerkrankte Kinder von 5-11 Jahren besteht derzeit nicht.“ Auf die Diskrepanz angesprochen meinte der Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums: „Der Anteasertext auf der Homepage ist möglicherweise etwas ungenau, das schauen wir uns noch einmal an.“

Bezeichnend fand ich auch einen Bericht auf BR24 zur Impfpflicht:

Die Corona-Impfpflicht, die nur auf den Gesundheitssektor beschränkt ist, habe „katastrophale“ Auswirkungen auf die Altenpflege von Bad Kissingen bis Kitzingen. So heißt es in einem offenen Brief, in dem sich die Altenpflege-Einrichtungen von Arbeiterwohlfahrt (AWO), Caritas und Diakonie an die Landtags- und Bundestagsabgeordneten in der Region Main-Rhön wenden.

Sie schlagen Alarm, „weil impfunwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Pflegeberuf aufgeben und sich eine Arbeit dort suchen wo keine Impfpflicht besteht“, schreibt Jochen Keßler-Rosa, der Geschäftsführer der Diakonie in Schweinfurt in dem Brief.

Erste Kündigungen liegen laut dem Brief bereits vor. Bei der Diakonie hätten etwa zwei Mitarbeiter gekündigt. „Viele Mitarbeiter reden darüber, die Lage ist wirklich heikel“, sagte Keßler-Rosa gegenüber BR24. Bereits an Weihnachten komme es zu Lücken im Dienstplan. „Bereits jetzt können Pflegeeinrichtungen auch bei freiwerdenden Betten und ausscheidenden Haushalten keine neuen Bewohner und Bewohnerinnen oder Patienten und Patientinnen mehr aufnehmen oder zu Hause pflegen“, heißt es in dem Brief.

Wenn jemand lieber seinen Job aufgibt, als sich impfen zu lassen, muss derjenige schon extrem schwerwiegende Bedenken gegen eine Impfung haben. So jemand hält das Risiko durch eine Impfung für größer als das Risiko einer Infektion. Die Impfpflicht führt dazu, dass er seinen bisherigen Lebensentwurf über den Haufen wirft und lieber neu anfängt.

Das Einfühlungsvermögen des Geschäftsführer der Diakonie in Schweinfurt für diese subjektive Notlage liegt im negativen Bereich. Seine „Lösung“ ist, dass man ein Entrinnen verunmöglicht und die Person als letzte Option vielleicht auch noch in eine Auswanderung treibt. Die Mitarbeiter, die aus ihrem Beruf gedrängt wurden, werden nicht wie Menschen behandelt, sondern wie kaputt gegangene Pflegemaschinen.

Wer „impfunwillig“ ist, ist nicht einfach ein bockiges Kind, das man zu seinem Glück (und dem der Gesellschaft) eben zwingen muss, sondern jemand, der damit Existenzängste verbindet. Die Antwort, die dem Staat dazu einfällt ist ein „und bist du nicht willig, dann brauch ich Gewalt.“ Ich finde das asozial und in Anbetracht der im vergleichsweise geringen Mortalität auch verfassungswidrig.

Offiziell wurden (Stand 02.01.2022) 7.19 Millionen Corona-Infektionen in Deutschland gezählt, die Zahl der Gestorbenen wird mit 112.155 angegeben. Das ist eine Letalität von etwa 1.5 Prozent. Dieser Wert ändert sich, wenn man die Dunkelziffer nicht erkannter Infektionen berücksichtigt. Sie wurde in der Vergangenheit im Bereich von 40 bis 87 Prozent geschätzt. Wenn man 50 Prozent annimmt, würde das die Mortalitätsrate auf 0.75 Prozent absenken. Bei einer schweren Grippewelle liegt die Mortalität bei 0.5 Prozent. Da das Corona-Virus der Zukunft (Omikron-Variante) weniger gefährlich ist als das der Vergangenheit (Wildtyp, Alpha- und Delta-Varianten) und aufgrund milderer, teils ausbleibender Symptome häufig unbemerkt bleibt, liegen wir absehbar in Zukunft unter dem Letalitätswert bei einer schweren Grippe. Corona wird perspektivisch zum ernst zu nehmenden, aber im Grunde „normalen“ Erkältungsvirus. Und doch verhalten wir uns immer noch so, als lauere hinter jeder Ecke die Pest.

In Anbetracht des Artikel 2, Absatz 2 des Grundgesetzes (Recht auf körperliche Unversehrtheit) steht es dem Staat meiner Meinung nach nicht zu, Menschen durch ein Bußgeld in einer Höhe, die letztlich einer Nötigung gleichkommt (= Drohung mir einem empfindlichen Übel), dazu zu bewegen, ein abstraktes Lebensrisiko (Krankheitsschaden) gegen ein anderes abstraktes Lebensrisiko (Impfschaden) zu tauschen.

Wenn man jetzt meint, legitim eine Corona-Impfpflicht einführen zu dürfen, dann dürfte man ebenso allen Menschen etwa das Rauchen verbieten. Stattdessen wird gerade – aus meiner Sicht zu Recht – die Legalisierung von Cannabis diskutiert. Man müsste Menschen mit krankhaftem Übergewicht (Adipositas), die weitere Kalorienzufuhr verbieten und Leute, die sich nicht genug bewegen, unter Androhung eines Bußgelds zu Leibesübungen verpflichten.

Den Möglichkeiten der irgendwie sinnvoll begründbaren Bevormundungen und irgendwie zu rechtfertigenden Einschränkung von Freiheitsrechten sind im Grunde keine Grenzen gesetzt. Aber wollen wir wirklich in so einer Gesellschaft leben?

Wer einen „Spaziergang“ macht, wird in den Medien regelmäßig als angehender Rechtsradikaler verunglimpft. Zuletzt wurde sehr kritisch über einen Fall berichtet, bei dem ein vier Jahre altes Kind Pfefferspray abbekommen hat, als seine Mutter versuchte, eine Polizeiabsperrung zu durchbrechen.

Ich habe etwas Zweifel, ob das Wort „durchbrechen“ die Situation richtig wiedergibt. Wie will eine Mutter mit vierjährigem Kinder eine Absperrung durchbrechen? Wäre dafür nicht eher so was wie ein Panzer erforderlich?

Ich finde die Kritik, man solle Kinder nicht als „Schutzschild“ missbrauche, durchaus gerechtfertigt. Aber man sollte es auch bleiben lassen, mit Pfefferspray herum zu sprühen, wenn vierjährige Kinder in der Nähe sind, egal wie sie dort hin gelangt sind. Dieser Aspekt fehlt mir in der Berichterstattung.

Ich habe aber auch Zweifel an der Grunddeutung des Vorgangs. Aus der Berichterstattung der Tagesschau:

An der unangemeldeten Demonstration in Schweinfurt hatten Polizeiangaben zufolge etwa 2500 Menschen teilgenommen. Teilweise kam es zu aggressiven Ausschreitungen. Mehrere Polizeibeamte wurden verletzt. Die Polizei setzte teils Schlagstöcke und Pfefferspray ein. In eine Pfefferspray-Wolke geriet auch die Mutter mit dem vierjährigen Kind, als sie eine Polizeiabsperrung überwinden wollte.

Vielleicht wollte die Mutter nicht quasi-terroristisch eine Polizeiabsperrung durchbrechen, sondern einfach sich und ihr Kind in Sicherheit bringen, als das, was vermutlich als friedliche, stille Meinungskundgebung gedacht war, irgendwie in eine Gewaltsituation eskaliert ist.

Ich finde das bewusste Mitnehmen von Kindern als Schutzschild ebenso falsch wie ich es falsch fände zu fordern, man möge Kinder doch bitte zu Hause lassen, damit man Schlagstock und Pfefferspray beherzter einsetzen kann. Ich unterstelle weder, dass die Mutter das Kind als Schutzschild mitgenommen hat, noch dass die Polizei von langer Hand den Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray geplant hat. Auf jeden Fall erwarte ich mir aber von ausgebildeten Beamten (den Polizisten und der Einsatzleitung) mehr Disziplin und Voraussicht als von einem durchschnittlichen Demonstranten.

Gehören Kinder wirklich nicht auf Demos? Oder kommt es vielleicht doch auf das Thema und seine aktuelle gesellschaftliche Reflektion an?

Geteilt via ZDF.de

Die Bildquelle ist ein Artikel über Gorleben auf den ZDF Seiten des Kindermagazins Logo. Die dortige Bildunterschrift lautet „Auch Kinder waren dagegen“.

Ich halte das für zweifelhaft. Das abgebildete, noch ziemlich junge Kind war sicher nicht dabei, weil es aus eigener Überzeugung gegen Atomkraft war, sondern weil es eben von seiner Mutter zur Demo mitgenommen wurde, die ihm vielleicht noch „Atomkraft ist böse“ eingetrichtert hat. Auch auf Anti-Atomkraft Demos konnte es damals zu Gewalt kommen.

Hier der gute Protest mit Kindern gegen Atomkraft. Dort der böse Protest mit Kindern gegen Corono-Beschränkungen. Es wird mit zweierlei Maß gemessen.

Ich bin weder Impfgegner noch Impfbefürworter. Ich tendiere eher dazu mich an die Mehrheitsmeinung der Schulmedizin zu halten und die Impfung dementsprechend für relativ sicher und das Impfrisiko für relativ gering zu halten. Dass es dennoch ein Impfrisiko gibt (z.B. Myokarditis), ist aber nicht von der Hand zu weisen. Auch wenn man es vielleicht persönlich für so gering hält, dass es einem vernachlässigbar scheint, bedeutet das noch lange nicht, dass man von anderen Menschen erwarten darf, dass sie es ebenfalls für vernachlässigbar halten.

Neben der schulmedizinischen Mehrheitsmeinung gibt es eine teils durchaus auch laute schulmedizinische Minderheitsmeinung, die sich mit unterschiedlichen Begründungen gegen die Sinnhaftigkeit (von Elementen) der aktuellen Corona-Strategie wendet. Dazu gehören etwa Aerosolforscher, die Ausgangssperren und Maskengebote im Freien kritisieren, oder Virologen, die vor ADE (Antibody dependent enhancement = infektionsverstärkende Antikörper) warnen oder meinen bereits Anzeichen dafür in den Daten zu erkennen.

Mich stört es, wenn diese Wissenschaftler von Politik und Medien als Scharlatane und Quacksalber dargestellt und abgebügelt werden. Das ist aus meiner Sicht unwissenschaftlich. Zur Wissenschaft gehört auch der Meinungsstreit zwischen wissenschaftlich begründeten Aussagen. Mein Eindruck ist, dass der Glaube der Mehrheit aktuell als Dogma gesetzt wird, dem nicht widersprochen werden darf. Mit Wissenschaft hat das für mich nichts zu tun.

Dass es sich bei den Statistik-“Pannen“ und der falschen Elterninfo zur Stiko-Empfehlung wohl nicht um zufällige Fehler handelte, wurde mir klar, also ich vor kurzem auf einen Tweet von Gesundheitsminister Lauterbach aufmerksam wurde. Er antworte damit auf den folgenden Tweet von Florian Krammer, Professor für Impfstoffkunde an der Icahn School of Medicine at Mount Sinai:

Lauterbachs Reaktion:

Es ist also nach Meinung unseres Gesundheitsministers völlig OK und legitim, wenn man Menschen mit einem Etikettenschwindel in die irre führt, indem man ihnen ein X (rekombinanter Proteinimpfstoff = künstliche Version des Spike-Proteins) für ein U (Totimpfstoff = ganze, inaktivierte Viren) verkauft, wenn es dazu führt, dass sie dann das machen, was man von ihnen haben will (hier: sich impfen lassen).

Mich kotzt das an. Wie kann man sich so verhalten (Masken erst als sinnlos, dann als unverzichtbar darstellen; Freiheitsrechte zu „Privilegien“ erklären; Statistiken fälschen; die Stiko-Empfehlung falsch wiedergeben; Wissenschaftler, deren Meinung nicht passt, mit untergriffigen Methoden diskreditieren; einen Proteinimpfstoff wissentlich irreführend als Totimpfstoff anpreisen) und sich dann ernsthaft über Verschwörungstheorien wundern? Es passt nicht zusammen, wenn man erst alles dafür tut, das Vertrauen in einen verlässlichen, ehrlichen Staat zu untergraben (siehe auch Maskendeals) und sich dann über das Ergebnis beklagt.

Das Problem sind immer Überzeugungstäter. Menschen, die glauben, es besser zu wissen und Gutes zu tun und die meinen Täuschung, Lüge usw. seien durch gute Absichten bzw. das, was man für eine gute Tat oder ein höheres Ziel hält, gerechtfertigt.

Die Corona-Pandemie und der Umgang mit ihr durch Medien, Politik und Wissenschaft hat mir das aktuell noch einmal sehr deutlich vor Augen geführt. Vor allem aber: Corona betrifft extrem viele Leute. Auch wenn die Einschränkungen für mich wie eingangs gesagt eher gering sind, für andere sind sie gefühlt gewaltig. Und dennoch kommen die „Guten“ mit ihren Lügen durch.

Im Grunde hat mir der Umgang mit Corona zwei Dinge gezeigt.

Erstens: Wenn etwas nicht ins Weltbild passt, werden Argumente nicht gehört, egal wie gut sie sind (ja, es gibt auch schlechte Argumente, die nicht gehört werden – aber nicht alle Argumente von „Impfskeptikern“ sind ausnahmslos schlecht).

Zweitens: wir leben in einer Gesellschaft, die Risikovermeidung zu ihrem Fetisch gemacht hat. Die Vermeidung eines gefühlten Risikos rechtfertigt jede noch so bescheuerte Bevormundung.

Beide Punkte lassen für „mein“ Thema, das Thema dieses Blogs, nichts Gutes erahnen.

Es wäre vermutlich völlig egal, ob es irgendwann eine Studie gibt, die wissenschaftlich fundiert und „unumstößlich“ belegt, dass willentlich einvernehmliche Sexualkontakte für Kinder unschädlich sind. Das Ergebnis würde einfach ignoriert werden, so wie die Baurmann-Studie erst ignoriert und dann sogar „einkassiert“ wurde, weil sie nicht zum vorherrschenden Weltbild passte.

Ein anderes Beispiel dazu ist die Meta-Studie von Rind, Tromovitch und Bauserman aus dem Jahr 1998. Die Wissenschaftler kamen bei der Auswertung von 59 wissenschaftlichen Studien zu dem Ergebnis, dass der durch sexuellen Missbrauch von Kindern verursachte Schaden nicht unbedingt intensiv oder allgegenwärtig war.

Die Studie wurde im Psychological Bulletin, der Zeitschrift der APA (amerikanische psychologische Gesellschaft, der mit knapp 130.000 Mitgliedern weltgrößte Psychologenverband) veröffentlicht. Die methodische Korrektheit der Meta-Studie wurde später (nach einer Bitte um unabhängige Überprüfung von Seiten der APA) von der American Association for the Advancement of Science, der weltweit größten wissenschaftlichen Gesellschaft bestätigt.

Genutzt hat es nichts. Das Ergebnis der Meta-Studie wurde als so skandalös empfunden, dass sie von den beiden Kammern des amerikanischen Parlaments (vom Repräsentantenhaus mit 355 zu 0 Stimmen, vom Senat mit 100 zu 0 Stimmen) verurteilt wurde. Das ist ein bis heute einzigartiger Vorgang.

Jedenfalls soweit es die Neuzeit betrifft. Galileo Galilei wurde 1633 von der katholischen Inquisition dazu gezwungen seine Theorien – er hatte das kopernikanische astronomische Modell vertreten – zu widerrufen. Dadurch, dass er seinen Fehlern abgeschworen, sie verflucht und verabscheut hatte, ist der Hinrichtung auf dem Scheiterhaufen entkommen und wurde nur zu lebenslanger Kerkerhaft verurteilt. Tatsächlich wurde er bis zu seinem Tod im Jahr 1641 unter Hausarrest gestellt.

Was als wahr gilt, muss nicht wahr sein. Das kopernikanische astronomische Modell hat sich durchgesetzt. 1992 wurde Galileo Galilei mit deutlicher Verspätung rehabilitiert. Es soll auch niemand sagen, wir hätten uns seitdem nicht weiterentwickelt. Immerhin hat man Rind, Tromovitch und Bauserman nicht mehr mit dem Scheiterhaufen bedroht.

Die heutigen Dogmen (wie die behauptete Unmöglichkeit von Einvernehmlichkeit aufgrund einer entwicklungspsychologische Unfähigkeit von Kindern zur Einwilligung oder die wie die Seelenmord-Erzählung) sind mindestens so unantastbar, wie damals das geozentrische astronomische Modell.

Auch unter dem Aspekt der Risikofixierung der heutigen Gesellschaft ist ein Sinneswandel kaum vorstellbar. Ob das Risiko real ist, spielt keine Rolle. Es geht um das gefühlte Risiko und das Image der Gefährlichkeit wurde Pädophilen in Jahrzehnten der Hetzkampagnen geradezu auf die Haut geschweißt.

Aktuell reicht ein vorgestelltes Risiko, dass die Nutzung einer Sexpuppe mit kindlichem Erscheinungsbild einen Pädophilen vielleicht animieren könnte, mehr zu wollen und einem Kind gegenüber übergriffig zu werden, ohne jeden Beleg für diese These aus, um Pädophilen scheinbar legitim eine der letzten Kompensationsmöglichkeiten auf dem Gebiet der Sexualität mit Androhung einer Freiheitsstrafe weg zu nehmen.

Vor fast drei Jahren habe ich einen bemerkenswerten Artikel in der FAZ gefunden und weggespeichert, um ihn irgendwann einmal in einem Artikel zu verwerten:

Es gibt epochale Revolutionen in der Wissenschaft, die auf fatale Weise unbemerkt bleiben, und es könnte sein, dass uns dies auch aktuell gerade widerfährt. Wie tragisch solche Fälle sein können, dokumentiert eine Entdeckung von Antoni van Leeuwenhoek aus den Frühzeiten der Mikroskopie. Schon am 17. September 1683 fertigte er Zeichnungen von Mikroben an. Obwohl damals durchaus bereits Theorien einer Verbreitung von Krankheiten von Mensch zu Mensch vorlagen, dauerte es nicht weniger als zweihundert Jahre, bis man die entscheidenden Schlussfolgerungen zog. Als Joseph Lister 1867 die Hypothese aufstellte, die hohe Sterberate nach Operationen werde durch Infektionen verursacht, war dies noch ein Schenkelklopfer der Zunft. Man wusch sich nicht vor, sondern nach Operationen die Hände. John Hughes Bennett, ein führender Mediziner der Zeit, meinte dazu: „Wo sind diese kleinen Biester? Zeigen Sie sie uns, und wir werden daran glauben. Hat sie bisher schon irgendwer gesehen?“

Man sah es also, aber man verstand es nicht.

Zweihundert verschwendete Jahre mit unzähligen vermeidbaren Toten!

Das kann einen traurig machen. Es kann einem die Hoffnung nehmen. Wenn sich niemand für die Wahrheit interessiert, ist die Anstrengungen und das Bemühen um die Wahrheit dann nicht sinnlos?

Man sieht es, aber man versteht es nicht, weil man es nicht verstehen will:

Eine Besonderheit gibt es noch, wenn es um pädophile Täterstrukturen geht: Die sexuelle Gewalt ist dort eingebunden in ein Fürsorgeverhalten. Da geht es oft um Kinder, die vorher schon einen großen Mangel an elterlicher Zuwendung erlebt haben. Dann kommt zum Beispiel ein Stiefvater und gibt dem Kind, was es eigentlich braucht: Liebe, Zuwendung und Zeit. Danach hat der Täter leichtes Spiel (…)

Interview mit dem Psychologen Martin Janning

Höchstwahrscheinlich ist er sich zunächst nicht bewusst, dass er ein Opfer ist. Manche Opfer sind einfach bereit, Sex gegen Aufmerksamkeit, Zuneigung und Geschenke einzutauschen und glauben nicht, dass sie Opfer sind. Der Sex selbst kann sogar genossen werden. Der Täter behandelt sie vielleicht besser, als sie sonst jemals von jemandem behandelt wurden.

„Child Molesters: A Behavioral Analysis – For Professionals Investigating the Sexual Exploitation of Children“
von Kenneth V. Lanning, Seite 75.(eigene Übersetzung)

(Ein ganz wichtiger prognostischer Faktor, der etwas darüber aussagt, ob sein ein Kind gut entwickelt oder schwierig wird ist) „One caring person“. Das ist eine Person, idealerweise eine erwachsene, bei der das Kind das Gefühl hat, dieser Mensch interessiert sich für mich, diesem Menschen bin ich wirklich ein Anliegen. Das kann ein Elternteil sein oder ein Großelternteil, das kann jemand in einer sozialpädagogischen Wohngemeinschaft sein, eine Tante oder ein Onkel. Es ist dabei überhaupt nicht wichtig, ob das ein Mann oder eine Frau ist.

Interview mit dem Kinderpsychiater Paulus Hochgatterer

Glaubt man nun den ‚Fall‘-Geschichten, die von den Propagandisten pädophiler Beziehungen präsentiert werden, dann scheint es kaum Belege für negative ‚Nebenwirkungen‘ zu geben. Im Gegenteil: Alles scheint für derartige Beziehungen zu sprechen.(…) Muß man nicht einen Mann verteidigen, der sich um einen emotional vernachlässigten und sozial isolierten Jungen liebevoll kümmert? (…) wenn zudem, was durchaus glaubwürdig klingt, das Sexuelle von den betroffenen Jungen oft noch positiv geschildert wird? (…) Dieses Argumentationsmuster beschreibt eine der typischen Rationalisierungen in der Pädophiliediskussion. (…) Gerade weil ich aus prinzipiellen Gründen genital-sexuelle Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern als Herrschaftsverhältnis ablehne, habe ich Schwierigkeiten, Erfahrungen einzuordnen, die für das Gegenteil einer Herrschaftsbeziehung zu stehen scheinen.

Günter Amendt, Nur die Sau rauslassen?, in: konkret. Sexualität, H. 2 (1980), S. 23–30

Zuneigung, Liebe und körperliche Anziehung aktivieren typischerweise zum prosozialen Einsatz für den anderen Menschen. Bei Pädophile erfolgt eine Umdeutung von Fürsorge und Hinwendung zu Herrschaft und Missbrauch. Prosoziales Verhalten wird aus prinzipiellen Gründen antisozial gedeutet. Unter dem Einfluss von Dogma und Glauben ist nicht mehr relevant, was man sieht, sondern das, was man „dahinter“ erkennen will.

Es gibt (erschreckend viele) Eltern, die ihre Kinder misshandeln, die sie körperlich vernachlässigen oder emotional missbrauchen. Trotzdem ist aber nicht das typische Bild, das wir von Eltern haben. Eltern haben einen Vertrauensvorschuss. Die Gesellschaft unterstellt, dass den Eltern das Wohl des Kindes in aller Regel mehr am Herzen liegt als irgendeiner anderen Person oder Institution. Weil sie ihre Kinder lieben. Bei allen Unzulänglichkeiten und Fehlern, bekommen die meisten Eltern das auch tatsächlich „hinreichend gut“ hin. Schlechte, nicht mehr „hinreichend gute“ Eltern gibt es, aber sie sind die Ausnahme.

Es gibt Pädophile / Hebephile, die Kindern sexuell motiviert missbrauchen. Aber das ist nicht mein Bild von einem typischen Pädophilen / Hebephilen. Bei allen individuellen Schwächen und Fehlern, die der Mensch mitbringt: auch eine körperliche Anziehung will nicht den Schaden des anderen, sondern will sich binden und dem anderen gut tun. Sie will nicht missbrauchen, sondern sucht Einvernehmen.

Ich bin davon überzeugt, dass nur ein ganz geringer Bruchteil der Beziehungen einen missbräuchlichen Charakter hätte, wenn man willentlich einvernehmliche Beziehungen zulassen würde. Und: wenn diese Beziehungen nicht versteckt werden müssen, würden Beziehungen, die einen missbräuchlichen Charakter haben, viel schneller auffallen. Ich gehe mit großer Sicherheit davon aus, dass sich die allermeisten Pädophilen / Hebephilen in der Realität als „hinreichend gut“ herausstellen würden. In der öffentlichen Darstellung wird die Ausnahme des schlechten, nicht mehr „hinreichend guten“ Pädophilen als Regelfall hingestellt und ins Monströse überzeichnet. Im Ergebnis gelten Pädophile automatisch als für Kinder gefährlich. Sie sind mit einem geradezu unüberwindlichen Misstrauensvorschuss konfrontiert.

Damit stellt sich der Umgang mit Pädophilie für mich als strukturelle Gewalt dar. Die offizielle Definition dazu:

Strukturelle Gewalt ist die vermeidbare Beeinträchtigung grundlegender menschlicher Bedürfnisse oder, allgemeiner ausgedrückt, des Lebens, die den realen Grad der Bedürfnisbefriedigung unter das herabsetzt, was potentiell möglich ist.

Diese strukturelle Gewalt trifft nicht etwa nur die Pädophilen / Hebephilen, die diskriminiert, geächtet, stigmatisiert werden und die sexuell und emotional unerfüllt bleiben, ohne dass dies notwendig wäre, sondern auch Kinder, denen dadurch eine „caring person“ fehlt, die biologisch, von Mutter Natur veranlasst, bereitwillig Aufmerksamkeit, Fürsorge und Hinwendung zu geben bereit wäre.

Die Corona-Epedemie und der gesellschaftliche Umgang mit ihr hat mich in Hinblick auf das Thema Pädophilie / Hebephilie sehr ernüchtert und auch entmutigt. Im Grunde scheint da nichts zu machen zu sein.

Der Grund dafür ist vor allem die Deutungsmacht der Überzeugungstäter, die mit gutem Gewissen für die vermeintlich gute Sache lügen. Wenn etwa Fr. Ursula von der Leyen im Jahr 2008 (damals Familienministerin, heute Präsidentin der Europäischen Kommission) eine angebliche (in Wirklichkeit nicht existente) milliardenschwere Kinderpornoindustrie ins Feld führte, um eine Netzzensur durchzusetzen, tat sie das nicht aus Bösartigkeit. Sie hat aus rechtschaffener Überzeugung gehandelt.

Ähnliches gilt für Protagonisten wie Ursula Enders, wenn sie behauptet bei Wirklichkeit gehe es bei Pädophilie gehe es um schlimmste Formen der Unterwerfung und Folter, oder Alice Schwarzer, wenn sie Gewalt an sich als für Männer lustvoll besetzt darstellt und behauptet „so manchem Mann“ gehe es nur um „Domination, Demütigung und Gewaltausübung. Sie wollen erniedrigen, foltern, ficken.“

Auch Menschen wie David Finkelhor (Erfinder des „informed consent“), Prof. Beier von „Kein Täter werden“, NRW Innenminister Herbert Reul oder Johannes-Wilhelm Rörig (Unabhängiger Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs) halte ich für wohlmeinende Überzeugungstäter, die lügen und die Wirklichkeit verzerren, weil sie entweder glauben, was sie sagen, oder doch zumindest glauben, mit dem, was sie sagen, einem guten Zweck zu dienen.

Wie soll man gegen diese extrem einflussreichen, von ihrer Sache überzeugten Hassprediger, ihre Anhänger und Nacheiferer ankommen? Im Grunde ist es hoffnungslos.

Aber: irgendwann hat man die Welt der Mikroben eben doch (wieder)entdeckt und begonnen sie zu verstehen. Und nicht jede Erkenntnis braucht zweihundert Jahre, um sich durchzusetzen.

Es ist wie mit dem Berg, den es zu versetzen gilt. Einer alleine schafft es nicht. Die Aufgabe scheint unmöglich. Aber trotzdem wurden schon Berge versetzt und werden auch in Zukunft Berge versetzt werden.

Vielleicht muss man sich einfach von der Vorstellung verabschieden, dass man selbst mehr als ein Schubkarrenladung zum Werk beitragen kann.

4 Kommentare zu „Corona Exkurs – und meine Schlussfolgerungen für den Umgang mit Pädophilie

  1. Was ich ernuechternd finde ist deine Ueberzeugung, dass soziale und politische Fuehrungspersoenlichkeiten im Allgemeinen oder sogar ueberwiegend die Paedohetzjagt aus Ignoranz und nicht mit Mutwillen unterstuetzen. Wie ging der Spruch noch? „Unterstelle niemals Bosheit“?
    Die unmenschlichen Entscheidungen der gesellschaftlichen Elite mit demselben Mass an wohlwollender Ignoranz zu entschuldigen wie den Hass des ‚emotionsgesteuerten Poebels‘ ist verheerend, und in meiner Hinsicht voellig unverstaendlich, wenn man selbst Teil der unterdrueckten Gruppe ist.

    Diese Leute stehen unter einer erhöhten Verantwortung, da sie über das Leben und Glueck(oder Unglueck) von Millionen Mitmenschen richten. Es kann jemand mit so viel Macht noch so wohlwollende Glaubensgrundsätze haben – wenn er diese über die grundlegenden Prinzipien der Menschlichkeit stellt macht er sich der Tyrannei schuldig.

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    1. Ich denke Boshaftigkeit als Quelle von Übel wird überbewertet.

      Menschen wollen typischerweise (vor sich selbst) gut sein bzw. ein positives Selbstbild von sich haben. Wirklich bösartig sind vermutlich nur soziopathische Psychopathen. Die gibt es auch tatsächlich. Aber die große Masse an Menschen ist nicht bösartig und will „gut“ sein (so wie sie „gut-sein“ versteht).

      Wenn man etwas bekämpft, sollte man sich so gut es geht über seine Natur im klaren sein. Wenn die Wurzel des Übels „nur“ bösartige Menschen wäre, könnte man die Bösartigkeit beseitigen, indem man die bösartigen Menschen aus dem Verkehr zieht. Das Problem sind aber nicht einzelne, benennbare bösartige Menschen, sondern bösartige Ideologien, die ganz normale, nicht-bösartige Menschen erreicht haben, die dann den Ideologien folgen, ohne groß darüber nachzudenken (weil der Mensch einen Herdentrieb hat und „dazu“ gehören will; weil man vermeintlich sicheres „Wissen“, in der Regel nicht in Frage stellt, weil das eine Verschwendung knapper Resourcen wäre, die man für andere Sachen dringender braucht; weil sie ihre eigenen Probleme und Sorgen haben).

      Natürlich werden viele Menschen ihrer Verantwortung nicht gerecht und treffen mindestens mutwillig Entscheidungen, die Menschenleben extrem beeinträchtigen. Aber meine Unterstellung, dass da viel mehr Ignoranz als Bösartigkeit im Spiel ist, bedeutet, dass die Personen erreichbar bleiben. Man kann mit Ihnen reden und darf hoffen sie (oder einen Teil von Ihnen) überzeugen zu können.

      Natürlich gibt es auch Unerreichbare. Ich halte Personen wie Alice Schwarzer, Ursula Enders, Günter Amendt für unerreichbare Hassprediger, aber auch die eher „nur“ für unerreichbare Hassprediger aus Überzeugung und nicht für Hassprediger aus Bösartigkeit. Sie sind keine Menschenfeinde an sich, sondern „nur“ ultimativ feindselig gegenüber einer spezifischen Gruppe zu der ich zufällig gehöre.

      Ist ein Rassist ein schlechter Mensch, weil er ein Rassist ist? Ich glaube nein. Jemand hat ihm den Rassismus beigebracht oder er hat ihn sich angeeignet. Aber er kann dennoch viele liebenswerte Seiten haben, sich liebevoll um seine Familie kümmern, und sich positiv und sogar selbstlos für andere Menschen einsetzen. Deshalb muss derjenige, der vom Rassismus und Hass betroffen ist, nicht die guten Seiten, die mancher Rassist tatsächlich haben wird, betonen. Der Rassist hat insbesondere seitens seines Opfers auch keinen Anspruch auf eine ausgewogene Darstellung seiner Persönlichkeit.

      Bei anderen Personen, ein Beispiel ist Prof. Dr. Beier, denke ich durchaus, dass er intellektuell einsichtsfähig ist. Aber er hat sich festgelegt. Wer eine Theorie entwickelt (Beier ist Erfinder der „Dissexualitätstheorie“) gewinnt Prestige und ein Scheitern der Theorie ist ein Verlust von Prestige und mit Schmerzen verbunden. Viele Wissenschaftler neigen dazu eine einmal aufgestellte Hypothese mit allen Mitteln und über jedes vernünftige hinaus zu verteidigen. Vermutlich spielt da auch Selbsttäuschung eine Rolle.

      Besonders schlimm finde ich Medienberichterstattung in der Pädophilie und Missbrauch gleichgesetzt wird oder heterosexuelle Straftäter wie Epstein oder Dutroux wahrheitswidrig als „pädophil“ bezeichnet werden. Die Journalisten und Redakteure müssen es bessert wissen. Es gab in den letzten Jahren mehr als genug Hintergrundwissen, das spezifisch an Journalisten z.B. von „Kein Täter werden“ vermittelt wurde. Die Gleichsetzung von Pädophilie und Missbrauch ist teils vorsätzliche, mindestens aber grob fahrlässige Hassrede. Sie wird durch die Medien normalisiert. Das richtet enormen Schaden an.

      Nur weil ich nicht an bösartige Menschen glaube, ändert sich nichts am Ergebnis und der Konsequenz mit der man die bösen Umstände bekämpfen muss. Aber es sind eben nicht bestimmte Träger einer Ideologie, sondern die Ideologie selbst, die angegriffen werden muss. Die allermeisten Menschen, die einer bösartigen Ideologie auf den Leim gegangen sind, sind erreichbar und „rehabilitierbar“. Aus meiner Sicht ist das ein Umstand, der mehr Anlass zur Hoffnung gibt, dass man etwas ändern kann, als der Glaube an eine bösartige Elite.

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  2. Die Corona-Sache und die Pädophilen-Thematik haben etwas gemein. Es wird eine schädliche Eigenschaft postuliert, die so aber nie wissenschaftlich nachgewiesen wurde. Ein Gemisch von gutmeinenden Menschen, Medien und Mächtigen rafft sich zusammen und baut ein Regelwerk wider die Menschlichkeit auf. Um die Virologie ist es genau so schlimm bestellt wie um die Sexualwissenschaft:

    – Viren wurden nie im eigentlichen Wortsinne isoliert
    – Die Schädlichkeit einer angeblich viralen Substanz wurde nie mittels Kontrollgruppen geprüft

    Es gibt keinen Viren-Beweis.
    Gut, Pädophilie gibt es wirklich, aber sie ist nicht schädlich.

    Auf YouTube wird zu dem Thema alles zensiert. Man findet die Informationen am besten auf Telegram.
    Der wichtigste Kanal dazu lautet: Corona_Fakten
    Der wichtigste Ansprechpartner zu dem Thema ist: @NotIsolate

    Keine Ahnung ob es gelingt, die Querdenker-Szene und die Pädo-Aktivisten jemals gemeinsam unter der Fahne der echten Wissenschaftlichkeit zu vereinen. Möglicherweise ein Ding der Unmöglichkeit.

    Das Problem ist: Wenn die einen leiden, können die anderen nicht frei sein und umgekehrt.

    Liebe Grüße,
    ein anonymer Querdenker und TBL.

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