Ehrendelikt „Täterschützer“

Hetze erschöpft sich nicht in Hassrede gegen das Ziel. Es gehört zur Strategie, den Gehetzten zu isolieren und dafür zu sorgen, dass ihm niemand beisteht.

Pädophilie wird hetzerisch mit Kindesmissbrauch gleichgesetzt. Pädophile werden als charakterlich verdorben hingestellt. Menschen, die sich gegen diese Hetze wenden werden wahlweise als dumm, naiv oder moralisch schlecht hingestellt. Hilfe für unschuldig Verfolgte wird zum Ehrendelikt, das zum Ausschluss aus der Gemeinschaft führen kann.

Es geht darum, das Opfer der Verfolgung unberührbar, Gegenrede unsagbar und Hilfe unmöglich zu machen. Wer sich für pädophile Menschen einsetzt, muss damit rechnen, als Pädophilie-Versteher, Täterschützer oder Verharmloser an den Pranger gestellt, auf diese Weise seinerseits stigmatisiert zu werden und sozialen und wirtschaftlichen Schaden zu erleiden.

In den USA ist das Meinungsklima noch extremer als in Deutschland. Ein dortiger Vorfall hat es gerade sogar bis in die deutschen Medien geschafft. Aus der Berichterstattung von RTL News:

Professor findet es nicht unmoralisch, wenn sich jemand von Kindern angezogen fühlt

Virginia: Professor Allyn Walker nach umstrittenen Äußerungen beurlaubt

Diese Aussage sorgt erst einmal für Kopfschütteln: Es sei für Erwachsene nicht immer unmoralisch, sich sexuell zu Kindern hingezogen zu fühlen. Das meint Professor Allyn Walker von der Old Dominion University in Virginia, wie die Zeitung „Metro“ berichtet. Denn laut Walker, sage die Etikettierung einer Person anhand ihrer sexuellen Wünsche nichts über ihre Moral aus. Die Uni beurlaubte die Lehrkraft wegen dieser Aussagen.

Allyn Walker: Keine Moral oder Unmoral mit der Anziehung zu jemandem.

Walker, Assistenzprofessor für Soziologie und Strafjustiz an der Old Dominion University in Virginia, äußerte diese Meinung in einem Interview mit der Prostasia Foundation, einer Kinderschutzorganisation mit Sitz in San Francisco.

Seiner Meinung nach sollten Pädophile auch lieber mit dem Begriff „von Minderjährigen angezogen“ bezeichnet werden. Dadurch seien Betroffene weniger gebrandmarkt. „Aus meiner Sicht gibt es keine Moral oder Unmoral, die mit der Anziehung zu jemandem verbunden ist, weil niemand kontrollieren kann, zu wem er sich hingezogen fühlt“, sagte Walker. „Es ist unser Verhalten, auf diese Anziehungskraft zu reagieren, das entweder in Ordnung ist oder nicht in Ordnung ist.“ Bedeutet also im Klartext: Kinder attraktiv finden an sich ist nicht unmoralisch. Die Frage ist, ob man diesen Neigungen nachgibt oder nicht.

Viel Kritik an Allyn Walkers Aussagen

Laut dem „Metro“-Bericht soll Professor Allyn Walker viel Kritik für diese Aussagen bekommen. So habe der Arbeitgeber, die Old Dominion University in Virginia, mitgeteilt, dass Walker beurlaubt sei. „Die Reaktionen auf Dr. Walkers Forschung und Buch haben zu Bedenken hinsichtlich ihrer Sicherheit und der des Campus geführt. Darüber hinaus hat die Kontroverse über die Forschung von Dr. Walker das Campus- und Gemeinschaftsumfeld gestört und die Mission der Institution, zu lehren und zu lernen, beeinträchtigt“, heißt es in einer Erklärung.

Auch viele Internetuser hätten Walkers Aussagen laut „Metro“ als Versuch kritisiert, Pädophilie zu „normalisieren“. Zu den Vorwürfen äußerte sich Walker in einer gemeinsamen Erklärung mit der Universität: „Ich möchte klarstellen: Sexueller Missbrauch von Kindern ist ein unentschuldbares Verbrechen“, so Walker. „Als Assistenzprofessor für Soziologie und Strafjustiz ist es das Ziel meiner Forschung, Kriminalität zu verhindern.“ (jmu)

Was mit Professor Walker in den USA zur Zeit passiert, kommt einer sozialen Hinrichtung gleich. Er wird in den Medien wie dem nationalen Nachrichtensender Fox News öffentlich zerlegt.

Der Rektor der Universität schreibt in seinem Statement, in dem er die Beurlaubung des Professors mitteil::

Viele Personen haben mit mir die Ansicht geteilt, dass der Ausdruck „von Minderjährigen angezogen“ unangemessen ist und nicht als Euphemismus für gesetzeswidriges, moralisch inakzeptables und zutiefst schädliches Verhalten verwendet werden sollte. Es ist wichtig, Pädophilie als das zu benennen, was sie ist. Als Vater beunruhigt mich dieses Narrativ und seine möglichen Folgen für meine Kinder und die künftiger Generationen.

Es ging in den „kontroversen“ Äußerungen von Allyn Walker nicht um ein Verhalten, sondern um die Neigung an sich. Es ist eine Neigung, die sich niemand ausgesucht hat. Ich finde es unwürdig und beschämend, wenn der Rektor einer Universität in seiner Einordnung Verhalten und Neigung verwechselt. Von jemandem angezogen zu sein ist kein Verhalten und kann deshalb auch kein Euphemismus für ein Verhalten sein.

Der Rektor dürfte intelligent genug sein, um das zu wissen. Es handelt sich also ein Wegducken bzw. um moralisches Versagen. Der Professor, der sich zu weit vorgewagt hat und an dem vom Mob ein Exempel statuiert wird, wird fallen gelassen. Vermutlich will der Rektor vor allem nicht selbst das nächste Opfer des Mobs werden. Das ist nachvollziehbar, hat aber schwerwiegende Folgen. Man lässt zu, dass Walker vom Mob gefressen wird und damit zum abschreckenden Beispiel wird. Wer vorher darüber nachgedacht hat, seine Stimme zu erheben, wird sich das nun dreimal überlegen – und es höchstwahrscheinlich aus Selbstschutzgründen bleiben lassen.

In einem drei Tage zuvor erschienenen Statement der Universität hieß es:

Eine akademische Gemeinschaft spielt eine wertvolle Rolle bei der Suche nach Wissen. Ein wesentlicher Teil davon ist die Bereitschaft, wissenschaftliche und andere empirische Daten zu berücksichtigen, die kontroverse Themen und Perspektiven beinhalten können. Nach einem kürzlich geführten Interview, das nationale Aufmerksamkeit erregte, hat Dr. Allyn Walker die folgende Erklärung veröffentlicht.

„Ich möchte klarstellen: Sexueller Missbrauch von Kindern ist ein moralisch falsches und unentschuldbares Verbrechen. Als Assistenzprofessorin für Soziologie und Strafjustiz ist das Ziel meiner Forschung, Kriminalität zu verhindern. Ich begann diese Forschung in der Hoffnung, ein Verständnis für eine Gruppe zu gewinnen, die zuvor nicht untersucht wurde, um Wege zum Schutz von Kindern zu finden.“

Nach den jüngsten Aktivitäten in den sozialen Medien und der direkten Kontaktaufnahme mit der Institution ist es wichtig, mitzuteilen, dass Old Dominion als fürsorgliche und integrative Gemeinschaft keine Verbrechen gegen Kinder oder jede Form krimineller Aktivitäten befürwortet oder fördert.

Auch dieses Statement zeigt ein grundsätzliches Problem auf. Ohne demonstrative Verurteilung von Kindesmissbrauch, darf man sich mit Pädophilie nicht beschäftigen.

Das ist etwa so als wäre für die Beschäftigung mit Heterosexualität eine demonstrative Verurteilung von Frauenvergewaltigung gefordert. Was bei Heterosexualität als absurd angesehen werden würde, wird bei Pädophilie zwingend vorausgesetzt.

Wer sich mit Pädophilen beschäftigt und sich darum bemüht etwas gegen ihre Stigmatisierung zu tun, darf dies auch keinesfalls für die Pädophilen selbst tun, sondern muss sein Engagement als Kinderschutz-Maßnahme erklären und entschuldigen, damit es potentiell akzeptabel wird. Für Pädophile um der Pädophilen willen, darf man nichts tun.

Das Buch von Allyn Walker, das die Kontroverse ausgelöst hat heißt: „Ein langer dunkler Schatten: Von Minderjährigen angezogene Menschen und ihr Streben nach Würde“.

Er hätte es besser wissen können. Wenn „unwürdige“ Menschen wie Pädophile nach Würde streben, erregt das eben Missfallen. Dabei heißt es in der für US-Amerikaner geradezu heiligen amerikanischen Verfassung:

Wir halten diese Wahrheiten für selbstverständlich, dass alle Menschen gleich geschaffen sind, dass sie von ihrem Schöpfer mit bestimmten unveräußerlichen Rechten ausgestattet sind, darunter Leben, Freiheit und das Streben nach Glück.

Wenn schon das Streben nach Würde so einen Aufschrei auslöst, was würde erst passieren, wenn sich ein Pädophiler erdreisten würde, nach Glück zu streben?

Wie es aussieht, hat in den USA ein Pädophiler Kraft seiner angeborenen Neigung den Anspruch auf ein Streben nach Glück verwirkt. Was für andere Menschen selbstverständlich ist, darf für Pädophile nicht gelten.

Ähnliche Phänomene gibt es aber auch in Deutschland. Das zeigt sich bereits in der Berichterstattung über den Fall aus den USA:

Diese Aussage sorgt erst einmal für Kopfschütteln: Es sei für Erwachsene nicht immer unmoralisch, sich sexuell zu Kindern hingezogen zu fühlen.

Wie ist es in einer aufklärten Gesellschaft überhaupt möglich, zu glauben, dass eine Neigung – egal welche – unmoralisch ist? Wenn man eine sexuelle Neigung für unmoralisch befindet, kann man genauso gut die Hautfarbe, die Augenfarbe, die Haarfrage, die Händigkeit eines Menschen als unmoralisch ansehen. Moralisch zu bewerten, was ein anderer sich nicht ausgesucht hat, ist verwerflich. Bei Rothaarigen, Linkshändern, ethnischer Herkunft, Homosexualität oder Transsexualität weiß man das inzwischen hierzulande. Und empört sich über die Verfolgung von Schwulen im Iran, Rohingya in Myanmar, Schwarzen in den USA oder von Menschen mit Albinismus in Afrika. Aber die Art und Weise wie Pädophile im eigenen Land behandelt werden, hält man für völlig normal.

Vor kurzem erschien etwa das SWR2 Feature „Pädophilie – Erkennen, therapieren, unterdrücken„. Das Elend fängt schon beim Titel an. „Pädophilie unterdrücken“ lässt mich sofort an „Pädophile unterdrücken“ denken.

Recht früh gibt es eine Art Disclaimer des Autors, Herrn Schwandner:

Das ist das Gefährliche an dieser Neigung. Sie kann zu Taten führen, unter denen das Kind ein Leben lang leidet. Wir wollen in diesem SWR2 Wissen nicht verharmlosen, nicht für Sympathie mit pädophilen Menschen werben. Und schon gar nicht für Verständnis mit all jenen, die in der realen und in der digitalen Welt strafbare sexuelle Vorlieben und Macht-Fantasien ausleben. Dazu zählt nicht nur der Missbrauch eines Kindes, sondern auch der Konsum von Missbrauchsabbildungen, sogenannte Kinderpornografie. Die Anzahl beider Straftaten ist gestiegen. Die Zahl der Straftaten wegen Kinderpornografie im Jahr 2020 sogar aufs eineinhalbfache gegenüber 2019. Wir wollen aber auch nicht jene verurteilen, die sich in Therapie begeben und sicherstellen wollen, dass sie niemals ein Kind missbrauchen.

Also bloß keine Sympathie mit pädophilen Menschen wecken, weil das ja Verharmlosung wäre und man dann vielleicht in die Täterschützer-Schublade gesteckt wird.

„Strafbare sexuelle Vorlieben“? So etwas gibt es überhaupt nicht. Strafbar sind nicht Vorlieben, sondern Handlungen. Die Strafbarkeit einer Neigung wäre in Deutschland verfassungswidrig. Der SWR ist ein öffentlich rechtlicher Sender, der den Vorgaben des Rundfunkstaatsvertrags unterworfen ist:

§ 51 Programmgrundsätze

(1) Für die Rundfunkprogramme gilt die verfassungsmäßige Ordnung. Die Rundfunkprogramme haben die Würde des Menschen sowie die sittlichen, religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen anderer zu achten. Sie sollen die Zusammengehörigkeit im vereinten Deutschland sowie die internationale Verständigung fördern und auf ein diskriminierungsfreies Miteinander hinwirken. Die Vorschriften der allgemeinen Gesetze und die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz der persönlichen Ehre sind einzuhalten.

Der Beitrag hat diese Programmgrundsätze verfehlt, wenn er eine Neigung als „strafbar“ bezeichnet und dadurch Menschen mit dieser Neigung kriminalisiert und in ihrer Menschenwürde verletzt.

Kurz zuvor erfährt man im Feature, dass es 250.000 kernpädophile Männer in Deutschland gibt. Etwas später, dass sich 1.000 Menschen bei „Kein Täter werden“ in eine Therapie begeben haben und davon etwa ein Drittel bis die Hälfte kernpädophil sind. Was ist also die Konsequenz? Von den 250.000 pädophilen Menschen verdienen es 300 bis 500 (0,12 bis 0,2%) nicht, verurteilt zu werden. Im Umkehrschluss verdienen es die restlichen 249.500 (99,8 bis 99,88 %) moralisch verurteilt zu werden.

In dem Feature erfährt man nicht, dass von den 1000 Personen, die sich in Therapie begeben haben, nur etwa 360 das Programm beendet haben (Quelle: Wikipedia, Angaben entsprechen dem Stand 31.03.2018). Es gibt nach der Denkweise des Autors also vielleicht auch nur 120 von 250.000 pädophilen Männern, die es nicht verdient haben, verurteilt zu werden.

Ich halte diese Verurteilung für asozial.

Es gibt massenweise Pädophile, die niemals in ihrem Leben wegen eines Kontaktdelikts straffällig werden. Die allerwenigsten haben dafür eine Therapie benötigt.

Der Autor des Features meint: „Der Wunsch nach einer Beziehung mit einem Kind muss unterdrückt werden. Ständig. Immer wieder. Tag für Tag“ und „Das ist das Gefährliche an dieser Neigung. Sie kann zu Taten führen, unter denen das Kind ein Leben lang leidet.“

Da ist er wieder, der Pädophile als wandelnde, Kinderseelen zerfetzende Handgranate. Diskriminierungsfreies Miteinander? Nur, wenn man nicht das Pech hat, pädophil zu sein.

Für mich ist der Wunsch nach einer Beziehung mit einem Kind definitiv vorhanden. Ich gehe auch nicht davon aus, dass er je ganz verschwindet. Ich sehne mich nach meinem „Thomas-Mann-Moment“:

Las lange in alten Tagebüchern aus der Klaus-Heuser-Zeit, da ich ein glücklicher Liebhaber. Das Schönste und Rührendste der Abschied in München, als ich zum erstenmal ‚den Sprung ins Traumhafte‘ tat und seine Schläfe an meine lehnte. Nun ja – gelebt und geliebet. Schwarze Augen, die Tränen vergossen für mich, geliebte Lippen, die ich küßte – es war da, auch ich hatte es, ich werd es mir sagen können, wenn ich sterbe.

Notiz in Manns Tagebuch vom 20. Februar 1942 (siehe Zeit-Artikel „Doppelleben eines Einzelgängers“)

Tagtäglich mühselig unterdrücken muss ich den Beziehungswunsch deshalb nicht. Ich muss mich aber durchaus immer mal wieder damit auseinandersetzen – wie z.B. in den Artikeln „Was aussieht wie Liebe, ist wahrscheinlich Liebe“ oder „Geschichten des Scheiterns“ geschehen.

Ich habe schon viele Menschen- und Bürgerrechtsorganisationen angeschrieben (siehe „Not sehen … und dann?„). Resonanz gab es kaum. Es gab aber auch durchaus einzelne Rückmeldungen, bei denen Verständnis für die Lage von Pädophilen geäußert wurde – und in denen man sich dann entschuldigte, dass man „aufgrund vergangener Erfahrungen“ oder aus Angst vor dem Verlust von Spendern nichts machen könne.

Es ist nicht so, dass das Problem – die Diskriminierung und Stigmatisierung von 250.000 Pädophilen und einer vermutlich noch größeren Zahl von Hebephilen – nicht vermittelbar wäre. Das Problem ist, dass es kaum zu schaffen ist, dass sich die Menschen für das, was sie als richtig erkennen, dann auch einsetzen.

Die Angst vor negativen Konsequenzen ist einfach zu groß. Selbst Menschen, die sonst mutig sind, sind eingeschüchtert, wenn es um das Thema Pädophilie geht.

Das Ganze erinnert an die USA der McCarthy-Ära. Wer einmal mit einem Kommunisten gesprochen hat, steht bereits unter Verdacht selbst einer zu sein und hat durch den Kontakt Schuld auf sich geladen. Vielleicht, aber nur vielleicht kann man sich dann durch demonstrativen Anti-Kommunismus (rituelle Distanzierung von Pädophilie, die man auf keinen Fall verharmlosen will; Verdammung von Kindesmissbrauch) noch reinwaschen. Besser man gerät erst gar nicht unter Verdacht.

Die Folge ist, dass die Jäger freie Hand für ihre Hetzjagd haben.

Ich kann die Mechanismen dahinter nur beschreiben und die perfide, bisher erfolgreiche Strategie offen legen. Eine Mail schicken, die nächste Mail schicken und dann eine weitere. Und hoffen, dass auch andere versuchen, die tief sitzende Kontaktschuld-Angst der in anderen Dingen Mutigen zu durchbrechen. Nur wenn uns das nachhaltig gelingt, gibt es eine Chance auf Veränderung.

19 Kommentare zu „Ehrendelikt „Täterschützer“

  1. Viel Gelaber um nix. Auf den ersten Blick dachte ich auch, da muss man dagegen halten. Dann habe ich mir die Aussagen der gecancelten Person mal genauer angeschaut und es wurde schnell klar, dass sie ein Anti ist. Aus dem Subtext geht das übliche Gelaber hervor, dass sexuelle Handlungen Gewalt bzw. Missbrauch darstellen würden und als „Verbrechensbekämpfung“ bekämpft werden müssen. Also im Prinzip dasselbe, was auch alle heir bzgl. sexuellen Handlungen gegen Bezahlung denken. Zwischen Sex und tatsächlicher Gewalt unterscheidet niemand. Was also interessiert es mich, wenn ihr Antis euch gegenseitig cancelt und feuert? Erspar der Welt doch einfach deine heuchlerischen Textwände, Pädoschnuppe. Zu Ende liest die übrigens niemand.

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    1. Hättet ihr eine politische Partei gegründet, anstatt funktionslose Textwände zu produzieren, und ein Parteiprogramm geschrieben, das wenigstens ansatzweise weniger beschissen ist als die andere beschissenen Drecksparteien, dann hätte das Ganze wenigstens eine demokratische Korrekturfunktion gehabt. Mitglied wäre ich zwar trotzdem nicht geworden, aber zumindest hätte man dann etwas gehabt, was man wählen kann, um eine Symbolstimme gegen das restliche Politikergesindel abgeben zu können. In diesem Sinne hätten wir auch übersehen können, dass wir keine gemeinsamen Ziele haben, denn dann wärt ihr wenigstens eine demokratische Konkurrenz zu den noch schlechteren politischen Kräften gewese. Leider habt ihr diesen Schritt nicht getan. Euer Geschwafel hier hat im Gegensatz dazu keinerlei Nutzfunktion.

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  2. Danke für deinen Artikel, schneeschnuppe. Lass dich nicht von negativen Kommentaren demotivieren. Bei jeder Meinungsäußerung gibt es Leute mit konträren Ansichten. Meiner Meinung nach sind die Thesen in deinen Artikeln in den meisten Fällen mit nachvollziehbaren Argumentationsketten belegt, so dass ein Leser, der dem Text offen gegenübersteht, sie zumindest nicht einfach so von der Hand weisen kann.

    Das Konzept der Kontaktschuld ist tatsächlich ein sehr reales und äußerst hinterhältiges Phänomen. Immerhin existieren nach wie vor Menschen in den USA, die sich selbst im dortigen, noch feindlicheren Klima für die Würde von „minor-attracted persons“ einzusetzen versuchen. Auch ich sehe die Gefahr, dass sich irgendwann kaum noch jemand trauen könnte, so eine Position zu unterstützen, auch wenn die Person inhaltlich eigentlich zustimmte.

    Auf dem Webauftritt der Universität, den du verlinkt hast, lässt sich die E-Mail des Rektors finden. Wenn man der englischen Sprache mächtig ist, wäre es für Leser deines Blogs vielleicht eine Idee, ihm eine höfliche Mail mit guten Argumenten zu schreiben, weshalb er Dr. Walker wieder einstellen und sich hinter dessen Forschung stellen sollte. Es geht in dieser Frage ja auch zusätzlich noch um die akademische Freiheit.

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      1. Ich weiß nicht, ob ich seine E-Mail hier nennen darf, aber ich beschreibe mal, wo sie auf der Seite der Uni gelistet ist.

        Klickt man auf deren Website in der oberen Navigationsleiste auf „Directories“, öffnet sich eine Suchmaske, mit der man nach Mitarbeitern suchen kann. Gibt man in das Feld „Last Name“ dann „Hemphill“ ein, bekommt man seine Kontaktdaten angezeigt, inklusive einer E-Mail-Anschrift.

        Er hat mir auch geantwortet, wenn er auch nicht inhaltlich auf meine Mail eingegangen ist, aber er hat sich höflich für meine Meinung bedankt.

        Danke für den Petitionslink. Immerhin haben sie bereits über 1200 Leute gezeichnet.

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  3. Ich grüße alle Historiker der Zukunft. In 100 Jahren wird man diesen Blog wiederentdecken und dann erst bemerken was für ein Galileo hier schreibt. Allerdings hat der sich nicht auch selbst isoliert. Tau mal auf, Schneeflocke! Die Grammatikfehler könnte man aber noch verbessern.

    „Der Beitrag hat diese Programmgrundsätze verfehlt, wenn er eine Neigung als „strafbar“ bezeichnet und dadurch Menschen mit dieser Neigung kriminalisiert und in ihrer Menschenwürde verletzt. “

    Gründen wir einen Arbeitskreis oder schreiben wir Blogbeiträge und Kommentare?
    Muss man solche Sachen bei Anti-Verschwörungserzählungsseiten melden?

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    1. Ich habe einen kleineren Fehler gefunden und korrigiert. Auf weitere müsstest du mich aufmerksam machen.

      „Gründen wir einen Arbeitskreis oder schreiben wir Blogbeiträge und Kommentare?“

      Das eine schließt das andere nicht aus. Ein Arbeitskreis wäre sicher wünschenswert. Hauptproblem für effektives Handeln ist, dass man dafür in der Regel mit Realnamen auftreten muss. Das ist eine Hürde über die nur die wenigsten springen können / wollen. Auch ich gehöre nicht dazu.

      „Muss man solche Sachen bei Anti-Verschwörungserzählungsseiten melden?“

      Ich glaube nicht, dass das etwas hilft. Am ehesten sehe ich eine Beschwerde beim Rundfunkrat als sinnvoll an. Aber im Moment fehlt mir dafür die Energie.

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      1. Was muss denn passieren, damit du deine Isolation aufgibst? Gibt es da Überlegungen von dir? Hast du wirklich so viel zu verlieren?

        DIe Beschwerde mache ich, dann hast du etwas mehr Energie 🙂

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      2. Ich habe hier eine Eingangsbestätigung einer diesbezüglichen Programmbeschwerde erhalten, die nicht von mir eingereicht wurde. Aufgrund der textlichen Inhalte gehe ich davon aus, diese Beschwerde von einem hier vorhandenen Leser/Kommentar unter missbräuchlicher Verwendung meiner EMail- und Kontaktdaten eingereicht wurde. DAS ist aber nicht die feine Art.
        Ein solches Beschwerdeverfahren ist mit viel Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden. Ich prüfe gegenwärtig, ob ich diese fremde Beschwerde in meinen Namen übernehme oder nicht.

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      3. Oha.

        Das finde ich auch ziemlich unmöglich.

        Ich denke, dass derjenige, der das gemacht hat (Rabe?) gute Absichten hatte, aber eigentlich muss einem doch klar sein, dass man sich keinen fremden Namen und keine fremde Mail-Adresse aneignen darf.

        @Rabe (falls du es warst):
        Wenn du Arbeit in aktivistische Dinge wie eben eine Programmbeschwerde stecken willst, finde ich das Klasse. Du solltest das dann aber entweder im eigenen Namen machen oder Kontakt zu einem Aktivisten aufnehmen und deine Hilfe bei der „Fußarbeit“ für solche Dinge anbieten. Die finale Version muss dann jedenfalls von demjenigen, in dessen Namen die Beschwerde eingereicht wird, abgesegnet sein.

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  4. Also, ich lese Schneeschnuppes Artikel immer zu Ende.

    Als „Anti“ sehe ich ihn nicht. Er lehnt, soweit erkennbar, Gewalt gegen Kinder ab.
    O.K., damit wäre er schon mal ein „Anti“ gegen Zwang und Vergewaltigung. Darüber, wo die Grenze zwischen akzeptablem Umgang und Gewalt liegt, kann man selbstverständlich unterschiedlicher Meinung sein. Eine Grenzziehung zwischen „Gebrauch“ und „Missbrauch“ gefällt nicht jedem.

    Wo ist das heuchlerisch? Muss Schneeschnuppe etwas befürworten, nur weil es „die Antis“ ablehnen? Ist er andernfalls ein Verräter?

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    1. Schneeschnuppe befürwortet Gewalt gegen gewaltfreie Erwachsene, die Sex mit Minderjährigen gegen Bezahlung haben. Seine Position ist damit keineswegs gewaltfrei, sondern genau das Gegenteil, auch wenn er dies heuchlerisch gerne so darstellt. Auch die Mainstream-Antis stellen ihren gewaltsamen Kampf gegen gewaltfreie Sexualität gerne als „Bekämpfung von Gewalt“ dar. Diese Grundhaltung teilt sich Schneeschnuppe mit der „KiH-Bande“ und auch allen gewaltsamen „Pädo-Hunters“. Dass die tatsächliche Gewaltanwendung im Zweifelsfall an die Polizei delegiert wird, ändert ja nichts am Gewaltprinzip. Du hättest all das übrigens aus den anderen Kommentaren in den diversen Fäden hier und den darin verlinkten Diskussionen auf freespeechtube.org herauslesen können. Ich werde in der Zukunft nicht mehr auf diese Diskussionen eingehen.

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      1. Kiz, deine Kommentare haben einen gewaltigen Subtext.

        Zum abreagieren ein schönes Zitat von I. Öztürk:

        „Wir leben in einer verkehrten Welt, wo der Gute zum Psychologen gehen muss, um zu lernen mit dem zurecht zu kommen was der Schlechte tut“.

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  5. Ich würde niemals den guten(?) Namen von Dieter Gieseking missbrauchen. Missbrauch ist nicht die feine Art. Mir etwas zu unterestellen auch nicht! Ich werde meine eigene Beschwerde weiter führen und kann nur jedem raten mit eigenem Namen eine Beschwerde zu machen.

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