Leserbrief: Aus dem Leben eines Puppenspielers (2/3)

Heute berichtet tagesschau.de:

„Gräueltaten mit aller Kraft bekämpfen“

Außerdem soll eine ausdrückliche Regelung zur Strafbarkeit von Sexpuppen mit kindlichem Erscheinungsbild in das Strafgesetzbuch aufgenommen werden. Damit soll zugleich der Markt für solche Puppen stillgelegt werden. Der Strafrahmen für Herstellung und Verbreitung soll bei bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe liegen. Für Erwerb und Besitz sind bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe vorgesehen.

Kabinett billigt Entwurf – Gesetz gegen sexualisierte Gewalt auf dem Weg


Zur Nutzung eines Gegenstands zur autoerotischen Befriedigung mag man stehen wie man will. Ganz sicher handelt es sich aber nicht um eine Gräueltat.

Gräuel (Wortneubildung aus gleichbedeutend Greuel) bezeichnet etwas, das Grauen erregt. Im deutschsprachigen Kulturkreis erfuhr es eine Prägung durch die Bibel. Im modernen Sprachgebrauch werden besonders grausame und opferreiche Taten, etwa Kriegsverbrechen, als Gräuel oder Gräueltaten bezeichnet. Kriegsparteien pflegen sich im Rahmen der psychologischen Kriegführung gegenseitig Gräueltaten vorzuwerfen. Zur Abwehr solcher Vorwürfe kam während des Ersten Weltkrieges im deutschen Sprachgebrauch das Wort Gräuelpropaganda auf.

Wikipedia-Artikel „Gräuel

Gräuelpropaganda ist eine Form politischer Propaganda, bei der versucht wird, einen Gegner zu diffamieren, indem man ihm erfundene oder nicht von ihm begangene Untaten bzw. Gräuel zuschreibt oder von ihm unternommene Handlungen bewusst verzerrt darstellt und so skandalisiert. Sie ist ein häufiges Mittel psychologischer Kriegführung und kann im Krieg zur Motivation der eigenen Streitkräfte und Bevölkerung oder zur Beeinflussung der Weltöffentlichkeit eingesetzt werden.

Wikipedia-Artikel „Gräuelpropaganda

Es schützt auch in keiner Weise Kinder, zur autoerotischen Befriedigung geeignete Gegenstände, seien es Zeichnungen oder Puppen, zu verbieten:

  • Wenn man den Sexualtrieb befriedigt hat, ist er erst einmal „weg“ und nicht mehr handlungsleitend.
  • Wenn man den Sexualtrieb nicht befriedigt, bleibt er wirkmächtig und kann ggf. auch dann das Handeln bestimmten, wenn es besonders auf Kontrolle ankommt.

Eine Verbot von Handlungen, die den Sexualtrieb befriedigen und bei denen kein Kind ausgenutzt, missbraucht oder sonstwie geschädigt wird, ist also kontra-indiziert.

Wenn alles verboten wird, dass einem pädophilen Menschen sexuelle Entlastung verschaffen kann, dann kommt das einer Kriminalisierung der Neigung an sich gleich, denn irgendwie muss ein Mensch ja mit seinem Sexualtrieb umgehen.

Wir sind inzwischen an einem Punkt an dem nicht mehr die Verletzung der Rechte einer anderen Person bestraft wird, sondern die Tatsache, dass man so geboren wurde, wie man geboren wurde.

Hier nun der zweite Teil des Leserbriefes eines Puppenbesitzers:


Beim Zoll ging alles völlig problemlos und ich musste mein Paket auch nicht öffnen. Ich zahlte, was zu zahlen war und nahm das Paket mit nach Hause. ich war so aufgeregt, dass ich zunächst das Paket nicht gleich geöffnet hatte. Zudem wartete ich noch kurze Zeit ab, ob nicht doch plötzlich die Polizei bei mir vorfährt.   Schließlich eines Nachts um 3 Uhr überkam mich dermaßen die Neugierde, dass ich das Paket geöffnet hatte und meine neue kleine Prinzessin auspackte.

Ja es war ein kleines Silikonmädchen das einem Mädchen von ca. 5 – 6 Jahren nachempfunden war. Da mein AoA so bei 5 – 9 Jahren liegt, war die kleine Silikonmaus für mich schön anzusehen.

Ich legte sie auf mein Bett und war gleich mal von dem doch hohen Gewicht überrascht, das dem eines echten Kindes wohl im Vergleich zu vielem Anderem am ähnlichsten war.

So betrachtete ich den kleinen Körper und es war eine seltsame und aufregende Erfahrung als abstinent lebender pädophiler Mensch diese Doll zu berühren und mit ihr auch zu sprechen … ja zu sprechen, denn meine Fantasie ging bereits jetzt schon auf Reisen.

Da hierbei weder ein realer Mensch geschädigt wird, noch irgendwelche Persönlichkeitsrechte von realen Menschen verletzt werden, denke ich, dass gerade das sowohl mit der Ethik als auch mit der Moral ohne Weiteres gut zu vereinbaren ist.

Mit der Zeit lernte ich mit meiner Doll immer besser umzugehen, ich lernte wie man sie wäscht, anzieht, auszieht und mit ihr am Frühstückstisch sitzt. Ja ich fing an, mich um meine Doll zu kümmern als wenn sie ein atmender lebender Mensch wäre.

Die Einsamkeit war plötzlich fast schon wie weggeblasen, was mir vor allem psychisch sehr gut tat. Ansonsten änderte sich in meinem Leben gar nichts. Ich hatte vor allem durch meinen Beruf weiterhin viel mit Kindern zu tun, hatte weiterhin alle sozialen Kontakte, die ich davor auch schon hatte und hatte eben nun zusätzlich ein kleines Geheimnis, was an sich auch schon sehr prickelnd sein kann.

Für meinen Teil kann ich sagen, dass ich zweierlei Arten habe, wo ich meine Fantasie auf Reisen schicke.

Einerseits natürlich das Bedürfnis Sex mit einem Kind zu erleben, das sexuelle Verlangen nach einem Kinderkörper, was ich so oft ich will in meiner lebhaften Fantasie täglich haben kann, wenn ich es möchte. Dies ist für mich auch ein sehr intimer Moment, wo ich ganz alleine sein möchte. Für mich ist dies viel realer als es ein optisches Stimuli jemals sein könnte. Denn ich kann ja meine eigenen Szenarien dadurch durchspielen und rede und agiere auch akustisch dabei. Dies ist aber zeitlich sehr begrenzt wie es bei einer Masturbation eben ist. Nach dem Erleben eines Orgasmus, der dann nicht von dieser Welt ist, ist das Verlangen fast komplett verschwunden.

Andererseits gibt es diese beständige und in allen Lebensbereichen latent auftretende Traurigkeit, die der Einsamkeit geschuldet ist, die entsteht, wenn man ohne festen Partner durchs Leben geht. Das „sich um jemand kümmern wollen“ ist hier wohl im Vordergrund. Dies war für mich stets ein Problem, das viel gewaltiger ist, als die sexuelle Abstinenz. Und genau diese Einsamkeit, Depression und Traurigkeit kann ich mit Fantasien, die eben von völlig anderer Art sind mit meiner Doll auf ein erträgliches Maß reduzieren.

In seltenen Fällen habe ich natürlich auch eine Kombination von beidem, die ich wiederum mit meiner Doll perfekt leben und erleben kann.

Und genau dieser Abbau von Traurigkeit, Depressionen und Einsamkeit, die jeder Psychologe normalerweise begrüßen würde, soll nun ausschließlich für pädophil empfindende Menschen nicht nur unter Strafe gestellt werden … nein es soll als Verbrechen gelten, für das man jahrelang in einen kleinen Käfig mit Mördern und Kapitalverbrechern gesperrt werden soll.

Ja es kommt noch schlimmer, im 18+ Bereich haben viele Gesellschaftswissenschaftler die Befürchtung, dass eine Silikonpuppe zu Hause eine echte Partnerschaft erschwert, da die Partnersuche auch immer weiter in den Hintergrund rücken könnte.

Also, was sollen wir Pädos nun machen? Sollen wir keine Kinderpuppe kaufen, so wie es die Gesellschaftswissenschaftler sagen und eine „echte“ Beziehung anstreben? Oder sollen wir eine Kinderpuppe mal versuchen damit so der Wunsch einer „echten“ Partnerschaft in den Hintergrund rückt? Ich denke dass hier sämtliche Wissenschaftler ziemlich uneinig sich sind weil … niemand mit Puppenbesitzern reden möchte.

Parallell dazu habe ich mir die Zahlen von echtem Kindesmissbrauch angesehen und gesehen, dass dies ab dem Zeitpunkt wo Kinderdolls auf dem Markt kamen ca. 2011 immer weiter zurückgingen und das, obwohl man ja versuchte den Missbrauchsbegriff immer weiter auszudehnen bis eben heute, wo selbst der Gedanke einer realen Missbrauchstat gleichzusetzen wäre. Und entsprechend hart zu bestrafen ist. Letztlich besteht eine „Partnerschaft“ zwischen einem Pädo und einem Silikonkind aus Gedanken. Nicht mehr und nicht weniger.

Ich habe teils jährlich mit allen Puppenverkäufern per Mail Kontakt gehabt, die nach Europa liefern und nach deren Aussagen sind zusammengenommen jedes Jahr ab ca. 2015 fast 1.000 Kinderpuppen alleine in den deutschsprachigen Raum verkauft worden.

Eine Schweizer Studie kommt nun zum Schluss, dass der Konsum von Kinderpornografie zu keinen nennenswerten Mehrverlangen beiträgt, mit einem realen Kind Sex zu erleben. Gleiches kann man bei jeglicher anderer Pornografie in Ländern sehen, wo dies erlaubt wurde und davor es eben verboten war.


Link zu Teil 1 | Link zu Teil 3

4 Kommentare zu „Leserbrief: Aus dem Leben eines Puppenspielers (2/3)

  1. Habe gerade einen Beitrag zum Thema in der Tagesschau gesehen. Es war pure Propaganda. Der Begriff der sexualisierten Gewalt wurde völlig unkritisch übernommen. Dass für diesen Begriff juristisch gar kein Gewaltaspekt notwendig ist, wurde mit keinem Wort erwähnt. Die Justizministerin konnte sich völlig ohne kritisches Hinterfragen als Schützerin von Kindern vor schwerster Gewalt darstellen, die angeblich bisher nicht ausreichend bestraft worden wäre. Als ob Vergewaltigungen bisher legal oder kaum bestraft worden wären.

    Ich kann nicht behaupten, dass es enttäuschend war, da ich von den Propagandamedien natürlich auch nichts besseres erwartet hatte.

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    1. In einem Format wie der Tagesschau, wo man 1 Minute für ein Thema hat, kann man nicht viel kritische und tiefgründige Berichterstattung erwarten.

      Aber du hast schon Recht, dass in den großen Medien verdammt wenig Kritik zu lesen ibzw. zu hören st – und das obwohl sich alle wichtigen Juristenverbände (Deutscher Richterbund, Bundesrechtsanwaltskammer, Deutscher Anwaltverein) gegen zentrale Bestandteile der Reform ausgesprochen haben. Aus meiner Sicht eine Fehlleistung.

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      1. Mit Verlaub, aber wenn sie keine Zeit für eine richtige Darstellung haben, dann sollen sie ein anderes Format wählen oder im Zweifelsfall wenigstens die irreführende Berichterstattung komplett unterlassen. Da sitzen jetzt Millionen Zuschauer davor und denken sich „Sapperlot! Die Vergewaltigung von Kindern war bisher nur ein Vergehen?!? Zum Glück haben wir die GroKo, die alles richtig macht!“ obwohl es natürlich juristisch völlig blödsinnig ist.

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  2. Eine sehr schöne Beschreibung der Gefühlswelt eines Puppenbesitzers! Es war leicht und daher schön von ihm zu lesen. Auch den ersten Teil habe ich schon gelesen.

    Dies schreibt hier ein Nicht-Puppenbesitzer, der sich auch keine Puppe wünscht, da sie ohnehin einen 12 bis 16-jährigen Jungen darstellen müsste und daher zu groß sein und zu viel wiegen würde.

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