Kritischer Disput

Der Austauch mit dem Melder meiner Webseite ging noch ein wenig weiter, dürfte aber nun zum Ende gelangt sein.

Das ist einfach zu beantworten. Nein, ich würde dich nicht bei deinem Arbeitgeber melden. Auch nicht bei Bekannten oder deiner Familie. Das nennt man Hexenjagd. Mit Aufmerksamkeit hat das nichts zu tun.

Auf das Internet gemünzt, würde dies damit gleichkommen, einen Mob auf deine Seite zu dirigieren. Darum geht es mir aber nicht. Sondern dich dem Betreiber zu melden, damit man ein Auge darauf hat. Weil ich das auch gar nicht beurteilen kann oder will.

Ich weiß nicht wie genau das persönlich ablaufen würde. Eigentlich würde ich wollen dass du dich in psychologische Betreuung begibst. Aus Mangel an Möglichkeiten würde ich dich vermutlich polizeilich melden, damit man dir auf die Finger sieht.

Befindest du dich jedoch bereits in Behandlung, würde ich dich einfach in Ruhe lassen.

Der Punkt ist folgender: Ich weiß nicht ob du einfach versuchst mit deiner Neigung zu leben, und dabei einfach nur ein normaler Mensch sein möchtest, der selbst nicht so sein will oder keine Wahl hat.

Oder ob du ein Pädophiler bist, der versucht seine Neigungen zu normalisieren, und alles mit systemischem Druck und Intoleranz abtut.

Manchmal klingt es eher nach Letzterem. Ich hoffe aber auf Ersteres.

Ich bilde mir auch nicht ein, mich richtig zu verhalten. Es überfordert mich schlicht und einfach, wie man sich in solch einem Falle verhalten sollte.

Eine wirklich befriedigende Lösung gibt es glaube ich nicht. Ich stehe hier wie ein Kind vor einer mathematischen Gleichung, die ich weder verstehe noch auflösen kann

Ps: Ich halte mich nicht für Tolerant. Ich bin kein „Gutmensch“. Aber ich gebe mir Mühe fair zu sein. Das hier ist einfach ein sehr schwieriges Thema. Du findest es schwer ein Pädophiler zu sein. Damit hast du wohl auch recht. Bedenke jedoch dass es auch schwer ist, mit einem Solchen umzugehen.

Ich gebe mir Mühe. Es gibt Menschen die mich dafür hassen würden, weil ich überhaupt mit dir argumentiere und dich als Menschen sehe. Damit mache ich mich nicht gerade beliebt. Da gab es schon andere Fälle, wenn auch immer „nur“ online

Meine Antwort

Ich gestehe dir zu, dass du dir Mühe gibst und um Fairness bemüht bist. Es ist wie du beschrieben hast: es reicht schon mit Pädophilen zu kommunizieren, um negative Reaktionen bis hin zu Hass zu erzeugen. Diese Strahlwirkung zeigt wie stark und irrational die Ablehnung und Ächtung von Pädophilen ist: wer mit einem Unreinen redet wird unrein. In einer sich aufgeklärt wähnenden Gesellschaft sollte es das eigentlich nicht mehr geben. Trotzdem ist es so.

Du hast jetzt schon ein paar Mal die Frage anklingen lassen, ob ich in Behandlung bin. Wenn ja, würdest du mich in Ruhe lassen. Wenn nein, würdest du mich polizeilich melden, damit man mir auf die Finger schaut.

„Der Punkt ist folgender: Ich weiß nicht ob du einfach versuchst mit deiner Neigung zu leben, und dabei einfach nur ein normaler Mensch sein möchtest, der selbst nicht so sein will oder keine Wahl hat. Oder ob du ein Pädophiler bist, der versucht seine Neigungen zu normalisieren, und alles mit systemischem Druck und Intoleranz abtut.“

Diesem Gedanken liegt meiner Einschätzung nach die Auffassung zugrunde, dass man ein „guter“ Pädophiler ist, wenn man seine Neigung furchtbar findet, sich davor ekelt oder dafür schämt und wenn man so besorgt darüber ist, dass man möglicherweise ein Kind missbrauchen könnte, dass man sich proaktiv in Behandlung begibt.

Das sind aber unsiinge Anforderungen. Relevant ist lediglich, dass man kein Kind missbraucht oder missbrauchen will.

Natürlich hatte ich in Bezug auf meine Neigung keine Wahl. Ich hätte sie mir auch sicher nicht ausgesucht. Dass ich pädophil bin, hat mich zeitweise extrem belastet:

Ich war unglücklich verliebt (ohne dass der Junge etwas davon wusste), kam zu der Erkenntnis, dass ich kein erfülltes Leben mit Partnerschaft, Ehe und eigenen Kindern haben kann und wusste nicht, ob meine Eltern und Geschwister (die wichtigsten Menschen in meinem Leben) mich noch lieben würden, wenn sie von meiner Neigung erfahren.

Am schlimsten war die Angst, verstoßen zu werden. Der Mensch ist ein soziales Wesen. Sein Überleben ist von der Zugehörigkeit und Akzeptanz in einer Gruppe abhängig. Lange bevor Geld erfunden wurde, war die „Währung“ das Ansehen und damit verbunden der Respekt und Rang in der Gruppe. Ausgrenzung und Angst vor Ausgrenzung verursacht soziale Schmerzen und ist wie psychische Folter. Insbesondere der drohende Verlust eines geliebten Menschen ist eine elementare Bedrohung.

Ich habe drei Jahre lang jeden Tag an Selbstmord gedacht. Auch danach war ich noch lange Zeit sehr depressiv. Es hat über ein Jahrzehnt gedauert, bis ich mich davon weitgehend erholt hatte.

Trotzdem ist mein Pädophil-Sein keine Krankheit. Ich will nicht ein normaler Mensch sein. Ich bin ein normaler Mensch.

Abgesehen von meiner „ungewöhnlichen“ sexuellen Neigung bin ich völlig normal. Ich habe sicher ein paar kleine Marotten und Fehler, aber nicht mehr als andere auch. Ich bin kein Soziopath und habe auch keine Probleme mit der Trieb- oder Impulskontrolle. Ich wünsche mir nicht, jemanden zu missbrauchen. Ich habe keine Gewaltphantasien. Auch die Vorstellung Macht über einen anderen zu haben, erregt mich nicht. Ich bin der Meinung, dass man seine Mitmenschen gut behandeln sollte und finde Kinder besonders schützenswert.

Meine Neigung macht mich so wenig zu einem Kinderschänder, wie ein heterosexueller Mann wegen seiner Neigung ein Vergewaltiger ist. Natürlich habe ich im Gegensatz zum typischen heterosexuellen Mann nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten, meine Sexualität auszuleben. Aber nur weil jemand arm ist, wird er noch lange nicht zum Dieb.

Wenn ich einen toll aussehenden Jungen sehe, kann es mir passieren, dass ich eine spontane Erektion bekomme – so wie es dir passieren kann, dass du eine spontane Erektion bekommst, wenn du eine toll aussehende Frau siehst. Körperliche Anziehung funktioniert bei mir genauso wie bei dir, nur dass es eben eine andere Art Mensch ist, von der ich mich angezogen fühle.

Körperliche Anziehung kann dazu führen, dass man sich verliebt. Auch da gelten für mich die gleichen Spielregeln, wie für alle anderen verliebten Menschen. Wenn ich mich in einen Jungen verliebe, wird er für mich zum wichtigsten Menschen der Welt und ich würde nie freiwillig etwas tun, das ihm schaden könnte.

Meine Selbstmordgedanken und meine Depression wären behandlungsbedürftig gewesen. Meine Pädophilie ist es nicht. Daran, dass ich pädophil bin, kann man ohnehin nichts ändern. Dieser Umstand ist nicht behandelbar. Auch die Therapeuten von „Kein Täter werden“ behandeln ihre Klienten nicht mit dem Ziel, sie von ihrer Pädophilie zu heilen, da sie wissen, dass das gar nicht möglich ist. Sie behandeln stattdessen darauf, dass der Pädophile lernt seine Neigung zu akzeptieren und zu kontrollieren. Da ich meine Neigung bereits akzeptiert habe und nie ein Problem hatte sie zu kontrollieren, brauche ich diese Art von Behandlung nicht.

Ich war nie der Meinung, dass mich mein Pädophil-Sein zu einem schlechten Menschen macht, oder dass die Gefahr bestünde, dass ich meine sexuellen Bedürfnisse auf Kosten eines anderen Menschen befriedige.

Trotzdem hat mich mein Pädophil-sein in eine existentielle Krise gestürzt, in der sogar mein Überleben in Frage gestellt war. Ich habe diese Krise zwar überwunden, wenn ich aber heute einen Blog schreibe, dann liegt das auch daran, dass mich die Ausgrenzung als Pädophiler aktuell wieder relativ stark belastet und ich mich auf diese Weise damit auseinandersetzen kann.

Zum Abschluss:

Ich verurteile Missbrauch persönlich und in meinem Blog konsequent. Anders als die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung bin ich aber nicht der Meinung, dass jeder sexuelle Kontakt mit einem noch nicht 14jährigen Wesen zwangsweise Missbrauch darstellt.

Ich halte es für evident und unbestreitbar, dass ein 13jähriger in einen sexuellen Kontakt mit einem anderen 13jährigen einwilligen kann und diesen Kontakt als schön und bereichernd empfinden kann. Wenn ein 13jähriger in einen sexuellen Kontakt mit einem 13jährigen einwilligen kann, kann er auch in einen sexuellen Kontakt mit einem 14jährigen oder einem 16jährigen oder einem 30jährigen einwilligen.

Der Kontakt wird nicht lediglich deshalb schlecht, weil sich das Alter des Beziehungspartners ändert, sondern dann, wenn ein Beziehungspartner den anderen schlecht behandelt. Über die Qualität des Kontaktes entscheidet nicht das Alter, sondern die Freiwilligkeit und das Verhalten: Missbrauch ist, wenn ein Mensch einen anderen Menschen schlecht behandelt. Wenn das nicht der Fall ist, ist es kein Missbrauch.

Diese Haltung wird überwiegend als Selbstbetrug oder Verharmlosung von Pädophilie interpretiert (bzw. diffamiert). Eine sinnvolles und logisch schlüssiges Argument dagegen hat mir aber noch niemand liefern können.

Natürlich kann dir dieses Argument niemand liefern. Weil die meisten Menschen zu befangen dafür sind. Selbige gilt ebenso für mich. Für gewöhnlich halte ich mich für einen analytischen Menschen. Hier stoße ich jedoch an meine Grenzen. Es fällt mir sogar schwer überhaupt darüber zu diskutieren. Ich habe kein Problem damit meine Irritation einzugestehen.

Mir ging es übrigens nicht darum, dass der Psychologe dich von deiner Pädophilie heilen soll.

Sondern darum dass er dir hilft damit umzugehen, ohne damit Anderen zu schaden.

Das impliziert auch dass ich nicht glaube, dass ein Kind wirklich freiwillig sexuellen Kontakt will.

Es ist ebenso etwas das ich als widerwärtig empfinde. Weil das Kind gar nicht weiß worauf es sich da einlässt.

Genau hier tritt eine Relativierung in Kraft, bei der es nicht mehr nur darum geht, dass auch du ein Recht auf Lebensqualität hast. Sondern darum dass es ja auch kleine Schlupflöcher gibt, bei Gelegenheiten zu denen Kinder Spaß daran haben. Hier geschieht die geistige Übertretung.

Pädophilie mag keine Krankheit sein. Aber das ist eigentlich ein semantisches Problem. Die sexuelle Neigung zu Minderjährigen ist nichts normales. Du bist auch kein normaler Mensch.

Das ist keine Herabsetzung wie du sie sehen willst. Ein psychisch Kranker ist auch kein normaler Mensch. Dennoch ist er ein menschliches Wesen.

Natürlich ist der reine Trieb noch kein Tatbestand. Aber die Fantasie ist ein Anreiz zum Versuch.

Alles Andere ist intellektuelles Larifari. Sollte man dich deswegen einsperren? Nein, sollte man nicht. Aber es als harmlos abzutun ist fahrlässig.

Du bist kein normaler Mensch. Egal ob du das hören willst oder nicht. Sondern ein Mensch mit einem Problem. Ein Problem in Form eines Triebes der nicht sein darf.

Natürlich begegnet man dir mit Ächtung und Sonstigem. Was ich bei Pädophilie völlig vernünftig finde. Du wünscht dir verdammt nochmal Sex mit Kindern! Wenn das nicht falsch ist, was ist dann in dieser Welt noch falsch?

Das bedeutet nicht ich würde dir den Tod wünschen, solange du niemandem etwas zu Leide tust. Aber ich werde den Teufel tun und das hier verharmlosen.

Es klingt auch so als willst du keine Hilfe. Sondern so sein dürfen wie du eben bist. Weil es in deiner Natur liegt. Das ist vermutlich auch wirklich so. Was aber nichts daran ändert dass es falsch bleibt.

Der Wunsch nach Sex mit Kindern ist nichts harmloses. Diese Diskussion sollten wir nun beenden, da sie niemals auf einen grünen Zweig kommen werden. Was jedoch auch absehbar gewesen ist.

Denn du wirst immer pädophil bleiben. Ich werde Pädophilie nie als normal ansehen. Es gibt keine Lösung. Nur präventive Maßnahmen.

Ehrlichkeit ist alles was ich anzubieten habe. Jedoch bedanke ich mich für das Gespräch. Es war unangenehm und belastet mich. Jedoch war es auch lehrreich

Finale Antwort dazu:

„Die sexuelle Neigung zu Minderjährigen ist nichts normales.“

Die sexuelle Neigung zu Minderjährigen ist nicht so unnormal, wie du meinst. Die meisten heterosexuellen Männer sind durch Mädchen in der Pubertät sexuell erregbar. Aus Sicht der Natur, der es um Fortpflanzung geht, ist der entscheidende Zeitpunkt die Geschlechtsreife. Das Durchschnittsalter der ersten Regel liegt bei 12.5 Jahren.

Der zweithäufigste Suchbegriff auf Pornoseiten ist „teen“.

Das hat mit Pädophilie nach wissenschaftlicher Definition wenig zu tun, da Pädophilie eigentlich nicht die sexuelle Erregbarkeit durch Minderjährige, sondern durch vorpubertäre, also nicht geschlechtsreife Kinder bezeichnet. In diesem Sinne bin ich nicht pädophil. Mich interessieren Jungen im Alter von 10-14 Jahren. Das ist eher Päderastie als Pädophilie.

Aber auch Päderastie ist nicht völlig unnormal. In der griechischen Antike war sie jahrhundertelang völlig üblich und es galt für einen Jungen als Schande keinen päderastischen Liebhaber und Mentor zu haben.

In Japan gab es vom 12. Jahrhundert bis zum Niedergang der Samurai-Kultur im 19. Jahrhundert Wakashudō, den „Weg der Jünglinge“, der ein erotisches Lehrer-Schüler-Verhältnis bezeichnet, das zentraler Bestandteil der Ausbildung eines jungen Mannes zum Samurai war. Zu Beginn des Wakashudō war der Schüler in der Regel zwischen 10 und 13 Jahre alt.

Wenn dasselbe Phänomen in unterschiedlichen Kulturen und zu unterschiedlichen Zeitepochen auftrat, handelt es sich nicht um einen „Ausrutscher“, sondern um eine im Prinzip normale Ausprägung innerhalb des menschlichen Verhaltensspektrums.

„Du bist auch kein normaler Mensch.“

Wenn man nur die Sexualität alleine betrachtet, bin ich tatsächlich nicht normal. Ich bin aber nicht meine sexuelle Orientierung. Sie ist wichtig und bedeutsam, sie macht mich als Mensch aber nicht aus. Wenn man die Gesamtheit meiner Person unter Ausklammerung lediglich der Aspekts der sexuellen Orientierung betrachtet, bin ich ziemlich normal.

Was mich als Mensch (meiner Meinung nach) ausmacht, ist mein Charakter, mein Temperament, meine Empathie, meine Art zu denken, mein Entscheidungsstil. Diese Eigenschaften, nicht meine sexuelle Erregbarkeit entscheiden darüber, wie ich andere Menschen behandele.

Ich interpretiere „normal“ also anders als du. Wenn ich nicht normal bin, ist es ein Homosexueller, eine Lesbe, ein Transsexueller oder ein Bisexueller auch nicht. Es gibt viele Menschen, die Homosexuelle, Lesben, Transsexuelle oder Bisexuelle tatsächlich nicht für normal halten. Es gibt aber (zum Glück) inzwischen auch viele Menschen, die sie für „normal genug“ halten.

„Natürlich ist der reine Trieb noch kein Tatbestand. Aber die Fantasie ist ein Anreiz zum Versuch. Alles Andere ist intellektuelles Larifari.“

Ich wünsche mir nicht einfach Sex mit einem Jungen zu haben (Mädchen interessieren mich sexuell gesehen nicht), sondern ich wünsche mir Sex mit einem Jungen zu haben, der seinerseits Sex mit mir haben möchte.

Natürlich sind die Chancen darauf recht gering. Ich dränge mich als mögliche Option für einen an Sex interessierten Jungen ja nicht gerade auf. Ein anderer Junge oder ein Mädchen dürfte in aller Regel interessanter sein. Also bleibt es wohl bei dem Wunsch.

Ein hierzu passendes Gedicht von Pantherion:

Frommer Wunsch

Will jemand sich an mir vergehen,
dann soll er bitte so aussehen:
Ein Junge von zwölf oder dreizehn Jahren,
am liebsten mit blonden, wallenden Haaren,
mit strahlenden Augen blau,
vielleicht auch grün oder grau.
Mit kecken roten Lippen
und unanständigen Blicken.
Ich denke, da würde ich nicken.
Will so jemand sich an mir vergehen:
Es möge geschehen!


Den Wunsch gegen den Willen eines Jungen Sex mit ihm zu haben, habe ich nicht. Und da ich diesen Wunsch und diese Fantasie nicht habe, droht auch kein Versuch. Ich vermute (und hoffe), dass du auch nicht den Wunsch hast gegen den Willen einer Frau Sex mit ihr zu haben.

„Du bist kein normaler Mensch. Egal ob du das hören willst oder nicht. Sondern ein Mensch mit einem Problem. Ein Problem in Form eines Triebes der nicht sein darf. Natürlich begegnet man dir mit Ächtung und Sonstigem. Was ich bei Pädophilie völlig vernünftig finde. Du wünscht dir verdammt nochmal Sex mit Kindern! Wenn das nicht falsch ist, was ist dann in dieser Welt noch falsch?“

Natürlich ist meine Pädophilie (für mich korrekter: Päderastie) ein Problem. Sie ist mit erheblichen Einschränkungen verbunden.

Dass der Trieb nicht sein darf, ist aber keine naturgemäße Gesetzmäßigkeit, sondern ein aktuelles kulturelles Phänomen. Es gab – worauf ich ja bereits an anderer Stelle hingewiesen habe – durchaus jahrhundertelang Epochen in verschiedenen Teilen der Welt, zu denen mein Trieb problemlos hätte sein dürfen und zu denen mir damit kein Nachteil entstanden wäre. Seelische Krüppel hat weder die griechische Antike, noch das japanische Mittelalter aus den zahllosen davon betroffenen Jungen-Generationen gemacht.

Wenn wir die Uhr mal 60 Jahre zurück drehen, hättest du im Jahr 1959 an einen Schwulen gerichtet sagen können: „Du wünschst dir verdammt nochmal Sex mit einen anderen Mann! Wenn das nicht falsch ist, was ist dann in dieser Welt noch falsch?“

Entscheidend ist, ob die Personen, die miteinander Sex haben, das wollen. Wenn ja, ist alles OK und es sind auch keine Schäden zu erwarten. Wenn nein, ist es ein großes Problem.

„Es klingt auch so als willst du keine Hilfe. Sondern so sein dürfen wie du eben bist. Weil es in deiner Natur liegt. Das ist vermutlich auch wirklich so. Was aber nichts daran ändert dass es falsch bleibt.“

Eigentlich hatten wir das schon. Du sagst ja selbst: „Mir ging es übrigens nicht darum, dass der Psychologe dich von deiner Pädophilie heilen soll. Sondern darum dass er dir hilft damit umzugehen, ohne damit Anderen zu schaden.“

Diese Hilfe benötige ich nicht. Ich habe bereits gelernt mit meiner Neigung umgehen und es besteht keine Gefahr, dass ich Anderen damit schade. Nur nebenbei bemerkt habe ich auch schon ein paar Jahrzehnte Leben hinter mich gebracht, ohne jemandem mit meiner Neigung geschadet zu haben.

Natürlich will ich so sein und so sein dürfen, wie ich nun mal bin. Das ist auch völlig legitim und hat nichts mit Handlungen zu Lasten Dritter zu tun. Ich will mein „so-sein-wie-ich-nun-mal-bin“ nicht zu Lasten anderer ausleben. Du kannst schließlich auch nicht mit jeder Frau ins Bett hüpfen, die dich sexuell anspricht. Die Frau muss es erst mal wollen.

„Der Wunsch nach Sex mit Kindern ist nichts harmloses.“

Der Wunsch nach Sex mit Kindern ist durchaus harmlos. Potentiell nicht mehr harmlos ist lediglich der Versuch der Umsetzung. Zwischen Wunsch und Umsetzung liegen Welten.

„Diese Diskussion sollten wir nun beenden, da sie niemals auf einen grünen Zweig kommen werden. (…) Jedoch bedanke ich mich für das Gespräch. Es war unangenehm und belastet mich. Jedoch war es auch lehrreich.“

Auch ich bedanke mich für das Gespräch, deine Bereitschaft zur Diskussion und deine Offenheit.


Mein Fazit

Was hat die Diskussion gebracht? Vermutlich nichts.

Aber am Anfang von Verständigung steht Kommunikation. Immerhin hatte ein Normalo direkten Kontakt mit einem Pädophilen, statt nur aus der Zeitung von Pädos als Kinderschändern zu lesen. Im Sinne von Kommunikation hat der Austausch auch gut funktioniert und kam ohne gröbere Beleidigungen oder verbale Übergriffe aus.

Vielleicht konnte ich ja sogar ein paar der Vorurteile zu Pädos aufweichen und abschwächen. An der Wahrnehmung von Pädos als potentielle Gefahr für Kinder konnte ich aber offensichtlich nichts ändern. Das wäre aber ohnehin keine realistische Erwartung an das Ergebnis des Austauschs gewesen.

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